Mutmachgeschichten

Gizmos Geschichte Unsere Mutmachgeschichte Nr. 11

Heute erzählt uns Uta die Geschichte ihres Katers Gizmo.

 

Gizmos Geschichte

 

 

Gizmo kam mit ca. 10 Wochen als Pflegekatze (Koblenzer Katzenhilfe e.V.) zu mir. Seine Mama war eine Streunerin. Er kannte keine Menschen und er war WILD! Aber so was von… Fauchen, beißen, kratzen, knurren, spucken ging echt gut. Anfassen? Streicheln? VERGISS ES!!! Und zwar schnell!

Dann war er auch noch krank, konnte kein Häufchen machen. Daher musste ich das knurrende, um sich schlagende Häufchen Elend auch noch ständig zum Tierarzt schleppen, was unser Vertrauensverhältnis nicht gerade gestärkt hat. *seufz*

Ihm wurde sogar dreimal in Narkose der Darm entleert. Dann hat der Tierarzt aufgegeben und wollte ihn einschläfern. Er erklärte mir, dass das alles keinen Sinn hätte. Gizmo würde nie gesund werden und händelbar war er auch nach drei Monaten noch nicht. Das wäre doch kein Leben für den Kater.Ich habe nicht lange überlegt und diesem Tierarzt meine Meinung gesagt. Wir sind seitdem keine Freunde mehr und ich bin nie wieder da hin gegangen.

Nachdem er bereits vier Monate (unanfassbar) bei mir war, kam er das erste Mal freiwillig zu mir und hat an meiner Hand geschnuppert. Dann hat er sein Köpfchen daran gerieben und wir haben geschmust. Ich habe vor Freude geweint. Und ich hab ihn gesund gekriegt! Nur das mit dem Ausziehen zu einer neuen Familie nach der Pflegezeit haben wir irgendwie vergeigt… ;-)

Heute ist er jedenfalls ein Schmusekater (meistens), total niiiiiiedlich (mit dieser hohen Quietschestimme gesprochen) und ganz lieb (zumindest in komatösem Zustand).

Da ich ihn deshalb Gizmo genannt habe, weil ich schon immer einen Kater wollte, der Gizmo heißt, nenn ich ihn heute natürlich ganz anders. Is klar, ne…!? Meistens heißt er Bärchi! Mit vollem Namen BärchiBärchiBär.

Wenn er was angestellt hat, heißt er ‟HERR BÄRCHI!!” (in Großbuchstaben ausgesprochen)

Manchmal heißt er auch ‟Pissnelke”. Er pinkelt nämlich gern im stehen. Einer der Gründe für meine Haubenklos. (Falls jemand einen Tipp braucht, bei welchem Haubenklo dort wandseitig eingebrachte Flüssigkeit nicht nach außen austritt…, ich kann da helfen…)

Und ich hab noch nie einen Kerl getroffen, der soooo viel labert. Gizmo macht in wachem Zustand fast ununterbrochen Geräusche. Er plappert, maunzt, kräht, plärrt, grummelt, schreit, murmelt und miaut den ganzen Tag lang. Er kann auch eindeutig identifizierbar ‟quak” machen. Ich vermute, dass irgendeine seiner Ahnen mal einen Frosch geküsst hat… Genetik is ja ne recht komplizierte Sache. Weiß man vorher nie, was sich da durchsetzt.

Er liebt es den Mädels aufzulauern, um dann aus seinem Versteck zu springen und ‟Buh!” zu machen. Findet er lustig. Die Mädels nicht. Er kriegt dann meistens höchst unamüsiert eine geballert. Macht ihm aber nix. Er tut es immer wieder. Nun ja…, hat er was zu tun…

Und Gizmo ist ein Popo-Kraul-Fetischist. Normale Schmusehaltung ist bei ihm vorne-runter / Hintern-hoch. Ich muss dann die Stelle direkt vor dem Schwanzansatz bearbeiten. Dabei kräht er übrigens auch. Und er hat anscheinend ein ‟Restless-Tail-Syndrom”. Sein Schwanz bewegt sich genau so viel wie sein Mundwerk. Immer!

Er will immer spielen. Da die Mädels nicht mitmachen, weil sie zu oft gebuht worden sind und ihn deshalb hochgradig doof finden, kommt er zu mir. Wär aber natürlich zu schön, wenn der Herr dann auch mal mit IRGENDWAS spielen würde, was ich dann anbiete. Fellmaus werfen? Langweilig! Federangel? Hatten wir gestern schon! Bändchen ziehen? Wenn´s sein muss, aber nur ne Minute! Dann ist´s wieder LANGWEILIG!!!! PLÄÄÄÄÄÄRRRRRRRRRR!!!

Grmpf!!

Das einige, womit er reglmäßig gern spielt, sind die zusammen geknüllten orangenen Folien von Ferrero Küsschen. Und natürlich tut man ja alles für seine Schätzchen. Also futtere ich brav abends Schokolade. (Ist selbstverständlich der blanke Horror für mich. Könnt ihr sicherlich nachvollziehen. Tu ich nur dem Kater zuliebe. Sonst nie! Ehrlich!!)

Gizmo treibt mich in schöner Regelmäßigkeit in den Wahnsinn, nervt bis zum geht-nicht-mehr! Und dann… kommt er auf´s Sofa, pappt sich den treuen Hundeblick ins Gesicht und stupst mich mit seiner Vorwitznase an. Hach ja…, ich liebe mein Terror-Bärchi!

– Uta Bach –

Herzlichen Dank Uta, dass du eure Geschichte mit uns geteilt hast.

Unsere nächste und letzte Mutmachgeschichte handelt von Kater Lumpi.

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