Ernährung Katzen barfen

Fertig-B.A.R.F. im Haustiger-Test: Fix-Barf®

Vor einiger Zeit sind wir gefragt worden, ob wir nicht ein neues Fertig-B.A.R.F. testen wollen. Bei Fertig-B.A.R.F. läuft es mir meistens erst einmal kalt den Rücken hinunter, wenn ich die Zusammensetzung sehe, von dem her war ich erst einmal skeptisch. Dann aber doch neugierig und so habe ich einem Test zugestimmt. Das Ergebnis war besser als erwartet.

Das ist Fix-BARF®

Fix-BARF® ist ein Fertig-B.A.R.F. der K&K Petfood GmbH das in Zusammenarbeit mit der Tierheilpraktikerin Petra von Quillfeldt erstellt wurde. Dem ein oder anderen sagt vielleicht der Name „Frostfutter Perleberg“ etwas. Das ist auch die K&K Petfood GmbH.

Achtung, weil etwas verwirrend: Es gibt von Frostfutter Perleberg schon seit längerem Katzenmenüs unter der Bezeichnung „eBARF“. Dies ist auch der Titel der Website über die das Fix-BARF® verkauft wird. Die Fix-BARF-Menüs sind aber nicht mit den Katzen BARF-Menüs (eBARF) identisch und der vorliegende Testbericht bezieht sich ausschließlich auf die Fix-BARF-Produkte. Das eBARF hat Miriam hier schon einmal getestet.

Das sagt der Anbieter

Der Anbieter verspricht auf seiner Website, dass es durch die perfekte Kombination aus Fleisch und Nahrungsergänzungsmitteln mit Fix-BARF® möglich ist die eigene Katze 100 % artgerecht und gesund zu ernähren und optimal zu versorgen. Man könne die Mischungen als Alleinfuttermittel unbedenklich dauerhaft verfüttern, es empfehle sich jedoch, im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung zwei bis drei Komplettmenüs im Wechsel zu füttern.

Diese Sorten gibt es

Derzeit werden insgesamt 4 Komplettmenüs angeboten. Und zwar in den folgenden Sorten:

– Huhn und Rind
– Geflügel
– Rind und Pferd
– Pute und Alaska-Seelachs

Diese können einzeln oder auch zusammen in einem 4,5 kg Fix-BARF-Monatspaket erworben werden.

Das meint die Haustiger-Redaktion

Im Großen und Ganzen sieht die Zusammensetzung der Komplettmenüs durchdacht aus und macht auch den Eindruck, dass es sich wirklich um ein Katzenfutter und nicht um ein Hundefutter handelt. Es sind alle Zutaten, die mit mehr als 3 % enthalten sind, detailliert aufgeführt, so dass man einen ganz guten Eindruck erhält, was im Futter enthalten ist.
Bei den Supplementen bis 3 % ist nur aufgeführt, welche enthalten sind. Mengenangaben findet man hierzu nicht.

Warum dem so ist, wird auch auf der Website erklärt. Dabei wird aufgeführt, mit welchen Berechnungsgrundlagen für die Nährwerte und Bedarfswerte gearbeitet wurde und welches Calcium-Phosphor-Verhältnis (1,1-1,2:1) und Kalium-Natrium-Verhältnis (2,1:1) zugrundeliegt. Ob es sich bei den „Studien der veterinärmedizinischen Universität Zürich“ um das beliebte Skript für Studierende „Ernährung der Katze“ von Prof. Dr. M. Wanner handelt, das gerne hergenommen wird, fände ich jetzt interessant, wird aber im Text nicht deutlich.

Gut finde ich auch, dass man hier namentlich weiß, wer die Rezepte erstellt hat und nicht nur allgemeine Aussagen à la „von Tierärzten entwickelt bekommt“. Was Transparenz angeht, gibt man sich beim Anbieter wirklich Mühe.

Was ich sehr schade finde und so in der Form bisher auch noch nicht erlebt habe, ist, dass auf dem Futter selbst zwar alle Inhaltsstoffe aufgeführt sind, jedoch keinerlei analytische Bestandteile. Möchte ich hier Infos, muss ich mir diese von der Website ziehen.

Die Zusammensetzung der Menüs ist soweit man das mit den vorliegenden Angaben beurteilen kann, in Ordnung. Im Menü Rind/Pferd liegt der Fettgehalt unter dem empfohlenen Mindestgehalt von 6 %. Da wäre zu überlegen, noch ein wenig Fett zuzugeben. Die einzelnen Fleischstücke sind teilweise richtig schön groß, so dass Miez noch richtig etwas zu kauen hat.

Unglücklich finde ich, dass Gemüse roh mit eingefroren wird, da Enzyme im Gemüse auch beim Einfrieren erhalten bleiben und auch in gefrorenem Zustand Reaktionen katalysieren können, die einen unerwünschten Einfluss auf die umliegenden Nährstoffe haben können. Besser wäre es das Gemüse vorher zu blanchieren (auch für die Verdaulichkeit), um die Enzyme zu deaktivieren.

Die Akzeptanz lag bei der Haustiger-Crew zwischen „durchwachsen“ und „in Ordnung“. Inhaliert wurde das Fix-BARF® hier nicht.

Fazit: In Schulnoten gibt es bei mir für das Fix-BARF® eine ganz ordentliche 3. Das ist weit mehr, als ich so ziemlich allen anderen Produkten in dem Bereich geben würde. Es ist nicht perfekt, es ist auch noch Luft nach oben, aber wenn es denn unbedingt – für den Anfang, für den Urlaub, für Zwischendurch – Fertig-BARF sein soll, dann wäre Fix-BARF® aktuell meine erste Wahl.

Langfristig würde ich immer dazu tendieren, die Rohmahlzeiten für meine Katzen selbst zusammenzustellen, um kein Futter „von der Stange“, sondern wirklich das optimale Futter für mein Tier als Individuum zu haben. Bei Katzen mit besonderen Bedürfnissen, wie z. B: kranken Katzen (es soll in Kürze auch Spezial-BARF geben) würde ich immer eine individuelle, perfekt auf die jeweilige Katze abgestimmte Lösung empfehlen.

Der Vollständigkeit halber, mir wurde das Futter vom Anbieter zum Test kostenlos zur Verfügung gestellt, Geld ist für diesen Testbericht nicht geflossen und der Bericht spiegelt von Anfang bis Ende meine persönliche Meinung wider.

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