Glossar

B.A.R.F.

B.A.R.F. kommt ursprünglich aus den USA und bedeutet, frei übersetzt, Biologisch Artgerechte Rohfütterung, d. h. man versucht die Katze so naturnah, wie nur irgend möglich zu ernähren.

Wenn man sich die natürliche Ernährung von Katzen einmal ansieht, dann bedeutet das zum einen natürlich Fleisch und zwar in roher Form. Schließlich hat wohl noch niemand eine Katze bei der Jagd beobachtet, die sich ihre Maus erst mit Hilfe eines Bunsenbrenners oder einer ähnlichen Einrichtung durchgart, bevor sie verspeist wird.

In Tierparks hat sich diese Erkenntnis schon lange durchgesetzt, im Heimtierbereich leider noch nicht, obwohl zwischen dem Verdauungssystem einer Hauskatze und dem einer Kleinkatze eigentlich kein Unterschied besteht.

Der Verdauungstrakt unserer Stubentiger ist genau auf ihre naturnahe Ernährung, also auf rohes Fleisch, ausgerichtet. Dazu gehören beispielsweise der für einen Fleischfresser typische kurze Darm und die aggressive Magensäure, die Salmonellen und ähnlichen üblen Gesellen bei einer gesunden Katze im Normalfall keine Chance lassen.

Die Katze frisst in freier Wildbahn jedoch nicht nur „Mausschnitzel“, sondern die ganze Maus. Die naturnahe Ernährung besteht also zudem auch aus allen anderen Bestandteilen des Beutetieres, wie den Knochen, Haut und Fell, den Innereien (Leber usw.), dem Gehirn, Fett und Blut, Knorpeln und dem Magen samt Inhalt.

Daher muss auch beim Katzen barfen darauf geachtet werden, nicht einfach nur Fleisch zu füttern, sondern mit Hilfe von Supplementen ein komplettes Beutetier nachzubauen. Würde man nur reines Muskelfleisch füttern, käme es zu schwerwiegenden Mangelerscheinungen.

  1. Interessanter Artikel – habe ebenfalls einen Artikel zum Barfen geschrieben, allerdings für Hunde. Die Unterschiede in den Lebensumständen sind entscheidend ! BARFEN kann gut und schlecht sein. Es gilt den Einzelfall zu betrachten und ein optimales Mischungsverhältnis hin zu bekommen.

    Liebe Grüsse
    Marleen Schaumberger

  2. Hallo Frau Schaumberger,

    genauso wie in der Ernährung von Wolf und Wildkatze, so bestehen auch bei der Ernährung von Hund und Katze Unterschiede. Einen spezialisierten Beutetierfresser, wie die Katze, mit einer erhöhten Menge pflanzlichen Bestandteilen zu füttern, wäre ziemlich fatal, ganz gleich ob es sich nun um eine Hauskatze oder eine Katze handelt, die draußen lebt, am Stoffwechsel und seiner eingeschränkten Fähigkeit, Pflanzliches zu verwerten, ändert das nichts.

    lg

    Anika

    PS: Das hier ist eigentlich kein Artikel, sondern ein Glossar.

  3. Hallo meine Kritik ist wenn barfen nicht richtig gemacht wird kommt es zu Mangelerscheinungen. Der Mensch ist ja nicht einmal in der Lage für sich selbst eine vernünftige Ernährung auf die Beine zu stellen. Wieso sollte er das dann für den Hund oder die katze hinbekommen?

  4. Ganz einfach, indem er sich ausreichend informiert und auf seinen gesunden Menschenverstand vertraut. Ausschließlich Fertignahrung für den Menschen würde niemand als gesunde und vernünftige Ernährung ansehen, beim Tier aber schon? Wer einfach so „drauflosbarft“, riskiert Mangelerscheinungen, das ist schon richtig, aber wer sich über die Ernährungsbedürfnisse der Tierart informiert, mit der er sein Zuhause teilt, und diese bei der Futterzusammenstellung berücksichtigt, kann das Futter für Katze oder Hund ohne Weiteres selbst herstellen.

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