Nahrungsergänzung: Colostrum für Katzen

Nahrungsergänzung

Colostrum für Katzen

Ganzheitlich arbeitende Tierärzte, Tierheilpraktiker und Katzenhalter berichten beim Einsatz von Colostrum bei Katzen immer wieder von positiven Ergebnissen.  Die Verwendung wird bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen empfohlen. Doch was ist Kolostrum eigentlich? Bei welchen gesundheitlichen Problemen kann es eingesetzt werden und kann die Gabe vielleicht sogar schädlich sein?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns in diesem Artikel.

Colostrum in Kapseln

© Kristina / stock.adobe.com

Was ist Colostrum eigentlich?

Unter Colostrum versteht man die Flüssigkeit, die von Säugetieren in den ersten ein, zwei Tagen nach der Geburt produziert wird. Diese Flüssigkeit enthält neben Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen auch eine Vielzahl an Antikörpern gegen diverse Krankheitserreger sowie Wachstumsfaktoren, die junge Tiere und Menschen in den ersten Tagen nach der Geburt über den Darm aufnehmen können. Diese Fähigkeit geht nach dieser Zeit verloren. Nichtsdestotrotz scheint Kolostrum bei Katzen durch seine wertvollen Bestandteile auch zu einem späteren Zeitpunkt noch eine positive Wirkung zu haben.

Besonders erwähnenswert sind unter den Inhaltsstoffen die Immunglobuline, antimikrobielle Peptide wie Lactoferrin und die Lactoperoxidase sowie andere bioaktive Moleküle, wie die Wachstumsfaktoren IGF-1 und IGF-2, der epidermale Wachstumsfaktor (EGF), die transformierenden Wachstumsfaktoren A und B (TGF A und B), das Wachstumshormon (GH), der Fibroblasten-Wachstumsfaktor (FGF) und der Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGH).

Was ist Lactoferrin?

Lactoferrin ist ein Protein, das in Säugetieren vorkommt und sowohl antivirale als auch antimikrobielle Eigenschaften besitzt. Zudem fördert es das Wachstum von Lymphozyten, beeinflusst die Zellteilung und stimuliert das Zellwachstum.

Lactoferrin ist in vielen Körperflüssigkeiten wie Speichel, Tränen, Nasen- und Bronchialsekret enthalten und kommt auch in den weißen Blutkörperchen vor. Und es ist in hohem Maße in Colostrum zu finden. Insbesondere zu Lactoferrin gibt es beim Menschen viele erfolgsversprechende Studien und es wird zum Beispiel in Babynahrung oder auch in Produkten für Sportler eingesetzt.

Welche positiven Wirkungen werden Colostrum bei Katzen nachgesagt?

Colostrum wird aufgrund positiver Berichte als mögliche alternative Therapie bei verschiedenen Erkrankungen der Katze empfohlen. Zudem soll es Stimmung und Wohlbefinden verbessern und den Alterungsprozess verlangsamen können.

Colostrum für Katzen mit Messlöffel

Colostrum wird einfach ins Futter der Katze gegeben.

Hinsichtlich der Verwendung bei Erkrankungen werden in der Literatur u. a. folgende mögliche Einsatzgebiete genannt.

Haut und Fell

Colostrum soll äußerlich angewendet die Heilung von Insektenstichen, Wunden, Abszessen, Zysten, Warzen und Operationswunden beschleunigen und außerdem das Fellkleid verbessern.

Magen-Darm-Trakt

Colostrum zeigte bei Katzen positive Auswirkungen auf den Verdauungstrakt und wird als alternative Therapieoption bei Katzen mit IBD erwogen, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht anschlagen. Hier konnten positive Effekte bei Symptomen wie Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung beobachtet werden. Man vermutet, dass die Wachstumsfaktoren im Colostrum positive Auswirkungen auf die Darmschleimhaut besitzen und dass durch die im Colostrum enthaltenen Immunglobuline, Lactoferrin und andere Stoffe ein Schutz gegen Giftstoffe und krankmachende Keime bereitgestellt wird.

Kolostrum soll bei Katzen außerdem in Fällen von Colitis und Futterunverträglichkeiten hilfreich sein. Zudem verbessert es möglicherweise die Aufnahme von Nährstoffen und besitzt präbiotische Wirkung. Durch die enthaltenen Nukleotide ist außerdem nicht nur ein positiver Effekt auf den Verdauungstrakt an sich, sondern auch auf die Leber möglich.

Immunsystem / Bekämpfung von Krankheitserregern

Bei Katzen und anderen Tieren soll Kolostrum zudem die Widerstandsfähigkeit erhöhen und gegen Bakterien, Viren und Pilze wirksam sein. In Kulturen wurde zum Beispiel eine antivirale Aktivität von Lactoferrin bei Katzenschnupfen (sowohl Herpes- als auch Caliciviren) nachgewiesen. ((McCann, KB, et al. “The effect of bovine lactoferrin on the ability of feline calicivirus to infect cell culture”. Journal of Applied Microbiology, 2003; 95(5): 1026 -1033.)) ((Tanaka T, et al. “Antiviral activity of lactoferrin against canine herpesvirus”. Antiviral Research, 2003; 60(3): 193-199.)) ((Satyara E, et al. “Supplementation of diets with bovine colostrum influences immune function in dogs”. British Journal of Nutrition, 2003; 110:2216-2221.))

Ob Colostrum das Immunsystem wirklich stärken kann oder nur direkt Krankheitserreger bekämpft, ist unklar. Katzenkinder, die mit der Flasche aufgezogen werden müssen und kein mütterliches Colostrum erhalten haben, können von der Gabe von Colostrum ebenfalls profitieren.

Maulhöhle

Bei Katzen wurde nach der Gabe von Colostrum eine positive Wirkung bei Zahnfleischentzündung (Gingivitis) festgestellt. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Lactoferrin bei Katzen mit Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) als Begleiterscheinung einer FIV-Infektion zu einer Besserung beitragen kann. Man nimmt an, dass dies daran liegt, dass Lactoferrin zum einen das Bakterienwachstum mindert und zum anderen das Immunsystem über die Gaumenmandeln stimuliert.

Bewegungsapparat

Kolostrum kann bei Katzen unterstützend bei altersbedingten Problemen des Bewegungsapparats eingesetzt werden und besitzt möglicherweise positive Effekte bei infektiöser Osteoarthritis, rheumathoider Arthritis und anderen Autoimmunkrankheiten.

Nervensystem

Die Wachstumsfaktoren in Colostrum sollen das Zell- und Gewebewachstum fördern, indem sie die DNA- und RNA-Bildung stimulieren und auch bei der Reparatur und dem Ersatz von Zellstrukturen helfen. So wäre der Einsatz von Kolostrum auch bei Katzen mit Schäden am Nervensystem denkbar.

Wirkt Colostrum denn bei Katzen auch?

Wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, hat sicherlich festgestellt, dass ich in der Auflistung sehr häufig Wörter wie „soll“ und „möglicherweise“ verwendet habe. Das Problem bei Colostrum ist, dass es zwar seit vielen, vielen Jahren bei verschiedenen Erkrankungen bei Katzen eingesetzt wird und Besitzer auch häufig von Erfolgen berichten, es aber nur wenige kontrollierte Studien gibt. Zudem sind die Studienergebnisse widersprüchlich, was die jeweilige Wirkung angeht.

Teilweise wird zudem bezweifelt, dass Colostrum von anderen Tierarten (meist Rind in kommerziellen Produkten) bei Katzen wirklich von Nutzen sein kann, da sich Erregerarten und/oder Serotypen, also Unterarten von Viren und Bakterien, zwischen Tierarten unterscheiden. Allerdings besitzen die meisten Inhaltsstoffe im Colostrum die Fähigkeit zur Kreuzreaktion bei anderen Arten, also im Endeffekt auch bei Katzen.

Dazu kommt, dass die Tiere meist nur begleitend mit Colostrum behandelt werden/wurden. Das macht es schwierig, zu beurteilen, ob die erzielte Wirkung wirklich dem Kolostrum zuzuschreiben ist.

Was es gibt, sind recht umfangreiche Laboruntersuchungen zu den möglichen Vorteilen von Colostrum und Lactoferrin zur Behandlung und Vorbeugung von Infektionen und entzündlichen Darmerkrankungen beim Menschen.

In Kürze: Es gibt Hinweise auf eine positive Wirkung, aber die Wirkung konnte bei der Katze bisher nicht eindeutig bewiesen werden.

Unser Praxistest

cdVet Felitatz ImmunkraftZur Behandlung von Katzenschnupfen setzten wir begleitend zur allgemeinen tierärztlichen Behandlung auch schon Colostrum ergänzend als Nahrungsergänzung ein, da dies (bzw. das enthaltene Lactoferrin) auch bei Herpes- und Caliciviren hilfreich sein kann.

Als Produkt hatte ich mich hier für das cdVet FeliTATZ® ImmunKraft entschieden. Ein Pulver, das zu 100% aus gefriergetrocknetem Rindercolostrum besteht. Bestellt hatte ich das Produkt in der Shop-Apotheke*, die Kaufabwicklung verlief absolut problemlos.

Das cdVet FeliTATZ® ImmunKraft* kann mit dem beiliegenden Messlöffel einfach unter das Futter gemischt werden und wurde hervorragend akzeptiert und vertragen. Für die Menschennase ist der Geruch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Zur erhofften Wirkung: Der Gesundheitszustand der Katzen besserte sich. Allerdings ist es schwierig zu beurteilen, ob und in welchem Ausmaß das Colostrum seinen Anteil daran hatte, da die Katzen natürlich parallel auch tierärztlich behandelt wurden.

Kann die Gabe von Kolostrum meiner Katze schaden?

Die verfügbaren Daten und die Berichte von Haltern, die Colostrum bei Katzen eingesetzt haben, weisen darauf hin, dass sowohl Colostrum als auch Lactoferrin für Katzen im Allgemeinen sicher und gut verträglich sind und keine nennenswerten Nebenwirkungen zu erwarten sind. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die Gabe von Kolostrum schädlich ist. Allerdings kann es theoretisch zu Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber Milcheiweiß und Milchzucker kommen.

Es spricht daher erst einmal nichts dagegen, Colostrum bei den eigenen Tieren zu verwenden. Jedoch ist es – auch wenn das Produkt nicht verschreibungspflichtig ist – immer gerade bei kranken Katzen zu empfehlen, die Gabe im Vorfeld mit dem behandelnden Tierarzt abzusprechen.

Was sollte man beim Kauf von Colostrum für Katzen beachten?

Bei im Handel erhältlichem Colostrum handelt es sich meist um Rinderkolostrum, da bei Kühen relativ hohe Überschussmengen erzielt werden. So steht auch für das Kalb noch ausreichend Erstmilch oder Biestmilch zur Verfügung. Man kann aber auch Ziegencolostrum für die Katze problemlos online erwerben.

Colostrum wird für Katzen einfach unter das Futter gemischt

Bei der Wahl des Produkts solltest du auf gute Qualität achten.

Grundsätzlich gibt es bei Colostrum deutliche Qualitätsunterschiede. Diese sind unter anderem abhängig davon wie die Tiere gemolken werden, wie sie ernährt werden, wie sie leben und welche Medikamente zum Einsatz kommen.

Im Idealfall stammt das Colostrum für die Katzen von Kühen aus Weidefütterung. Zudem sollte es eine Quelle sein, die auf den Einsatz von Hormonen, Pestiziden und soweit möglich Medikamenten (Antibiotika) verzichtet. Denn diese reichern sich möglicherweise im Kolostrum an.

Auch das Trocknungsverfahren spielt bei der Qualität des Produkts eine Rolle. Die Trocknung sollte im Kaltherstellungsverfahren (Gefriertrocknung) erfolgt sein, damit die Inhaltsstoffe im höchstmöglichen Maß erhalten bleiben.

* bezahlte Links

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Katzengras im Haustiger-Test: Miau-Katzengras

Produkttest

Katzengras im Haustiger-Test: Miau-Katzengras

Katzengras ist bzw. war hier immer so eine Sache. Entweder wurde es regelrecht abgeweidet, als hätte man hier kleine pelzige Kühe sitzen oder es wurde verschmäht, ausgegraben, umgeworfen und was man sich noch so alles vorstellen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass es – wenn man mit dem schwarzen, statt dem grünen Daumen gesegnet ist – schon fast ein Wunder ist, wenn nach dem Ausäen überhaupt mal Gras zum Vorschein kommt. Das war also auch nicht wirklich eine Alternative.

Von Miau-Katzengras hatten wir schon letztes Jahr gehört, fanden das so auf dem ersten Blick ganz interessant, haben uns dann aber nicht mehr weiter damit beschäftigt. Vor ein paar Wochen sprang es uns dann wieder an und wir haben am 10.05.2016 einfach mal ganz regulär bestellt und möchten euch nun erzählen, wie unser Test bisher so verlaufen ist.

Das sagt der Verkäufer

und liefert weitere Informationen auf seiner Website.

Das sagt die Haustiger-Redaktion

Die Lieferung

Wir haben am 10.05. gegen Mittag bestellt, am 11.05. kam die Versandnachricht und am 12.05. war das Gras bei uns zu Hause. Da gibt es absolut nichts zu meckern. Geliefert wurde es in dem stabilen Pappkarton, den ihr auch im Video sehen könnt. Der Preis liegt derzeit bei 15,95 €. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei.

Der erste Eindruck von Miau-Katzengras

Wie empfohlen haben wir das Gras aus dem Karton befreit und samt Plastikschale erst einmal fern von den Haustiger-Miezen aufgestellt. Man könnte es auch gut im Unterteil des Kartons stehen lassen, um mehr Standfestigkeit zu haben, aber dieser Geistesblitz kam uns erst, als der Karton schon entsorgt war. :-) Alternativ könnte man bei Miau-Katzengras auch ein passendes Holztablett erwerben.

Als wir das Gras in Augenschein nahmen, fielen uns kleine Schönheitsfehler auf, was natürlich schade ist, uns aber die Möglichkeit gab, den Kunden-Support von Miau-Katzengras zu testen. Diesen haben wir per Facebook-Nachricht angeschrieben, bekamen auch schnell eine ausführliche Mail mit Tipps zum weiteren Vorgehen. Diese haben wir befolgt und die von uns bemängelten Schönheitsfehler waren auch tatsächlich im angekündigten Zeitraum verschwunden. Und so konnte das Gras gespannt den Haustiger-Miezen präsentiert werden. :-)

Akzeptanz bei den Haustiger-Damen

Nach anfänglicher Skepsis (was ist das? da kann man sich wirklich drauflegen?) wurde das Katzengras hier sehr gut angenommen. Es wird als Liegefläche und zum gelegentlichen Knabbern benutzt, aber jetzt nicht wie wild abgeweidet, was ja auch nicht Sinn der Sache ist. Aber seht einfach selbst:

Katzengras kaufen

Gutes Katzengras

Katzengras fressen

Miau-Katzengras

Katzengras mit Katze

Katzengras mit Katze

Qualität und Haltbarkeit von Miau-Katzengras

Es handelt sich um angenehm weiches Gras, das unserer Ansicht nach auf jeden Fall katzentauglich ist (ist ja leider nicht bei allem der Fall, was so als Katzengras verkauft wird). Jetzt nach fast 4 Wochen ist es immer noch schön grün und auch gut gewachsen, was die Knabberfreude für die Katzen erhöht. Auch das Plattdrücken, wenn Katze ein Nickerchen darauf hält, überstand es bisher unbeschadet und stand bis jetzt jedes Mal wieder auf. Gefüttert wird es jeden 2. Tag mit einer Kindergießkanne Wasser.

Gras nach 4 Wochen mit Gießkanne

Gras nach 4 Wochen mit Gießkanne

Es verzeiht auch, wenn man das Gießen einmal vergisst, aber sollte man natürlich nicht zu häufig machen, sonst hat man Heu. :-)  Fluten sollte man es natürlich auch nicht. Der Hersteller empfiehlt das Befeuchten per Sprühflasche, wir kommen hier mit der kleinen Gießkanne gut zurecht. Je nach Standort können die Intervalle unterschiedlich sein, wir haben es hier halbschattig am Fenster stehen.

Die „Hauswiese“ ist relativ schwer und dadurch auch standfest. Bisher ist sie auch bei schwungvoller Landung noch nicht einmal abgestürzt und das will in einem „Emma-Haushalt“ schon etwas heißen.

Fazit

Wir können Miau-Katzengras uneingeschränkt empfehlen.

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Nahrungsergänzung im Haustiger-Test: Multi-Vitamin Paste von Gimpet

Ernährung

Nahrungsergänzung im Haustiger-Test: Multi-Vitamin Paste von Gimpet

Bereits vor einigen Wochen wurden wir angeschrieben und gefragt, ob wir nicht die Gimcat-Funktionspasten testen möchten. Davon gibt es verschiedene, die sich auf den ersten Blick durchaus beeindruckend anhören. Von L-Carnitin und Präbiotika über Taurin und Multivitamin bis hin zur Beauty-Paste ist da einiges dabei. Wir haben zum Testen die Multi-Vitamin-Paste bekommen, die wir uns auch ein wenig genauer angesehen haben. Pasten stehen bei uns normalerweise überhaupt nicht auf dem Speiseplan, weil die Dosi die nicht wirklich toll findet.

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Damit wird geworben

Mit 12 lebenswichtigen Vitaminen sollen die natürlichen, körpereigenen Abwehrkräfte und das Wohlbefinden der Katze gesteigert werden. Wertvolle Aufbau- und Ballaststoffe sollen die Entwicklung fördern und für schöne Haut und schönes Fell sorgen. Besonders empfehlenswert sei das Ergänzungsfuttermittel ohne Zuckerzusatz für Zucht- und Ausstellungskatzen.

Zusammensetzung und Fütterungsempfehlung

Die Zusammensetzung der Paste besteht aus pflanzlichen Nebenerzeugnissen, Ölen und Fetten sowie Hefen. Außerdem sind besagte 12 Vitamine sowie Taurin zugesetzt. So auf den ersten Blick also kaum etwas, das wir in der Ernährung eines Fleischfressers suchen würden und auch eine Deklaration, die viele Fragen offen und uns doch schon sehr skeptisch werden lässt. Fütterungsempfehlung ist ein Streifen mit einer Länge von 5 Zentimetern am Tag, also umgerechnet etwa 2,5 Gramm. Eine Tube dürfte also etwa 40 Tage ausreichen. Außerdem ist auf der Verpackung noch klein erwähnt, dass die Fütterungsmenge 10 % der Tagesration nicht überschreiten darf, da der Anteil an Vitamin D3 höher wäre, als in Alleinfuttermitteln.

Menge der enthaltenen Vitamine

Wir unterscheiden bei den Vitaminen fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Speziell Vitamin A und Vitamin D3 können bei zu hoher Gabe über einen längeren Zeitraum schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. An Vitamin A hätten wir bei 100.000 IE auf 1000 g Paste und einer angenommenen Verteilung auf 40 Tage eine zusätzliche Menge von 250 IE in der Nahrung, bei Vitamin D3 wären es 25 IE. Wenn wir diese Zahlen nun mit den Bedarfswerten nach NRC, FEDIAF und AAFCO für eine normalgewichtige Katze mit 5 kg vergleichen, sehen wir, dass wir allein mit der angegebenen Pastenmenge den Mindesttagesbedarf unserer Katzen an diesen beiden Vitaminen erreichen können.

Wir können aber davon ausgehen, dass dieser in einem Alleinfuttermittel erfüllt ist und eine zusätzliche Gabe von Vitaminpräparaten nicht notwendig ist. Jedoch handelt es sich bei den Bedarfswerte genannter Institutionen um Mindestwerte und es gibt einen gewissen Toleranzbereich (bei Vitamin A einen recht großen), bis toxische Mengen erreicht werden.

Es lohnt sich aber in jedem Fall, wenn man diese Paste trotz der zweifelhaften Zusammensetzung geben möchte, die Inhaltsstoffe des gereichten Futters unter die Lupe zu nehmen. Mehr als die angegebene Fütterungsempfehlung (5 cm) würden wir nicht geben.

Konsistenz

Wie zu vermuten war, eine Paste, die relativ leicht aus der Tube kommt, weshalb man für die Dosierung vielleicht ein wenig Gefühl brauchen könnte.

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Akzeptanz

Akzeptanz ist toll, da gibt es gar nichts.

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Fazit

Wie auch alle anderen Pasten, die uns bisher so untergekommen sind, wird es auch die Multi-Vitamin-Paste von Gimpet nicht in unser Einkaufskörbchen schaffen. Wofür sich Paste unserer Meinung nach ganz gut eignet, ist, als vorübergehende „Bestechungsmaßnahme“ zum Unterschmuggeln von Medikamenten oder auch zur Futterumstellung. Wichtig ist, dass man nicht vergisst, dass eben auch fettlösliche Vitamine enthalten sind, bei denen ein Zuviel schädlich sein kann und man deshalb - wenn man ein solches Produkt geben möchte - bei der Dosierung ein wenig Vorsicht walten lässt.

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Vorsicht bei Leckerlis aus getrockneter Leber!

Ernährung

Vorsicht bei Leckerlis aus getrockneter Leber!

© Bild: Jasper / The3Cats

© Bild: Jasper / The3Cats

Gefriergetrocknetes Fleisch ist einer der Geheimtipps unter Katzenliebhabern und wird von zahlreichen Katzen geliebt. Angeboten wird es in unterschiedlichen Sorten, darunter auch Hühnerleber. Außerdem werden im Fachhandel Produkte aus getrockneter Leber oder Leberpulver verkauft, die als Leckerei, als Appetitanreger über die Mahlzeiten oder als B.A.R.F.-Zusatz gegeben werden können.

Nun ist Leber jedoch auch ein beliebtes Supplement, um Vitamin A (und andere tolle Sachen) ans selbst zubereitete Katzenfutter zu bringen. Außerdem wissen wir, dass Vitamin A zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, bei denen man eine Überversorgung nach Möglichkeit vermeiden sollte, um keine Hypervitaminose heraufzubeschwören. Bei einer Überversorgung mit Vitamin A kann es beispielsweise zu Skelettmissbildungen kommen.

Fertigfuttermittel (Alleinfutter) für Katzen und auch unsere selbst zubereiteten Rohfleischmahlzeiten sind in der Regel so zusammengestellt, dass die Samtpfoten ausreichend Vitamin A erhalten. Ein Zuviel ist auf Dauer schädlich. Was ist also von Trockenleberprodukten als Leckerli zu halten? Unbedenklich, weil sowieso alle Vitamine verlorengehen oder doch potenziell schädlich? Sehen wir uns das einmal genauer an.

Gefriergetrocknete Leber

Bei der Gefriertrocknung oder auch Sublimationstrocknung wird das gefrorene Produkt getrocknet, indem die Feuchte daraus im Vakuum direkt vom festen in den dampfförmigen Zustand übergeht und so entzogen wird. Naturprodukte werden so ohne Konservierungsstoffe haltbar. Die Trocknungsart an sich ist grundsätzlich nicht neu, sondern wurde bereits vor etwa 1000 Jahren in der Mongolei eingesetzt und war auch bei den Inkas in Peru bekannt.

Bei der Gefriertrocknung kann ein sehr niedriger Feuchtigkeitsgehalt von 1 bis 4 Prozent erreicht werden. Da die Moleküle im Gegensatz zu herkömmlichen Trocknungsverfahren nicht durch die Hitze belastet werden, bleiben Form, Struktur und Farbe, aber auch Vitamine, Aminosäuren, Geschmack und Aromen weitgehend erhalten. ((https://www.freezies.de/gefriertrocknung.htm)) Sie ist grundsätzlich teurer als andere Trocknungsverfahren, wobei die Produktqualität durch die Einfrier- und Trocknungsgeschwindigkeit beeinflusst wird.

Wir haben also ein Leckerli, das von der Zusammensetzung (von der fehlenden Feuchtigkeit abgesehen) dem Original noch sehr ähnlich ist und noch einen Großteil der Vitamine enthält, die im Ursprungsprodukt enthalten waren. Mengenmäßig entspricht Gefriergetrocknetes etwa einem Viertel der Ausgangsmasse, d. h. 25 g gefriergetrocknete Hühnerleber entsprechen etwa 100 g frischer Hühnerleber. Gleiches gilt für gefriergetrocknetes Leberpulver.

Ein Stück gefriergetrocknete Leber eines beliebten Anbieters wiegt etwa 94 mg (Mittelwert). Nehmen wir das mal vier, liegen wir bei 376 mg frischer Leber für ein gefriergetrocknetes Stück. Als Leckerli werden drei bis vier Stücke bis zu zweimal am Tag empfohlen, macht 2256 bis 3008 mg frische Leber bei sechs bis acht Stückchen. (Bei manchen Produkten ist eine Fütterungsempfehlung angegeben, bei manchen nicht, bis hin zu der Empfehlung, dass so viele Leckerlis gegeben werden könnten, wie man möchte).

100 Gramm Hähnchenleber enthalten laut Datenbank 3290 µg (Mikrogramm) Vitamin A ((https://ndb.nal.usda.gov/ndb/foods/show/800?fg=&man=&lfacet=&count=&max=&qlookup=&offset=&sort=&format=Full&_action_show=Apply+Changes&Qv=1&Q1941=0.07)) . Da die Bedarfswerte für Katzen meist in IE (internationale Einheiten) angegeben sind, rechnen wir das um.

Bei Vitamin A wird mit folgender Formel gerechnet:

1 µg = 3,33 IE
3290 µg = 10.956 IE

100 Gramm frische Hähnchenleber enthalten also etwa 10.956 IE. Da bei der Gefriertrocknung wohl ein kleiner Anteil Vitamine (etwa 10 %) ((https://elib.tiho-hannover.de/dissertations/stahlt_ws05.pdf)) verlorengeht, wären wir bei 9860.4 IE für 25 g gefriergetrocknete Leber.

Der Tagesbedarf einer „normalen“ Vier-Kilo-Katze liegt je nach Quelle bei:

2400 IE (Meyer)
400 IE (Horzinek)
300 IE (Strombeck)
400 IE (Uni Zürich)

Das heißt, wir können theoretisch allein mit 25 Gramm gefriergetrockneter Leber den Vitamin A-Bedarf über fast 25 Tage decken, wenn wir mit 400 IE rechnen.

Nehmen wir jetzt den Wert aus der Fütterungsempfehlung unserer Leckerei von oben pro Tag, wären 2,3 - 3 g (2256 bis 3008 mg) Leber von 100 g etwa 2,3 - 3 %. Wieder umgerechnet auf IE sind das 251,9 - 328,7 IE. Ziehen wir die 10 % Verlust wieder ab, sind wir bei ca. 226,8 - 295,8 IE.

Wenn ihr nun jeden Tag Leckerlis mit gefriergetrockneter Leber gemäß der Empfehlung füttert, seid ihr damit allein schon fast beim Tagesbedarf.

Durch Erhitzen getrocknete Leber (Dörren und Co.)

Beim Trocknen unter Hitzeeinwirkung (im Dörrautomat z. B.) kommt es unter anderem auf die Temperatur an, wie viele Vitamine verloren gehen. Genaue Zahlen sind bisher nicht aufzufinden, die „Food and Drug Administration“ spricht von 40 % Verlust an Vitamin A bei Fleisch, das für 5 Minuten bei 200 Grad Celsius frittiert wurde ((https://www.fda.gov/ohrms/dockets/98fr/04-11502.html)). Bei 50 Grad sollen die Vitamine weitgehend erhalten bleiben. Trockenprodukte aus dem Fachhandel werden zum Schutz vor Salmonellen und Co. immer bei höheren Temperaturen (jenseits der 50-Grad-Marke) getrocknet.

Allerdings solltet ihr auch hier nicht vergessen, dass die Produkte konzentriert sind, d. h. 100 g Trockenleber entsprechen je nach Trocknungsart etwa 300 - 500 g frischer Leber.

300 g frische Leber enthalten 32868 IE Vitamin A
500 g frische Leber enthalten 54780 IE Vitamin A

Bei einem maximalen Verlust von 40 Prozent Vitamin A wären:

60 Prozent von 32868 IE noch 19720,8 IE,
60 Prozent von 54780 IE noch 32868 IE.

100 g Trockenleber enthalten also bei einem angenommenen Verlust von 40 % noch etwa 19720,8 - 32868 IE Vitamin A.

Gehen wir nun von 1 g Trockenleber am Tag aus wären wir schon bei 197,21 bis 328,68 zusätzlichem Vitamin A aufwärts pro Tag. Auch eine Zahl, mit der man locker schon fast den Vitamin-A-Tagesbedarf einer Katze decken könnte, der durch das normale Futter ohnehin schon abgedeckt ist.

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Warum Katzen Milch nicht immer gut bekommt…

Ernährung

Warum Katzen Milch nicht immer gut bekommt...

Die Katze und das Schälchen Milch scheint so untrennbar miteinander verbunden wie die Katze und das Wollknäul. Beides ist für Katzen nur bedingt geeignet. Dennoch möchten viele Menschen ihrer Katze die Milch nicht verwehren, da sie den Katzen meist sehr gut mundet. Hierbei sollte man jedoch nicht vergessen, dass erwachsene Katzen auf die Gabe häufig mit Verdauungsstörungen wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen reagieren.

 

Warum erwachsene Katzen Milch häufig nicht vertragen...

 

Schuld daran, ist die Laktose, also der Milchzucker bzw. dessen Gegenspieler das Enzym Laktase, dessen Aktivität nach Entwöhnung der Katzenwelpen immer weiter abnimmt, bis sie bei etwa 10 % ihres maximalen Werts angekommen ist. Durch die unzureichende Laktaseaktivität ist die Katze nicht mehr in der Lage größere Mengen Milchzucker in Glukose und Galaktose zu spalten und der nicht aufgenommene Milchzucker führt wiederum zu Durchfall. Durch die Vergärung der Laktose durch die Darmbakterien kann es zudem zu Schmerzen und Blähungen bei der Katze kommen. Kleine Mengen Milch werden häufig ohne größere Probleme vertragen.

 

Welche Milch gefüttert werden kann...

 

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, bei der Fütterung der Katze (Milch ist ein Futtermittel, kein Getränk) auf laktosehaltige Milch zu verzichten. Eine gute Alternative ist laktosefreie Milch. Die im Handel erhältliche „Katzenmilch“ enthält neben der Milch häufig auch noch andere, meist ungesunde, Bestandteile. Davon abgesehen ist normale laktosefreie Milch weitaus günstiger.

 

Warum die Fütterung von Milch an Katzen eigentlich nicht natürlich ist

 

In freier Wildbahn nimmt die Katze nach Entwöhnung von der Muttermilch keine Milch mehr zu sich. Entsprechend hat Milch auf dem Speiseplan einer entwöhnten Katze eigentlich nichts zu suchen. Darüber hinaus ist die weiße Leckerei recht gehaltvoll, weshalb man bei Katzen, die ohnehin schon etwas stärker gebaut sind oder dazu neigen, eher auf Milch als Zusatzfutter verzichten sollte.

Grundsätzlich sollte Milch, wenn man sie füttern möchte, nicht täglich auf dem Speiseplan stehen, sondern wirklich eine Leckerei bleiben.

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