Gesundheit Vorbeugung

Wann ist eine Wurmkur sinnvoll?

Immer noch werden für Katzen vorbeugend regelmäßige Wurmkuren empfohlen und das nicht nur bei Freigängerkatzen, bei denen die Gefahr relativ groß ist, dass sie mit Würmern in Kontakt kommen, sondern auch bei Wohnungskatzen.

Dazu ist jedoch zu sagen, dass eine der üblichen Wurmkuren vom Tierarzt niemals vorbeugend gegen Wurmbefall wirkt, sondern immer nur die Würmer abtötet, die zum Zeitpunkt der Einnahme auch im Körper vorhanden sind. Hat die Katze bei Einnahme keine Würmer, belastet man das Tier in unnötiger Weise. Diese Medikamente haben Einfluss auf die Organe (z. B. Leber) der Katze und sollten nicht grundlos verabreicht werden.

Sollte auf Wurmkuren gänzlich verzichtet werden?

Nein, natürlich nicht. Ein Wurmbefall ist eine ernste Angelegenheit und sollte unbedingt behandelt werden. Allerdings bei ausgewachsenen Katzen (insbesondere Wohnungskatzen) nur dann, wenn wirklich ein Befall vorliegt. Würmer können durch eine mikroskopische Kotuntersuchung nachgewiesen werden.

Dazu sammelt man über drei Tage den Kot der Katze und lässt diesen beim Tierarzt untersuchen. Diese Untersuchung kostet in der Regel nicht mehr, als eines der Wurmmittel, die so konzipiert sind, dass sie gegen so viele verschiedene Wurmarten wie möglich Wirkung zeigen.

Ergibt die Kotuntersuchung einen Wurmbefall, kann direkt gegen die Wurmart vorgegangen werden, von der die Katze befallen ist. Werden keine Würmer festgestellt, ist auch keine Wurmkur notwendig.

Einen starken Wurmbefall erkennt man im Normalfall auch ohne vorhergehende Kotuntersuchung.

Weiterführende Informationen zum Thema findet ihr z. B. unter:

Der Wurm und sein Wirt
Wurmkuren
Wurmkuren aus naturkundlicher Sicht

Diese Empfehlung bezieht sich auf ausgewachsene Tiere in Liebhaberhaltung (also wahrscheinlich die meisten Samtpfoten). Bei „Sonderfällen“, wie Kitten, Zuchttieren, kleinen Kindern im Haushalt, wildlebenden Katzen, Katzen, die ihr Geschäft nur draußen erledigen, etc. pp. ist diese Empfehlung nicht immer durchführbar und auch nicht immer sinnvoll.

Ich möchte aber dennoch auch ohne Kotuntersuchung regelmäßig entwurmen

Das steht natürlich jedem frei. Wie auch bei den Impfintervallen ist die Entwurmung auf Verdacht ein recht kontroverses Thema, wobei ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man die Katze so wenig Belastungen wie möglich aussetzen sollte.

Bei Wohnungskatzen sollte es dann aber bei einmal jährlich Entwurmen auf Verdacht bleiben. Alle 3 Monate oder gar alle 4 Wochen nur auf Verdacht zu entwurmen ist in keinem Fall notwendig.

(Bild: (c) Alexandra H. / pixelio.de)

Like
Like Love Haha Wow Sad Angry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: