Katzenbücher, Rezensionen

Buchrezension: Wir streicheln und wir essen sie: Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren – Hal Herzog

Unser Verhältnis zu Tieren ist paradox. Wir halten Hunde als Gefährten, züchten Rinder, weil sie uns schmecken, und führen an Affen Laborversuche durch. Doch warum schleppen Mopsbesitzer ihre Lieblinge zum Hunde-Yoga – und machen sich anschließend bedenkenlos über ein Kalbsschnitzel her? Der Anthrozoologe Hal Herzog zeigt, wieso wir welche Tiere mögen, warum wir unbedingt an den Nutzen von Delfintherapie glauben wollen – und sich Hund und Herrchen häufig so ähnlich sehen. Ein Parforceritt durch das ethische Minenfeld der Mensch-Tier-Beziehungen. Nach der Lektüre dieses Buchs denken Sie nicht nur anders über Tiere, sondern auch über sich selbst. (Quelle: www.amazon.com)

Infos zum Buch von Hal Herzog

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG (27. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446429220
ISBN-13: 978-3446429222
Originaltitel: Some we love,some we hate,some we eat
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,2 cm

Meine Meinung zum Buch von Hal Herzog

Vor einiger Zeit bin ich auf ein Interview mit Hal Herzog gestoßen, bei dem u. a. auch sein Buch „Wir streicheln und wir essen sie: Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren“ gestoßen und habe es gleich bestellt, da mich die Beschreibung im Interview neugierig gemacht hat. Und ich bin nicht enttäuscht worden und habe aus diesem Buch vieles zum Nach- und Weiterdenken mitnehmen können.

Hal Herzog ist Anthrozoologe und beschäftigt sich in seinem Buch mit der Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Das umfasst nicht nur die üblichen Themen, wie warum bevorzugt der und der Mensch folgendes Haustier usw., sondern nimmt sich auch Themen an, bei denen man schon einmal schlucken muss, z. B. warum sich Menschen viel lieber für den Schutz von Tigern und Eisbären einsetzen, als für weniger anmutige Tiere, wie z. B. Amphibien. Oder ob man um das Leben eines Menschen zu retten, Tiere opfern sollte? Auch wird beispielsweise behandelt, warum es, sobald Hahnenkämpfe oder Stierkampf zur Sprache kommen, sofort einen großen Aufschrei gibt, aber andererseits ohne schlechtes Gewissen Hühner- und Rindfleisch aus Massentierhaltung genossen werden und warum wir manche Tiere als Haustiere halten und andere essen oder als Schädlinge ansehen.

Einen relativ großen Teil des Buches nimmt das Verhältnis des Menschen zum Fleischgenuss ein, es ist aber kein Buch, das mit hoch erhobenem Zeigefinger darauf hinweist, dass vegetarisches oder sogar veganes Leben das einzig Richtige ist, sondern erklärt z. B. eher, warum der Mensch oftmals das Bedürfnis hat, andere Lebewesen zu essen.

Das Buch hat einen durchaus wissenschaftlich geprägten Hintergrund und bietet auch viele Quellenangaben zum Weiterlesen, ist aber sehr angenehm geschrieben, so dass das Lesen nicht schwerfällt.
Von meiner Seite aus auf jeden Fall eine Empfehlung für ein Buch, das zum Nachdenken anregt und sicherlich hilft, mehr über sich selbst und die Beziehung zu den eigenen und anderen Tieren zu erfahren.

Hier könnt ihr Wir streicheln und wir essen sie: Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren* bestellen.

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