Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gesundheit

Achtung: Diese beliebten Frühlingspflanzen sind für Katzen giftig!

Ostern, das ist Ostereiersuchen, das ist Frühling, das ist oftmals auch der Wunsch, das eigene Heim mit den ersten Blumen zu schmücken, die nach dem Winter das Auge als bunte Farbtupfer erfreuen. Da schlendert man über den Wochenmarkt und nimmt ein hübsches Ostergesteck mit oder man bekommt von lieben Menschen beim Osterbesuch einen schönen Blumenstrauß mit Osterblumen geschenkt, den man dann gerne auf dem Esstisch platziert. Allerdings sind leider die meisten Osterblumen für Katzen giftig. Teilweise sogar so giftig, dass schon kleinste Mengen lebensgefährlich sein können. Die wichtigsten haben wir hier für euch zusammengestellt. Äußerst gefährlich Die Lilie / Taglilie (Gattungen Lilium u. Hemerocallis)   Lilien sind für Katzen stark giftig. Bereits der Körperkontakt mit Blütenstaub und das abschließende Ablecken der Pollen oder der Verzehr von zwei Blättern oder Teilen einer Blüte reicht aus, um für tödliche Vergiftungen zu sorgen. Verantwortlich dafür ist ein bisher unbekannter Giftstoff, der die Zellen der Nieren schädigt. Das gilt insbesondere für die echten Lilien (Lilium spp.), wie z. B. die beliebte Oster-Lilie (L. longiflorum), die Taglilien (Hemerocallis), aber auch …

CNE-Katzen: Gabe von Säurehemmern möglicherweise nicht gerechtfertigt

Die chronische Nierenerkrankung ist gerade bei älteren Katzen häufig und leider nicht heilbar. Man setzt daher in der Regel auf eine medikamentöse Unterstützung und eine Ernährungsanpassung, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität der betroffenen Katzen zu verbessern. Dabei kommen häufig auch Säurehemmer zum Einsatz. Eine neue Studie gibt jedoch Grund zur Annahme, dass die Gabe dieser Medikamente möglicherweise nicht gerechtfertigt ist und womöglich sogar Schaden anrichten kann. Bei einer fortgeschrittenen CNE kommt es als weitere Komplikation häufig zu Fressunlust bis hin zu Nahrungsverweigerung; es können Übelkeit, Erbrechen oder eine Kombination aus den genannten auftreten. Faktoren, die oftmals ein hohes Maß an Kreativität von Seiten des Besitzers erfordern, um die betroffene Katze dazu zu bringen, überhaupt etwas und dazu noch am besten ausreichend und nierenschonend zu fressen. Häufig werden die Symptome einer entstehenden Urämie (also dem durch die fehlende oder nicht ausreichende Nierenfunktion vermehrten Auftreten harnpflichtiger Substanzen) und einer Übersäuerung des Magens zugeschrieben. Diese Probleme sind bei Menschen mit einer Nierenerkrankung im Endstadium bekannt, bei denen es durch die zirkulierenden urämischen Toxine …

Schmerzlinderung: Strahlentherapie kann bei Arthrose eine Möglichkeit sein

Chronische Schmerzen werden bei der Katze häufig durch verschleißbedingte Gelenkerkrankungen ausgelöst. Diese sind nicht heilbar, die Therapie richtet sich bei der Katze danach, die verbundenen Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität des tierischen Patienten zu verbessern. Die Strahlentherapie, eine wichtige Therapiemöglichkeit in der Krebsbehandlung, kann – niedrig dosiert – auch zur Behandlung chronisch-entzündlicher degenerativer und proliferativer (also wuchernder) Gelenkerkrankungen eingesetzt werden. Wie wirkt eine Strahlentherapie bei Arthrose? Die Schmerzen bei einer chronisch degenerativen Gelenkerkrankung werden durch lokale Stoffwechselstörungen mit anhaltender Übersäuerung des Gewebes sowie einer Reizung der Gelenkinnenhaut, der Gelenkkapsel und der Gelenknerven verursacht. Eine Strahlentherapie kann diese Schmerzen lindern, jedoch ist noch nicht abschließend geklärt, wie es zu dieser Wirkung kommt. Man nimmt an, dass die Strahlentherapie über mehrere biochemische Reaktionsabläufe auf zellulärer Ebene wirkt und so die Entzündungsreaktionen im Gewebe reduziert. Diese entzündungshemmende Wirkung beruht wohl auf verschiedenen Komponenten. Wirkung auf die Immunzellen Bei einer Entzündung reagiert das Immunsystem auf eine Schädigung durch infektiöse, chemische oder physikalische Noxen, also Stoffe oder Umstände, die eine schädigende, krankheitserzeugende Wirkung auf einen Organismus oder ein Körperorgan …

Fallbericht: Mitzi und der riesige Haarballen

Dieser Fallbericht kam mir heute in die Finger und ich dachte mir, er sei vielleicht auch für euch interessant. Mitzi ist Langzeitüberlebende eines Lymphoms. Ihre letzte Chemotherapie ist 5 Jahre her, aber da sie erbrach, hatten ihre Besitzer Angst, dass der Krebs zurück sei und stellten sie einem Tierarzt vor. Ihr Magen fühlte sich sehr seltsam an – teigartig, als wäre ein Brotklumpen darin. So fühlen sich Tumore nicht an, Tumore sind gewöhnlich fest. Das Röntgenbild ergab eine Masse, aber das „Material“ in ihrem Magen sah sehr seltsam aus. So entschied man sich für eine Endoskopie. Also wurde Mitzi in Narkose gelegt und das Endoskop eingeführt. Und man entdeckte… einen riesigen Haarballen, größer als eine Faust und er steckte fest. Man fragte sich, ob der Haarballen sich seit fünf Jahren oder mehr in der Entstehung befand. Katzen verlieren nicht ihr ganzes Fell während einer Chemo, aber ihr Oberfell. Mitzi als Langhaarkatze schluckte wahrscheinlich ziemlich viele Haare während der Behandlung. Mit dem Endoskop gelang es nicht, den Haarballen zu entfernen und so musste Mitzi operiert werden, …

Vergiftungsfälle bei Katzen 2016 – VPIS

Der Veterinary Poisons Information Service (VPIS) gibt jedes Jahr eine Statistik zu den häufigsten Vergiftungsfällen/-anfragen im Vorjahr heraus. Diese zeigte sich für das Jahr 2016 wie folgt: Einzelne Stoffe im Detail Lilium-Spezies: Lilien sind für Katzen hochgiftig. Nicht nur Pflanzenteile selbst, sondern bereits der Körperkontakt mit Blütenstaub und die anschließende Aufnahme durch Putzen reichen aus, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Ebenso gefährlich ist die Aufnahme von Blumenwasser und -erde. Auch die Hemerocallis-Arten (Taglilien) sind für Katzen hochgiftig. Meist sind Wohnungskatzen betroffen. Permethrin: Permethrin ist in vielen Parasitenmitteln enthalten. Die Katze ist insbesondere durch Spot-on-Präparate für Hunde gefährdet, wenn diese bei ihr angewandt werden. Katzen tun sich aufgrund ihrer Glucuronidierungsschwäche mit dem Verstoffwechseln vieler Substanzen schwer. Dazu gehört auch Permethrin. Im schlimmsten Fall führt die fälschliche Gabe eines Spot-on-Präparats mit Permethrin zum Tod der Katze. Benzalkoniumchlorid: Benzalkoniumchlorid ist in vielen Haushaltsprodukten, wie Desinfektions- und Reinigungsmitteln enthalten. Das Ablecken behandelter Oberflächen kann zu vermehrtem Speichelfluss, Fieber und Geschwüren an Zunge und Maul führen. Typischerweise treten die Symptome Stunden nach dem Kontakt auf. Paracetamol: Das bekannte Schmerzmittel Paracetamol ist …

Impfen kritisch sehen. Ja! Aber bitte mit Hirn. Ein Appell, Katzen mit Sinn und Verstand impfen zu lassen.

Vor einigen Jahren gab es einen großen Hype um ein Buch einer österreichischen Tierärztin, das den Nerv der Zeit getroffen zu haben scheint. Schon damals konnte ich diesen nicht so ganz teilen, zu vieles erschien mir widersprüchlich (z. B. dass Trockenfutter im Buch verteufelt, im eigenen Online-Shop aber vertrieben wurde), zu vieles war so offensichtlich fehlerhaft… Nichtsdestotrotz fand ich das Buch auch irgendwo gut, weil es aufrüttelte, Menschen zum Nachdenken brachte und dazu, so manch gängige Praxis zu hinterfragen. Nun verbreitet sich von eben jener Tierärztin eine Stellungnahme in den sozialen Medien, in der sie mitteilt, dass sie selbst keine Tiere mehr impfen wird und wieso und weshalb. Wasser auf die Mühlen der Impfgegner, die in Krankheiten wie Katzenseuche und Co. nur eine Erfindung von Big Pharma sehen und der festen Überzeugung sind, dass die Pharmaindustrie ebenso wie DIE Tierärzte (ich liebe ja Pauschalisierungen) mit Impfungen nur Geld scheffeln wollen. Impfen ist kein einfaches Thema. Es ist ein Thema, das zu vielen Grundsatzdebatten führt, weil vieles immer noch so gemacht wird, wie es schon immer …