Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gesundheit

Buchrezension: Krankheiten der Katze

Katzenkrankheiten beschäftigen viele Dosenöffner, so auch uns. Die im Herbst 2014 erschienene Neuauflage von „Krankheiten der Katze“, herausgegeben von Hans Lutz, Barbara Kohn und Franck Forterre, früher oft nur als „der Horzinek“ bekannt, ist seit vielen Monaten unser stetiger Begleiter und aus der Haustiger-Redaktion ebenso wie aus Katzvard als topaktuelles Nachschlagewerk nicht mehr wegzudenken. Da wird es Zeit, euch diesen Tausendsassa für den interessierten Katzenhalter, der gerne mehr als allgemeines “Geplänkel über Katzenkrankheiten” erfahren möchte und sich gerne anhand fundierter Quellen informiert, endlich einmal vorzustellen.

Kann Kaninchen(-fleisch) Katzen krank machen? Enzephalitozoonose bei Katzen

Enzephalitozoonose, oft auch kurz als E. c. bezeichnet, ist sicherlich vor allem Kaninchenhaltern ein Begriff, kann aber neben dem Menschen und einigen Tierarten auch die Katze betreffen. Da es sich um eine Zoonose handelt, ist die Übertragung zwischen unterschiedlichen Tierarten oder auch vom Tier auf den Menschen möglich. Bei der Katze wurde die Enzephalitozoonose in den letzten Jahren vermehrt Thema, auch weil die aktuelle Forschung darauf hinweist, dass E. cuniculi-Infektionen bei Katzen möglicherweise häufiger vorkommen, als sie diagnostiziert werden, speziell bei Tieren mit Augenproblemen (Katarakt, Uveitis). Es stellt sich daher die Frage, inwiefern Kaninchen bzw. Kaninchenfleisch für die Katze eine Gefahr darstellen können.

Vorsicht Stromschlag! Katzen und Elektrizität

In Haushalten, in denen Nagetiere und Kaninchen Freigang genießen, ist es Standard: Stromkabel müssen gesichert werden. Aber bei Katzen? Katzen sind doch keine Nager, die vergreifen sich nicht an Kabeln, oder? Vielleicht kennt der ein oder andere auch den Film „Hilfe, es weihnachtet sehr“ (bzw. „Eine schöne Bescherung), der eine entsprechende Szene zeigt. Leider ist es gar nicht so selten, dass sich Katzen (oft Kitten z. B. im Zahnwechsel, aber auch manch erwachsene) auch im realen Leben an Stromkabeln gütlich tun. Manchmal geht das gut aus, manchmal leider auch nicht.

FORL bei Katzen – wenn die Zähne schmerzen

FORL gilt als eine der schmerzhaftesten Katzenkrankheiten und wird dennoch nach wie vor häufig unterschätzt. Nicht selten leiden Katzen schon lange unter Schmerzen, bis schließlich die Diagnose FORL gestellt und betroffene (oder je nach Fall und Tierarzt) alle Zähne gezogen wurden. Doch was ist FORL eigentlich, wie entsteht es und kann man vorbeugen? Damit werden wir uns in diesem Artikel ein wenig beschäftigen. FORL bei Katzen – das versteht man darunter FORL steht als Abkürzung für Feline odontoklastische resorptive Läsionen und bezeichnet, vereinfacht gesagt, die Auflösung der Zahnhartsubstanz. Der Vorgang beginnt im Wurzelbereich und ist von außen erst spät zu sehen. Die Krankheit kommt auch bei anderen Spezies, wie etwa dem Menschen, Hund, Schwein, Ratte und Maus vor, wenn auch weitaus seltener als bei der Katze. FORL als Bezeichnung ist noch relativ neu, ziemlich häufig hört man noch den Begriff „Neck lesions“, teilweise auch noch die anderen früheren Bezeichnungen, die da wären: • Zahnhalskaries • Osteoklastische dentale resorptive Läsionen • Feline dentale resorptive Läsionen • Cervical Line Lesions • Cervical Neck Lesions • Cervical Line …

Potenzielle Leishmaniose-Überträger nun auch in Hessen

In Gießen wurden erstmals Vertreter der Sandmückenart Phlebotomus mascittii gefunden. Sandmücken sind mögliche Überträger der Leishmaniose, einer Parasitenerkrankung, die eher in Zusammenhang mit Hunden aus dem Mittelmeerraum bekannt ist, aber grundsätzlich auch Katzen betreffen kann. Ob die “Schwester” der Phlebotomus perniciosus, die nachgewiesen als Überträger der Leishmaniose fungiert, ebenso und in unseren Breitengraden im Speziellen als Überträger in Frage kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Weitere Informationen: Sandmücken breiten sich nach Norden aus | scinexx

Rauchen erhöht Risiko für Lymphdrüsenkrebs bei Katzen

Katzen in Raucherhaushalten haben ein bedeutend höheres Risiko an malignen Lymphomen zu erkranken, als Katzen in Nichtraucherhaushalten. Das Risiko errechnet sich danach, wie lange und in welchem Umfang die Tiere dem Zigarettenrauch ausgesetzt waren. Wurde eine Packung Zigaretten oder mehr am Tag im Haushalt geraucht, war das Risiko der Katzen im Vergleich zu Tieren in Nichtraucherhaushalten dreimal so hoch. Weitere häufige Probleme durch Passivrauchen sind Allergien und Atemwegsprobleme. Quelle: Environmental Tobacco Smoke and Risk of Malignant Lymphoma in Pet Cats – American Journal of Epidemiology Weitere Informationen: For pets, second-hand cigarette smoke exposure is a real health risk, experts say