Katzenfutter im Haustiger-Test: Wildcat Skipjack Thunfisch mit Garnelen

Ernährung

Katzenfutter im Haustiger-Test: Wildcat Skipjack Thunfisch mit Garnelen

Vor einiger Zeit wurden wir angeschrieben, ob wir nicht den Skipjack-Snack, das neue Ergänzungsfutter von Wildcat, testen möchten. Wir haben uns das dann mal angesehen, da wir Wildcat bisher nur in Verbindung mit Trockenfutter kannten, der erste Eindruck war ganz gut, so dass wir uns entschieden, euch dieses Produkt im Rahmen eines „Sponsored Posts“ vorzustellen. Der Produkttest stellt nichtsdestotrotz unsere persönliche, unabhängige Meinung dar.

Skipjack-Snack in seiner Verpackung

Damit wird geworben

„Der SKIPJACK-Snack ist frisches Thunfischfilet im eigenen Saft, verfeinert mit Apfel, Garnelen, Grünen Bohnen, Lachs, Mischgemüse und Papaya. Mit dem SKIPJACK-Snack machen Sie Ihrer Katze zwischen den WILDCAT-Mahlzeiten eine große Freude. Dabei ergänzen Sie die tägliche Nahrung Ihrer Katze auf eine gesunde Weise. Der SKIPJACK Snack vereint das Verlangen Ihrer Katze nach Ursprünglichkeit mit deren Nahrungsbedürfnissen.

Vorteile

  • Die Hauptzutat ist Thunfischfilet in Lebensmittelqualität aus umweltbewusstem und nachhaltigem Fischfang. Der Thunfisch ist unbelastet von Medikamenten und Hormonen, dafür reich an Jod und Omega-3-Fettsäuren.
  • Als natürliche Ergänzung zur eigenen Vitamin-C-Produktion Ihrer Katze enthält der SKIPJACK-Snack zusätzlich Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Sanddorn.
  • Mit Topinambur.
  • Ohne Getreide, ohne Gluten, ohne Laktose, ohne Salz, ohne Soja und künstliche Farb- und Konservierungsstoffe
  • Geeignet auch für Allergiker und allergiegefährdete Katzen.“
  • geöffnete Dose vom Skipjack-Snack

    Sorten

    Der SKIPJACK-Snack ist aktuell in folgenden 6 Sorten erhältlich:

  • Thunfisch mit Apfel
  • Thunfisch mit Garnelen
  • Thunfisch mit Bohnen
  • Thunfisch mit Lachs
  • Thunfisch mit Gemüse
  • Thunfisch mit Papaya


  • Wir haben die Sorte Thunfisch mit Garnelen getestet und beziehen uns in diesem Produkttest rein auf diese.

    Zusammensetzung der Sorte Thunfischfilet mit Garnelen

    Die Zusammensetzung der Sorte Thunfischfilet mit Garnelen sieht aus wie folgt:

    Thunfischfilet (49 %), Garnelen (4 %), Topinambur, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren, Sanddorn, Wasser.

    Skipjack-Snack im Tellerchen

    Analytische Bestandteile:

    Protein 15 %, Öle und Fette 1 %, Rohasche 1 %, Rohfaser 0,2 %, Feuchtigkeit 81 %.

    Ohne Zusatz von Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffen.

    Hergestellt in der EU durch a.011.015.067.001 für die Healthfood24 GmbH, Tschaikowskistr. 16, 04105 Leipzig.

    Fütterungsempfehlung

    Als Belohnung für die Katze und zur Ergänzung des Alleinfuttermittels „Wildcat“ des Unternehmens.

    Preis des Skipjack-Snack

    Der Preis für das Futter liegt bei 1,00 € pro 100 g Futter.

    Akzeptanz von Skipjack-Snack

    Die Akzeptanz war bei allen 4 Testmiezen sehr gut, Schälchen wurden ausgeschleckt, da blieb nichts übrig.

    Katzen beim Fressen von Skipjack-Snack

    Bewertung von Skipjack-Snack

    Fischdöschen gibt es ja viele, von diversen Anbietern, und Thunfisch wird auch von vielen Katzen geliebt. Die meisten davon haben wir schon ausprobiert, wurden auch alle gerne gefressen. Der Skipjack-Snack steht dem in nichts nach. Preislich liegt das Ergänzungsfutter auch so mehr oder weniger im selben Bereich. Dass der Thunfisch aus nachhaltigem Fischfang stammt, finden wir super.

    Besonders ist im Vergleich der Zusatz der diversen Beeren und von Topinambur. Finden wir an sich nicht schlecht, schließlich sind Beeren nicht nur „böses Obst“, sondern enthalten durchaus viele Vitamine (z. B. Vitamin C) und andere Stoffe, die ihnen ihren festen Platz unter den Heilpflanzen in der Welt sichern. Beispielhaft möchten wir hier einmal die z. B. in der Heidelbeere enthaltenen Anthocyane herausgreifen, die ein wirksames Antioxidant darstellen und z. B. bei der diätetischen Unterstützung während Tumorerkrankungen ein Thema sind. Laut Hersteller sollen die Zugaben u. a. das Immunsystem unterstützen.

    Die Frage ist, ob man diese Stoffe jetzt zwingend in einem Futtermittel braucht, das nur von Zeit zu Zeit einmal gegeben wird, oder ob es nicht sinnvoller wäre, bei entsprechendem Krankheitsbild/Unterstützungsbedarf gezielt zu arbeiten. Wir wären da jetzt eher bei Letzterem. Soll heißen, die Zugabe ist nett, aber für uns jetzt auch nicht DAS Alleinstellungsmerkmal.

    Alles in allem finden wir den Skipjack-Snack aber gut und können ihn uns in allen Kreationen vorstellen, die man mit Ergänzungsfutter so anstellen kann, also z. B. um Katzeneis zu machen, als Hilfe bei der Futterumstellung, als Lockmittel bei Katzen, die z. B. krankheitsbedingt gerade nicht so richtig fressen wollen, oder auch einfach als nette Belohnung oder Leckerei zwischendurch.

    Fisch ist in der Katzenernährung aus diversen Gründen immer so eine Sache und gerade Thunfisch leider auch so ein Risikofaktor dafür, sich Junkies zu ziehen, weshalb wir empfehlen würden, den Skipjack-Snack – wie auch die Fischdöschen der diversen anderen Anbieter – maximal einmal die Woche zu geben.

    Kaufen könnt ihr den Skipjack-Snack z. B. im Shop von Healthfood24.

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    Buchrezension: „Lass die Katze aus dem Sack!“

    Buchrezension

    „Lass die Katze aus dem Sack!“

    Heiteres wie Hintergründiges über Katzen in Sprichwörtern & Redewendungen.

    Lass die Katze aus dem Sack Titelbild

    Die Katze ist aus dem alltäglichen Sprachgebrauch nicht wegzudenken. In allerlei Phrasen wird sie herangezogen, ob es nun um den granatenmäßigen Kater nach der letzten rauschenden Party geht oder um gar grausige Klänge, überall finden wir sie unsere Samtpfoten. Und oft macht man sich gar keine Gedanken, woher diese Sprichwörter und Redewendungen kommen. Die Autoren des vorliegenden kleinen Büchleins haben dies getan.

    Allgemeines zum Buch

    Autoren Annette Beer und Claas Janssen
    Verlag: steffen-Verlag (2016)
    ISBN: 978-3-95799-020-4
    Umfang: 64 Seiten (davon 33 Abbildungen)
    Preis: 7,95 €

    Das sagt der Klappentext

    Bei Nacht sind alle Katzen grau? Es regnet Katzen und Hunde? In diesem Büchlein lassen wir für Sie die Katze aus dem Sack, erklären wie und wo Sprichwörter und Redewendungen rund um die Katz entstanden sind und wofür sie im heutigen Sprachgebrauch stehen. Zu den interessanten wie vergnüglichen Erläuterungen von Annette Behr schuf Claas Janssen Illustrationen voller Charme und Witz.

    Das sagt die Haustiger-Redaktion

    „Lass die Katze aus dem Sack“ ist ein kleines, liebevoll gestaltetes Büchlein, in dem kurz und knackig zahlreiche Sprichwörter und Redewendungen rund um die Katze erklärt werden. Viele davon kannten wir natürlich samt der zugehörigen Geschichte schon, einige davon begegneten uns im Buch tatsächlich zum ersten Mal, so dass das Büchlein auch für uns noch einige interessante Einblicke bot. Oder wusstet ihr, dass der Katzentisch früher der Fußboden war? Besonders haben es uns aber die lustigen Illustrationen angetan, die die einzelnen Definitionen untermalen und dem Büchlein den letzten Schliff verleihen.

    Lass die Katze aus dem Sack Innenansicht

    Einen ersten Überblick könnt ihr euch mit der Leseprobe auf der Seite des steffen-Verlags verschaffen, wo ihr das Büchlein auch direkt erwerben könnt. Ansonsten gilt, wie bei jedem anderen Buch, ISBN aufschreiben und ab zum Buchhändler eures Vertrauens, der es euch sicherlich bestellen kann.

    Unserer Meinung nach ein schönes kleines Büchlein für Katzenfreunde, ob nun zum Selberschmökern oder als Geschenk für befreundete Katzenliebhaber.

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    Katzenfutter im Haustiger-Test: Cachet Wild Roots (Aldi Süd)

    Ernährung

    Katzenfutter im Haustiger-Test: Cachet Wild Roots (Aldi Süd)

    Vorletztes Wochenende ist mir im Aldi-Prospekt im Wochenangebot ein neues Katzenfutter, Cachet Wild Roots, ins Auge gefallen. Auf den ersten Blick sah es ganz vielversprechend aus, schien es doch, als habe der Discounter vor möglicherweise künftig auch Kunden zu bedienen, die höhere Anforderungen an die Ernährung ihrer Stubentiger stellen. Das Fazit in Kürze: Netter Versuch, aber viel Luft nach oben.

    Damit wird geworben

    Besonders artgerechte Ernährung mit einem sehr hohen Anteil an Fleisch, Fisch bzw. deren Nebenprodukten. Abwechslungsreiche Rezepturen, sinnvoll ergänzt um wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Durch den Verzicht auf glutenhaltiges Getreide wird die Gefahr von Unverträglichkeiten und Verdauungsproblemen reduziert. (Quelle: Prospekt)

    Sorten

    Es gibt 85-Gramm-Dosen und 85-Gramm-Pouches von Cachet Wild Roots.

    85-Gramm-Dosen

    • mit Huhn und Lachs
    • mit Pute
    • mit Kabeljau, Seelachs und Lachs
    • mit Rind und Wild

    Die Pouches gibt es in zwei 12er Packs, einmal als „Vielfalt aus dem Wasser“ und einmal in der Landtiere-Mischung „Vielfalt aus der Natur“. Letztere besteht aus 3x Geflügel, Rind & Hühnerherzen, 3x Geflügel, Hirsch & Leber, 3x Geflügel, Kalb & Lamm und 3x mit Huhn, Ente & Rind.

    Die Döschen werden in Deutschland hergestellt (Petcura GmbH, Betriebsnummer: DE 03454000213). Die Pouches kommen aus der Schweiz und werden von Herbert Ospelt Anstalt unter der Betriebsnummer CH 22679 produziert. Herbert Ospelt Anstalt produziert u. a. auch IAMS und Schmusy.

    Die Zusammensetzung der Döschen gefällt mir besser als die der Pouches. Getestet haben wir die Sorte „mit Pute“, um die sich auch der Testbericht drehen wird. Ich packe euch aber die Zusammensetzungen der Natur-Pouches und der restlichen Döschensorten mit in diesen Bericht, damit ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen könnt. Die Pouches mit den Fischsorten habe ich leider vergessen zu fotografieren.

    Zusammensetzung der Sorte mit Pute

    70 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (aus 20 % Putenlebern, 20 % Putenherzen, 10 % Putenhälsen, 10 % separiertem Putenfleisch, 10 % Putenmägen), 26,6 % Trinkwasser, Mineralstoffe, pflanzliche Nebenerzeugnisse (u. a. 0,3 % Inulin), 0,3 % Leinsamen, Öle und Fette, 0,1 % Spirulina, 0,02 % Beta-1,3/1,6-Glucan (aus den Zellwänden von Bäckerhefe)

    Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe/kg: 1299 mg Taurin, 78 mg Vitamin E, 23 mg Zink aus Zinksulfat, Monohydrat, 2,2 mg Mangan aus Mangan-(II)-sulfat, Monohydrat, 0,4 mg Jod aus Kalziumjodat, wasserfrei.

    Technologische Zusatzstoffe/kg: 301 mg Bentonit

    Hinweis: ohne Cassia Gum. *ohne Zusatz von glutenhaltigen Getreiden.

    Analytische Bestandteile von Cachet Wild Roots mit Pute

    13 % Rohprotein, 5 % Rohfett, 2 % Rohasche, 0,5 % Rohfaser, 78 % Feuchtegehalt.

    Zusammensetzung der anderen Sorten

    Cachet Wild Roots Huhn und Lachs

    Cachet Wild Roots Kabeljau, Seelachs & Lachs

    Cachet Wild Roots Rind & Wild

    Pouches

    Vielfalt aus der Natur Cachet Wild Roots

    Fütterungsempfehlung

    Eine Fütterungsumstellung kostet Zeit, bitte nehmen Sie sich Zeit und passen Sie die Fütterungsmenge entsprechend den Bedürfnissen Ihres Tieres an. Wir empfehlen grundsätzlich den Einsatz einer Küchenwaage. Die angegebenen Werte sind Richtwerte und dienen als Anhaltspunkte. Sie sind abhängig von Alter, Rasse, Aktivität und weiteren Faktoren. Bitte bei Zimmertemperatur füttern und zu jeder Fütterung frisches Trinkwasser bereitstellen. Eine beaufsichtigte Fütterung wird grundsätzlich empfohlen.

    Tiergewicht in kg Fütterungsmenge in g
    4 233
    5 271
    6 306
    7 339

     

    (Quelle: Verpackung)

    Preis

    Die Dosen sind im Dreierpack erhältlich. Der Dreierpack kostet 2,55 €.

    (Die Pouches sind im 12er-Pack erhältlich und mit 3,95 € (also 0,33 € pro 85-Gramm-Beutel) deutlich günstiger.)

    Konsistenz und Akzeptanz von Cachet Wild Roots mit Pute

    Cachet Wild Roots im Schälchen

    Das Wild Roots ist recht fluffig, aber kompakt. Der Geruch ist in Ordnung, meine Nase konnte keinen wesentlichen Unterschied zu anderen hochwertigen Futtersorten feststellen.

    Bei 3 von 4 Katzen kam es gut an. Hexe, zugeben manchmal eine kleine Mäkelmadame, hat es verschmäht.

    Lange vorgehalten hat das Futter nicht, man hatte bereits nach 1,5 Stunden wieder Kohldampf. Das kenne ich sonst anders.

    Bewertung von Cachet Wild Roots mit Pute

    Größtes Manko neben einigen inhaltlichen Schwächen ist für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwar haben wir hier 70 % „Fleischanteil“ (auch schön offen deklariert und bei der Pute sogar sortenrein) und ein getreidefreies Futter ohne Farb- und Aromastoffe, jedoch besteht der Fleischanteil größtenteils aus Nebenprodukten. Sogar bei den 10 % Putenfleisch handelt es sich noch um Separatorenfleisch.

    Die Deklaration lässt unklar, was an Mineralstoffen zugefügt wurde (z. B. in Hinblick auf ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis. Es bleibt unklar, welche pflanzlichen Nebenerzeugnisse und welche Öle und Fette verwendet wurden. Beta-1,3/1,6-Glucan ist an sich ganz interessant, fürs Immunsystem und zur Unterstützung bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen. Liest man z. B. relativ häufig in Verbindung zu Pilzen (Mykotherapie). Da ist ebenso wie bei Kräutern die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, bei Bedarf gezielt zu arbeiten, anstatt von Vornherein „Functional Food“ zu kreieren.

    Die ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe liegen im Rahmen über den offiziellen Mindestwerten. Die Vitamine A und D sollten durch die verwendeten Zutaten bereits in ausreichendem Maße enthalten sein. Bei Thiamin, leider ein großes Thema bei Fertigfutter, hege ich leise Zweifel. Eindeutig sagen kann man es rein aus den bereitgestellten Informationen nicht. Fett dürfte für mich noch bisschen mehr sein. Die Fütterungsempfehlung liegt unter den auf Basis des metabolischen Körpergewichts errechneten Werten.

    Bentonit, das den meisten wohl eher vom Katzenstreu oder als Heilerde (z. B. zur Entgiftung) ein Begriff sein wird, wird unter der E-Nummer E558 als Trägerstoff, Füllstoff, Trennmittel und Schaumverhüter eingesetzt. Das sorgt im Endeffekt für die fluffige Konsistenz des Futters.

    Fazit: Es gibt definitiv schlechteres Futter, aber insbesondere zu dem Preis auch eine große Auswahl an hochwertigeren Futtermitteln mit transparenterer Deklaration. Zum Vergleich: Eine Katze mit 5 kg müsste am Tag 294 g von diesem Katzenfutter verzehren, um rein rechnerisch ihren Energiebedarf zu decken. Das heißt bei einem Preis von 2,55 € für 255 g (3x 85 g) wären das 2,94 € pro Tag und Katze. Bei diversen hochwertigen Futtermitteln kann ich mit unter 3,00 € für die 800 g Dose hier locker 4 Katzen pro Tag hochwertig ernähren. Mit B.A.R.F. sowieso. ;-)

    Der Preis ist für ein Katzenfutter mit der Zusammensetzung von „Cachet Wild Roots“ meiner Meinung nach in keinster Weise gerechtfertigt.

    Achtung: Das Futter war nur zum Zeitpunkt des Tests nur vorübergehend bei Aldi Süd im Sortiment. Mittlerweile wurde es dauerhaft ins Sortiment aufgenommen.

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    Als die Katze die Welt eroberte…

    Aus der Wissenschaft

    Als die Katze die Welt eroberte...

    Zur Domestikation und Verbreitung der Katze gibt es viele Hypothesen. Die Forschung weiß bis jetzt nur wenig über die „Haustierwerdung“ unserer Samtpfoten und nach wie vor wird eifrig diskutiert, ob es sich bei der Hauskatze überhaupt um eine domestizierte Tierart handelt. Meist denkt man wohl zunächst an die alten Ägypter, wenn es um die Wandlung der Wild- zur Hauskatze geht. Doch liegt in Ägypten wirklich die Wiege unserer Stubentiger? Dieser Frage gingen die Forscher um die Evolutionsgenetikerin Eva-Maria Geigl vom Institut Jacques Monod in Paris nach, mit spannenden Ergebnissen.

    Katze am Meer

    © kevin_xiao888 / www.pixabay.com

    Im Rahmen dieser groß angelegten Studie wurde die mitochondriale DNA[1] (mtDNA) von 209 Katzen untersucht, deren Überreste an mehr als 30 archäologischen Fundstätten in ganz Europa, dem Nahen Osten und Afrika gefunden wurden. Darunter sind Proben aus der Mittelsteinzeit, also der Zeit vor ca. 15.000 Jahren, kurz bevor die Menschheit sesshaft wurde, bis hin zu Proben aus dem 18. Jahrhundert. Der Arbeit ging eine Studie voraus, in der die mtDNA dreier mumifizierter Katzen aus dem alten Ägypten untersucht wurde.

    So stellte sich heraus, dass wohl zwei große Migrationswellen zur Verbreitung der Katze führten. Denn die Beziehung zwischen Mensch und Katze scheint bereits vor mindestens 12.000 Jahren innerhalb des Fruchtbaren Halbmonds[2] ihren Anfang genommen zu haben. Damals begann der Mensch sesshaft zu werden und Getreide anzubauen, statt wie bisher als Jäger und Sammler umherzuziehen. Dieses angebaute Getreide wurde aufbewahrt und lockte Nager an, die dann vermutlich wieder wilde Katzen auf den Plan riefen, die der Mensch schon bald als nützlichen Schädlingsbekämpfer zu schätzen wusste. Mit den ersten Bauerngemeinschaften verbreiteten sich diese Katzen dann bis in den östlichen Mittelmeerraum. Ein 9500 Jahre alter Grabfund aus Zypern zeugt von dieser Zusammenarbeit, fanden sich hier doch neben menschlichen Überresten auch die einer Katze.

    Die zweite Migrationswelle scheint sich vor etwa 6000 Jahren ereignet zu haben. Zu dieser Zeit begannen die alten Ägypter unabhängig etwaiger vorangegangener Ereignisse möglicherweise damit, wilde Katzen zu zähmen, die sich kurz darauf von Ägypten aus nach Eurasien und in Teile Afrikas verbreiteten, wie eine mitochondriale Abstammungslinie beweist, die bei ägyptischen Katzenmumien vom Ende des 4. Jahrhunderts vor bis ins 4. Jahrhundert nach Christus vorkam und auch in Überresten von Katzen aus Bulgarien, der Türkei und Schwarzafrika gefunden wurde, die aus dieser Zeit stammen. Es waren wohl die frühen Bauern und die Seefahrer, die die Katze in neue Gebiete mitnahmen. So fand sich diese DNA-Linie auch in kätzischen Überresten von einer Wikingerstätte in Norddeutschland aus der Zeit zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert n. Chr. Dort wurde die Katze an der Seite ihres Herrchens bestattet.

    Als zusätzliche Überraschung stellte sich im Zuge der Studie heraus, dass die gestromte Fellzeichnung der Katze („blotched“) erst ab dem Mittelalter auftrat.

    Präsentiert wurden diese neuen Erkenntnisse schließlich von Eva-Maria Geigl zusammen mit ihren Kollegen Claudio Ottoni und Thierry Grange während des 7. Internationalen Symposiums über Biomolekulare Archäologie in Oxford.

    Zum Weiterlesen: How cats conquered the world (and a few Viking ships)

    [1] Die mtDNA wird im Gegensatz zur nuklearen DNA nur über die mütterliche Linie vererbt.
    [2] https://www.proplanta.de/Agrar-Lexikon/Fruchtbarer+Halbmond_ll1148469984.html

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    Studie: Fummelbrett und Co. verbessern kätzisches Wohlbefinden

    Aus der Wissenschaft

    Studie: Fummelbrett und Co. verbessern kätzisches Wohlbefinden

    Hauskatzen brauchen für ein glückliches Leben sowohl geistige als auch körperliche Auslastung. Hier ist der Mensch gefragt, entsprechende Möglichkeiten bereitzustellen und für eine Bereicherung des Lebensumfeldes, auch bekannt als „Environmental Enrichment“ zu sorgen. Wie Forscher in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Feline Medicine und Surgery“ berichten, können hier insbesondere Fummelbrett und Co. einen wertvollen Beitrag leisten.

    Emma Fummelbrett

    Das Katzenleben in menschlicher Obhut kann mit gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht und daraus folgendem Diabetes mellitus einhergehen, insbesondere dann wenn es an Reizen fehlt, die die Katze zu Aktivität animieren. Zudem kann eine reizarme Umgebung Problemverhalten wie Aggression, Unsauberkeit oder aufmerksamkeitsheischendes Verhalten fördern. Solch unerwünschtes Verhalten beeinträchtigt die Beziehung zwischen Katze und Mensch mitunter so sehr, dass die Katze abgegeben oder im schlimmsten Fall eingeschläfert wird.

    Unter natürlichen Bedingungen sind Katzen einen Großteil des Tages mit der Nahrungsbeschaffung beschäftigt. Und auch das Wohlbefinden unserer Hauskatzen kann gesteigert werden, wenn diese die Möglichkeit bekommen, sich ihr Futter mithilfe beweglicher und unbeweglicher Intelligenzspielzeuge selbstständig zu erarbeiten. So werden die natürlichen Instinkte der Tiere stimuliert, sie können auf verschiedene Arten mit den einzelnen Spielzeugen interagieren und sich im Endeffekt in Form von Futter selbst für ihre Mühen belohnen.

    Hexe Fummelbrett

    Welche Auswirkungen die Beschäftigung mit Fummelbrett, Snackball und Co. mit sich bringt, hat eine Gruppe von Tierärzten und Katzenverhaltensberatern in den USA untersucht. Hierzu haben die Forscher nicht nur bestehende Literatur zum Thema in Augenschein genommen, sondern auch 30 Fälle aus ihrer eigenen Praxis zusammengetragen, in denen der positive Einfluss der Spielzeuge auf Katzen deutlich wird.

    Unter den Fallbeispielen finden wir etwa einen achtjährigen Kater mit Übergewicht, der 12 Monate nach Einführung des Futterspielzeugs 20 % seines Körpergewichts verloren hatte; oder auch einen 3jährigen Kater, dessen aggressives Verhalten durch die Auslastung mittels Intelligenzspielzeug völlig verschwand; aber auch eine 2jährige Katze mit Angst vor Menschen, die durch die Arbeit mit mobilen und festen Futterspiellösungen schließlich Vertrauen fasste, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Welches Spielzeug für die eigene Katze am besten geeignet ist, das sei – so die Forscher – jedoch von der jeweiligen Katzenpersönlichkeit abhängig. Dennoch könne nahezu jede Katze über kurz oder lang für Intelligenzspielzeug begeistert werden. Es empfehle sich jedoch, den Schwierigkeitsgrad nach und nach zu steigern. Im Idealfall empfehlen die Forscher, sollten verschiedene Futterspielzeuge Einzug in den Haushalt finden, so dass sich die Katze alle ihre Mahlzeiten selbst erarbeiten könne.

    Zum Weiterlesen: L. M. Dantas, M. M. Delgado, I. Johnson, C. T. Buffington. Food puzzles for cats: Feeding for physical and emotional wellbeing. Journal of Feline Medicine and Surgery, 2016; 18 (9): 723 DOI: 10.1177/1098612X16643753 (kostenlos)

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