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Teilnehmer gesucht: Studie zur Taubheit bei weißen Katzen

Wie viele wissen, sind komplett weiße Katzen bzw. Katzen mit einem Weißgenanteil leider relativ oft taub. Sehr häufig tritt die Taubheit in Verbindung mit blauen Augen auf. Bei dieser Behinderung handelt es sich um eine sensoneurale Taubheit, die angeboren und auch vererbbar ist. Verantwortlich dafür ist eine Verkümmerung der Stria vascularis, einem streifenförmigen Organ, das im Innenohr angesiedelt ist und die Endolymphe produziert. Diese ist wiederum für die Funktion des Hörorgans notwendig. Das jetzt nur ganz grob zusammengefasst, weitaus genauere Informationen findet ihr auf den Seiten der LMU. Teilweise sind beide Ohren betroffen, teilweise auch nur eines.

Im Rahmen einer Studie der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und der UC Davis hofft man nun, einen genetischen Marker für die Taubheit weißer Katzen zu finden. So soll unter anderem die tierschutzgerechte Zucht weißer Katzen erleichtert werden. In diesem Zusammenhang bietet die LMU eine Untersuchung des Hörvermögens mithilfe des audiometrischen BAER-Tests an und untersucht den gesamten Wurf plus Elterntiere zu besonderen Konditionen. Zusätzlich zum Hörtest werden eine Blut- und eine Tupferprobe genommen. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit Dr. L. Lyons, Genetikerin und Forscherin auf dem Gebiet der Farbvererbung bei Katzen durchgeführt.

Weitere Informationen zur Studie und Kontakt:

  • Taubheit bei Katzen (LMU München)
  • Weiterführende Informationen zur Taubheit bei weißen Katzen

  • Congenital sensorineural deafness in client-owned pure-breed white cats (Dejan Cvejić)
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