Chinaseuche: Kann sich meine Katze mit RHD/RHD-2 anstecken?

Gefahren

Chinaseuche: Kann sich meine Katze mit RHD/RHD-2 anstecken?

RHD ist etwas, das man als Kaninchenhalter nie erleben möchte. Derzeit wird in der Presse insbesondere über die mutierte Form RHD-2 vermehrt berichtet. So macht sich auch der ein oder andere Katzenhalter Gedanken darüber, ob sich die eigene Katze – sei es nun als Freigänger oder durch rohes Kaninchen beim Katzen barfen – mit RHD oder RHD-2 anstecken kann. Hier könnt ihr als Katzenhalter entspannt bleiben. (mehr …)

Buchrezension: Katzensprache – Kätzisch für Zweibeiner

Buchrezension

Katzensprache - Kätzisch für Zweibeiner

Den GU-Tierratgeber Katzensprache von Helga Hofmann haben wir schon länger in unserem Katzenliteraturregal. Heute möchten wir euch ein wenig über den Ratgeber erzählen. Wir haben das Buch hier in zwei Auflagen, der 4. und der 5., großartige Unterschiede konnten wir nicht feststellen. (mehr …)

Katzen machen nicht geisteskrank…

Aus der Wissenschaft

Katzen machen nicht geisteskrank...

… so die Quintessenz einer neuen ULC-Studie. Irgendwo beruhigend, aber auch irgendwie seltsam diese Aussage. Hintergrund der Erkenntnis ist die Annahme, dass eine Infektion mit Toxoplasma gondii zum einen die Entwicklung psychischer Störungen fördern könne. Zum anderen könnten Menschen, die mit Katzen aufwachsen, ein höheres Risiko haben, psychische Probleme zu entwickeln, da Katzen ja Hauptwirt des genannten Parasiten sind. Ein Gedankengang, der nun entkräftet werden konnte.

Frau mit Kind und weißer Katze

© 1789268 /pixabay.com

Die neue Studie, die im Magazin Psychological Medicine veröffentlicht wurde, kommt zum Schluss, dass die Katzenhaltung während der Schwangerschaft sowie das Zusammenleben mit Katzen in der Kindheit bei der Entwicklung psychischer Probleme im Erwachsenenalter keine direkte Rolle spielen. Zwar konnte im Rahmen der Studie nicht festgestellt werden, ob eine Exposition zu T. gondii an sich mit psychischen Problemen in Verbindung steht, jedoch weisen die Ergebnisse darauf hin, dass wenn dem so ist, das Zusammenleben mit Katzen das Risiko  nicht erhöht.

Untersucht wurden hierzu fast 5.000 Menschen, die zwischen 1991 und 1992 geboren wurden und deren Entwicklung bis zu ihrem 18. Lebensjahr verfolgt wurde. Dabei wurde festgehalten, ob im Haushalt Katzen lebten, als die Mutter schwanger war und während die Kinder aufwuchsen. Durch ihren Umfang und den langen Beobachtungszeitraum gilt diese aktuelle Studie als deutlich zuverlässiger als frühere Forschung auf diesem Gebiet. In vergangenen Studien wurden Menschen mit und ohne psychische Probleme beispielsweise gebeten, sich an Details aus ihrer Kindheit zu erinnern. Eine eher fehleranfällige Methode. Zudem sah man sich mit bedeutenden Datenlücken konfrontiert.

Nichtsdestotrotz stellt Toxoplasmose nach wie vor während der Schwangerschaft ein Risiko dar und kann beim Kind mit schweren Defekten und anderen gesundheitlichen Problemen einhergehen. Die Gefahr lässt sich jedoch auch bei Katzen im Haushalt mit einfachen Vorkehrungsmaßnahmen minimieren. Es ist nicht notwendig, Katzen in der Schwangerschaft abzugeben oder den Kontakt zu ihnen zu meiden.

Die Haustiger-Redaktion vertritt die feste Überzeugung, dass das Aufwachsen mit Tieren, Katzen eingeschlossen, für die psychische Entwicklung in jedem Fall eher förderlich denn nachteilig ist.

Referenz:
F. Solmi, J. F. Hayes, G. Lewis, J. B. Kirkbride. Curiosity killed the cat: no evidence of an association between cat ownership and psychotic symptoms at ages 13 and 18 years in a UK general population cohort. Psychological Medicine, 2017; 1 DOI: 10.1017/S0033291717000125

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10 Hinweise, an denen du auch als Anfänger gutes Katzenfutter auf den ersten Blick erkennst

Ernährung

10 Hinweise, an denen du auch als Anfänger gutes Katzenfutter auf den ersten Blick erkennst

Wer sich als Anfänger mit gesunder Katzenernährung beschäftigt und versucht herauszufinden, was denn nun gutes Katzenfutter ist, trifft auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Informationen. Da ist es schwierig den Überblick zu behalten. Mir ging es am Anfang genauso.

Wenn mich heute jemand fragt, was für ein Katzenfutter ich denn empfehlen würde, ist die Antwort darauf nicht unbedingt leichter geworden. Ich habe mich daher hingesetzt und 10 Hinweise für dich aufgeschrieben, an denen du auch als Anfänger sehr schnell erkennst, ob du ein gutes Katzenfutter oder ein schlechtes Katzenfutter vor dir hast.

Als Anfänger gutes Katzenfutter erkennen

Was macht jetzt ein gutes Katzenfutter aus? Zunächst einmal ist das beste Futter für ein Tier die Nahrung, die es auch in freier Wildbahn zu sich nehmen würde, da sich der Stoffwechsel im Laufe der Evolution perfekt darauf eingestellt hat. Folglich wären wir bei der Katze bei kleinen Beutetieren, wie kleinen Nagern, Vögeln, teilweise Fisch etc. Die Beutetiere werden roh und buchstäblich mit Haut und Haar verzehrt. Nur der Darm wird in der Regel übrig gelassen. Da wären wir wieder bei der Rohfütterung, die aber auch ihre Risiken hat.  Bei Fertigfutter können dir folgende Punkte einen Hinweis auf die Qualität eines Katzenfutters geben. (mehr …)

Studie: Katzen können Erinnerungen bewusst abrufen

Aus der Wissenschaft

Studie: Katzen können Erinnerungen bewusst abrufen

Eine der Fragen, die immer wieder einmal für heiße Debatten sorgt, ist die, wer denn nun klüger ist, Katzen oder Hunde. Wenn ihr unsere vier Redaktionskatzen fragt, ist die Antwort klar. Japanische Forscher haben nun etwas herausgefunden, was wir schon lange geahnt hatten, aber bisher noch nicht bewiesen war. Nämlich, dass Katzen ein episodisches Gedächtnis besitzen und möglicherweise sogar Gefallen daran finden, sich aktiv an vergangene Erlebnisse zurückzuerinnern. Das zugehörige Paper wurde im Journal Behavioral Processes veröffentlicht.

episodisches Gedächtnis

© ThePixelman / pixabay.com

Wir Menschen verfügen über ein episodisches Gedächtnis, was jetzt vereinfacht gesagt, bedeutet, dass wir uns nicht nur an vergangene Ereignisse zurückerinnern, sondern diese auch mit angenehmen oder weniger angenehmen Details verbinden können. Wir können uns also zum Beispiel nicht nur daran erinnern, dass letzten Sommer die Geburtstagsparty von Großonkel Gustav stattgefunden hat, sondern z. B. auch daran, dass wir es lustig fanden, als die unsympathische Tante Trude kopfüber ins Kinderplanschbecken gefallen ist. Der Mensch rekonstruiert solche vergangenen Ereignisse bewusst, etwa um in Erinnerungen (an den letzten Urlaub, ans erste Date o. ä.) zu schwelgen. Diese Art episodischer Erinnerung ist immer mit einer bestimmten Einstellung zu einem Ereignis verbunden, also für jede Person ganz individuell. Tante Trude wird sich ganz anders an diese Geburtstagsfeier erinnern als Großonkel Gustav, dem es – mit Verlaub gesagt – eine diebische Freude bereitet hat, Trude so patschnass vor sich zu sehen. ;-)

Aber kommen wir zur Wissenschaft. Man weiß von Hunden, dass sie ein solches episodisches Gedächtnis besitzen. Die Forscher wollten nun herausfinden, ob dies bei Katzen ebenso ist und ob diese Erinnerungen an Erfahrungen speichern, verarbeiten, bewusst abrufen und nutzen können. Dies würde bedeuten, dass Katzen eine Art Bewusstsein besitzen, etwas das Tieren ja gerne einmal abgesprochen wird.

Hierzu wurden 49 Katzen über einen längeren Zeitraum mit verschiedenen Futtersorten in unterschiedlichen Futterschalen gefüttert. Als sich herauskristallisiert hatte, welches das Lieblingsfutter der jeweiligen Katze war, wurde dieses immer in einer bestimmten Schale gereicht. Dann wurden die Schüsseln getauscht und es zeigte sich, dass die Katzen zielsicher die Schüssel ansteuerten, in der sie das Lieblingsfutter vermuteten. Andere Experimente zeigten ebenfalls, dass sich Katzen nicht nur daran erinnern konnten, wo sich die jeweiligen Futterschüsseln befanden und was darin enthalten war, sondern auch wussten, welche Schüssel sie bereits durchsucht hatten. Die Katzen waren – so die Forscher – demnach in der Lage, bewusst Einzelheiten vergangener Ereignisse abzurufen, was dafür spricht, dass sie ein episodisches Gedächtnis besitzen. Auch bei anderen psychologischen Tests, wie etwa der Reaktion auf menschliche Gesten, Gesichtsausdrücke und Emotionen standen die Katzen Hunden in nichts nach.

Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, wie lange sich Katzen an bestimmte Ereignisse zurückerinnern können.

Referenz:

Saho Takagi et al, Use of incidentally encoded memory from a single experience in cats, Behavioural Processes (2017). DOI: 10.1016/j.beproc.2016.12.014

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