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Rund um die Katzennase gibt es allerhand Interessantes zu berichten. So ist zum Beispiel der Nasenabdruck einer jeden Katze einzigartig, ähnlich wie der menschliche Fingerabdruck und könnte vielleicht irgendwann den Microchip als Identifikationsmerkmal für Katzen ersetzen oder ergänzen.

Die Anatomie der Katzennase

Die Katzennase besteht aus den Nasenlöchern (Nares), der Nasenbrücke (Planum nasale), den Nasenhöhlen und den Nasennebenhöhlen. Zwischen den Nasenhöhlen befinden sich ein Knochen und eine Knorpelstruktur, die Nasenscheidewand (Septum nasi). Nach unten werden die Nasenhöhlen durch die knöcherne Gaumenplatte abgeschlossen, die zum Gaumensegel (Velum palatinum) wird.

Der Tränenkanal führt in den vorderen Bereich der Nasenhöhle. Ist dieser nicht durchgängig, kommt es zu den vor allem bei bestimmten Katzenrassen relativ häufig vorkommenden tränenden Augen. Im mittleren Teil der Nasenhöhle wird die Luft angewärmt und befeuchtet. Die Nasenhöhle wird von der Nasenschleimhaut (Mukosa) ausgekleidet, die einen Schutz vor Bakterien und winzigen Partikeln bildet.

Der Geruchssinn sitzt in der Regio olfactoria, der Riechregion der Nasenschleimhaut. An der Rückwand der Nasenhöhle befinden sich runde, knorpelige Gebilde, die Turbinate.

Die Nase ist entweder rosa oder schwarz, je nach Katze und hat eine ziemlich feste Oberfläche. Bei Katzen mit heller Nase sollte man bei warmem Wetter an die Sonnenbrandgefahr denken.

Das Geruchssinn der Katze

Interessant zu wissen ist auch, dass die Katze durch über 200 Millionen Riechzellen in der Lage ist 14x besser zu riechen, als der Mensch. Wenn ihr nun an Deo fürs Katzenklo oder parfümiertem Katzenstreu schnüffelt, dann behaltet das im Kopf und stellt euch vor, ihr würdet den für uns vielleicht angenehmen Duft vielleicht vierzehn Mal stärker riechen. Kein Wunder, dass viele Katzen so bestückte Katzentoiletten vermeiden.

Diesen ausgezeichneten Geruchssinn haben übrigens bereits neugeborene Kitten, der ihnen dabei hilft, ihre Zitze und später den Weg zurück ins Nest zu finden. Bei der Akzeptanz von Futter spielt der Geruchssinn ebenfalls eine bedeutende Rolle. So sind Katzen im Normalfall zum Beispiel in der Lage zu erkennen, ob Fleisch verdorben ist. Ist das Riechvermögen der Katze eingeschränkt, z. B. durch eine Krankheit oder bei älteren Tieren, stellen die Katzen häufig das Fressen ein. Hier kann es helfen, das Futter anzuwärmen, um den Geruch zu verstärken.

Das Jacobsonsche Organ

Ebenfalls mit dem Riechvermögen hat das Jacobsonsche Organ zu tun, dass wahrscheinlich vorwiegend dazu genutzt wird, Duftstoffe, so genannte Pheromone, zu erkennen. Hierbei sieht man die Katzen flehmen, das heißt sie öffnen ein wenig das Maul und atmet ein, dabei wird oft die Nase hochgezogen und die Katzen bekommen einen starren Blick.


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Anika

Katzenpersonal bei Haustiger
Anika Abel ist Gründerin des Haustiger-Magazins und hilft Katzenhaltern als Dozentin der Online-Akademie Katzvard, ihr Wissen über Samtpfoten zu erweitern. Die überzeugte Frühaufsteherin engagiert sich für Ataxiekatzen und träumt oft von 48-Stunden-Tagen. Folge der zweifachen Gefrierschranköffnerin auf Facebook, Twitter oder Google+.

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