Katzenbücher, Rezensionen

Buchrezension: Die Katzen von Montmartre Kriminalroman

Seit ich mich fleißig im Entschleunigen übe, was mal mehr, mal weniger gut gelingt und unter anderem versuche, die Tipps zu beherzigen, die Susi in diesem Artikel so schön zusammengefasst hat (v. a. Tipp 7), komme ich tatsächlich wieder (mehr) dazu etwas anderes als Fachliteratur zu lesen, was in letzter Zeit für mich auch eher Arbeit denn Vergnügen war. Eines der Bücher, das schon länger auf meinem großen Stapel liegt, und das ich jetzt endlich mal gelesen habe, ist “Die Katzen von Montmartre” von Tessa Korber, ein Kriminalroman.

Allgemeines zum Buch

Autorin: Dr. Tessa Korber
Seitenzahl: 256
Verlag: btb Verlag (11. Oktober 2016)
Preis: 9,99 € (Taschenbuch), 8,99 € (eBook)
ISBN-10: 3442714443
ISBN-13: 978-3442714445

Das sagt der Klappentext

Ermittler auf leisen Pfoten über den Dächern von Paris

Mein Name ist Bonnard. Ich wohne auf dem Friedhof von Montmartre. Hier enden die Geschichten nicht nur, es fangen auch welche an.

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Das meint die Haustiger-Redaktion

Geschichten aus Tiersicht gut zu erzählen ist schwierig und gelingt häufig leider nicht. Im Fall von den „Katzen von Mortmartre“ wurde diese Schwierigkeit aber gut gemeistert und man erkennt an den liebevollen Beschreibungen der Katzenpersönlichkeiten schnell, dass hier jemand Katzen liebt und sich vor dem Schreiben auch mit den Tieren beschäftigt hat. So wird im Verlauf des Buches zum Beispiel erklärt, dass Katzen nichts Süßes schmecken können und was es mit dem Jacobsonschen Organ auf sich hat.

Auch das bunte Menschenvölkchen, das im Buch eine wichtige Rolle spielt, und die Gegend rund um den Pariser Nordfriedhof werden mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass man richtig Lust bekommt nach Paris zu reisen, den Cimetière de Mortmartre zu besuchen und nach dem roten Friedhofskater Bonnard oder den beiden Flegeln Pablo und Miró Ausschau zu halten, die uns sehr an die linke und die rechte Hand des Teufels aus der Haustiger-Redaktion aka Betsy und Mauri erinnern. ;-)

Die Erzähler wechseln von Kapitel zu Kapitel, was es manchmal ein wenig schwer macht, der Geschichte zu folgen und was sie teilweise auch ein wenig langatmig macht. Allerdings hat dies – neben der Tatsache, dass die Kapitel in sich recht kurz sind – den Vorteil, dass man auch gut unterbrechen und später weiterlesen kann, ohne den Faden zu verlieren.

Alles in allem ein gut erzählter Katzenkrimi, der ohne die typischen Klischees auskommt und bis zum Schluss hin Spannung, Nervenkitzel und teilweise auch Gänsehaut verspricht.

Erwerben könnt ihr den Kriminalroman z. B. über den Shop der Autorenwelt oder beim Buchhändler eures Vertrauens.


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