Klein aber oho – die Schwarzfußkatze

Die Schwarzfußkatze (Felis nigripes) mit dem schönen Beinamen „Anthill tiger“ ist eine der seltensten afrikanischen Katzen und einer der am wenigsten erforschten Fleischfresser überhaupt. Im Jahr 2002 wurde sie auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten als gefährdet eingestuft. Die Lebenserwartung beträgt etwa 13 Jahre.

Vorkommen der Schwarzfußkatze

Schwarzfußkatzen leben in den offenen sandigen bis grasbewachsenen Landstrichen Afrikas, genauer gesagt in Südafrika, Namibia und Botswana. Wenige Tiere sind auch in Simbabwe und im Süden Angolas zu finden. Die dämmerungs- bis nachtaktiven Tiere leben in heißen, trockenen Steppenlandschaften in bis zu 2000 Metern Höhe.

Aussehen der Schwarzfußkatze

Schwarzfußkatzen besitzen ein sandfarbenes Fell mit dunkelbraunen bis schwarzen Tupfen. Die Beine sind gestreift. Bauch und der Bereich um die Schnurrhaare sind heller als der Rest des Fells.

Der Schädel der Katzen ist breit, mit großen, auseinanderstehenen Ohren, die etwa 25 % der Schädellänge ausmachen. Die Augen sind gelb bis orange. Die Schwarzfußkatze ist die kleinste Katzenart und kommt bei einer Kopf-Rumpflänge von 34 bis 50 Zentimetern (15 bis 20 Zentimeter Schwanz) auf ein Gewicht von 1,0 bis 1,5 Kilogramm bei Katzen und 1,5 bis 2,5 Kilogramm bei Katern.

Auffallend sind die schwarzen Pfotenballen der Katze, denen sie ihren Namen verdankt.

Ernährung der Schwarzfußkatze

Schwarzfußkatzen ernähren sich von Vögeln und Kleinsäugern, aber auch von Insekten, Spinnen, Skorpionen, Amphibien und Reptilien. Vögel werden oft im Flug erbeutet, während sie Kleinsäugern, ähnlich wie unsere Hauskatze, eher auflauert und diese dann erlegt. Die mutigen Tiere jagen sogar Beutetiere, die größer sind, als sie selbst, wie z. B. Kaphasen. Alles in allem umfasst das Beutespektrum der Kleinkatzen etwa 54 verschiedene Arten.

Der Nahrungsbedarf der Schwarzfußkatze ist dabei mit etwa 250 Gramm pro Tag relativ hoch.

Hier könnt ihr die Schwarzfußkatze einmal in Aktion bestaunen:

Verhalten der Schwarzfußkatze

Die Wildkatzen sind sehr scheu und kommen meist nur nachts oder in der kälteren Jahreszeit auch schon in der Dämmerung aus ihren Verstecken. Wird die Schwarzfußkatze in die Enge getrieben, ist sie jedoch durchaus bereit, sich zu verteidigen.

Pro Nacht legt eine Schwarzfußkatze etwa 8 Kilometer zurück und kommt im Laufe eines Jahres auf ein Gebiet von 10 km² bei weiblichen und 22 km² bei männlichen Tieren, wobei das Revier des Katers die Reviere von ein bis vier weiblichen Tieren überlappen kann.

Nachwuchs gibt es bei der Schwarzfußkatze meist im Dezember. Hierbei kommen nach einer Tragzeit von 63 bis 68 Tagen in der Regel ein bis drei, manchmal auch vier Jungtiere zur Welt.

Weibliche Tiere werden nach 12 bis 21 Monaten geschlechtsreif, Kater mit etwa einem Jahr.

Mit diesem Artikel beginnt unser kleiner Ausflug zu den wilden Verwandten unserer Haustiger, von denen ich euch nach und nach einige vorstellen möchte.

(Bild: (c) Black-footed cat von quinn.anya unter der CC

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