Alle Artikel in: Großkatzen

Weiterhin Aufwärtstrend bei den Amurleoparden

Amur-Leoparden zählen zu den seltensten Säugetieren weltweit. Bei einer Zählung im Jahr 2007 ging man von nur noch rund 35 Individuen in freier Wildbahn aus. Eine aktuelle Zählung ergab nun, dass sich der Bestand an Amurleoparden in Russland auf rund 57 Exemplare erhöht hat, wovon die meisten in der Nähe der Stadt Wladiwostok leben. Zudem sollen auch in China wieder 12 bis 15 der schönen Raubkatzen leben. Damit leben wieder insgesamt etwa 70 Tiere in freier Wildbahn. Und wie Videos von Kamerafallen zeigen, pflanzen sich die Leoparden in China auch wieder fort. Laut Georg Scattolin, dem Artenschutzexperten von WWF Österreich, ist dieser Aufwärtstrend ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die bisherigen Schutzbemühungen nicht umsonst waren. Weitere Infos: Mehr Amur-Leoparden in Russland!

Ergebnisse der Tigerkonferenz in Bangladesch

Rund 140 Tigerexperten und Regierungsbeamte aus 20 Ländern trafen sich am Sonntag in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, um die Fortschritte hinsichtlich des gemeinsamen Ziels zu besprechen, die Zahl der Tiger in freier Wildbahn bis 2022 zu verdoppeln. Nach Angabe von Experten ging die Zahl der Tiger in freier Wildbahn von 100.000 vor nur einem Jahrhundert auf 3.200 im Jahr 2010 zurück. Ein wesentliches Problem ist die Wilderei geworden, die zudem die größte Bedrohung für wilde Tiger darstellt.

Schneeleopard mit Beute: seltene Bilder

Anfang 2014 konnte erstmals ein Schneeleopard bei der Jagd und mit seiner Beute in freier Wildbahn fotografiert werden. Jetzt sind sogar noch Bilder aus größerer Nähe gelungen. Laut National Geographic sind die Bilder auch deshalb einzigartig, weil sich der Schneeleopard trotz Menschen in der Nähe so entspannt verhielt. Schneeleoparden sind im Buddhismus bedeutsame Tiere. Sie werden in Nepal nur verfolgt oder getötet, um das Vieh der Bewohner zu schützen. Kadaver werden vergiftet und neben den Schneeleoparden sterben auch andere Tiere, wie etwa Schakale und Geier. Jedoch muss man auch erwähnen, dass buddhistische Klöster in Nepal aktiv an der Erhaltung dieser schönen Tiere arbeiten. Die einzigartigen Bilder und weitere Informationen findet ihr unter: Rare New Images of a Wild Snow Leopard on a Kill in Nepal – National Geographic

Illegaler Handel mit Geparden – ein ernsthaftes Problem

Wie der Guardian berichtet, steigt in den Golfstaaten die Nachfrage nach ganz besonderen Haustieren als Statussymbol. Geparden, meist Wildfänge. Weniger als 10.000 Geparden leben noch in freier Wildbahn und die Suche nach ganz besonderen Haustieren im Nahen Osten bedroht diese noch mehr. Da Geparden – besonders Welpen – ungewöhnlich leicht zu zähmen sind, wurde das schnellste Landtier der Welt bereits in der Antike als Jagdhelfer der Könige eingesetzt. Heute dienen die schönen Katzen in den Golfstaaten eher als Statussymbol.

Zoo Jeans – von Löwen und Tigern gestaltet

Ihr seid auf der Suche nach einer ganz besonderen Jeans, nach etwas, das nicht jeder hat und das individuell gestaltet wurde? Dann sind vielleicht die Produkte von „Zoo Jeans“ eine Überlegung wert, die von Tigern, Löwen und Bären im Kamine Zoo in Hitachi, Japan, gestaltet werden. Dazu wird der Denim-Stoff um Reifen gewickelt und den Tieren zur Beschäftigung ins Gehege gegeben. Durch das Spielen der Raubtiere mit den Jeans-Reifen erhält der Stoff dann seine individuellen Risse, Löcher usw.

Ein Tiger im Rüsselsheimer Tierheim

Ab dem heutigen Samstag bietet das Tierheim Rüsselsheim vorübergehend Asyl für eine in der Nähe von Neapel beschlagnahmte Tigerdame. Später wird sie dann mit Hilfe der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ nach Südafrika ins Großkatzenrefugium LIONSROCK weiterreisen. Dort leben bereits ihre Vorgänger Gandhi und Natascha, die zwischen 2007 und 2012 das Gehege im Wald bei Königstädten bewohnten. Die noch namenlose Tigerin wird wohl einige Monate im Tierheim Rüsselsheim bleiben, bis sie schließlich nach Südafrika weiterreisen darf. Weitere Informationen: Ein Tiger im Tierheim – Frankfurter Rundschau