Katzenbücher, Rezensionen

Buchrezension: Kätzisch für Nichtkatzen: So verstehen Sie Ihre Samtpfote (Martina Braun)

Die Katzensprache ist sehr vielfältig und oft fragen sich gerade Einsteiger in die Katzenhaltung, was ihnen ihre Katze sagen möchte. Werden Fauchen, Miauen oder Schnurren noch verstanden, so kommen auch erfahrene Katzenhalter mitunter ins Grübeln, was denn Laute wie Gurren, Schnattern oder gar der Mäuseruf zu bedeuten haben. In Kätzisch für Nichtkatzen geht Martina Braun den Kommunikationsmitteln der Katze auf den Grund und beschreibt die Bedeutung hinter Mimik, Gestik, Körperhaltung und besonderem Verhalten.

Allgemeines zum Buch

Broschiert: 80 Seiten
Verlag: Cadmos; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861271303
ISBN-13: 978-3861271307
Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 17,2 x 1 cm

Meine Meinung zum Buch

„Kätzisch für Nichtkatzen“ ist ein Ratgeber aus dem Hause Cadmos, der dem Leser die Katzensprache in Mimik, Gestik und Körperhaltung näherbringen soll. Dieses Ziel wird erreicht und zum größten Teil besser als in so manch vergleichbarem Buch zur „Katzensprache“, das ich bereits in den Händen hatte. Die Kommunikationsmöglichkeiten der Katze sind durchwegs verständlich beschrieben und das Buch lässt sich angenehm leicht lesen. Ich hatte es in nicht ganz einer Stunde durch. Neben der Autorin kommt regelmäßig „Sala“, ihr Kater, zu Wort, der den Ratgeber ein wenig auflockern und den Nichtkatzen manches aus Katzensicht näherbringen soll. Ersteres gelingt meiner Ansicht nach, letzteres eher weniger, aber er stört auch nicht.

Wer Bücher von Paul Leyhausen und Mircea Pfleiderer (oder auch das ATN-Lernmaterial) kennt, dem wird in dem Buch vieles bekannt vorkommen, viel Neues findet man mit ein wenig Vorkenntnis in „Kätzisch für Nichtkatzen“ nicht. Die Grundlage, auf der das enthaltene Wissen basiert, ist aber schon einmal nicht schlecht, man muss schließlich das Rad nicht neu erfinden, wenn bereits hervorragendes Material vorhanden ist.

Manche Tipps finde ich persönlich jedoch ein wenig fragwürdig, wie etwa die mehr oder weniger nebenbei gegebene Empfehlung nach einem Trauma, verursacht beispielsweise durch einen Unfall, einmalig Arnica zu geben und dies auch immer in der Notfallapotheke parat zu haben. Arnica ist natürlich bei Traumata grundsätzlich keine schlechte Empfehlung. Jedoch ganz ohne Dosierungsempfehlung und in Anbetracht der Tatsache, dass von Arnica vor Operationen (wir erinnern uns, Gabe nach Unfällen) eher abgeraten wird1, fehlt für mich hier ein entsprechender Hinweis und/oder die Empfehlung, die Gabe (auch was die Dosierung angeht) doch immerhin (vielleicht auch schon im Vorfeld bei der Zusammenstellung der Notfallapotheke) mit einem Menschen vom Fach abzusprechen und nicht einfach mal munter drauflos zu therapieren.

Ein netter Ratgeber, den man gut Anfängern in der Katzenhaltung als Geschenk zum Miezeinzug mitbringen kann. Erfahrene Katzenbesitzer, die mehr als nur einen schnellen Überblick möchten, werden in diesem Büchlein wahrscheinlich nicht viel Neues finden und vermutlich direkt mit den Büchern von Leyhausen, Pfleiderer, Turner etc. mehr anfangen können.

In Anbetracht der Tatsache, dass Kätzisch für Nichtkatzen: So verstehen Sie Ihre Samtpfote* gebraucht (inkl. Versand) schon unter 5,00 Euro zu haben ist, durchaus ein „Nice-To-Have“, das die eigene Katzenbuchsammlung erweitern kann.

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Referenzen:
  1. http://www.homoeopathie-heute.de/homoeopathische_mittel/a-z/arnika.php []

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