Katzenhaltung Tierschutz

Eine Katze aus dem Tierschutz?

Bildquelle: © werner22brigitte / pixabay.com

[Gastbeitrag] Es ist soweit: Eine Katze soll ins Haus einziehen! Doch die wichtigste Entscheidung steht noch bevor. Woher soll das neue Fellknäuel kommen? Lieber vom Züchter (sicher ist sicher) oder vielleicht doch aus dem Tierheim?

Menschen, die über die Anschaffung einer Tierheimkatze nachdenken, hören immer das gleiche negative Argument: „Du weißt nie, was die Katze vorher erlebt hat. Vielleicht ist sie ein Problemtier!“ Tatsächlich sollte man diesen Aspekt nicht außer Acht lassen, denn erwachsene Tiere können negative Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, die in unerwünschtem Verhalten resultieren. Dennoch gibt es viele Argumente, die für eine Katze aus dem Tierheim sprechen.

Der wichtigste Punkt ist, dass Sie einem Lebewesen, das von jemand anderem nicht mehr gewollt wurde und das Zuwendung braucht, ein neues Zuhause geben. Trotz der engagierten Mitarbeiter im Tierheim kommen die Katzen (und nicht nur die) viel zu kurz. Streicheleinheiten und Spielstunden gibt es aus Zeitmangel leider kaum. Dazu kommt der Stress, dem die Tiere durch die Geräuschkulisse und die große Zahl an Artgenossen ausgesetzt sind. Eng verbunden hiermit ist der zweite Punkt: die Entlastung der Tierheime. Die Katzenhäuser der meisten Einrichtungen quellen hoffnungslos über und beherbergen mehr Tiere als ursprünglich vorgesehen. Natürlich steigt so der Stress für die Tiere und das Risiko für die Übertragung von Krankheiten. Bedenken Sie auch, dass die Schutzgebühr, die vielen Leuten ungerechtfertigt hoch erscheint, nur einen Bruchteil dessen abdeckt, was das Tierheim an Unkosten für die Katze hatte. Gerade wenn Impfungen, Quarantäne und Kastrationen notwendig waren oder Spezialfutter notwendig ist, sind die Beträge oft sehr hoch.

Natürlich hat auch der Mensch, der den Wunsch nach einem Stubentiger hegt, bestimmte Vorstellungen. Vielleicht soll es ein Katzenwelpe sein oder auch eine bestimmte Rasse. Natürlich gibt es keine Garantie, aber auch in Tierheimen finden sich nicht nur erwachsene Europäisch Kurzhaar. Gerade Katzenwelpen werden häufig abgegeben und sollten so schnell wie möglich ein neues Zuhause bekommen, da sie sich noch in der Prägephase befinden und für eine gesunde Entwicklung möglichst viele Reize kennenlernen sollten. Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie aber auch darüber nachdenken, vielleicht ein Tier zu nehmen, das schon sehr lange im Tierheim sitzt. Lassen Sie sich die eventuellen Gründe für den langen Tierheimaufenthalt erklären (beispielsweise eine chronische Erkrankung, ein bestimmtes Verhalten oder vielleicht auch einfach eine unauffällige Farbe) und wägen Sie die Argumente für sich ab.

Doch bei Katzen aus dem Tierheim gilt wie bei jeder Anschaffung eines Haustiers: Überdenken Sie die Entscheidung gründlich. Wählen Sie ein Tier, das zu Ihnen und Ihrem Lebensstil passt und informieren Sie sich so gut wie möglich über das Wesen Ihres potenziellen Schützlings. So verringern Sie das Risiko, dass die Samtpfote letztendlich wieder dort landet, wo sie herkommt: im Tierheim.

Vielen Dank, Laura Franken von www.tier-spass.de für diesen tollen Artikel.

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  1. Bei der Aufnahme unserer Katzen haben wir bisher jedes Mal unsere persönlichen Vorlieben beiseite gelassen und uns stattdessen einfach überraschen lassen von dem kleinen Wesen, das da unser neuer Lebensgefährte werden sollte.
    Und ganz egal, ob die neue Mietze aus dem Tierheim kam, wir eine Ausgesetzte aufnahmen oder einfach aus einem Wurf Bauernhof-Kätzchen zweien ein neues Heim geben wollten – auch gleichgültig, ob es junge oder alte Katzen waren – jede hat sich hier eingefügt und unsere Herzen im Sturm erobert.
    Und die zwei Katzen, die wir aus dem Tierheim zu uns holten, sind bzw. waren die liebsten und fürsorglichsten von allen!

    Liebe Grüße von Christina

  2. Ich habe meine beiden Fellnasen aus dem Tierheim Aachen und habe diese Entschzeidung nie bereut. Beide waren ehemalige „Notfälle“ die dirngend ein zuhause suchten und bei mir eines gefunden haben.
    Besonders muss ich jedoch das Katzenpflegepersonal im Tierheim loben, die mich ausgiebig beraten und unterstützt haben.
    Diese hohe Engegement des Personals hat mich so begeistert, das ich selbt Tierheimpate geworden bin.
    Tiere aus dem Tierschutz? Ja, unbedingt. Die Angestellten wissen normalerweise sehr viel über das Verhalten ihrer Schützlinge. Bei Hunden kann man auch Kontakt zu den Gassigängern suchen, die ebenfalls viel über das Verhalten ihrer Schüzulinge berichten können.

    Meine beiden möchte ich noch verstellen:
    Ihre Königliche Hoheit Marie von Mau (Seid 2013 bei mir)
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    Ein Jahr später zog dann mein Ataxiekater ein, der „Ritter von der wackeligen Gestalt“
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    und das Ergebnis der Zusammenführung sieht normalerweise so aus
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    In diesem Sinne

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