Katzenhaltung

Bachblüten für Tiere – Basiswissen zur Bachblütentherapie

Die Bachblütentherapie hat im Umgang mit unseren Samtpfoten und ihren Eigenheiten einen wichtigen Stellenwert eingenommen. Häufig fehlt jedoch das Wissen über die Wirkungsweise einer Bachblütentherapie oder auch der Willen sich damit zu beschäftigen, da die Therapieform Bachblütentherapie für Katzen häufig nicht ernstgenommen wird.

Zu meiner großen Freude hat sich Bachblütentherapeutin Ramona Kimpel von Harmonie für Samtpfoten nun bereiterklärt, hier ein wenig mehr über Bachblüten im Allgemeinen, die Anwendung bei Tieren und die Arbeit einer Bachblütentherapeutin zu erzählen.

Die Serie erstreckt sich über drei Artikel, in diesem dreht sich alles um das Basiswissen zur Bachblütentherapie.

Dr. Edward Bach – Begründer der Bachblütentherapie

Die Bachblütentherapie wurde vom englischen Humanmediziner und Homöopath Dr. Edward Bach (* 24.09.1886 † 27.11.1936) ins Leben gerufen. Bach vertrat die Auffassung, dass die Behandlung von Symptomen einer Krankheit allein nicht ausreiche. Der Patient müsse vielmehr ganzheitlich (als Ganzes: Körper & Seele) behandelt werden. Jede körperliche Erkrankung, so befand Dr. Bach, sei Ausdruck einer Störung des innerlichen Gleichgewichts. Dr. Bach war überzeugt davon, dass Verstimmungen und Blockaden im Gemütsbereich letztendlich zur Krankheit führen. Während seiner langjährigen Forschung entwickelte er ein System aus 37 Wildblüten und einer Heilquelle.

Dr. Bach unterschied zwischen 7 Gemütszuständen und ordnete seine Blüten entsprechend diesen Zuständen zu.

Angst: Aspen, Cherry Plum, Mimulus, Red Chestnut sowie Rock Rose
Unsicherheit: Cerato, Gentian, Gorse, Hornbeam ,Scleranthus, Wild Oat
Fehlendes Interesse: Clematis, Chestnut Bud, Honeysuckle, Mustard, Olive, White Chestnut, Wild Rose
Einsamkeit, Isolation: Heather, Impatiens, Water Violet
Mutlosigkeit, Verzweiflung: Crab Apple, Elm, Larch, Pine, Oak, Star of Bethlehem, Sweet Chestnut, Willow,
Mangelnde Abgrenzungsfähigkeit: Agrimony, Centaury Holly, Walnut
Übertreibung, starke Sorgen um Andere: Beech, Chicory, Oak, Red Chestnut, Rockwater, Vervain, Vine

Die Wirkungsweise der Blüten testete er zunächst in Selbstversuchen und später auch an seinen Patienten. Dabei stellte er fest, dass die verschiedenen Essenzen Gefühle, Denkweisen und Gemütszustände positiv beeinflussen.

Er entwickelte auch das Kombinationsmittel Rescue Remedy: Die Notfalltropfen. Diese Mischung besteht aus den Blüten Clematis, Cherry Plum, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem.

Die Notfalltropfen sind für den Gebrauch in einem Notfall wie etwa einer Schocksituation nach einem Unfall oder einer ähnlich traumatisierenden Situation gedacht. Die Rescue-Tropfen werden meist in kurzen Abständen oder öfter wiederholt verabreicht und zwar solange, bis eine Besserung des Zustandes auftritt bzw. bis zur Ankunft beim Tierarzt. Eine Langzeitgabe der Notfalltropfen kann ich nicht empfehlen.

Herstellung der Blüten

Zur Gewinnung der Blütenessenzen verwendete Dr. Bach einfache Potenzierungsverfahren. Einige Essenzen stellte er mit der Sonnenmethode her (die vollreifen Blüten werden hierbei in den frühen Morgenstunden gepflückt und in eine Schüssel mit klarem und reinem Wasser gelegt. Das Gefäß wird für einige Stunden in die pralle Sonne gestellt) andere Essenzen wurden nach der Koch-Methode (Blüten, die schon sehr früh im Jahr blühen wenn die Sonne noch nicht so kraftvoll ist werden in einem Topf mit Wasser auf einem Holzfeuer gekocht) hergestellt. Einzig die Essenz Rock Water (Quellwasser) wurde einer hochwertigen und unberührten Quelle entnommen. Die potenzierten Essenzen wurden anschließend unter Verwendung von Alkohol haltbar gemacht und in sogenannte Stock bottles (Vorratsflaschen) abgefüllt. Auch heute noch werden die Blütenessenzen genau nach Bachs Vorgang herstellt.

Das Ziel Dr. Bachs – eine einfache & nebenwirkungsfreie sowie sanfte Heilmethode zu finden, die negative Empfindungen und seelische Störungen auflösen – wurde erreicht.

Die Bachblüten-Therapie

Einordnung der Bachblüten-Therapie

Bachblüten sind keine Medikamente im eigentlichen Sinne. Die Blüten lassen sich nebenwirkungsfrei anwenden und haben keine Wechselwirkungen, wenn sie in Kombination mit anderen Therapieverfahren verwendet werden. Die Bachblütentherapie versteht sich in der Naturheilkunde als reine Informationstherapie. Die Blüten wirken im feinstofflichen Schwingungsfeld eines Lebewesens. Auf dieser Ebene wirken sie ausgleichend und regulierend (harmonisierend). Das psychische Potential wird wieder in Balance gebracht. Die Bachblütentherapie kann deshalb mit keiner schulmedizinischen Behandlungsmethode verglichen oder gleichgesetzt werden.

Wirkungsweise

Der Austausch zwischen Information (Blüte) und Lebewesen (Mensch oder Tier) findet nur dann statt, wenn für den jeweiligen Gemütszustand die richtige Blüte ausgewählt wird (siehe Gemütszustände). So einfach wie das auf den ersten Blick klingt ist es jedoch nicht, denn es war nicht in Bachs Sinne, sich einfach einen Gemütszustand herauszupicken und die in Frage kommenden Blüten einzunehmen. Das heißt, dass die Wahl der Blüten immer ganzheitlich, unter Berücksichtigung des Charakters, des generellen Umfelds und der Umstände, unter denen man lebt sowie der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur des Lebewesens getroffen wird. Nur wenn all diese Rahmenbedingungen berücksichtigt werden kann die Bachblüten-Therapie wirken und unterstützende Heilung bieten.

Der morgige Teil dreht sich um das Thema Anwendung der Bachblütentherapie bei Tieren.

(Text: Ramona Kimpel / Bild: 7dapb297218 von Wolfgang Lonien unter der CC.)

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