Katzenhaltung

Effektive Kennzeichnung von Katzen

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Insbesondere Freigänger, aber auch reine Wohnungskatzen können entlaufen oder gestohlen werden. Daher ist es von großer Bedeutung, diese effektiv zu kennzeichnen. Schließlich möchte man die geliebte Fellnase ja so schnell wie möglich wieder in die Arme schließen.

Zur Kennzeichnung von Katzen gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen jede Vor- und Nachteile besitzt.

Kennzeichnung von Katzen per Mikrochip

Beim Katzen chippen wird dem Haustiger ein etwa reiskorngroßer Mikrochip implantiert. Dies erfolgt mit einer Nadel, ähnlich einer Injektion, und ist eigentlich keine große Sache. Jeder Chip besitzt eine weltweit einmalige Nummer, die im Impfpass eingetragen wird.

Zusätzlich solltet ihr euren Stubentiger mit dieser bei Tasso e. V. und beim Deutschen Haustierregister eintragen lassen. Mit Hilfe dieser Chipnummer kann eure Katze eindeutig identifiziert werden, was nicht nur bei entlaufenen Katzen, sondern auch bei gestohlenen Rassekatzen von Bedeutung ist, da diese durch ihren Chip eindueutig zugeordnet werden können.

Die Chipnummer kann vom Tierarzt oder im Tierheim mit einem speziellen Lesegerät abgerufen werden. Katzen chippen zu lassen kostet etwa zwischen 7 und 35 Euro.

Kennzeichnung von Katzen mittels Tätowierung

Bevor das Katzen chippen Usus wurde, sind Katzen meist tätowiert worden. Diese Art der Kennzeichnung hat den Vorteil, dass sie auch von Privatpersonen bemerkt wird, die vielleicht nicht wissen, dass eine Katze auch gechipt sein könnte. Darüber hinaus kann ein Chip von Dieben rückstandslos entfernt werden, bei einer Tätowierung ist dies nicht möglich, da dazu ein Teil der Ohren entfernt werden müsste.

Allerdings können Tätowierungen verblassen und damit unleserlich werden. Tätowieren ist eine recht schmerzhafte Angelegenheit und wird in Narkose durchgeführt. Viele Tierärzte bieten diese zusammen mit der Kastration an. Die tätowierte Nummer kann genauso wie die Chipnummer bei Tasso e. V. und dem Deutschen Haustierregister gemeldet werden. Die Kosten für das Tätowieren von Katzen variieren stark, liegen aber in etwa im selben Bereich wie der Chip.

Katzen kennzeichnen mittels Halsband

Immer noch tragen viele Freigänger, aber auch Wohnungskatzen, Halsbänder mit Adressanhänger, um schon von Weitem deutlich zu machen, dass es sich bei diesen Fellnasen um keine Streuner, sondern um Katzen „mit festem Wohnsitz“ handelt.

Allerdings wird dabei häufig vergessen, dass sich Katzen durch Halsbänder sehr schwer verletzen oder sogar erdrosseln können. Auch so genannte Sicherheitshalsbänder bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Darüber hinaus sind viele Katzen wahre Meister darin, sich ihrer Halsbänder zu entledigen bzw. können diese leicht entfernt werden, wenn der Stubentiger gestohlen wird.

Alles in allem sollte jede Katze gechippt werden. Eine Tätowierung bietet zusätzlichen Schutz und kann auch von Laien leicht erkannt werden. Halsbänder zeigen zwar, dass eine Katze ein Zuhause hat, stellen jedoch eine potenzielle Gefahrenquelle dar, weshalb eine Kombination aus Tätowierung und Chip die bessere Wahl ist. Zum Thema Halsbänder folgt noch ein ausführlicher Artikel.

Habt ihr eure Katzen gekennzeichnet? In welcher Form?

(Bild: (c) Jürgen Klüh / pixelio.de)

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  1. Meine beiden sind schon älter, reine Wohnungskatzen und *nur* tätowiert. Wenn der TA sauber arbeitet, ist das durchaus auch nach 14 Jahren noch gut leserlich. 😉
    Die sichtbare Kennzeichnung ist auch ein Schutz vor Diebstahl bzw Katzenfängern, ein unsichtbarer Chip nützt da wenig, finde ich.

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