Ernährung

Katzenernährung: Ei für Katzen

Was gibt es zur Eierschale für Katzen zu sagen?

Eierschale besteht zum größten Teil aus Calciumcarbonat (ca. 95 % Kalk) und Proteinfasern (ca. 5 %). Außerdem sind geringe Mengen Magnesiumcarbonat und Phosphate enthalten. Über 10.000 Porenkanälchen in der etwa 0,2 bis 0,4 mm dicken Schale sorgen dafür, dass ein Gasaustausch zwischen Ei-Innerem und Außenwelt stattfinden kann. Wie fest die Schale ist, hängt vom Futter und vom Alter des Huhns ab. Die Schale brauner Eier ist meistens etwas fester, als die von weißen.

Welche Farbe die Eierschale besitzt, ist genetisch bedingt und hat grundsätzlich nichts mit der Farbe des Huhns zu tun. Bei Hühnern mit weißen Ohrscheiben sind die Eier meist weiß, bei solchen mit roten Ohrscheiben braun. Bei Mischlingshühnern dürft ihr euch überraschen lassen. Qualitative Unterschiede gibt es nicht.1 Außen befindet sich eine dünne, durchsichtige Schleimhaut, die Kutikula, die dafür sorgt, dass keine Bakterien ins Ei eindringen können. Wäscht man die Eier, entfernt man auch diese wichtige Schutzschicht.

Eierschale ist ein beliebter und günstiger Kalziumzusatz in der Rohfütterung. Innen befindet sich ein feines Häutchen. Dieses enthält Chondroitin, natürliche Glucosamine und Kollagen (gut für die Gelenke) und kann zusammen mit der Schale gegeben werden. Zur Gabe als Supplement wird die Schale fein gemörsert, um die Aufnahme zu verbessern. Will man die Eierschale länger lagern, empfiehlt es sich, das Häutchen zu entfernen (erleichtert auch das Mörsern). Den Teil mit dem Eierstempel kann man ebenfalls entfernen, wenn man das möchte.

Wo beziehe ich meine Eier?

Die Eierproduktion ist leider häufig mit viel Tierleid verbunden und auch Bioeier müssen nicht zwangsläufig aus tiergerechter Haltung stammen (wenn auch aus besserer, als Eier aus Boden- oder gar Käfighaltung), gerade wenn es um größere Betriebe geht.

Einen Überblick über die Herkunft eurer Eier gibt der Eierstempel. Die erste Ziffer bezeichnet die Haltungsform der Tiere.

0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung

Danach folgt das Buchstabenkürzel für das Herkunftsland, also zum Beispiel DE für Deutschland, AT für Österreich oder DK für Dänemark. Außerdem findet ihr eine individuelle Nummer, die Aufschluss über die jeweilige Produktionsstätte gibt.

Über die Seite Was steht auf dem Ei (gibt es auch als App) könnt ihr herausfinden, woher eure Eier stammen. Selbstredend, dass nur Eier mit den Ziffern 0 und 1 in euren Einkaufswagen wandern sollten. Noch besser ist es natürlich, wenn ihr euch direkt davon überzeugen könnt, wie die Hühner leben, die eure Eier liefern. Durch Direktverkauf ab Hof zum Beispiel.

Verschiedene Größen

Bei Eiern unterscheidet man verschiedene Gewichtsklassen, etwa 80 bis 90 % der in der EU verkauften Eier liegen in den Klassen M oder L. Eier der Gewichtsklasse XL wiegen 73 Gramm und mehr, L-Eier kommen auf 63 bis 73 Gramm, während mittlere Eier (M) zwischen 53 und 63 Gramm wiegen. Als kleine Eier (S) bezeichnet man Produkte mit einem Gewicht unter 53 Gramm.

Güteklassen

Man unterscheidet die Güteklassen A und B. Verkauft werden in der EU nur Eier der Güteklasse A. Eier der Güteklasse B kommen nur in der Industrie zum Einsatz. Um in den Handel zu kommen, müssen Schale und Oberhaut des Eis unverletzt, normal und sauber sein. Die Eier dürfen nicht gewaschen oder gereinigt worden sein (anders in den USA, dort werden die Eier gewaschen und desinfiziert). Dotter und Eiklar müssen frei von fremden Ein- und Auflagerungen sein, das Eiklar eine gallertartige Konsistenz aufweisen. Ist das Eiweiß trüb, muss das nicht unbedingt negativ sein. Bei ganz frischen Eiern sorgt häufig enthaltenes Kohlendioxid für die Trübung, was aber unbedenklich ist.

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  1. https://ps.fass.org/content/89/3/582 []