Katzenbücher, Rezensionen

Buchrezension: Praxisbuch für Tierheilpraktiker

Bewährte Therapeutika für über 400 Indikationen

Nachdem wir bereits vor einiger Zeit das Mykotherapie-Buch aus dem Sonntag-Verlag besprochen haben, sehen wir uns heute das Praxisbuch für Tierheilpraktiker ein wenig genauer an.

Allgemeines zum Buch

Autorin: Kristina Vormwald
Verlag: Sonntag; Auflage: 1 (11.05.2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3132192317
ISBN-13: 978-313219317

Das sagt der Klappentext

Heilpraktische Therapieansätze vereint – für gesunde Hunde, Katzen und Pferde

In der Naturheilkunde stehen viele Verfahren zur Verfügung, um den Patienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie verlieren im Dschungel der Konzepte manchmal den Überblick? Dann finden Sie hier langjährig erprobte, bewährte Therapien.

Dieses nützliche Handbuch erleichtert Ihnen den Praxisalltag. Über 400 Erkrankungen und Symptome werden von A-Z vorgestellt. Wählen Sie zu jeder Indikation aus einer Vielzahl erprobter Behandlungsstrategien gezielt das für Ihren Patienten passende Verfahren aus.

Erweitern Sie Ihr Therapiespektrum! Die übersichtliche Darstellung ermöglicht Ihnen, auch auf bisher ungenutzte Naturheilverfahren aufmerksam zu werden. Wenden Sie diese dank konkreter Dosierangaben sofort sicher an.

Das sagt die Haustiger-Redaktion

Das Praxisbuch für Tierheilpraktiker ist schon ein kleiner Wälzer und erhebt den Anspruch ein praktisches Nachschlagewerk für den praktizierenden Tierheilpraktiker zu sein und einen Überblick über diverse alternative Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. Wir finden hier die klassische Homöopathie, die Komplexhomöopathie, die Behandlung mit Schüßler-Salzen und Bach-Blüten, die Phytotherapie, Mykotherapie aber auch alte, überlieferte Hausmittel.

Das Buch ist im Wesentlichen in einen Grundlagen- und einen Praxisteil untergliedert. Bei den Grundlagen finden wir zum Beispiel die Unterschiede zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde. Es wird kurz erklärt, welche Dokumente und Patientenunterlagen (z. B. Impfpass, Blutbild, Röntgenbilder) dem Tierheilpraktiker begegnen können und was sich daraus lesen lässt. Es folgen Hinweise zu den Fragen, die man dem Patientenbesitzer stellen sollte, zur körperlichen Anamnese und es werden die einzelnen Therapieverfahren erklärt. Alles in allem handelt es sich hierbei wirklich nur um einen Überblick. Man lernt nicht, wie man ein Blutbild liest oder Röntgenbilder interpretiert, was aber auch nicht Sinn des Buches ist.

In Kapitel 2 geht es in die Praxis. Hier finden wir alphabetisch geordnet zahlreiche Indikationen von A wie Abmagerung bis Z wie Zystitis. Diese machen den größten Teil des Buches (554 Seiten von 654) aus.

Bei jeder Indikation wird kurz erklärt, um welche Problematik es sich handelt, gefolgt von Therapieempfehlungen, die stichpunktartig innerhalb der einzelnen Bereiche aufgeführt sind (Klassische Homöopathie, Komplexhomöopathie, Schüßler Salze, Bach-Blüten, Phytotherapie, Mykotherapie, alte überlieferte Hausmittel, Nahrungsergänzungsmittel). Es handelt sich hier wirklich um eine reine Aufstellung. Es gibt weder nähere Erklärungen zu den einzelnen Mitteln oder eine Sortierung (außer nach Bereichen) noch wird erklärt, inwiefern die einzelnen Mittel generell für jede Tierart und unter welchen Umständen geeignet sind.

Weitere Kapitel beschäftigen sich mit seelischen Krankheitsbildern und der Geriatrie, also dem alternden Tier, der Onkologie und der Ersten Hilfe. So gibt es im Buch z. B. auch einen Überblick, was in die Erste-Hilfe-Tasche gehört. Den Abschluss bildet ein Anhang mit verschiedenen Rezepten für Salben, Cremes, Öle und Kräutermischungen, Tabellen mit giftigen Pflanzen, Haus- und Lebensmitteln, Informationen zu weiterführender Literatur und interessanten Websites.

Für wen eignet sich das Praxisbuch für Tierheilpraktiker?

In kundigen Händen (also wirklich beim ausgebildeten, praktizierenden Tierheilpraktiker z. B.) finden wir das Buch als Ideensammlung und Grundlage für eigene weitere Recherchen prima. Der gute THP weiß, wie mit den Empfehlungen umzugehen ist und wird individuell je nach Tierart und speziellem Fall entscheiden und nicht blind pauschalen Empfehlungen folgen.

Das Buch eignet sich nicht als Ersatz für den Tierarzt oder Tierheilpraktiker, es eignet sich nicht, um als Tierbesitzer auf eigene Faust zu behandeln und ersetzt auch keine fundierte Ausbildung!

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