Katzenbücher, Rezensionen

Buchrezension: Katzen-Clicker-Box (Birgit Rödder)

Fanny Ablage

Geclickert wird hier schon seit einigen Jahren. Zugegeben wurde irgendwie immer weniger geclickert, seit die beiden Jungspunde hier sind.

Entsprechend ist die Hexe (Anm. der einzig wahren Bürokatze: Wer auch sonst?! *protz*) der einzig wahre Clickerprofi hier, was diverse Tricks angeht, „Medical Training“ wurde aber mit allen Dreien gemacht und wir möchten es nicht missen (unser Tierarzt ist auch ganz froh darüber, glaube ich ;-) ).

Und als Clicker-Fans haben wir uns natürlich sehr gefreut, dass wir Gelegenheit bekamen, die Katzen Clicker-Box von GU zu testen.

Allgemeines zur Box

• Taschenbuch: 48 Seiten
• Autorin: Birgit Rödder
• Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (7. September 2013)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3833835923
• ISBN-13: 978-3833835926

Meine Meinung

Die Clicker-Box besteht aus 36 Trainingskarten aus stabilem Pappkarton, einem Begleitheft, in dem die Grundprinzipien des Clickerns erklärt werden und einem Clicker. Einsteiger ins Clickertraining haben also beim Kauf der Box bereits alles an der Hand, um sofort loslegen zu können. Zubehör, wie ein Target-Stab, findet sich im Normalfall im Haushalt. Birgit Rödder ist im Katzenbereich keine Unbekannte, ich kannte sie z. B. bereits durch das ebenfalls im GU-Verlag erschienene Buch „Was Katzen wirklich wollen“, an dem sie neben Dr. Mircea Pfleiderer beteiligt war. Da es sich bei diesem Buch meiner Meinung nach um ein absolutes Must-Have handelt, erwarteten wir natürlich ein bisschen was von der Box und wurden im Großen und Ganzen nicht enttäuscht.

Das Begleitbuch

Das Begleitbuch ist eigentlich eher ein Heft (ca. DIN A6-Format) und bietet auf 48 Seiten einen Überblick darüber, wie mit dem Clicker gearbeitet wird, was Clickertraining eigentlich ist und wie es erfolgen muss, damit die Katze letzten Endes das tut, was Mensch von ihr erwartet. Außerdem werden die häufigsten Fragen beantwortet und noch einmal aufgelistet, welche Übungen man mit Hilfe der Box einstudieren kann. Den Abschluss bildet die Vorlage für ein Trainingstagebuch, die man sich von Hand oder auch auf dem PC „nachbauen“ kann. Um direkt ins Buch etwas eintragen zu können, ist die Tabelle ein bisschen klein.

Die Trainingskarten

Die Trainingskarten sind mit etwa DIN A6-Format angenehm kompakt und stabil, so dass man auch bei regelmäßigem Gebrauch keine Angst haben muss, dass sie „zerfleddern“ oder anderweitig ihre Funktion einbüßen. Es gibt 7 grüne, 11 gelbe und 18 blaue Karten. Die grünen Karten befassen sich mit den Basics und sollten von Neulingen vielleicht zuerst abgearbeitet werden. Hier finden wir z. B. einen Einstieg ins Target-Training oder Übungen, mit denen Hochnehmen toleriert wird. Die gelben Karten stellen verschiedene Erziehungsübungen vor. Hier kann das Mensch-Katze-Team das bereits erwähnte „Medizinische Training“ durchführen und zahlreiche Übungen, die wohl so manchem aus der Hundeerziehung bekannt sind, wie etwa „Sitz“, „Platz“ oder Transportkorbtraining.

Die gelben Übungen sind vor allem nützlicher Natur und sollen das Zusammenleben zwischen Mensch und Katze erleichtern. Auf den blauen Karten findet sich dann der „Unterhaltungsteil“, sprich die Tricks. Hier wird es schon etwas anspruchsvoller. Neben einfachen Übungen, wie „Pfote geben“ könnt ihr eurer Katze hier zum Beispiel „Klavier spielen“ beibringen oder ihr vermitteln, dass sie sich auf einem Skateboard von euch durch die Wohnung ziehen lässt. Alles in allem ist also für jeden Geschmack etwas dabei und ihr solltet mit der Box doch auch längerfristig beschäftigt sein.

Der Clicker

Der mitgelieferte Clicker ist ein handelsüblicher „Plastikfrosch“, den man sich auch an einem Band um den Hals oder an die Hand hängen könnte. Wahnsinnig stabil wirkt er nicht, erfüllt aber sicherlich seinen Zweck und besitzt eine angenehme Lautstärke, die auch für empfindlichere Katzen geeignet sein dürfte.

Fazit: Vor allem für Einsteiger auf jeden Fall empfehlenswert. Fortgeschrittene dürften auch noch die ein oder andere Übung finden, die sie bisher noch nicht mit ihrer Katze erarbeitet haben.

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