Alle Artikel in: Wissenschaft

Studie: Katzen können Erinnerungen bewusst abrufen

Eine der Fragen, die immer wieder einmal für heiße Debatten sorgt, ist die, wer denn nun klüger ist, Katzen oder Hunde. Wenn ihr unsere vier Redaktionskatzen fragt, ist die Antwort klar. Japanische Forscher haben nun etwas herausgefunden, was wir schon lange geahnt hatten, aber bisher noch nicht bewiesen war. Nämlich, dass Katzen ein episodisches Gedächtnis besitzen und möglicherweise sogar Gefallen daran finden, sich aktiv an vergangene Erlebnisse zurückzuerinnern. Das zugehörige Paper wurde im Journal Behavioral Processes veröffentlicht. Wir Menschen verfügen über ein episodisches Gedächtnis, was jetzt vereinfacht gesagt, bedeutet, dass wir uns nicht nur an vergangene Ereignisse zurückerinnern, sondern diese auch mit angenehmen oder weniger angenehmen Details verbinden können. Wir können uns also zum Beispiel nicht nur daran erinnern, dass letzten Sommer die Geburtstagsparty von Großonkel Gustav stattgefunden hat, sondern z. B. auch daran, dass wir es lustig fanden, als die unsympathische Tante Trude kopfüber ins Kinderplanschbecken gefallen ist. Der Mensch rekonstruiert solche vergangenen Ereignisse bewusst, etwa um in Erinnerungen (an den letzten Urlaub, ans erste Date o. ä.) zu schwelgen. Diese Art episodischer Erinnerung …

Trockenfutter erhöht Risiko für Katzen an Diabetes Typ 2 zu erkranken

Forscher der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften untersuchten, welche Faktoren dazu beitragen können, dass Katzen an Diabetes mellitus (Typ 2 erkranken). Bei normalgewichtigen Katzen stellt die überwiegende Fütterung mit Trockenfutter ein erhöhtes Risiko dar. Der Diabetes mellitus ist neben der SDÜ die häufigste endokrine Erkrankung der Katze und die Anzahl der Fälle stieg in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich an. Man geht davon aus, dass 1 von 200 Katzen irgendwann in ihrem Leben einen Diabetes entwickelt. Von rund 13 Mio. Tieren in Deutschland wären demnach statistisch 65.000 betroffen. Einige Zahlen Bei Untersuchungen in Schweden aus dem Jahr 2015 kamen die Forscher auf eine Häufigkeit von 11,6 Fällen je 10.000 Patientenjahren.1, in Großbritannien war es 2007 1 von 230 Katzen (0,43 %)2, beide Male wurden Katzen untersucht, die in einer Tierkrankenversicherung versichert waren. Eine andere Studie kam im Vereinigten Königreich 2016 auf eine Häufigkeit von 0,58 %3, eine in Australien 2009 auf 0,74 %4, während es in den USA 2007 1,24 %5 der untersuchten Katzen waren, die betroffen waren. Risikofaktoren Die Risikofaktoren einen Diabetes zu entwickeln sind bei …

Studie: Fummelbrett und Co. verbessern kätzisches Wohlbefinden

Hauskatzen brauchen für ein glückliches Leben sowohl geistige als auch körperliche Auslastung. Hier ist der Mensch gefragt, entsprechende Möglichkeiten bereitzustellen und für eine Bereicherung des Lebensumfeldes, auch bekannt als „Environmental Enrichment“ zu sorgen. Wie Forscher in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Feline Medicine und Surgery“ berichten, können hier insbesondere Fummelbrett und Co. einen wertvollen Beitrag leisten. Das Katzenleben in menschlicher Obhut kann mit gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht und daraus folgendem Diabetes mellitus einhergehen, insbesondere dann wenn es an Reizen fehlt, die die Katze zu Aktivität animieren. Zudem kann eine reizarme Umgebung Problemverhalten wie Aggression, Unsauberkeit oder aufmerksamkeitsheischendes Verhalten fördern. Solch unerwünschtes Verhalten beeinträchtigt die Beziehung zwischen Katze und Mensch mitunter so sehr, dass die Katze abgegeben oder im schlimmsten Fall eingeschläfert wird. Unter natürlichen Bedingungen sind Katzen einen Großteil des Tages mit der Nahrungsbeschaffung beschäftigt. Und auch das Wohlbefinden unserer Hauskatzen kann gesteigert werden, wenn diese die Möglichkeit bekommen, sich ihr Futter mithilfe beweglicher und unbeweglicher Intelligenzspielzeuge selbstständig zu erarbeiten. So werden die natürlichen Instinkte der Tiere stimuliert, sie können auf verschiedene Arten mit …

Studie: Kater und Katzen reagieren auf Kittenlaute unterschiedlich

Rufen Kitten, dann reagieren Kater und Kätzinnen unterschiedlich. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Medizinischen Hochschule (MHH) und der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover, die am 12.08.2016 im Open-Access-Journal „BMC Evolutionary Biology“ veröffentlicht wurde. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob Katzen die emotionale Erregung von Katzenjungen anhand ihres Miauen erkennen können und ob die übliche Aufzucht durch die Mutter zu unterschiedlichem Verhalten bei Katern und Katzen führt. Man verglich männliche und weibliche Tiere und Kätzinnen mit und ohne Erfahrung in der Jungenaufzucht. Nachdem das Forscherteam in einer vorangegangenen Untersuchung bereits herausgefunden hatte, dass sich Dauer und Tonhöhe der Kittenrufe mit der Dringlichkeit der Hilfsbedürftigkeit verändern, zeichneten sie die Rufe von 14 Kätzchen im Alter von 9 bis 11 Tagen in zwei unterschiedlichen Situationen auf. Einmal wurden die Katzenkinder lediglich für 3 Minuten räumlich von Mutter und Geschwistern getrennt (geringe Dringlichkeit), ein anderes Mal wurden sie für 3 Minuten auf den Boden gesetzt und auf den Rücken gedreht (hohe Dringlichkeit). Die Kitten standen in keiner Beziehung zu den Testkatzen. Die Rufe der Kitten in diesen …

Katze

Neolithische Revolution führte auch in China zur Domestikation der Katze

Unsere Hauskatze hat ihre Wurzeln in Ägypten und im Nahen Osten, wo sich laut einer Studie aus dem Jahr 2004 etwa zwischen 9000 und 7000 vor Christus erste Beziehungen zwischen der Falbkatze (Felis silvestris lybica) und dem Menschen entwickelten. Es handelt sich um eine Zeit, die in der Fachsprache als neolithische Revolution bezeichnet wird, eine Zeit, in der die Menschen begannen sesshaft zu werden und Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Angelockt von den Nagern, die die Kornspeicher der damaligen Menschen als wertvolle Nahrungsquelle betrachteten, begannen die Katzen sich in der Nähe der Menschen heimisch zu fühlen. Und so wurde die Falbkatze zur Urahnin aller unserer heutigen Hauskatzen.

DNA

Genetikerin will das Erbgut von 99 Katzen analysieren

Gesundheitliche Probleme, denen Gendefekte zugrundeliegen, gelten häufig als „idiopathisch“, das heißt, es kann keine fassbare Ursache festgemacht werden. Die Forscherin Leslie Lyons möchte nun im Rahmen ihres Projekts „99 Lives“ an der University of Missouri – College of Veterinary Medicine erreichen, dass dies künftig der Vergangenheit angehört.