Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wildlife

Blut des Schneeleoparden ähnelt dem anderer Katzen

Schneeleoparden (Panthera uncia) leben im Himalaya und durchstreifen Höhen zwischen 3500 und 5000 Meter. Und es beschäftigt Forscher seit Jahren, wie die gepunkteten, grauen Großkatzen in einer solchen sauerstoffarmen Umgebung überleben können. Besonders rätselhaft erscheint dies, weil das für den Sauerstofftransport im Blut zuständige Hämoglobin bei sämtlichen Katzenarten – von unserer Hauskatze bis hin zum majestätischem Löwen – eigentlich nicht besonders effektiv ist. Man sollte daher annehmen, dass sich die Tiere eher in niedriger gelegenen Gebieten aufhalten, in denen reichlich Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Lebensweise des Schneeleoparden widerlegt diese Annahme. Man vermutete daher, dass sich das Hämoglobin im Blut der Lebewesen vielleicht im Laufe der Zeit an die widrigen Bedingungen angepasst habe und nun in der Lage sei, mehr Sauerstoff zu transportieren. Forscher untersuchten daher in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Zoos Blutproben von Afrikanischen Löwen, Tigern, Leoparden, Schneeleoparden und Jaguaren und stellten im Rahmen einer Genanalyse fest, dass sich die Hämoglobin-Gene des Schneeleoparden nicht auffallend von denen der anderen Katzenarten unterschieden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Journal of Experimental Biology veröffentlicht und lassen die …

Bald wieder Luchse in Großbritannien?

Durch deutsche Wälder streifen schon wieder einige der schönen Katzen, die bis zu sechsmal schwerer als unsere Hauskatzen werden können. Und auch auf den britischen Inseln waren die Katzen bis vor etwa 1300 Jahren zugegen. Jedoch wurde der Lebensraum der Tiere zerstört, sie wurden übermäßig gejagt oder vom Menschen getötet, bis es schließlich um 700 n. Chr. aus war mit den Luchsen im Vereinigten Königreich. Jetzt möchte der gemeinnützige Lynx UK Trust den Luchs an drei Standorten in England und Schottland wieder anzusiedeln. Ob die Bemühungen erfolgreich sein werden, hängt dabei wohl vor allem davon ab, wie mit den Bedrohungen, denen sich der Geist des Waldes gegenübersieht umgegangen wird. Speziell was die vorsätzliche Tötung der geheimnisvollen Waldkatzen durch den Menschen angeht… Weitere Informationen: https://www.lynxuk.org/index.html

Weiterhin Aufwärtstrend bei den Amurleoparden

Amur-Leoparden zählen zu den seltensten Säugetieren weltweit. Bei einer Zählung im Jahr 2007 ging man von nur noch rund 35 Individuen in freier Wildbahn aus. Eine aktuelle Zählung ergab nun, dass sich der Bestand an Amurleoparden in Russland auf rund 57 Exemplare erhöht hat, wovon die meisten in der Nähe der Stadt Wladiwostok leben. Zudem sollen auch in China wieder 12 bis 15 der schönen Raubkatzen leben. Damit leben wieder insgesamt etwa 70 Tiere in freier Wildbahn. Und wie Videos von Kamerafallen zeigen, pflanzen sich die Leoparden in China auch wieder fort. Laut Georg Scattolin, dem Artenschutzexperten von WWF Österreich, ist dieser Aufwärtstrend ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die bisherigen Schutzbemühungen nicht umsonst waren. Weitere Infos: Mehr Amur-Leoparden in Russland!

Ergebnisse der Tigerkonferenz in Bangladesch

Rund 140 Tigerexperten und Regierungsbeamte aus 20 Ländern trafen sich am Sonntag in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, um die Fortschritte hinsichtlich des gemeinsamen Ziels zu besprechen, die Zahl der Tiger in freier Wildbahn bis 2022 zu verdoppeln. Nach Angabe von Experten ging die Zahl der Tiger in freier Wildbahn von 100.000 vor nur einem Jahrhundert auf 3.200 im Jahr 2010 zurück. Ein wesentliches Problem ist die Wilderei geworden, die zudem die größte Bedrohung für wilde Tiger darstellt.

Pumas jagen Kälber, aber Menge variiert

Eine zweijährige Studie an zwei Rinderfarmen im Südwesten Floridas zeigte, dass die bedrohten Florida-Panther Kälber angreifen und töten. Jedoch variiert die Häufigkeit solcher Vorkommnisse stark abhängig von Ort und Landschaft. Lebten im Jahr 1995 nur noch 20 bis 25 Panther so stieg die Zahl 2012 bereits wieder auf 100 bis 160 Tiere an. Das Comeback der Pumas war für die Rinderfarmer aber nicht immer hilfreich. Während eine der untersuchten Farmen 10 Kälber oder 5 Prozent der Herde pro Jahr verlor, wurde auf der anderen Farm nur ein Kalb (bzw. 0,5 %) der Herde ein Opfer der Panther. Dazu kamen Kälberverluste aus anderen Gründen, jedoch sorgten die Angriffe durch die Raubkatzen für die meisten Todesfälle, wobei auch Bären, Kojoten und Geier für Kälberverluste verantwortlich zeichneten. Caitlin Jacobs, die die Studie durchführte, vermutet, dass die Lage der Farmen, einschließlich offener Flächen und der Nähe zu bewaldeten Flächen, für die unterschiedlichen Zahlen verantwortlich zeichnen. Weitere Informationen: Panthers prey on ranchers’ calves, but amount varies, UF/IFAS research shows (IFAS News)

Schneeleopard mit Beute: seltene Bilder

Anfang 2014 konnte erstmals ein Schneeleopard bei der Jagd und mit seiner Beute in freier Wildbahn fotografiert werden. Jetzt sind sogar noch Bilder aus größerer Nähe gelungen. Laut National Geographic sind die Bilder auch deshalb einzigartig, weil sich der Schneeleopard trotz Menschen in der Nähe so entspannt verhielt. Schneeleoparden sind im Buddhismus bedeutsame Tiere. Sie werden in Nepal nur verfolgt oder getötet, um das Vieh der Bewohner zu schützen. Kadaver werden vergiftet und neben den Schneeleoparden sterben auch andere Tiere, wie etwa Schakale und Geier. Jedoch muss man auch erwähnen, dass buddhistische Klöster in Nepal aktiv an der Erhaltung dieser schönen Tiere arbeiten. Die einzigartigen Bilder und weitere Informationen findet ihr unter: Rare New Images of a Wild Snow Leopard on a Kill in Nepal – National Geographic