Ernährung

Katzen füttern – wie oft ist am besten?

Wer sich mit artgerechter Katzenernährung beschäftigt, stellt sich früher oder später auch die Frage, wie oft eine Fütterung denn am sinnvollsten ist. Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, jedoch gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten, die Fütterung fester Mahlzeiten, die ad libitum-Fütterung oder eine Kombination aus beidem.

In freier Wildbahn frisst eine Katze recht häufig am Tag (ca. 10 – 20x), was für eine ad libitum-Fütterung (also Futter zur ständigen freien Verfügung) sprechen würde, aber sehen wir uns diese drei Möglichkeiten einmal genauer an.

Fütterung fester Mahlzeiten

Feste Mahlzeiten haben den Vorteil, dass man genau kontrollieren kann, welche Katze wie viel frisst. So fällt schnell auf, wenn eine Katze an mangelndem Appetit leidet. Auch sorgt die Fütterung fester Mahlzeiten dafür, dass der Katze die Freude am Fressen nicht verloren geht, wie es der Fall ist, wenn ständig Futter zur Verfügung steht. Die Katzen entwickeln außerdem eine verstärkte Bindung zum Dosenöffner und durch die Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten ist eine Regulierung des Ph-Werts im Urin problemlos möglich.

Bei der Fütterung fester Mahlzeiten solltet ihr darauf achten, dass ihr euren Katzen mindestens drei Mahlzeiten täglich zur Verfügung stellt. Bei Jungtieren, trächtigen und säugenden sowie geschwächten Katzen sollten es vier oder mehr sein. Im Normalfall lassen sich drei Mahlzeiten immer in den Tagesablauf integrieren. Falls nicht leisten Futterautomaten mit Zeitschaltuhr* gute Dienste.

Nachteilig ist, dass es sein kann, dass die Katzen erbrechen, wenn sie auf einmal eine größere Menge Futter aufnehmen. Hier kann man jedoch vorbeugen, indem man die Rationen auf Raten gibt.

Ad libitum-Fütterung

Steht Futter den ganzen Tag zur Verfügung, ist das für den Besitzer grundsätzlich bequemer und kommt gewissermaßen auch den natürlichen Ernährungsgewohnheiten der Katze entgegen, die ja über Tag und Nacht verteilt viele kleine Mahlzeiten aufnimmt. Allerdings ist eine ad libitum-Fütterung im Endeffekt fast nur mit Trockenfutter möglich, da Feucht- oder Rohfutter gerade bei heißen Temperaturen schnell verdirbt oder austrocknet. Trockenfutter ist jedoch für die Gesundheit der Katze nicht wirklich zuträglich. Generell kann auch eine ad libitum-Fütterung mit Feuchtfutter oder B.A.R.F. funktionieren (bei Häppchenfressern bleibt zwangsläufig etwas stehen), jedoch sollte man hier darauf achten, dass das Futter gerade im Sommer relativ kühl (nicht kalt) bereitgestellt wird und Fliegen etc. keinen Zugang zum Futter bekommen.

Dazu kommt, dass gerade Wohnungskatzen häufig aus Langeweile fressen und während des Tages nicht so viel Kalorien verbrennen, wie eine wildlebende Katze, die ihre Beute erst einmal fangen muss. Übergewicht ist häufig die Folge. Durch das fehlende Futterritual verlieren die Katzen den Spaß an der „Raubtierfütterung“ und auch die Bindung an den Besitzer ist entsprechend häufig geringer. Andere Katzen können durch das ständig bereitgestellte Futter angelockt werden.

Dazu kommt, dass es gerade im Mehrkatzenhaushalt bei ad libitum-Fütterung häufig erst spät auffällt, wenn eine Katze krank ist und die Futteraufnahme verringert oder ganz einstellt. Auch kann nicht überwacht werden, wie viel die einzelne Katze im Haushalt zu sich nimmt.

Dazu kommt, dass Katzen, die ständig (Trocken-)Futter zur Verfügung haben, häufiger an Harnwegs- und Nierenerkrankungen leiden, da eine Regulierung des PH-Werts im Urin oft nicht möglich ist. Dieser steigt nach der Fütterung an, reguliert sich aber nach einiger Zeit wieder auf ein normales Maß. Frisst die Katze mehr oder weniger ständig und nimmt dazu noch zu wenig Flüssigkeit auf, wie das bei reiner Trockenfutterernährung zu erwarten ist, reguliert sich der PH-Wert nicht und Harnsteine etc. sind die Folge.

Kombination aus festen Mahlzeiten und ad libitum-Fütterung

In vielen Fällen ist es so, dass die Katzen morgens und abends ihr Schälchen Nassfutter erhalten und dazu ganztägig Trockenfutter zur freien Verfügung stehen haben.

Hier greifen im Endeffekt ebenso die gleichen Vor- und Nachteile. Dazu kommt jedoch, dass die kombiniert ernährten Katzen häufig das Nassfutter verweigern und über kurz oder lang zu reinen Trockenfutterkatzen werden. Auch mäkeln kombiniert ernährte Katzen häufiger beim Nassfutter, da ja als Alternative bei Hunger immer noch das Trockenfutter zur Verfügung steht.

Fazit: Grundsätzlich bietet die Fütterung fester Mahlzeiten mit hochwertigen Nassfutter oder B.A.R.F. für die Katze die meisten Vorteile, jedoch sollte man darauf achten, dass bei erwachsenen Tieren mindestens drei, bei Kitten, trächtigen und säugenden sowie geschwächten Tieren mindestens vier Mahlzeiten gegeben werden.

Wie werden eure Katzen gefüttert?

(Bild: (c) Tanja Ritter / pixelio.de )

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