Mutmachgeschichten

Dancers Geschichte Unsere Mutmachgeschichte Nr. 3

Heute nun die dritte unserer Mutmachgeschichten. Dieses Mal erzählt nicht das Personal, sondern Dancer selbst seine Geschichte. Eine Geschichte, die Mut macht und eindrucksvoll zeigt, dass Unsauberkeit immer eine Ursache hat, die es zu finden gilt.

 

Dancers Geschichte

 

 

Mein Name ist Dancer und ich bin ein Siamkater der mittlerweile 14 Jahre alt ist.

Als ich etwa 4 Jahre alt war, wollte meine zweite Besitzerin (zuvor war ich länger als normal bei meiner Züchterin) mich einschläfern lassen, da ich unsauber war. Glücklicherweise hat mich dann eine Freundin von ihr übernommen und mir eine zweite Chance gegeben.

Dort war anfangs alles gut. Ich kam zu zwei Mischlingskatzen und hätte sogar die Möglichkeit gehabt, nach draußen zu gehen. Da ich das „Draußen“ aber nicht kannte, war mir das Ganze etwas suspekt und ich habe mich lieber drinnen aufgehalten. Meine neue Mamma hat sehr viel gearbeitet und war nur wenig zu Hause. Wenn sie aber da war, hab ich ganz viel mit ihr geschmust und gespielt.

Nach einem halben Jahr wurde ich leider wieder unsauber und habe mir ins Fell gemacht, wenn sie weg war. Ich habe ihr die ganze Wohnung verpieselt :-(. Sie ging mit mir von Tierarzt zu Tierarzt und hat abgeklärt was mit mir los ist. Ich war kerngesund! Sie hat dann auch mit dem Gedanken gespielt, mich zu erlösen, da sie einfach nicht weiter wusste. Niemand wollte mir noch eine Chance geben, da niemand eine undichte Katze erträgt.
Eines Tages hat sie dann Monika von mir erzählt und Monika hat sich das überlegt und mir eine 3. Chance gegeben.

Monika war damals krank und hatte ganz viel Zeit für mich. Da waren noch Max und Sürmeli im Haus, wo Monika wohnte. Mit den beiden vertrug ich mich soweit gut, außer wenn es um die Liebe meiner Monika ging… Monika ging mit mir nach draußen und zeigte mir, wie ich auf Bäume klettern kann, wie sich Gras anfühlt und wie das mit der Straße so funktioniert. Alleine ging ich noch immer nicht gerne raus.

Plötzlich kam dann noch Remo in Monikas Leben. Ich liebte ihn auf Anhieb! Leider ging er nach zwei Tagen immer wieder. Das stresste mich gewaltig und ich wurde wieder unsauber. Zudem begann Monika wieder zu arbeiten und ich war öfters alleine zu Hause. Dass Max und Sürmi noch da waren und ich nach draußen gehen konnte war mir egal.

Remo zog nach einer gewissen Zeit bei uns ein und wir zogen in eine neue Wohnung. Dann war alles wieder besser für mich und ich war kurz wieder trocken. Lange dauerte das aber nicht an… Auch meine neuen Katzenfreunde am neuen Ort konnten mir dabei nicht helfen. Diese halfen mir nur beim Thema Mausen und „wie renne ich über eine grosse Wiese“. Da wir nun im 1. Stock wohnten, durfte ich bei meinen neuen Freunden das Katzenklo benutzen. Sie lotsten mich durch ihre Katzenklappe in die Wohnung. Das mit dem „im Freien aufs Klo“ war nicht so mein Ding.

Mamma hat dann einen Tipp von einer Katzenpsychologin bekommen. Zuvor hatte sie schon Tierkommunikation und etliche andere Dinge durch, wie Bachblüten, Verhaltenstherapie usw.

Wir fuhren also zu der Psychologin! Zuvor haben wir ganz genau aufgeschrieben wann und wo das Maleur geschieht!
Die Psychologin hat nur kurz mein Verhalten abgefragt, den Zettel den Mamma geschrieben hat angeschaut und dann war ihr alles klar. Sie hat folgendes über mich gesagt:

Ich, Dancer, sei ein sehr sensibler Kater der Verlustängste habe. Ich sei nicht an Orte, sondern an einen Menschen gebunden. In diesem Falle an Monika. Wenn also Monika zu spät nach Hause käme, hätte ich Angst und mache ins Fell vor Angst.

Um das zu beheben habe ich dann ein Futterspielzeug bekommen und ein Tablettchen, welches mich cooler macht. Seither habe ich Trockenfutter nur noch aus Futterspielzeugen und muss es mir erarbeiten. Die Tabletten brauche ich nicht mehr. Nach einer Woche war ich trocken!!!!

Heute nimmt mich Monika einmal die Woche mit zu einer Tagesmutter (wir sind nochmal umgezogen und das sind die früheren Nachbarn, die mich aufs Klo gelassen haben…) , wo ich mit den Kindern schmuse und spiele. Dort gehe ich sogar raus und erkunde die Umgebung.
Wo immer möglich darf ich mit. Ich fahre gerne Auto und genieße es, wenn ich dabei bin!

Ich clickere und kann schon einige Kunststücke. Das hat mich viel selbstbewusster gemacht.

Bis heute bin ich trocken geblieben. Es ist kein Problem mehr, wenn Monika mal länger weg ist! Auch wenn Sie in die Ferien fährt.

– Dancer –

Mittendrin statt nur dabei

Nächsten Montag erzählt uns Birgit Lilous Geschichte.

Herzlichen Dank Dancer (und Monika), dass ihr eure Geschichte mit uns geteilt habt.

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