Aus aller Welt Katzen barfen

Warum Rohes für Katzen einfach besser ist…

Über den Newsletter von Dr. Mercola (sehr interessante Seite übrigens) kam heute ein Artikel zur Verdaulichkeit von Rohfutter, selbstgekochtem Futter und Trockenfutter in mein Postfach geflattert, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Dieser beschreibt eine Studie, die ergab, dass das Protein in rohem und gekochtem Fleisch besser von Katzen verdaut/verwertet wird, als das Protein in Trockenfutter. Obwohl das Trockenfutter einen höheren Proteinanteil enthielt, bot das Protein im echten Fleisch eine bessere Ernährung für die Katzen.

Des Weiteren verweist der Artikel auf weitere Studien und gibt Informationen darüber, warum Rohfutter für Katzen einfach besser geeignet ist.

Hier geht es zum Artikel.

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  1. Christine

    Eine Sache möchte ich zum Thema „Barg“ noch fragen oder anmerken: Leider ist es ja so, dass speziell konventionell erzeugtes Hähnchenfleisch (also aus nicht artgerechter Mast) inzwischen zu einem hohen Prozentsatz mit MRSA-Keimes belastet ist. Ich habe das eben mal gegooglet, und wie es aussieht, koennen sich Katzen ebenfalls mit diesen Keimen infizieren.
    Ich würde vor diesem Hintergrund meiner Katze Hähnchenfleisch nicht ruhigen Gewissens roh verfuettern wollen, und bin der Meinung, dass man gerade beim ‚Barfen‘ darauf achten sollte, Fleisch aus Bio-‚Anbau‘ zu verwenden, oder wie siehst Du das? (Ich meine, als Tierfreund sollte man das natürlich sowieso, aber gesundheitlich ist das in Bezug auf die Keimbelastung fuer mich als Mensch insofern weniger entscheidend, als dass ich das Fleisch ja vorm Verzehr ausreichend erhitze.)

  2. Hallo Christine,
    MRSA gehört zu der Gruppe der Bakterien, ebenso wie Salmonellen. Bakterien sind für die gesunde und artgerecht ernährte Katze i.d.R. kein Problem. Als Raubtier verfügt sie über entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. (kurzer Darm, höhere Magensäure).
    Was die Frage nach der Qualität des Fleisches angeht ist die Herkunft natürlich ein Punkt, ganz bestimmt aber gerade bei Geflügel auch solche Aspekte wie die Hygiene bei der weiteren Verarbeitung sowie die Einhaltung der Kühlkette. Als Barfer bevorzugt man daher Fleisch, welches so schnell wie möglich eingefroren wurde. Dieses bekommt man bei speziellen Versendern und/oder kleineren Barfshops, die es mittlerweile in jeder größeren Stadt gibt.
    Fleisch vom Discounter ist auch bei den Barfern eher die Ausnahme, zumal man ja nicht nur das reine Muskelfleisch füttert, sondern ein großer Teil besteht aus Innereien oder Teilstücken, die man im normalen Handel selten bis gar nicht findet. Viele haben Geflügelhöfe in der Nähe, bei denen das Geflügel auch nach draußen darf, welche gute Qualität haben und wo man sogar froh ist, wenn jemand die ganzen Geflügelteile abholt, die sonst keiner will. Es muss nicht unbedingt Bio sein. Aber roh, das sollte es sein 😉
    LG Silke

  3. Hallo Christine,

    ich würde bei Geflügel aus diversen Gründen (Antibiotikaeinsatz z. B.) immer Fleisch aus artgerechter Tierhaltung vorziehen. Bei gesundheitlich angeschlagenen Katzen und/oder bei sehr jungen Tieren sowieso. Wenn man konventionell erzeugtes Geflügelfleisch füttern möchte, kann man das Fleisch natürlich auch durchbraten/kochen, „Koch-B.A.R.F.“ ist immer noch besser als die meisten Fertigfuttermittel, einen kleinen Überblick findest du hier: http://haustiger.info/kochbarf-%E2%80%93-kompromiss-fur-barf-verweigerer/
    Bei einer gesunden Katze, die artgerecht ernährt wird, sind Bakterien, wie Silke schon ganz richtig erklärt hat, aber in der Regel kein Problem. Übliche Hygienemaßnahmen (vor allem für den doch anfälligeren Menschen) vorausgesetzt.

    Das Fleisch muss nicht unbedingt „bio“ sein, sondern kann auch vom Bauern um die Ecke sein, der seine Hühner frei auf der Wiese laufen lässt. Bio ist grundsätzlich ohnehin ein sehr dehnbarer Begriff.

    Wenn es machbar ist, würde ich Fleisch von anständig gehaltenen Tieren immer vorziehen. Eine gute Quelle ist zum Beispiel http://www.fleisch-shop.de/.

    Ich hoffe, die Antwort hilft dir schon mal. Wenn du noch Fragen hast, einfach melden.

    lg

    Anika

  4. Christine Pohlmann

    Hallo ihr Beiden, und vielen Dank für die Antworten und hilfreichen Links! (fleisch-shop.de gefällt mir sehr gut jetzt muss ich noch die passenden Rezepte dazu finden – bin leider ein kochtechnischer Super-Laie..!)

    Nochmal zu dem MRSA und Co-„Problem“ – mir ist natürlich klar, dass die Katze als Rohfleischfresser mit Bakterien und Viren (intaktes Immunsystem vorrausgesetzt) kein Problem haben dürfte. Dies gilt aber – vielleicht eingeschränkter, aber trotzdem – auch für den Menschen. Auch er muss ja tagtäglich mit tausenden Viren/Bakterien fertig werden – und wird es normalerweise auch. (Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten Bakterien natürkich sogar unsere Freunde sind.)

    Trotzdem bereite ich z.B. (obwohl ich mir alle Mühe gebe, mein Immunsystem intakt zu halten) Fleisch wie Hühnchen, Pute oder Schwein (nicht Bio) nur noch mit Handschuhen zu (wenn denn über haupt – leider haben wir hier aber keinen Bio- oder wenigstens Neulandschlachter…

    Ich bin einfach der Meinung, dass das Fleisch von intensiv gehaltenen Tieren ‚keimmäßig‘ eine andere Belastung darstellt, als die ’normale‘ Belastung, auf die uns die Evolution lange Genug vorbereitet hat. Bei der Frage einer Ansteckung kommt es ja immer auch auf Typ und vor allem auch Menge des Erregers an.
    Und eingeschränkt gilt das – meiner Meinung nach – auch für die Katze.

    Insofern, abgesehen von den teirschutzrechtlichen Fragen der Schlachttiere und dem Medikamenten-Problem (Antibiotika, Hormone,…), sollte roh – meine ich – nur Bio in den Napf. (Und, das sehe ich auch so, nicht irgendwelches Bio, denn das ist in der Tat ein sehr dehnbarer Begriff!)

    Ganz liebe Grüße aus dem Tigerkäfig,

    Christine

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