Alle Artikel in: Gesundheit

Sind Stinkwanzen gefährlich für Katzen?

Durch den langen, warmen Sommer sind sie an manchen Orten zu einem richtigen Problem geworden. Baumwanzen, oft auch als Stinkwanzen bezeichnet. Und sie drängen durch die winterlichen Temperaturen nun auch vermehrt ins Warme. Schaden richten sie im Haus in der Regel nicht an, ziehen jedoch die Aufmerksamkeit der Haustiger auf sich. Was passiert, wenn diese einer solchen Wanze zu nahe kommen und ob Stinkwanzen gefährlich oder sogar giftig für Katzen sind, erfahrt ihr in diesem Artikel. Was sind eigentlich Stinkwanzen? Gemeine Stinkwanzen (Palomena prasina) findet man grundsätzlich in grüner und in brauner Form. Im Frühjahr sind sie grün und werden dann zum Herbst hin braun, weshalb ihr derzeit eher auf braune Stinkwanzen stoßen solltet. Die Tiere erreichen eine Größe von etwa 12 Millimetern und leben mit Vorliebe auf Laubbäumen, man findet sie aber auch in Gebüschen oder auf Disteln und Brennnesseln. Ein wesentlicher Schädling für die Landwirtschaft sind sie nicht. Anders sieht es da bei einem recht neuen unerwünschten Gast in unseren Gefilden aus, nämlich der Marmorierten Baumwanze (Halyomorpha halys), die aus Ostasien eingeschleppt wurde. …

Vorsicht vor dem „stillen Killer“ Hoher Blutdruck auch für Katzen gefährlich

März 2018– Nur wenige Leute wissen, dass auch Katzen an Bluthochdruck (feline Hypertonie) leiden können und dass die Krankheit potenziell verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit ihres Tieres haben kann. Häufig sind keine warnenden Anzeichen für die Erkrankung zu sehen, weshalb die feline Hypertonie auch der „stille Killer“ genannt wird. Wie bei Menschen auch, ist Bluthochdruck insbesondere bei älteren Patienten weit verbreitet: Studien zeigen, dass mehr als eine von sechs Katzen im Alter von über sieben Jahren betroffen ist. Das Risiko ist bei Katzen mit einer chronischen Nierenerkrankung oder einer Krankheit der Schilddrüse sogar noch höher: Jede dritte Katze mit diesen Vorerkrankungen hat erhöhte Blutdruckwerte. Bluthochdruck als tickende Bombe Bluthochdruck kann eine tickende Bombe für die Gesundheit der Katze sein. „Ein nicht entdeckter hoher Blutdruck kann bei Katzen zu schweren Schäden an Schlüsselorganen führen, etwa an den Augen, den Nieren, dem Herzen und dem Gehirn“, erklärt Dr. Angelika Drensler, Cheftierärztin in einer international anerkannten katzenfreundlichen Kleintierpraxis in Elmshorn. „Unglücklicherweise entwickelt sich die Erkrankung im Verborgenen ohne jegliche Alarmsignale für den Besitzer. Die Katze kann vollkommen gesund …

Achtung: Diese beliebten Osterpflanzen sind für Katzen giftig!

Ostern, das ist Ostereiersuchen, das ist Frühling, das ist oftmals auch der Wunsch, das eigene Heim mit den ersten Blumen zu schmücken, die nach dem Winter das Auge als bunte Farbtupfer erfreuen. Da schlendert man über den Wochenmarkt und nimmt ein hübsches Ostergesteck mit oder man bekommt von lieben Menschen beim Osterbesuch einen schönen Blumenstrauß mit Osterblumen geschenkt, den man dann gerne auf dem Esstisch platziert. Allerdings sind leider die meisten Osterblumen für Katzen giftig. Teilweise sogar so giftig, dass schon kleinste Mengen lebensgefährlich sein können. Die wichtigsten haben wir hier für euch zusammengestellt. Äußerst gefährlich Die Lilie / Taglilie (Gattungen Lilium u. Hemerocallis)   Lilien sind für Katzen stark giftig. Bereits der Körperkontakt mit Blütenstaub und das abschließende Ablecken der Pollen oder der Verzehr von zwei Blättern oder Teilen einer Blüte reicht aus, um für tödliche Vergiftungen zu sorgen. Verantwortlich dafür ist ein bisher unbekannter Giftstoff, der die Zellen der Nieren schädigt. Das gilt insbesondere für die echten Lilien (Lilium spp.), wie z. B. die beliebte Oster-Lilie (L. longiflorum), die Taglilien (Hemerocallis), aber auch …

CNE-Katzen: Gabe von Säurehemmern möglicherweise nicht gerechtfertigt

Die chronische Nierenerkrankung ist gerade bei älteren Katzen häufig und leider nicht heilbar. Man setzt daher in der Regel auf eine medikamentöse Unterstützung und eine Ernährungsanpassung, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität der betroffenen Katzen zu verbessern. Dabei kommen häufig auch Säurehemmer zum Einsatz. Eine neue Studie gibt jedoch Grund zur Annahme, dass die Gabe dieser Medikamente möglicherweise nicht gerechtfertigt ist und womöglich sogar Schaden anrichten kann. Bei einer fortgeschrittenen CNE kommt es als weitere Komplikation häufig zu Fressunlust bis hin zu Nahrungsverweigerung; es können Übelkeit, Erbrechen oder eine Kombination aus den genannten auftreten. Faktoren, die oftmals ein hohes Maß an Kreativität von Seiten des Besitzers erfordern, um die betroffene Katze dazu zu bringen, überhaupt etwas und dazu noch am besten ausreichend und nierenschonend zu fressen. Häufig werden die Symptome einer entstehenden Urämie (also dem durch die fehlende oder nicht ausreichende Nierenfunktion vermehrten Auftreten harnpflichtiger Substanzen) und einer Übersäuerung des Magens zugeschrieben. Diese Probleme sind bei Menschen mit einer Nierenerkrankung im Endstadium bekannt, bei denen es durch die zirkulierenden urämischen Toxine …

Schmerzlinderung: Strahlentherapie kann bei Arthrose eine Möglichkeit sein

Chronische Schmerzen werden bei der Katze häufig durch verschleißbedingte Gelenkerkrankungen ausgelöst. Diese sind nicht heilbar, die Therapie richtet sich bei der Katze danach, die verbundenen Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität des tierischen Patienten zu verbessern. Die Strahlentherapie, eine wichtige Therapiemöglichkeit in der Krebsbehandlung, kann – niedrig dosiert – auch zur Behandlung chronisch-entzündlicher degenerativer und proliferativer (also wuchernder) Gelenkerkrankungen eingesetzt werden. Wie wirkt eine Strahlentherapie bei Arthrose? Die Schmerzen bei einer chronisch degenerativen Gelenkerkrankung werden durch lokale Stoffwechselstörungen mit anhaltender Übersäuerung des Gewebes sowie einer Reizung der Gelenkinnenhaut, der Gelenkkapsel und der Gelenknerven verursacht. Eine Strahlentherapie kann diese Schmerzen lindern, jedoch ist noch nicht abschließend geklärt, wie es zu dieser Wirkung kommt. Man nimmt an, dass die Strahlentherapie über mehrere biochemische Reaktionsabläufe auf zellulärer Ebene wirkt und so die Entzündungsreaktionen im Gewebe reduziert. Diese entzündungshemmende Wirkung beruht wohl auf verschiedenen Komponenten. Wirkung auf die Immunzellen Bei einer Entzündung reagiert das Immunsystem auf eine Schädigung durch infektiöse, chemische oder physikalische Noxen, also Stoffe oder Umstände, die eine schädigende, krankheitserzeugende Wirkung auf einen Organismus oder ein Körperorgan …

Fallbericht: Mitzi und der riesige Haarballen

Dieser Fallbericht kam mir heute in die Finger und ich dachte mir, er sei vielleicht auch für euch interessant. Mitzi ist Langzeitüberlebende eines Lymphoms. Ihre letzte Chemotherapie ist 5 Jahre her, aber da sie erbrach, hatten ihre Besitzer Angst, dass der Krebs zurück sei und stellten sie einem Tierarzt vor. Ihr Magen fühlte sich sehr seltsam an – teigartig, als wäre ein Brotklumpen darin. So fühlen sich Tumore nicht an, Tumore sind gewöhnlich fest. Das Röntgenbild ergab eine Masse, aber das “Material” in ihrem Magen sah sehr seltsam aus. So entschied man sich für eine Endoskopie. Also wurde Mitzi in Narkose gelegt und das Endoskop eingeführt. Und man entdeckte… einen riesigen Haarballen, größer als eine Faust und er steckte fest. Man fragte sich, ob der Haarballen sich seit fünf Jahren oder mehr in der Entstehung befand. Katzen verlieren nicht ihr ganzes Fell während einer Chemo, aber ihr Oberfell. Mitzi als Langhaarkatze schluckte wahrscheinlich ziemlich viele Haare während der Behandlung. Mit dem Endoskop gelang es nicht, den Haarballen zu entfernen und so musste Mitzi operiert werden, …