Für die Katz

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung für Katzen?

Auf unserer Facebook-Fanpage hatte ich gestern die Frage gestellt, ob eine Tierkrankenversicherung für die Katze abgeschlossen wurde. Die bisher abgegebenen Antworten sind sehr eindeutig. So haben die meisten Katzenhalter keine Tierkrankenversicherung abgeschlossen. In meinem Bekanntenkreis ist das ähnlich. Daher stellt sich die Frage, ob sich eine Tierkrankenversicherung überhaupt lohnt.

Vollversicherung für Katzen

Keine Frage, tierärztliche Behandlungen können teuer werden und gerade bei langwierigen Erkrankungen schon einmal einige hundert Euro aufwärts schlucken. Hier leistet eine Tierkrankenversicherung unter Umständen gute Dienste. Allerdings sind im Angebot der Versicherungsanbieter meist solch regelmäßige Dinge, wie etwa Impfungen, Zahnsteinentfernung, Wurmkuren und vorbeugende Behandlung gegen Flöhe, Zecken und andere Parasiten nicht oder nur zum Teil enthalten. Auch Vorsorgeuntersuchungen oder tierärztliche Beratung ohne Behandlung übernehmen einige Tierkrankenversicherer nicht. Es kann also durchaus sein, dass im Endeffekt mehr in die Versicherung gezahlt wird, als die Behandlung der Katze im Endeffekt im Jahr kostet, was natürlich irgendwo zu hoffen ist, denn schließlich wünschen wir uns alle gesunde Tiere.

OP-Versicherung für Katzen

Die OP-Versicherung für Katzen ist günstiger als die Vollversicherung, deckt jedoch nur die Kosten für medizinisch notwendige Operationen unter Vollnarkose bei Krankheit oder Unfall ab. Oft sind die letzte Untersuchung vor der OP und einige Tage Nachbehandlung bzw. stationärer Aufenthalt im Preis enthalten.

Auch hier sollte man genau vergleichen, was übernommen wird. So übernehmen einige Versicherungen beispielsweise nur den einfachen oder zweifachen Satz der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte), so dass eventuell noch zusätzliche Kosten auf euch zukommen. Auch hier ist es grundsätzlich so, dass eure Katze im Idealfall nie wegen einer Krankheit oder eines Unfalls operiert werden muss und ihr daher viele Jahre „umsonst“ in die Versicherung einzahlt.

Bekannte Anbieter von Tierkrankenversicherungen für Katzen sind z. B. Agila, Allianz, Axa und Uelzener.

Direkt vergleichen könnt ihr die einzelnen Anbieter bei tierischgutversichert.de.

Alternativen zur finanziellen Absicherung im Krankheitsfall

Leider kommt es häufig vor, dass eine Katze eine notwendige Behandlung nicht erhält, weil es sich ihre Besitzer schlichtweg nicht leisten können, von jetzt auf gleich eine größere Geldsumme für die Behandlung oder Operation bereitzustellen.

Hier kann ein spezielles Katzenkonto Abhilfe schaffen, auf das monatlich ein bestimmter Betrag überwiesen wird, so dass ein gewisses finanzielles Polster entsteht, das im Fall der Fälle genutzt werden kann. Hierbei hat man den Vorteil, dass das gezahlte Geld auf dem Konto verbleibt und das Angesparte vielleicht auch irgendwann einmal dafür genutzt werden kann, sich einen kleinen Traum zu erfüllen, wenn es nicht für die Behandlung der Katze verwendet werden musste.

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung für die Katze nun?

Das kann man, meiner Meinung nach, so pauschal nicht beantworten. Hat man eine Katze, die buchstäblich alles mitnimmt, ist man mitunter sehr froh, wenn man eine Versicherung abgeschlossen hat, ebenso dann, wenn ein Unfall kostspielige Operationen und eventuell eine langwierige Behandlung nach sich zieht.

Andererseits zahlt man vielleicht unnötig, so dass sich der Abschluss gar nicht lohnt und man für die Behandlung der Katze nie so viel Geld investieren muss, wie man in die Versicherung gezahlt hat.

Wie seht ihr das? Habt ihr eine Tierkrankenversicherung für eure Katze(n) abgeschlossen?

(Bild: (c) Uschi Pawlak / pixelio.de)

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  1. Also vor Jahren hatte ich für manche eine Abgeschlossen, die eine wurde nie krank die andere um so öfters, damals gab es dort eine Begrenzung also nur bis zu einer bestimmten Höhe zahlten sie. Ich habe alle 4 gekündigt und gespart. Nun habe ich eine Herzkatze und würde eine abschließen, nur nimmt keiner eine schon kranke Katze, also spare ich noch etwas mehr denn ich weis ja nicht was auf uns zukommt.
    Für mich lohnte es sich nicht wirlich, hatte aber Glück bis her

  2. Unsere Piri haben wir seit letztem Jahr. Nach der dritte Bisswunde mit Behandlung unter Narkose(sie mag den Tierarzt nicht besonders:)) habe ich eine Versicherung(Kranken und OP) abgeschlossen. Dieses Jahr hatte sie noch keine Verletzung, dafür aber extrem abgenommen. Für die Untersuchung mit Narkose, Blutbild und Ultraschall habe ich schon dreiviertel des JAhresbeitrages wieder „rein“. Würde für eine Freigängerkatze jederzeit eine Versicherung empfehlen. Unsere Zweitkatze ( 8Jahre und völlig zahnlos) würde wahrscheinlich auch keine Versicherung mehr nehmen…Liebe Grüße Anke

  3. Ich habe letztes Jahr Hund und Katz bei der Agila* versichert. Ich war einfach nie in der Lage, monatlich ausreichend Geld zur Seite zu legen, um bei Bedarf auch mögliche größere Rechungen zahlen zu können. Ich dachte ja, dass wenn ich meine beiden eigentlich gesunden Tiere da versichere, werden die schon deswegen nie mehr krank und ich bezahl dann eben Tierärzt_innen für andere Versicherte, was ja auch nett ist.
    Leider ist nur ein paar Monate später mein Kater an HCM gestorben. Er war über Nacht in der Notfallpraxis, hat alles mögliche bekommen, musste dann aber doch eingeschläfert werden. Das war fuchtbar traurig und unerwartet. Aber ohne die Versicherung müsste ich bestimmt immer noch kämpfen, dass mein Konto nicht mehr im Minus ist. Für ihn hat sich die Versicherung also leider gelohnt.
    Seine beiden Nachfolgferinnen sind auch wieder versicht.
    *Ich hoffe, es ist ok, den Namen zu nennen? Ich werd auch nicht von denen bezahlt.

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