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Diabetes mellitus bei Katzen: Spielen Chemikalien eine Rolle?

Das Vorkommen von Diabetes mellitus bei Hauskatzen ist in den letzten 20 Jahren um das Fünffache gestiegen. Eine Ursache dafür könnten chemische Substanzen, wie Brandschutzmittel sein, die von der Katze aufgenommen werden.

© stevepb / pixabay.com

Die Gründe, warum eine Katze einen Diabetes mellitus entwickelt, sind vielfältig. Eine Ursache ist der feline Hypersomatotropismus bzw. dessen klinisches Symptom, die Akromegalie, die bei bis zu 25 % aller diabetischen Katzen vorliegt.1 Der feline Hypersomatotropismus wird meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangdrüse, ein so genanntes Hypophysenadenom, verursacht.

Der Niederländer Dr. Stijn Niessen vom Royal Veterinary College in London und Präsident der European Society of Veterinary Endocrinology sowie Direktor der RVCs Diabetic Remission Clinic forscht seit 2003 in diesem Bereich und ist überzeugt davon, dass diese Neubildungen durch chemische Stoffe verursacht werden, die von der Katze beim Lecken, Schnüffeln oder Putzen über Hausstaub aufgenommen werden. Hierzu zählen beispielsweise Brandschutzmittel, mit denen Wohnungseinrichtung und Elektrogeräte standardmäßig versehen werden.

Eine Zusammenarbeit mit einer renommierten Expertin für die Akromegalie beim Menschen soll nun zeigen, ob im Blut von Menschen dieselben synthetischen Chemikalien nachweisbar sind, wie sie Dr. Niessen im Blut von Hauskatzen mit Akromegalie gefunden hatte.

Referenz: Cat diabetes study set to help human medicine ( vet times)

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Referenzen:
  1. Niessen SJM, Forcada Y, Mantis P, Lamb CR, Harrington N, Fowkes R, et al. (2015) Studying Cat (Felis catus) Diabetes: Beware of the Acromegalic Imposter. PLoS ONE 10(5): e0127794. doi:10.1371/journal.pone.0127794 []

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