Kennt ihr das auch? Ihr sitzt gerade vollauf konzentriert am Computer, feilt an einem Blogbeitrag oder seid mit der täglichen Büroarbeit beschäftigt oder lest einfach nur entspannt Zeitung und was passiert? Euer Haustiger kommt, setzt sich mitten auf eure Unterlagen und starrt euch an…

Gut, Miez will Aufmerksamkeit, denke ich mir. Also verteile ich einige Streicheleinheiten, die auch schnurrend anerkannt werden. Da meine Madame allerdings keine Schmusekatze ist, kann ich mich nach spätestens einer halben Minute auf Prügel einstellen, wenn die Schmusestunde beendet ist und ich gedankenverloren gewagt habe, dies zu übersehen. Soweit so gut, Schmusebedarf sollte ja nun gedeckt sein, also komplimentiere ich meine Samtpfote freundlich vom Schreibtisch und konzentriere mich wieder auf meine Arbeit.

Und was macht sie… sie starrt mich an.

Sitzt wieder auf meinen Unterlagen neben dem Computer, regungslos, und starrt mich einfach nur an. „Hast du Hunger?“, frage ich. „Schnurr“, erhalte ich als Antwort, was ich einfach einmal als Ja deute. Stehe also vom Schreibtisch auf und gebe Madame zu futtern, setze mich wieder an den Computer und versuche mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.

Und was macht sie… sie starrt mich an.

Verflixt noch eins, denke ich, was will sie denn nur. Frage sie das auch nach wie vor freundlich, worauf ich natürlich keine Antwort erhalte. Hm, vielleicht will sie spielen, überlege ich. Stehe also wiederum vom Schreibtisch auf, suche mir einen Ball oder ein anderes Spielzeug und versuche mit meiner Samtpfote zu spielen. Sie sieht mich mitleidig, beinahe schon herablassend, an und denkt gar nicht daran auf meine Avancen einzugehen. Also setze ich mich wieder an den Schreibtisch und versuche irgendwie wieder in die Arbeit zu finden.

Und was macht sie… sie starrt mich an.

Da ich mich nun endgültig nicht mehr konzentrieren kann, lasse ich die Arbeit Arbeit sein und hole mir erst einmal Spezinachschub, setze mich auf das Sofa und warte auf die starrende Katze.

Und was macht sie… sie sieht sich kurz nach mir um, verschwindet auf den Kratzbaum und hält ein Nickerchen!

Dieses Spiel spielen wir tagaus, tagein und ich habe bisher noch nicht herausbekommen, was sie eigentlich von mir will, außer mich von der Arbeit abhalten. 😉

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  1. Ja das kenne ich 🙂 unsere Maggie macht das auch. Anstatt dem starren bevorzugt sie aber folgende Methode: sich so hinsetzen, dass Katz gerade nicht im Blickwinkel von uns sitzt und dann lautstark und kläglich miauen 🙂
    alles andere ist wie bei deiner Hexe 😉

  2. Jaaaaahhhhaaah, solche Sabotagen kenne ich auch.
    Und nicht nur, wenn man Schreibkram macht … auch bei anderen Gelegenheiten werde ich von meinem Tun abgehalten … böse, nein böse bin ich über diese Unterbrechungen nie 😉

    LG

  3. Och, miauen kann meine Madame auch, am liebsten vor der Tür. Logisch, dass der Raum nicht verlassen wird, wenn man die Tür öffnet 🙄

    Ansonsten beißt sie einen auch gerne mal in die Nase oder in die Zehen, wenn man sich nicht schnell genug bewegt… 😉

    @Marlene. Wenn es pressiert, weil ein Auftrag pünktlich abgeliefert werden will oder weil ich mich einfach konzentrieren muss, stören mich die Unterbrechungen schon. Genervt zu reagieren bringt allerdings erfahrungsgemäß gar nichts, da wird sie nur noch hartnäckiger, die Nuss. 🙂

  4. Tja, was will die kleine Nervensäge wohl? Gute Frage. In erster Linie möchte sie Deine Aufmerksamkeit. Sie ist der Boss im Haus und sie kann es absolut nicht verknusen, wenn Du ihr nicht den gebührenden Respekt und die damit verbundene Aufmerksamkeit entgegen bringst. Das kleine herrschsüchtige Biest wartet nur darauf, dass Du einen Fehler machst, Dich auf andere Dinge konzentrierst. Dann, wenn Du gar nicht daran denkst, schlägt sie zu. Erst sanft und schmusend, dann kratzbürstig und zickig.

    Sei froh, dass sie Dich nur ansieht. Meine ( inzwischen ganze 6 Stück )haben die unangenehme Eigenschaft sich auf die Tastatur zulegen. Wer da nicht oft genug speichert ist klar im Nachteil.

  5. Tja, für die lieben Samtpfoten braucht man manchmal gute Nerven… 😉

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