Ernährung Katzen barfen

Katzen barfen: Eintagsküken für Katzen

Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten, 29 Sekunden

Eintagsküken sind eine beliebte Möglichkeit unter Rohfütterern, den eigenen Samtpfoten auch ganze Beutetiere anzubieten. Allerdings sorgt die Gabe der Jungvögel häufig für Verunsicherung, zum Beispiel in Bezug darauf, wie oft Küken gefüttert werden dürfen und ob man den Dottersack ausdrücken muss oder nicht.

Daher beschäftigen wir uns heute einmal ein wenig mit dem Eintagsküken für Katzen.

Eintagsküken für Katzen – Warum?

Grundsätzlich ist die Rohfütterung – richtig gemacht – der natürlichen Ernährung der Katze schon einmal sehr ähnlich. Zumindest ähnlicher, als die Fütterung von Fertigfutter. Dennoch futtert Katze in freier Wildbahn grundsätzlich ganze Beutetiere und nicht kleingeschnittenes oder gewolftes Fleisch mit Supplementen.

Wer Küken füttert, ist dann auch oft überrascht, welch kleines Raubtier in der eigenen Katze steckt, wenn der dargereichte Vogel plötzlich knurrend verteidigt und bespielt wird. Erlebnisgastronomie pur für echte Karnivoren. In diesem Zusammenhang möchten wir euch den Erfahrungsbericht von Haustierwir empfehlen, der einen netten Einblick bietet, was einen beim ersten Mal Küken so erwarten kann.

Zudem eignen sich Küken bei guter Akzeptanz perfekt, um darin Medikamente oder bei Bedarf auch Supplemente zu verstecken.

Eintagsküken für Katzen – Was ist drin im Küken?

So ein Küken (komplett mit Dottersack) besteht in etwa aus 64,9 % Rohprotein, 22,4 % Rohfett und 6,4 % Rohasche (errechnet auf Basis der Trockensubstanz)1 . Das Calcium-Phosphor-Verhältnis liegt in etwa zwischen 1,3 und 1,7:1. Der Bruttoenergiegehalt liegt bei durchschnittlich 24,3 MJ GE/kg Trockensubstanz. Taurin findet sich laut Studie im Küken mit durchschnittlich 7,55 g/kg Trockensubstanz. Der Cystein- und Methioningehalt ist höher als bei erwachsenen Mäusen, der Tauringehalt erwartungsgemäß bei den Mäusen höher. Die Werte für die einzelnen Mengen- und Spurenelemente sowie für die einzelnen Aminosäuren könnt ihr direkt aus den jeweiligen Studien ersehen.2 Blut, Leber und Dottersack des Kükens enthalten direkt nach dem Schlüpfen eine beachtliche Menge an Lipiden3 . Der Vitamin-A-Gehalt in der Leber des Kükens liegt bei etwa 32 I.E.4

Bitte beachtet, dass es sich dabei nur um ungefähre Richtwerte handelt und die Werte aus verschiedenen Gründen variieren können. So haben zum Beispiel das Alter und die Ernährung des Huhns von dem das Ei stammt, das Gewicht des Eis sowie die Hühnerrasse Einfluss auf die Nährstoffzusammensetzung und die Größe des Kükens und des Dottersacks.5 Durchschnittlich kommt ein Eintagsküken auf ein Gewicht zwischen 28 und 42 Gramm.

Eintagsküken für Katzen – Streitpunkt Dottersack

An kaum einem Thema scheiden sich in Bezug auf Eintagsküken so die Geister, wie an der Frage, ab welcher Menge man den Dottersack ausdrücken sollte. Die Empfehlungen reichen hier von mehreren Küken am Tag über ein Küken am Tag bis hin zu ein bis zwei Küken pro Woche. Der Dottersack macht zum Zeitpunkt des Schlüpfens etwa 15 bis 25 Prozent des Kükens aus. Im Vergleich zum rohen Eigelb hat sich zu diesem Zeitpunkt der Fettgehalt um 60 bis 76 Prozent verringert, der Proteingehalt um 21-33 % verringert und der Kohlenhydratanteil um etwa 60 Prozent erhöht.

In der zu Rate gezogenen Studie sah die Zusammensetzung dann aus, wie folgt:

Protein: 1,81 – 2,63 Gramm (frisches Eigelb: 2,73-3,36 Gramm)
Fett: 0,87 – 2,34 Gramm (frisches Eigelb: 3,78 – 5,89 Gramm)
Wasser: 3,27 – 3,74 Gramm (frisches Eigelb: 8,4 – 11,49 Gramm)
Kohlenhydrate: 0,16 – 0,21 Gramm (frisches Eigelb: 0,06 – 0,09 Gramm)6

Der Vitamin-A-Gehalt im Dottersack ist durchschnittlich um dreimal höher als in der Leber des Kükens und liegt bei etwa 96 I. E..7 Zu den anderen fettlöslichen Vitaminen sind leider keine brauchbaren Daten zu finden. Lediglich der Hinweis darauf, dass es an entsprechenden Daten noch mangele, dass der Anteil an Vitamin E relativ hoch sei und dass das Küken von der Zusammensetzung her in Bezug auf die Vitamine dem Ei recht ähnlich wäre. Allerdings alles nur Hinweise, ohne wissenschaftlich fundierte Quellen und daher mit Bedacht zu genießen. In Bezug auf Vitamin A liegt der Gehalt im Küken (nur Leber und Dottersack) im Vergleich zum Gehalt im Eigelb in etwa bei der Hälfte.

Eintagsküken für Katzen – Wie viel Küken darf es sein?

Die Frage wie viele Küken pro Woche gegeben werden dürfen, ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Zum einen ist unser Futter (egal ob Roh- oder Fertigfutter) in der Regel schon ausreichend supplementiert, zum anderen ist der Toleranzbereich zwischen Erfüllung der Bedarfswerte und dem Erreichen toxischer Werte zumindest bei den Vitaminen A und D relativ groß, so dass vermutlich auch keine Probleme zu erwarten sind, wenn täglich ein Küken samt Dottersack gereicht wird. Zu berücksichtigen ist aber, dass es sich bei Vitamin A und D um fettlösliche Vitamine handelt, ein Überschuss nicht einfach ausgeschieden wird, die Vitamingehalte stark schwanken können und die Küken ja über einen längeren Zeitraum gegeben werden.

Dennoch würde ich persönlich pro Woche nicht mehr als ein bis zwei Küken füttern und zwar aus einem einfachen Grund. Wenn Küken akzeptiert werden, dann werden sie oft wirklich geliebt und es kommt – wie auch z. B. bei Thunfisch – gar nicht mal so selten vor, dass die lieben Samtpfoten nur noch ihre Küken einfordern und keine andere Nahrung mehr akzeptieren („Kükenjunkies“). Ein Phänomen, das übrigens auch bei anderen Tierarten zu beobachten ist. Eine ausschließliche Ernährung mit frisch geschlüpften Vögeln ist aber nicht ausgewogen und jetzt auch nicht unbedingt der Ernährung in der freien Natur nachempfunden, bei der Kleinnager in der Regel den größten Teil der Beute ausmachen. Zudem bleibt der Spaßfaktor für die Katzen meines Erachtens länger erhalten, wenn die Küken ein besonderes Schmankerl auf dem kätzischen Speiseplan bleiben.

Bei der Gabe von größeren Mengen Küken samt Dottersack oder bei empfindlichen Katzen kann es zu Durchfällen kommen. In diesem Fall hilft es oft, den Dottersack auszudrücken, ungeachtet der verfütterten Menge. Erspart euch auch die Sauerei, die entsteht, wenn Katze das Küken schließlich verspeist.

„Küken kann man nämlich nur und ausschließlich auf dem Teppich futtern oder vielleicht noch auf dem Sofa, Sessel oder Polsterstuhl!“ (Zitat: Emma)

Wie drücke ich den Dottersack aus?

Um den Dottersack auszudrücken, lasst ihr das Küken komplett auftauen. Nehmt es dann mit dem Bauch nach oben in die Hand. Der Dottersack befindet sich im Unterbauch des Kükens (so ungefähr zwischen den Beinen) und lässt sich eigentlich gut ertasten. Stecht mit dem Messer dort ins Küken (Achtung, kann spritzen) und drückt den Dotter vorsichtig aus bzw. lasst ihn einfach auslaufen.

Eintagsküken für Katzen – wie gewöhne ich meine Katze daran?

Wie es mit den lieben Haustigern nun einmal häufiger so ist, funktionieren sie nicht immer so, wie ihr Dosenöffner das gerne hätte. Da überwindet sich Mensch, geht in die Zoohandlung oder bestellt im Internet gefrorene Küken, präsentiert die der eigenen Katze und was macht die… sie schnüffelt vielleicht einmal daran, wendet sich angewidert ab und verlangt lautstark nach richtigem Essen. 😉 Das Problem ist, dass die an geschnittenes Fleisch oder Fertigfutter gewöhnte Katze, die Küken hin und wieder wirklich nicht als Nahrung erkennt und gar nicht so genau weiß, was sie mit den Vögeln anstellen soll. Bespielt werden sie manchmal noch, aber die Erkenntnis, dass man die Tierchen auch futtern kann, fehlt. Hier muss Mensch unter Umständen ein wenig nachhelfen. Zum einen kann man Küken bereits gewolft kaufen oder auch selbst wolfen, um die Stubentiger an den Geschmack zu gewöhnen. Sieht beides nicht wirklich appetitlich aus, ist aber einen Versuch wert.

Eine andere – in meinen Augen sinnvollere – Möglichkeit wäre es, die Küken ein wenig anzuschneiden oder in kleinere Stücke zu teilen. Lässt sich beispielsweise mit der Geflügelschere oder auch einem scharfen Messer leicht bewerkstelligen.

Ein kleiner Tipp: Wenn ihr das Küken schon teilt, so lange der Dottersack noch nicht ganz aufgetaut ist, spritzt es nicht, wenn ihr diesen versehentlich anschneidet.

Sonderfall: „Schlinger“ und zahnlose Katzen

Küken sind zwar ein tolles Erlebnisfutter, können jedoch zum Problem werden, wenn man Katzen hat, die gerne schlingen. Auch Katzen, die zum Beispiel wegen FORL keine Zähne mehr haben, haben mit dem Zerlegen der Küken oftmals Schwierigkeiten. Manche Gesellen (sowohl aus der Kategorie „Schlinger“ als auch aus der Kategorie zahnlos) versuchen dann, das Küken schlangengleich am Stück zu verspeisen, was häufig dazu führt, dass es fast so schnell wieder ans Tageslicht kommt, wie es hinuntergewürgt wurde. Von anderen möglichen Problemen mal abgesehen. Für solche Sonderfälle empfiehlt es sich ebenfalls die Küken entweder zu teilen und die Stücke nach und nach zu verfüttern oder sie – gerade bei zahnlosen Katzen – zu wolfen bzw. gewolft zu kaufen. Der Erlebnisfaktor bei „gehäckseltem“ Küken geht dann leider gegen Null, aber zumindest der Geschmack und der Vorteil, dass es sich um ein ganzes Beutetier mit allem Drum und Dran handelt, bleiben erhalten.

Eintagsküken für Katzen – Uääh, das soll ich füttern?

Nicht nur die Katze muss sich an das Futtern ganzer Beutetiere gewöhnen, sondern auch den Dosenöffner kostet es oft einige Überwindung, ganze Tiere anstelle von „gesichtslosem“ Fleisch zu verfüttern. Interessanterweise scheinen Männer – wenn man dem einheitlichen Konsens in den entsprechenden Foren glaubt – damit eher Probleme zu haben, als Frauen. Alles in allem ist es oft einfach eine Frage der Gewöhnung und der eigenen Einstellung. Schließlich wuchs auch das Schnitzel nicht in der Fleischtheke, sondern gehörte vormals zu einem anderen Tier, auch wenn das nun nicht mehr direkt zu erkennen ist. Manchen hilft es, sich die Küken beim ersten Versuch in aller Ruhe anzusehen, andere sehen lieber nicht so genau hin und möchten Katze auch beim Verspeisen nicht genauer in Augenschein nehmen. Beides ist in Ordnung.

Anmerkung: Wer nicht möchte, dass die Küken quer durch die Wohnung verschleppt werden und vielleicht angebissen auf dem Sofa landen etc., tut gut daran, Samtpfoten samt Küken in einen Raum zu verfrachten oder die Vögel je nach Möglichkeit an der frischen Luft zu verfüttern.

Eintagsküken für Katzen – moralische Bedenken / Tierschutz

Ein Punkt, der bei der Verfütterung immer wieder einmal kritisiert wird, ist die Art, wie die Vögel „produziert“ werden. Bei Eintagsküken handelt es sich im Endeffekt um „Abfallprodukte“ aus der Legehennenproduktion. Da dafür nur die weiblichen Tiere gebraucht werden, aber natürlich auch männliche schlüpfen, werden diese kostengünstig entsorgt. Die Mast der Tiere erscheint wenig lohnenswert, da die Legehühnerrassen vor allem auf die Eierproduktion und nicht auf das Ansetzen von Fleisch ausgelegt sind. Das Töten geschieht in der Regel entweder durch Gasvergiftung oder durch Zerschreddern. Die Zahl der auf diese Weise getöteten Küken liegt pro Jahr in Deutschland bei etwa 40 bis 50 Millionen. Die toten Küken werden dann zu großen Teilen als Brei im Tierfutter verarbeitet oder im Ganzen an Zoologische Gärten, Falknereien oder eben auch Rohfütterer verkauft. Aus Tierschutzsicht ist dieses Verfahren natürlich in keinem Fall tragbar. Wünschenswert wäre daher auf jeden Fall, die Abschaffung der gängigen Praxis! Ob es aber verwerflich ist, Tiere zu verfüttern, die aktuell ohnehin im Tierfutter landen würden und auch nicht speziell für die Katze getötet wurden?

Einige gute Nachrichten gibt es aber auch. So wurde in NRW das Verbot der massenhaften Tötung von Eintagsküken angekündigt und an der Uni Leipzig wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem das Geschlecht der Küken direkt im Ei noch vor dem 10. Tag der Bebrütung bestimmt werden kann. Ein weiteres Zeichen setzt die Bruderhahn Initiative Deutschland.

Update 24.02.2015: Wie bereits erwähnt, wurde in NRW eine Abschaffung der gängigen Praxis zur Tötung von Eintagsküken angekündigt und war vom Düsseldorfer Agrarministerium per Erlass zum 01.01.2015 verboten worden. Dagegen klagten 11 von insgesamt 12 im Bundesland ansässigen Brütereien, mit der Folge, dass sie die gängige Praxis fortführen dürfen, bis ein endgültiges Gerichtsurteil feststeht, was einige Jahre dauern kann. Das Gericht argumentierte, dass der Bundesgesetzgeber im Tierschutzgesetz bisher keine Grundlage für einen solchen Erlass geschaffen habe. Die Verwaltung eines Bundeslandes könne nicht entscheiden, ob die im Grundgesetz geschützten Interessen der Züchter oder der Tierschutz höher zu bewerten seien. Nun will die Bundesregierung zeitnah gegen die millionenfache Tötung männlicher Küken vorgehen. Noch vor Ostern will CSU-Agrarminister Christian Schmidt einen realistischen Zeitplan für den Ausstieg aus der Kükentötung schaffen. Der Tierschutzbund begrüßt diese Entscheidung, betont jedoch, dass ein schrittweiser Ausstieg nicht genug sei, sondern dass bei einem solchen tierschutzwidrigen Verhalten, ein sofortiges Verbot nötig sei.

Update 30.03.2016: An der TU Dresden ist es erstmals gelungen, mithilfe von Ramanspektroskopie bereits nach 72 Stunden Bebrüten das Geschlecht direkt im Ei zu bestimmen. Die Forscher haben sich zum Ziel gesetzt, das Verfahren bis Mitte 2017 vollautomatisiert anwenden zu können. (Quelle: Spektroskopische Blutanalyse von Eiern soll das Töten männlicher Küken überflüssig machen)

(zuletzt aktualisiert: 07.04.2016)

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Referenzen:
  1. Dierenfeld, Alcorn, Jacobsen – Nutrient composition of whole vertrebrate prey (excluding fish) fed in zoos []
  2. Lüdtke – Vergleichende Untersuchungen an einheimischen Greif- und Eulenvögeln (Buteo buteo / Falco tinnunculus / Bubo bubo) zur Futteraufnahme, Zusammensetzung der Gewölle und Exkremente sowie zur Nährstoffverdaulichkeit bei Angebot von adulten Mäusen und Eintagsküken []
  3. Entenman, Lorenz, Chaikoff – The lipid content of blood, liver and yolk sac of the newly hatched chick and the changes that occur in these tissues during the first month of life []
  4. Joshi, Mathur, Murthy, Gaguly – Vitamin A economy of the developing chick embryo and of the freshly hatched chick []
  5. Yadgary, Cahaner, Kedar, Uni – Yolk sac nutrient composition and fat uptake in late-term embryos in eggs from young and old broiler breeder hens []
  6. Yadgary, Cahaner, Kedar, Uni – Yolk sac nutrient composition and fat uptake in late-term embryos in eggs from young and old broiler breeder hens []
  7. Joshi, Mathur, Murthy, Gaguly – Vitamin A economy of the developing chick embryo and of the freshly hatched chick []
  1. Hallo Anika,

    ich habe mich bisher noch nie mit der Fütterung von „ganzen“ Tieren an meine Katzen beschäftigt. Im ersten Moment finde ich die Vorstellung auch gewöhnungsbedürftig. Das verklärte Bild von den süßen, „unschuldigen“ Stubentigern relativiert sich nach einer Fütterung wahrscheinlich. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass speziell meine Katze „Pippi“ sich sehr über ein Küken freuen würde. Mein Kater „Zorro“ würde es wohl nur bespielen. Aber vielleicht liege ich da auch mit beiden Miezen komplett falsch.

    Ich mache mir mal Gedanken, ob ich es „wagen“ soll. Und Danke Dir für die Aufklärung! LG Christian

  2. Hallo Christian,

    das kann gut sein. Ist immer schwer zu sagen, wie die eigenen Miezen reagieren, muss man ausprobieren. Einzelne Küken kann man auch gut in der Zoohandlung oder in Reptilienshops kaufen. Sind dann zwar bisschen teurer, als im Netz, aber online bekommt man unter Zehnerpacks fast nichts und mit Versand nimmt sich der Preis dann nicht mehr viel. Vielleicht magst du ja mal berichten, wenn du es ausprobiert hast?

    lg

    Anika

  3. Hallo

    vielen dank für die aufschlussreiche Aufklärung. Unsere 2 Katzen bekommen aktuell nur Dose, aber ich denke drüber nach sowas mal zu probieren. Hast du einen Tipp wo man gut und günstig an die Eintagskücken kommt?

    mfg

    Christian

  4. Hallo Christian,

    wenn du einfach nur mal ausprobieren willst, ob deine Katzen Küken akzeptieren, ist es am einfachsten, mal in der Zoohandlung oder in einem Geschäft, das Futtertiere für Reptilien verkauft, nachzufragen und dort mal zwei Stück zu kaufen. Ansonsten gibt es diverse Anbieter im Internet, aber da bekommt man unter 10 Küken in der Regel nichts.

    lg

    Anika

  5. Hallo,
    ich möchte hier ganz kurz unsere Erfahrungen mit der Fütterung von Eintagsküken mitteilen. Unser Stubentiger vernascht je nach Wetter / Temperatur zwischen 2 – 4 Stück TÄGLICH und das seit ca. 14 Monaten. Es gab nie Probleme mit dem „Stuhlgang“- im Gegenteil: Er wird weniger und riecht weniger nach „Stuhlgang. Die Katze wirkt sportlicher und ist schlanker. Zusätzlich Nassfutter bekommt er nicht mehr und Trockenfutter mit Fleischanteil größer 40% braucht er noch ca. 2-3 kg pro Jahr!! (Nur zum Knuspern). 20kg Eintagsküken bekommt man bei Heidi´s Tiershop in Bochum für unter 50€. Reibungslose Abwicklung!!! Das sollte für einen „Tiger“ ein Jahr lang ausreichen. Somit könnt Ihr richtig Geld sparen und dabei Eurem Stubentiger etwas Gutes tun (… oder besser umgekehrt). Und Ihr erspart Euch unwahrscheinlich viel Plastik- / Blechmüll!!!
    Nachteil: Ihr braucht Kapazität in der Gefriertruhe (10kg Küken kommen im Karton 55x35x15 (cm)) und es gibt Flecken auf dem Teppich (allerdings unproblematische Entfernung)
    … und ich vergaß…. Wie schön der Stubentiger mit dem Küken spielen kann! ;-)))

  6. Hallo Christian,

    schön, dass deine Katze Eintagsküken so gerne frisst und dass du einen Shop gefunden hast, der gute Qualität bietet. Das ist schon viel wert. Fütterst du die Küken immer ganz oder drückst du den Dottersack hin und wieder aus?

    Der Stuhlgang kann bei (fast) ausschließlicher Fütterung von Eintagsküken ein Problem sein, ein größeres ist die mangelnde Ausgewogenheit. Ein Küken ist in seiner Nährstoffzusammensetzung nicht mit einem ausgewachsenen Singvogel gleichzusetzen. Zudem machen Vögel in der natürlichen Ernährung der Katze eigentlich einen eher geringen Teil aus (etwa 10 %), der Großteil (ca. 75 %) entfällt auf Nager (Mäuse etc.). In Stadtgebieten oder auch auf Inseln sieht die Verteilung teilweise bisschen anders aus, teilweise ist die Ernährung dort auch sehr vogellastig, aber im Grunde sind Nager die Hauptbeute der Katze. Es wäre daher zu überlegen, wie du ein bisschen Abwechslung in die Fütterung bringen kannst. Zum Beispiel indem du auch mal Wachteln oder Mäuse fütterst oder eben normale B.A.R.F.-Portionen. Nassfutter muss er nicht unbedingt bekommen und Trockenfutter braucht Katz‘ eigentlich gar nicht, wenn man es genau nimmt. 🙂

    Noch ein Problem, wenn Katzen Küken lieben, ist – ähnlich wie bei Thunfisch – dass sie sich zu richtigen Junkies auswachsen können und es dann oft sehr schwer ist, die Katzen wieder für etwas anderes zu begeistern. Daher gerne Küken, gerne auch regelmäßig, aber ein bisschen Abwechslung und Ausgewogenheit fände ich wichtig. Mit Mäusen lässt es sich übrigens mindestens genauso toll spielen, wie mit Küken. 😉

    lg

    Anika

  7. Ok, Küken, was ist it Mäusen – die sind doch als Hauptanteil zu verfüttern, oder nicht?
    Wo kriegt denn eine Katze Rind oder Hirsch?!?!

  8. Hallo,

    ich habe über verschiedene Katzenforen über die Nützlichkeit vom Barfen erfahren und bei unserem kleinen Kater ausprobiert. Zunächst hatte ich, weil ich nicht wusste, wo ich Eintagsküken herbekomme, rohen Rindergulasch und Hähnchenherzen so ca 2 bis 3 mal die Woche gegeben, was mir unser knapp einjähriges Katerchen Minimi freudig abnahm. Rindfleisch (Gulasch oder auch mal Tatar) so ca 100 bis 150 gr, Herzen ca 100 gr. Von den Hähnchenherzen, die ich nur abgepackt bekam, hatte er schon bald genug, aber Rindfleisch liebt er.
    Ich habe dann im Fressnapf gefrorene Eintagsküken im Viererpaket (1,79 € ca) und ein Achterpaket Babymäuse bekommen. Die Mäuse hat er verschmäht, die ollen nackten Dinger reizten ihn weder zum Bejagen noch zum Fressen. Ich hatte dann schon gedacht, dass das wohl auch mit den Küken nichts wird, aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich hab ihm das Küken im Bad in der Wanne gegeben, wegen der leichteren Reinigung. Das Küken flog im Bogen durch die Wanne, wurde von Minimi ausgiebig bejagt, aber fressen wollte er nicht.. ihm machte der Flaum zu schaffen, der schien im Maul oder an den Lippen zu kitzeln. Ich hab ihm dann das Küken zerlegt, erst die Beine gegeben, die er dann auch mit Appetit frass. Die Füsse blieben damal noch übrig.
    Dann bekam er den Kopf, die Flügelchen und letztendlich den restlichen Körper. Er frass alles gern, bis die Dotter aufplatzte.. die schmeckte ihm überhaupt nicht.. das restliche Küken musste ich entsorgen.
    Damals gab ich ihm noch 2 bis 3 mal die Woche ein Küken oder eben Rindfleisch. Ich hab ihn dann mal das Küken jagen lassen und nichts selber zerteilt, und er fing dann selbstständig an zu fressen, die Dotter entfernte ich noch, wenn er zu fressen begann.
    Mittlerweile bekommt er täglich sein Küken, so gegen 22:00 Uhr. Er verlangt es dann auch, folgt mir ins Bad, springt in die Wanne und ist schwer beleidigt, wenn ihm dann kein Küken hinterher „fliegt“. Die Dotter frisst er ein bis 2 mal die Woche mit.. manchmal bleibt sie auch einfach nur auf dem Wannenboden. Zusätzlich bekommt er Felix Feuchtfutter aus der Dose, mit Ausnahme von Fisch und früh + abends eine kleine Handvoll Trockenfutter (One oder Whiskas, das mögen die beiden am liebsten).
    Meine Murkel dagegen, mittlerweile 15 Jahre alt, geht nicht einmal aus Futterneid an die Küken ran.. nix zu machen. Würden Mäuse durch die Wohnung springen (wir hatten mal Farbmäuse), hätte sie Spass am Jagen, aber sie frisst die erjagten Tiere nicht (sie hatte mal ein entflohenes Jungtier erwischt, leider kam ich zu spät :/ ) Gefressen hat sie das Mäuschen nicht.. es war für sie nur Spielzeug, bis es „kaputt ging“.
    Von wo bekommt man Hasenohren zum Verfüttern? Ist das ungefährlich?

    Gruß
    Petra

  9. Hallo Sabine,

    Küken können den Speiseplan bei der Rohfütterung ergänzen, sollten ihn aber nicht hauptsächlich ausmachen. Wieso und weshalb ist im Text erklärt. Wenn du noch Fragen dazu hast, gerne jederzeit.

    Bei Mäusen ist das so eine Sache. Da die Futtermäuse, die man als Frostmäuse erwerben kann, nicht 1:1 mit einer wildlebenden Maus zu vergleichen sind (andere Lebensumgebung, andere Ernährung etc. pp.). Dazu kommt, dass Futtermäuse in der Regel nicht wirklich gut gehalten werden. Ist also irgendwo auch (neben der Geldfrage, Frostmäuse sind recht teuer) eine Tierschutzfrage. Infos dazu findest du z. B. auf Projekt Biomaus: http://www.projekt-biomaus.de/ Du kannst jetzt natürlich trotzdem sagen, ich möchte, dass meine Katze nur Beutetiere bekommt, die zumindest denen in freier Wildbahn möglichst nahekommen. Das ginge dann in Richtung Whole Prey. Wie und ob das praktisch umsetzbar ist, ist eine andere Frage, da u. a. von den Beschaffungsmöglichkeiten und auch von der Akzeptanz der Katzen abhängig.

    Dass die Katze in freier Wildbahn kein Rind oder Hirsch oder ähnlich große Tiere erlegt und verzehrt ist richtig. Es ist aber jetzt auch so, dass im Fertigfutter Bestandteile besagter Tiere auch enthalten sind, aber dazu noch denaturiert, weil „totgekocht“. Im Endeffekt ist also rohes Rind oder Wild schon einmal näher am Beutetier, als Fertigfutter. Nichtsdestotrotz ist B.A.R.F. immer auch ein Kompromiss und der Versuch, der natürlichen Nahrung so nahe wie möglich zu kommen, eine 1:1 Nachbildung der natürlichen Nahrung ist nicht möglich, außer die Katze wäre kompletter Selbstversorger.

    Wie man das macht, ob man bewusst auf Fleisch bestimmter Tierarten verzichtet, ob man sagt „gut immerhin besser so, als denaturiert im Fertigfutter“ oder sagt „ich möchte aber, dass meine Katze nur ganze Beutetiere zu fressen bekommt“, da gibt es eine riesige Bandbreite. Es ist nicht alles Schwarz und Weiß, auch nicht in der Rohfütterung. 😉

    lg

    Anika

  10. Hallo Petra,

    schön, dass er von Küken so begeistert ist! Wenn er die Vögelchen so gerne mag, wäre es dann nicht eine Idee, ihn ganz auf Rohes umzustellen? Mag Murkel nur keine Beutetiere oder verschmäht sie Rindfleisch und Co auch? Hasenohren bekommt man bei diversen Online-Versendern von Frostfleisch oder ggf. auch direkt vom Jäger, wenn man da Kontakte hat. Kann man an sich unbesorgt verfüttern.

    lg

    Anika

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