Aus aller Welt

Katzencafés in Europa

Heute ist Weltkatzentag. Vielleicht der perfekte Anlass, um einmal einem Katzencafé einen Besuch abzustatten, wenn ihr euer Leben selbst nicht mit Katzen teilen könnt. Grundsätzlich ist natürlich jeden Tag Katzentag, aber hier einmal ein kleiner Überblick über einige Katzencafés, die bereits in Europa ihre Pforten geöffnet haben.

Die Idee des Katzencafés kommt ursprünglich aus Asien, der Heimat der Maneki Neko und von Hello Kitty. Dort können sich viele Menschen den Traum nach einer eigenen Katze nicht erfüllen, sei es aufgrund eines Tierhaltungsverbots durch den Vermieter oder allein durch beengte Wohnverhältnisse. Eine Lösung bieten die Katzencafés in den Großstädten, in denen die Stadtbewohner während ihres Besuchs Katzen streicheln, sie füttern oder mit ihnen spielen können. Allerdings kostet dieser spezielle Service extra. Hier wird teilweise pro Stunde abgerechnet, während für Katzenfutter zusätzlich gezahlt werden muss. Das weltweit erste Katzen-Café eröffnete 1998 in Taiwan. Allein in Tokio gibt es aktuell 39 dieser Einrichtungen.

Katzencafés in Österreich

Das erste österreichische Katzenkaffeehaus, das „Cafe Neko“ befindet sich in Wien und beherbergt insgesamt fünf Samtpfoten, die ursprünglich aus dem Wiener Tierschutzhaus stammen.

Weitere Informationen: Café Neko.

Katzencafés in Deutschland

In Deutschland gibt es mittlerweile bereits zwei Katzencafés, eines in München und eines in Berlin. Das Café Katzentempel befindet sich in München-Schwabing und beherbergt aktuell vier Katzen aus dem Tierschutz von der Organisation Rassekatzen in Not. Die Katzen haben einen eigenen Raum, in den sie bei Bedarf zurückziehen dürfen und nicht zugängliche hohe Liegeflächen. So können sie frei wählen, ob sie gerade beschmust und bespielt werden möchten oder nicht. Eintritt muss nicht gezahlt werden. Eine weitere Besonderheit im Katzentempel: Es gibt für die Gäste nur pflanzliche Kost. Weitere Informationen: Café Katzentempel.

In Berlin-Neukölln hat vor ein paar Tagen ein weiteres Katzencafé eröffnet, in dem sich die beiden Kater der Inhaberin frei zwischen den Besuchern bewegen können. Im Berliner Katzencafé wird es selbstgemachte Speisen geben. Für Unterhaltung sollen neben den Samtpfoten Lesungen, Ausstellungen und Musik sorgen. Ein weiteres Katzencafé in Berlin ist geplant. Weitere Informationen: Katzen-Café öffnet in Neukölln.

Katzencafés in Großbritannien

Auch in Großbritannien hat vor wenigen Wochen in Totnes ein Katzen-Café eröffnet. Laut dem „Express“ ist es das erste seiner Art in Großbritannien. Dort unterhalten die sechs Katzen der Besitzerin die Gäste. Eine halbe Stunde im britischen Katzencafé kostet 2 Pfund. Weitere Informationen: Purrfect Britain’s first cat cafe opens in England’s Narnia.

Katzencafés und Tierschutz

Katzencafés werden relativ häufig als stressig für die Katzen kritisiert, wobei es hier jedoch wohl auch sehr auf den Charakter der Tiere ankommt. Es gibt ja durchaus Katzen, die Trubel zu schätzen wissen. Für meine Weibsen definitiv der falsche Job, die beäugen vereinzelten Besuch hier schon skeptisch und erstmal aus sicherer Entfernung.

Was haltet ihr vom Trend zum Katzen-Café? Tolle Idee oder eine Quälerei für die Samtpfoten?

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  1. Peter W. Krüger

    Katzen sind Individualisten, einigen macht das richtig Spass und andere wollen Ruhe vor den Zweibeinern. Ich finde es prima, wenn denn die Feliden neugierig genug sind, Rückzugsmöglichkeiten haben und nicht überstrapaziert werden. Eine richtige Katze kann sich gut wehren, Kratzen und beißen gehört dann dazu, da darf sich keiner beklagen.

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