Katzenbücher, Rezensionen

Buchrezension: Die Memoiren des Jeremias von Höhnsdorf Aufzeichnungen eines Katers und Gentlemans in den besten Jahren

Nach vielen Ratgebern und anderen Fachbüchern ist mit den Memoiren des Jeremias von Höhnsdorf schon vor längerer Zeit mal wieder ein wenig Unterhaltungsliteratur auf unseren Rezensionsstapel gewandert. Ich habe mir die Aufzeichnungen eines Katers und Gentlemans in den besten Jahren einmal angesehen.

Allgemeines zum Buch

Taschenbuch: 188 Seiten
Verlag: Shaker Media; 1 (26. November 2015)
Autorin: Kattis Rydberg
ISBN-13: 978-3956313837

Das sagt der Klappentext

Jerry – pardon – Jeremias von Höhnsdorf ist ein Kater in den besten Jahren: Versnobt, genusssüchtig, sensibel und liebenswert.

In seinen Mußestunden widmet er sich:

– der Meditation – vor allem vor Gartenteichen mit schwimmenden Meditationshäppchen,
– der Degustation – m liebsten von aufwendig dekorierten Grillplatten,
– der Hypnose von Türgriffen und
– der Pelzpflege – für diverse Wettbewerbe und andere Zwecke.

Ab und zu lässt er sich gemächlich auf dem Schreibtisch nieder, rückt die Welt katerhaft zurecht, lehrt mich geduldig, die einfache und die spezielle Katertheorie, amüsiert sich kopfschüttelnd über uns Menschen und schnurrt mir seine neuesten Abenteuer – ein Kater von Welt belastet seine Pfoten nicht mit der Berührung von Computertasten. Gelegentlich versucht er dabei meine Finger beim Schreiben zu fangen. Angeblich, weil es ein gutes Jagdtraining ist und er so in Top-Form bleibt…

… und damit keine Missverständnisse aufkommen – erstmals und exklusiv ein katerhaftes Lexikon – von J. v. H. höchstpersönlich, versteht sich.

Das meint die Haustiger-Redaktion

Die Memoiren des Jeremias von Höhnsdorf sind optisch ein wenig wie ein Buch aus Kinderhand gestaltet (Tintenkleckse, einfache Zeichnungen, Schreibschrift) und sind im Endeffekt eine Art Tagebuch, in dem verschiedene Lebensstationen und Erlebnisse des Katers nacherzählt werden. Das Buch ist aus der Sicht von Jeremias geschrieben, was teils besser, teils schlechter gelingt und deckt viele Facetten des Katzenlebens ab, so auch das Liebesleben einschließlich Katerkämpfen, dem Jeremias als unkastrierter Freigänger frönt. Knapp 30 Seiten des Buches bestehen aus einem Lexikon, in dem verschiedene Begriffe erklärt werden, die Jeremias in seinen vorangegangen Ausführungen verwendet, so z. B. den Begriff „Menschenrenntier“ für „Auto“.

Das Buch der Merchinger Autorin unter dem Pseudonym Kattis Rydberg liegt schon eine Weile auf meinem Lesestapel und es brauchte drei Anläufe, bis ich es geschafft habe, es komplett zu lesen. Das passiert mir gerade bei Büchern, die eigentlich schnell von der Hand gehen, nur sehr selten und ist in der Regel ein untrügliches Zeichen dafür, dass mich ein Buch nicht fesseln kann. Das war hier auch der Fall. Ehrlich gesagt, hätte ich das Buch, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, wahrscheinlich schon nach dem ersten missglückten Anlauf nicht mehr angefasst.

Nichtsdestotrotz, Geschmäcker sind verschieden und es kann gut sein, dass euch die Memoiren des eigenwilligen Katers besser gefallen als mir. Herausfinden könnt ihr das, indem ihr das Buch über die ISBN beim Buchhändler eures Vertrauens oder direkt bei Shaker Media bestellt. 😉

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