Katzenhaltung

Harmonisches Zusammenleben von Hund und Katze

Hund und Katze scheinen natürliche Feinde zu sein. Schließlich heißt es nicht umsonst, die sind „wie Hund und Katze“. Dennoch ist es durchaus möglich beide Tiere zusammen zu halten, ohne dass es zu Konflikten kommt.

Allerdings gilt es hier einiges zu beachten.


Mögliche Probleme

Hunde und Katzen sind unterschiedliche Tiere, wodurch es schnell zu Missverständnissen und Kommunikationsproblemen kommen kann. So wedelt ein Hund beispielsweise bei Freude mit dem Schwanz, während mit einer mit dem Schwanz schlagenden Katze nicht unbedingt gut Kirschen essen ist. Des Weiteren ist das Heben der Vorderpfote beim Hund ein Spielsignal, kann jedoch bei der Katze die letzte Warnung vor dem Angriff sein. Auch Knurren und Schnurren können Hund und Katze schon einmal verwechseln.

Darüber hinaus neigen Katzen dazu vor Hunden zu fliehen, was dessen Jagdtrieb anstachelt. Es kommt auch vor, dass Hunde insbesondere Kitten töten, weshalb man die Vergesellschaftung wirklich mit Bedacht angehen sollte. Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, dass Hund und Katze nach einer gewissen Vorbereitungszeit zu richtig guten Kumpels werden.


Welcher Hund zu welcher Katze?

Am besten stehen die Sterne für die Vergesellschaftung, wenn Jungtiere miteinander aufwachsen können. Allerdings sollten Sie sich hier dessen bewusst sein, dass ein Welpe und zwei Kitten sicherlich für ein wenig Leben in der Bude sorgen werden. Katzen in einen Hundehaushalt oder Hunde in einen bestehenden Katzenhaushalt zu integrieren ist ebenfalls möglich, erfordert jedoch oftmals ein wenig Fingerspitzengefühl (und gute Nerven) von Seiten des Halters.

Grundsätzlich sollte man ein wenig auf den Charakter der Tiere achten, um die Vergesellschaftung zu vereinfach. So bietet es sich an, einen lebhaften erwachsenen Hund mit einer selbstbewussten, wenig ängstlichen Katze zu vergesellschaften, während ein Welpe oder ängstlicher Hund mit einer ruhigen Katze oder einem Jungtier besser zurechtkommt. Die Katzen sollten mindestens drei bis vier Monate alt sein.


Ein Hund zieht zu Katzen


Vorbereitungen

Am besten gewöhnt man die Katzen mittels Hundegebell auf CD oder auch Hunden von Freunden langsam an die bellenden Vierbeiner, so dass die Samtpfoten dadurch nicht erschreckt werden. Der Futterplatz sollte so gelegt werden, dass die Fellnasen dort in Ruhe ohne Hund fressen können und auch das Katzenklo sollte für Hunde unzugänglich aufgestellt werden.

Füttern Sie Hund und Katzen vor der ersten Zusammenkunft und halten Sie den Hund beim ersten Zusammentreffen an der Leine, so dass er die Stubentiger nicht verfolgen kann. Je nachdem, wie dieses Zusammentreffen verläuft, halten Sie die Tiere am besten getrennt, bis die Zusammenführung abgeschlossen ist. Manche Katzen reagieren auf den Einzug des neuen Vierbeiners mit Unsauberkeit. Hier können Bachblüten oder auch Feliway® helfen.

Lassen Sie beide Tierarten nicht ohne Aufsicht zusammen, bis die Vergesellschaftung abgeschlossen ist. Nicht nur Hunde können die Katzen verletzen, auch Katzenkrallen können insbesondere den Hundeaugen gefährlich werden. Grundsätzlich ist es am besten, einen Hund zu wählen, der bereits Katzen kennt, um die Zusammenführung zu erleichtern. Vernachlässigen Sie die Katzen nicht!


Katze zieht zu Hund

Hunde stehen neuen Mitbewohnern meist aufgeschlossener gegenüber als Katzen. Dennoch kann es einige Zeit dauern, bis sie die Samtpfoten als Rudelmitglieder akzeptieren. In diesem Fall richtet man am besten einen Raum extra für die Katzen ein und lässt sie erst einmal in Ruhe ankommen. Macht einen Spaziergang mit dem Hund und lasst die Miezen die Wohnung nach und nach erkunden, wenn sich der Hund außerhalb des Hauses befindet. Haben sich die Katzen beruhigt, könnt ihr ein erstes Zusammentreffen einleiten.

Hierzu solltet ihr beide Tierarten wiederum zuerst füttern und der Hund sollte angeleint werden. Nun gilt es abzuwarten. Reagiert der Vierbeiner positiv auf die Katze, wird er natürlich gelobt. Je nach Reaktion der Tiere, entscheidet sich das weitere Vorgehen.

Mitunter ist es auch hier sinnvoll, beide Tiere in getrennten Räumen zu halten und deren Decken alle zwei Tage zu wechseln, um sie mit dem Geruch des jeweils anderen vertraut zu machen. Die Katzen sollten die Möglichkeit haben, bei Abwesenheit des Hundes die Wohnung zu erkunden und auch der Hund sollte das Katzenzimmer untersuchen dürfen. Darüber hinaus dürfen sich angeleinter Hund und Katze jeden Tag ein wenig annähern. Auch hier immer loben, wenn der Hund positiv reagiert.

Dies muss so lange wiederholt werden, bis beide Parteien positiv aufeinander reagieren. Auch danach sollten Hund und Katze nicht ohne Aufsicht gelassen werden, bis ihr euch sicher seid, dass die Vergesellschaftung abgeschlossen ist. Eine hundeerfahrene Katze und ein gut erzogener Hund erleichtern hier die Zusammenführung.


Zur Beruhigung 🙂

In vielen Fällen geht die Vergesellschaftung von Hund und Katze ganz problemlos und ohne großes Theater vonstatten. Allerdings gibt es auch Fälle bei denen es etwas schwieriger wird, aber auch diese sind mit ein wenig Geduld und guten Nerven in den allermeisten Fällen zu meistern.

Haltet ihr Hund und Katze gemeinsam?

(Bild: Armageddon von MïK unter der CC)

  1. Ich habe schon viele Hunde Katzen Freundschaften gesehen und miterlebt. Es ist toll und funktioniert wenn es geht auch richtig gut. Ich hab ehrlich gesagt schon mehr Probleme mit 2 Katzen im selben Haushalt erlebt. Gerade Geschwister hassen und Lieben sich gleichermaßen. Lg Maria

  2. Anja Reuther

    Hallo, wir haben drei Katzen: eine Mama und ihre zwei Söhne aus zwei Würfen. Sohn 1 und Mama sind Freigänger, Sohn 2 bleibt zu Hause, hat hier das Regiment übernommen und die anderen beiden bekommen erst mal ihre Watschen, wenn sie von draußen kommen. Ansonsten herrscht bis auf manche Schaukämpfe Waffenstillstand. Die Freigänger haben wohl schon so manche nicht so erfreuliche Erfahrung mit den Nachbarshunden gemacht ud meiden diese eher. Wie bringt man hier am besten einen Hundewelpen rein – oder sollte man hier einen halbwüchsigen nehmen? Ich bin dankbar für jeden Tipp….

  3. Anja Reuther

    Ach ja, die Katzen sind noch relativ jung, 3, 2 einhalb und 2 Jahre alt…

  4. Hallo Anja,

    ich würde auf jeden Fall einen Hund nehmen, der Katzen kennt und weiß, wie er mit ihnen umzugehen hat (also bis zu einem gewissen Grad die Katzensprache versteht). Ob jetzt Welpe oder erwachsener Hund kann beides funktionieren und würde ich vielleicht auch ein wenig von der Größe des gewünschten Hundes und auch und vor allem von der Zeit für Katzen und Hund abhängig machen.

    Grundsätzlich ist Hund im eigenen „Rudel“ noch einmal etwas anderes als fremde Hunde, dass sie Hunde also draußen meiden (was ja grundsätzlich schlau ist), muss nicht heißen, dass sie sich mit einem Hund im eigenen Haus nicht anfreunden.

    lg

    Anika

  5. Birgid Täuber

    Hallo, Hunde- und Katzenfreunde ! Ich habe ein rieisiges Problem. Mein Freund und ich wollen nächstes Jahr eine gemeinsame Wohnung beziehen. Ich habe einen 8 Jahre alten kastrierten Stubentiger. Er ist ein ganz fruhiger, gemütlicher und friedliebender Kerl. Bis zu dem Zeitpunkt, wenn Sunny der Hund meines Freundes zu mir kommt. Mein Tiger verzieht sich – manchman in Panik – und versteckt sich iM Schlafzimmer hinter der Gardine. Das Problem ist, daß Sunny mit seinen knapp 3 Jahren ein sehr lebhafter Hund ist und mit Katzen keinerlei Erfahrung hat. Somit bellt er dann manchmal ganz extrem und das macht meinem Tiger Angst. Leider „zeigt er nicht mal die Krallen“ um zu sagen, daß er sich nichts gefallen läßt. Vor 2 Tagen war es ganz schlimm und Tiger war danach auch ein bißchen übervorsichtig als Sunny wieder wer war und hat erst einmal die Wohnung inspiziert. Leider bekommen wir es höchstens alle 14 Tage mal max. 3 a in der Woche hin, daß mein Freund mit Sunny vorbei kommt. Ich habe keine Ahnung mehr was wir machen sollen und mir tut mein Kater so Leid. Es bricht mir fast das Herz und ich habe dann eine Wut auf den Hund, weil er sich so benimmt. Hat irgend jemand einen Tipp für uns? Wir sind für alle Vorschäge dankbar. LG Birgid und Kalle

  6. Hallo Birgid,

    ich würde mir einen guten Hundetrainer (im Idealfall mit Katzenerfahrung) zur Verstärkung holen, der euch zeigt, wie ihr mit der Situation umgehen sollt. Sunny hat deinen Kater nicht anzubellen oder zu jagen und das muss man ihm verständlich machen. Ich denke, am besten mit professioneller Hilfe, ein Blick von außen hilft oft viel.

    lg

    Anika

  7. hi.
    also wir haben einen ca. 4 jahre alten jack russel beagle mix. katzen gegenüber is er generell aufgeschlossen und will spielen…. hat aber durch die katze meiner mutter schon ordentlich aufn sack bekommen und ich weiß nich ob ihn das dauerhaft geschadet hat. wenn er die nachbarskatzen sieht dann will er immer hin und freut sich…. wir wollen in ein paar tagen eine kleine mietz holen und ich habe etwas angst. ich hab zwei kinder hier und weiß nicht ob ich das alles so geregelt kriege. den ersten tag will ich mir allerdings unterstützung holen. hab jetzt auch schon eine menge darüber gelesen und diese seite hier mit der beschreibung macht mir mut. denkst du das es klappen könnte und wie stell ich es am besten an? ich hab leider nich die möglichkeit eher einen kontakt mittels handtuch oder decke zwischen den beiden herzustellen… ich hoffe auf ein paar tips. liebe grüße

  8. Hallo Viki,

    wie alt ist denn die Miez, wenn ihr sie holt? Kennt sie schon Hunde oder ist das eine ganz neue Welt für sie? Ich finde die Aussichten auf Harmonie zwischen den beiden jetzt so auf den ersten Blick nicht schlecht, mir fehlen aber jetzt natürlich auch ein wenig die Hintergründe. Wie alt sind deine Kinder denn?

    lg

    Anika

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