Alle Artikel in: Wildkatzen

Wie Jaguar und Puma die Eiszeit überlebten…

Vor etwa 10.000 Jahren verschwanden viele der Tiere, die die damalige Megafauna beherrschten, darunter Mastodons, Riesenfaultiere oder –  um zur Katze zu kommen – die eindrucksvollen Säbelzahnkatzen. Doch längst nicht alle starben aus, einige überlebten die Eiszeit. Zu diesen gehören der Jaguar, aber auch der Puma. Der Jaguar ist eine sehr alte Katzenart. Bereits vor etwa drei Millionen Jahren tauchten erste Exemplare in Eurasien auf und bevölkerten letzten Endes ein Gebiet, das vom heutigen Südengland bis nach Nebraska und Argentinien reichte. Heute ist davon nur noch ein Bruchteil übriggeblieben. Und nicht nur das Verbreitungsgebiet schrumpfte, sondern auch die Tiere selbst wurden kleiner und das um ganze 15 Prozent. Doch während andere Katzen der damaligen Zeit, wie der Amerikanische Löwe oder die schon genannten Säbelzahnkatzen, verschwanden, überlebte der Jaguar. Wie ihm das gelang, untersuchten der Biologe Matt Hayward und seine Kollegen. Sie sahen sich insbesondere die Ernährung der Katzen an. Dabei stellte sich heraus, dass der Speiseplan der großen Katzen 111 Spezies umfasst, die von Rindern über Nager bis hin zu Affen und Schildkröten reichen. Jedoch …

Speiseplan des Schneeleoparden in neuem Licht

Im kargen Lebensraum des Schneeleoparden herrscht nicht gerade ein üppiges Nahrungsangebot. Nahm man bisher an, dass sich die scheuen Großkatzen vorwiegend von kleinen Säugetieren, wie Murmeltieren, Hasen und Pfeifhasen ernähren, so gibt eine neue Studie der University of Delaware, die im Wildlife Society Bulletin veröffentlicht wurde, Grund zur Annahme, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Stattdessen scheinen es vorwiegend große Huftiere wie Steinböcke zu sein, die ein Überleben der Katzen in freier Wildbahn sichern. Die Analyse gesammelter Kotproben gilt als eine der am wenigsten invasiven Möglichkeiten, um die Ernährungsgewohnheiten von Tieren in freier Wildbahn zu untersuchen. Jedoch ist sie nicht immer die genaueste Option. Gelangen auch Proben von Nichtzielarten in die Analyse kann es passieren, dass Untersuchungsergebnisse verzerrt werden und ein falsches Bild entsteht. Wie beteiligte Forscher berichten, konzentriert man sich beim Sammeln von Kotproben vornehmlich auf morphologische Merkmale, wie Größe, Form und begleitende Hinweise auf die Zieltierart. Da sich der Kot unterschiedlicher Tierarten zum Teil ähnelt, sind Fehler möglich, die mitunter mit falsch interpretierten Bestandsschätzungen und Futterpräferenzen einhergehen. Das war hier geschehen. Die Forscher …

Mehr Schneeleoparden als bisher angenommen

Der Schneeleopard ist eine der geheimnisvollsten Großkatzen der Welt und für viele eine der schönsten. Jedoch auch lange Zeit eine der Katzen, die am wenigsten erforscht und damit verstanden wurde. Das liegt nicht zuletzt am schwer zugänglichen Lebensraum der scheuen Katzen in den großen Gebirgsregionen Asiens, aber auch an deren perfekter Tarnung und ihrem scheuen Verhalten. Erst durch Satellitentelemetrie und Kamerafallen, die den mitunter extrem niedrigen Temperaturen im Lebensraum des Schneeleoparden trotzen konnten, war es möglich, einige der Geheimnisse rund um die grauweißen Schönheiten zu enthüllen. So gaben Schneeleopardenforscher bekannt, dass die Großkatzen häufiger vorkommen als bisher angenommen. Bisherige Schätzungen gingen davon aus, dass weltweit nur etwa 3.920 bis 7.500 Exemplare in freier Wildbahn leben. Neue Schätzungen, die sich auf die „Snow Leopard Conservation Units“ (Schneeleopard-Naturschutzgebiete) konzentrieren, kommen jedoch auf 4.678 bis 8.745 Exemplare in nur diesem Bereich, der lediglich etwa 44 % des gesamten Lebensraumes des Schneeleoparden abdeckt. Der gesamte Lebensraum erstreckt sich über eine Fläche von etwa 30 Millionen Quadratkilometern. Nichtsdestotrotz sieht sich die Population nach wie vor großen Problemen gegenüber. Wilderei ist nach …

Indien: Schon jetzt mehr Tiger gewildert als 2015

Nach Aussage von Naturschützern sind die Populationszählungen „besorgniserregend“ und lassen Zweifel an den Anti-Wilderei-Bemühungen des Landes aufkommen. Indien ist die Heimat von mehr als der Hälfte der weltweiten Tigerpopulation. Bei der letzten Zählung 2014 waren es 2.226 Tiger, die dort in den Reservaten lebten. Doch bereits jetzt wurden in Indien mehr Tiger getötet als im gesamten Jahr 2015. So waren es nach Aussage der Wildlife Protection Society of India 28 der bedrohten Tiere, die bis zum 26. April gewildert worden waren. Das sind drei mehr als im Vorjahr. Um ihre Beute zu töten, greifen die Wilderer auf verschiedene Hilfsmittel zurück, darunter Gewehre und Gift, aber auch Tellereisen und Stromschläge. Tigerfleisch und -knochen werden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet und erzielen hohe Preise auf dem Markt. (Quelle: More tigers poached in India so far this year than in 2015 / TheGuardian)

Rekordzahlen beim Iberischen Luchs

Der Iberische Luchs ist eine der seltensten Katzenarten der Welt. Schon im Jahr 2002 wurde er zur am meisten gefährdeten Katzenspezies der Welt erklärt. Doch es geht aufwärts, auch wenn die Zahlen noch weit von früheren Populationen (1960 noch etwa 4000 Tiere) entfernt sind.

Toxoplasma gondii lässt Schimpansen ihre Aversion gegen Leopardenurin verlieren

Toxoplasma gondii bzw. die Toxoplasmose ist vielen in Verbindung mit dem Thema Schwangerschaft und Katzen ein Begriff. Es handelt sich dabei um einen Parasiten, genauer gesagt ein Protozoon, dessen Endwirt die Katze ist. Der Weg in die Katze erfolgt über Zwischenwirte. Das kann zum Beispiel die Maus sein, die – wenn sie von der Katze gefressen wird – dem Parasiten den Weg in seinen Endwirt ebnet.