Jagt die Katze mit der Tatze,
zieht sie häufig eine Fratze.
Schließlich ist es bei der Jagd,
häufig so, dass man verzagt.

Ja, so ging es auch jener Katze,
die so dalag auf dem Platze,
als denn plötzlich eiderdaus,
eine Fliege kroch heraus.

Die Katze spitze flink die Ohren,
was hat denn die Fliege hier verloren?
Summt und brummt im Raum herum,
das wird mir doch gleich zu dumm.

Ja, so dachte sich die Katze,
hob ganz langsam ihre Tatze,
Bauch am Boden, auf der Lauer,
wie gemeißelt vom Bildhauer.

Saß sie da, ganz regungslos,
worauf wartet sie denn bloß?
Das wusste auch die Katze nicht,
und näherte sich, Schritt für Schritt, diesem kleinen Bösewicht.

Wollt grad zum Tatzenschlag ansetzen,
Krallen war sie vorher wetzen,
da flog das Biest, man glaubt es kaum,
durchs Fenster aus dem schönen Raum.

Das Nachseh’n hatte hier die Katze,
leckte traurig ihre Tatze,
dacht‘ sich nun für diesen Tag,
sicherlich, genug der Jagd.

So legte sich die Katz‘ ins Bett,
wollt‘ nichts mehr wiss’n von dem G’frett,
Rollt‘ sich auf ihrem Kissen ein,
wer kann ihr schon böse sein.

Schlief selig bis zum nächsten Tag,
da geht sie wieder los die Jagd.
Ob’s Glück ihr diesmal ist beschieden?
Ja das ist Tag für Tag verschieden…

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