Katzenrassen Zucht

Die norwegische Waldkatze

Die Nationalkatze Norwegens, die Norsk Skogkatt, gehört zu den natürlichen Rassen, ist jedoch keine Wildkatze.
Norwegische Waldkatzen gelten als kräftig und robust und können meist besser klettern und höher springen als „normale“ Hauskatzen. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit mit dem Kopf voraus in Spirallinie von Bäumen zu klettern.

Herkunft der Norwegischen Waldkatze

Wald-, Feen- oder Trollkatze wird sie genannt, die Norwegische Waldkatze, die schon früh in Liedern besungen und in Volksmärchen thematisiert wurde. Auch auf Wikingermünzen fand man Abbildungen der Katzen mit den buschigen Schwänzen. Mag man der nordischen Mythologie Glauben schenken, so zogen zwei Waldkatzen sogar den Wagen der Fruchtbarkeitsgöttin Freya. Im Jahr 1912 brachte der Schriftsteller Gabriel Scott ein Kinderbuch über den Waldkater Sölvfaks heraus, dessen Abenteuer unter dem Namen Silberpelz ab 1952 auch in Deutschland recht beliebt waren.

Lässt man die Welt der Sagen und Legenden außer Acht so liegt die Vermutung nahe, dass sich die Norwegische Waldkatze mit der Zeit aus Kurzhaarkatzen entwickelt hat, die über Mitteleuropa einwanderten und sich an das rauhe Klima Skandinaviens anpassten und wild in den Wäldern lebten. Andere Quellen legen dar, dass die Katzen bereits seit Jahrhunderten zu den einsam gelegenen Gehöften (Bauernhöfen) in den Wäldern Skandinaviens gehörten, so wie bei uns die meist kurzhaarige Hauskatze. Vielleicht auch beides. Abschließend geklärt ist die Herkunft der Norwegischen Waldkatze meines Wissens bis dato nicht. Da sich frei lebende Norweger immer häufiger mit kurzhaarigen Katzen paarten, wurden in den 30er Jahren erste Zuchtprogramme ins Leben gerufen, um die natürlich entstandenen Norweger zu erhalten. 1938 war erstmalig eine Norwegische Waldkatze auf einer Ausstellung in Oslo zu sehen.

Bis zur offiziellen Anerkennung der Norweger als eigenständige Rasse sollte es jedoch noch bis zum Jahr 1972 dauern, nachdem 1970 ein zweiter Zuchtanlauf gestartet wurde. 1975 wurden schließlich die ersten Zuchtkatzen bei der FIFé registriert und 1977 war Kater Pans Truls schließlich der erste Norweger, der den vollen Zertifikatststatus bei der FIFé erlangte. Die Beliebtheit der Norwegischen Waldkatze in Deutschland und in ganz Europa steigt seit den 80er Jahren stetig.

Aussehen der Norwegischen Waldkatze

Die kräftigen und muskulösen Norweger zählen zu den größten Katzenrassen und erreichen eine Schulterhöhe von 40 bis 45 cm und eine Nase-Schwanz-Länge von 100 bis 130 cm. Kater bringen es auf ein Gewicht zwischen 5 und 9,5 kg, während die Damen meist etwas leichter sind und nur 3,5 bis 7 kg auf die Waage bringen.

Die Halblanghaarkatzen besitzen ein doppellagiges Fell mit dichter Unterwolle und wasserabweisendem Deckhaar, über dem noch eine weitere feine, längere Deckhaarlage wie eine dritte Schicht liegt. Die Unterwolle ist zum Schutz gegen die nordische Kälte dicht, die Deckhaare sind lang, glatt und leicht ölig, um Wasser abzuweisen.

Wie die Sibirische Katze verändert auch die Norwegische Waldkatze im Laufe des Jahres ihre Felldichte und trägt im Sommer kaum Unterfell. Nur die langen Schwanzhaare weisen sie oft als Halblanghaarkatze aus. Im Winter ist das Fell des Norwegers besonders an Bauch, Hals, Brust und Schwanz sehr dicht. Die Katzen besitzen Haarbüschel, so genannte Schneeschuhe, zwischen den Ballen, tragen lange Schnurrhaare, eine gut entwickelte Halskrause und „Knickerbocker“ an den Beinen. Der Schwanz ist lang und buschig. Die Ohren tragen oft Haarpinsel.

Norwegische Waldkatzen sind meist getigert oder schwarz, mit und ohne weiße Fellanteile. Häufig kommen weiße Handschuhe vor. Grundsätzlich kommen alle Hauskatzenfarben vor, allerdings sollen sich im Norden meist getigerte Norweger finden, während an den Felsküsten eher schwarze Tiere (oft mit Weißanteilen im Fell) zu finden sein sollen. Weiße Norweger stehen in der Kritik, da dies zum einen nicht als Naturfarbe gilt und zum anderen weiße Katzen mit blauen Augen oft taub sind.

Der Körper der Norweger, die erst mit drei bis vier Jahren ausgewachsen sind, besitzt einen langgestreckten Körper mit hohen Beinen, wobei die Hinterbeine höher als die Vorderbeine sind. Das Gesicht ist dreieckig, die Ohren sind hoch platziert und besitzen Fellbüschel im Inneren. Die Nase der Norwegischen Waldkatze ist lang und gerade, ohne Stopp. Das Kinn ist kräftig.

Hier findet ihr den genauen Rassestandard.

Verhalten der Norwegischen Waldkatze

Norwegische Waldkatzen gelten als sanft, gutmütig und unkompliziert. Es sind verspielte Katzen, mit enger Bindung zum Menschen, die in den meisten Fällen auch gerne mit anderen Katzen zusammenleben.

Darüber hinaus gilt der Norweger als neugierig, lebhaft, unerschrocken, wachsam und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen.

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  1. Elke Schröder via Facebook

    ein Traum von Katze und noch so ein heimlicher Favorit von mir … in Naturfarben mit blau-grünen Augen oder auch die Neva Masquarade mit ihrem Point Gen … ich lieb ja sowieso die Süßen alle mit ihren blauen Augen … nichtsdestotrotz sind meine Samtpfoten – so mischlingshaft sie auch sind – meine Schönheiten ;o)

  2. Gabi Paffrath via Facebook

    Wenn mir mal meine Notfelle mehr zulaufen, würde ich auch gern eine haben. Ob ich das noch erlebe?

  3. Eine sehr schöne Katze!!!!!!!! Und was für eine edle Körperhaltung … eine wirklich noble Katze.
    Liebe Grüße
    Renate

  4. Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Konsequenz sich einmal von irgend jemandem aufgestellte Behauptungen durch’s Web ziehen. Immerhin hast Du wenigstens nicht behauptet, die Norwegische Waldkatze sei eine Wildkatze. Aber frei in den Wäldern lebt sie angeblich? Ich möchte nur ein einziges mal Belege dafür sehen. Hauskatzen sind grundsätzlich Kulturfolger. Sie leben allenfalls verwildert in und um menschliche Ansiedelungen herum. Das gilt auch für die sogenannten Waldkatzenrassen, deren Ursprung tatsächlich nichts mit dem Wald zu tun hat. Sie sehen blos so aus als ob.

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