Gefahrenquellen

Teebaumöl kann für Katzen tödlich enden

Immer noch wenden zahlreiche Katzenbesitzer Teebaumöl als natürliches, „nebenwirkungsfreies“ Mittel gegen Parasitenbefall und Hauterkrankungen an, da sie die nicht ganz zu Unrecht in die Kritik geratenen chemischen Parasitenbekämpfungsmittel umgehen wollen.

Das kann schwerwiegende Folgen haben, denn Teebaumöl ist für Katzen giftig.

Was ist Teebaumöl?

Teebaumöl gehört zu den ätherischen Ölen und wird aus den Blättern und Zweigen von Teebäumen gewonnen. Oft handelt es sich hierbei um den Australischen Teebaum (Melaleuca alternifolia), aber auch andere Teebäume aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) sind als Ursprung möglich. Hauptwirkstoff von Teebaumöl ist Terpinen-4-ol, eine chemische Verbindung, die in sekundären Pflanzenstoffen vorkommt. Terpinen-4-ol ist auch in anderen ätherischen Ölen enthalten, wie etwa Lavendelöl oder Eukalyptus.

Woraus besteht Teebaumöl?

Teebaumöl besteht aus etwa 100 Substanzen, darunter Terpinen-4-ol (etwa 40%), a-Terpinen (etwa 20 %), Terpinolen, Terpineol (jeweils 3 bis 4 %), Pinen, Myrcen, Phellandren, p-Cymen, Limonen, 1,8-Cineol. Die im Öl enthaltenen Terpine und Phenole verursachen die Probleme. Die Zusammensetzung kann schwanken und auch Fälle von gepanschtem Teebaumöl kommen vor.

Einsatzgebiete von Teebaumöl

Beim Menschen wird Teebaumöl unter anderem zur Behandlung von diversen Hauterkrankungen, Muskelschmerzen, offenen Wunden, Rhema, Raucherhusten und Krampfadern eingesetzt. Auch kommt es in Kosmetika zum Einsatz.

Bei der Katze wird Teebaumöl immer noch zur Behandlung von Parasitenbefall, Haut- und Pilzerkrankungen eingesetzt, ungeachtet der toxischen Wirkung.

Wie wirkt Teebaumöl auf Katzen?

Nimmt die Katze Teebaumöl (oder auch andere ätherische Öle) auf, kommt es zu einer Anreicherung der enthaltenen Terpine und Phenole im Katzenkörper, da diese vom Stoffwechsel nur sehr langsam ausgeschieden werden können. Es kommt zu einer akuten Vergiftung, oft bereits nach wenigen Tropfen.

Des Weiteren kommt es häufig zu einer Kontaktdermatitis bei der Katze.

Welche Symptome bestehen bei einer Teebaumölvergiftung?

Typische Symptome einer Teebaumölvergiftung bei der Katze sind Taumeln, chronische Abmagerung, Zittern, Unruhe, Schwäche, bis hin zu Koma und Tod der Katze. Wird die Katze rechtzeitig zum Tierarzt gebracht, ist eine vollständige Heilung möglich.

Fazit: Durch die toxische Wirkung von Teebaumöl auf den Organismus der Katze ist eine Verwendung zur Behandlung von Parasitenbefall oder Hauterkrankungen nicht empfehlenswert, auch wenn das Teebaumöl verdünnt verwendet wird.

Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Zusammensetzung schwanken und eine Überdosierung somit niemals vollständig ausgeschlossen werden. Entsprechend lieber auf andere Alternativen zurückgreifen.

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  1. Hallo! Die Warnungen vor Teebaumöl kamen schon vor einigen Jahren auf, aber es kann nicht schaden, sie zu wiederholen. Ich bin auf Tic-Clip zur Floh- und Zeckenbekämpfung umgestiegen. Kann das nur weiter empfehlen! Beste Grüße – R.

  2. Teebaumöl gegen Pickel

    Meine Katze wär auch einmal fast an mein Teebaumöl gekommen. Wenn ich es nicht für meine Haut bräuchte, würde ich es garnicht im Haus haben, nicht dass es meine Katze irgendwann doch in die Pfoten bekommt.

  3. Hallo Ralf,

    da die Anhänger am Halsband angebracht werden müssen, würden sie hier schon durchfallen.

    Warum siehst du hier: http://haustiger.info/katzenhalsbander-die-unterschatzte-gefahr/

    Davon abgesehen, verstehe ich nicht so wirklich, wie ein solcher Anhänger gegen Flöhe und Zecken helfen soll… *grübel*

    lg

    Anika

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