Therapien

Katzenfreundliche Trichteralternativen – Katzen nach der OP

Wenn Katzen Trichter tragen müssen, ist das nie ein Grund zur Freude. Gerade die günstigen Hartplastiktrichter schränken Katzen sehr ein und sorgen für großen Stress bei den Tieren. Das Sichtfeld wird eingeschränkt, die Tiere können nicht anständig fressen und trinken, sie fühlen sich gestresst und sind häufig verängstigt. Häufig bleiben die Katzen an der Einrichtung oder auch im Trichter selbst hängen, wodurch es zu Verletzungen kommen kann. Grund genug, sich nach einer katzenfreundlicheren Alternative umzusehen.

Katzenfreundliche Trichteralternativen

Mittlerweile bietet der Handel eine Vielzahl von Krägen in verschiedenen Größen, die auch für Katzen hervorragend geeignet sind. Diese Krägen sind meist angenehmer zu tragen, da das Sichtfeld nicht eingeschränkt ist und auch die Futter- und Wasseraufnahme vereinfacht ist. Dazu kommt eine geringere Verletzungsgefahr. Auch von diesen Alternativen zum Trichter sind die Katzen selten wirklich begeistert, jedoch ist die Akzeptanz in der Regel höher.

Katzenfreundliche Trichteralternativen sind z. B.:

Thorni
Tierkragen
ProCollar
Mondkragen
Comfy Collar

Katzenbody

Gerade nach Kastrationen und ähnlichen Operationen kann ein Body die Wunde schützen, diese gibt es zu kaufen, es können aber auch aus Babybodys selbst hergestellt werden. Auch viele Tierärzte bieten Bodys zum Kauf an.

Im Internet findet ihr Katzenbodys unter:

Katzenbody
Catstuff

Live und in Farbe seht ihr den Katzenbody hier:

Socke, Strumpfhose & Co.

Ähnlich wie der Body funktionieren auch selbstgebaute Trichteralternativen für Katzen aus Socken, Strumpfhosen oder dünnen langärmeligen Pullovern. In diese kommen einfach 4 Löcher für die Pfoten und eine ausreichend bemessene Öffnung für den Hintern. Hier bitte darauf achten, dass der Schutz zwar eng sitzt, aber die Katze nirgends einschneidet.

Das sieht dann z. B. so aus: Katze im Strumpfbody

Schlauchverbände, Verbände vom Tierarzt

Auch Schlauchverbände und andere Verbandsvarianten vom Tierarzt können katzenfreundliche Trichteralternativen sein. Manchmal reicht auch einfach ein großzügig bemessenes Pflaster und/oder eklig schmeckende Salbe (für Katzen geeignet), um gerade Lecken und Knabbern zu verleiden.

Grundsätzliches zu Trichter und katzenfreundlichen Trichteralternativen

Grundsätzlich gibt es mittlerweile so viele katzenfreundliche Trichteralternativen, dass der landläufige „Lampenschirm“ aus Hartplastik nicht mehr nötig sein sollte. Allerdings kommt es natürlich auf die Katze und die Art der Verletzung an, welcher Schutz und/oder welcher Trichter am besten geeignet ist. Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass für die Katze keine Verletzungsgefahr durch zu lockere Bodys oder ähnliches besteht, da niemand die Katze 24 Stunden am Tag ununterbrochen im Auge behalten kann.

Sitzen Body, Verband oder Trichter richtig (am besten vergewissern, dass dem wirklich so ist!), kann sich Katze damit in der Regel auch normal bewegen, auch wenn es manchmal einer gewissen Gewöhnungsphase bedarf und die Katzen sehr zu leiden scheinen und zum Beispiel bei jedem Schritt umfallen.

Grundsätzlich ist es für Katze und Halter am angenehmsten, wenn sie ohne Hilfsmittel auskommt und Wunden problemlos abheilen, ohne dass die Katze übermäßig leckt, kratzt oder knabbert. Sollte jedoch wirklich ein Kragen oder ein Body notwendig sein, sind katzenfreundliche Trichteralternativen in der Regel die bessere und angenehmere Wahl.

Brauchten eure Katzen schon einmal einen Trichter oder eine der genannten Alternativen? Oder konntet ihr euch mit einer anderen Alternative behelfen?

(Bild: (c) Daisy von gnalnad unter der CC).

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  1. Einer unserer Frettchenrüden muss derzeit einen Trichter tragen, da er vor zwei Wochen wegen einer Katarakt am Auge operiert wurde. Leider kann ich keine Alternative zu den Hartplastikkrägen finden, die zum Einen auch am Tier zu befestigen und zum Anderen auch noch beim Schlafen erträglich sind. Aber Lunis trägt es mit Fassung und ist am Freitag auch endlich mit dem Thema durch. :o)
    Wenn ich mal wieder Zeit habe, stelle ich mal Bilder von ihm mit Kragen auf meinem Blog ein.

  2. Tolle Bericht 🙂

    Trichter oder ähnliches haben wir zum Glück noch nicht gebraucht.

    MEine damalige liebste Kollegin (Mitarbeiterbelustigungshund) musste einmal eine Satelittenschüssel tragem 🙁 . Die Ärmste ist überall dran gestossen. Kein Wunder, dass einige dabei total wild werden.

    LG
    Marlene

  3. Karin Keil

    Meine Katze wurde gestern kastriert. Sie hat nur ein seitliches Pflaster bekommen, keine Halskrause, nix. Um sie davon abzuhalten, daran rumzulecken und zu kratzen, habe ich das umgebende Fell mit Mundwasser leicht befeuchtet (scharfer Mintgeschmack). Ergebnis: Das Pflaster ist noch an Ort und Stelle, weil Mundwasser der Miez nicht schmeckt.

  4. Hallo Karin,

    damit hast du der Miez leider keinen Gefallen getan. Katzen reagieren aufgrund einer Glucuronidierungsschwäche auf eine Vielzahl an Stoffen sehr empfindlich, weil diese von der Katze eben aufgrund dieser Besonderheit nicht richtig verstoffwechselt werden können. Nimmt die Katze solche Stoffe auf (Klassiker sind viele ätherische Öle. Ethanol wie ebenfalls in vielen Mundwassern enthalten, gehört auch dazu), auch in kleinen Mengen, führt das zu schweren Vergiftungssymptomen und im schlimmsten Fall zum Tod. Davon, dass Katzen ein 14x besseres Riechvermögen besitzen als der Mensch und der Geruch bestimmt höllisch in der Nase und ggf. in den Augen brennt gar nicht zu reden. Bitte wasch das SOFORT ab und statte deinem Tierarzt umgehend mit der Miez einen Besuch ab (Mundspülung mitnehmen, damit der TA abschätzen kann, welche Stoffe ggf. aufgenommen wurden). Ich drück die Daumen, dass alles gut ausgeht.

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