Katze bringt Wildtier nach Hause: und nun?

Katzenhaltung

Katze bringt Mäuse, Vögel, Fledermäuse, Feldhasen - und nun?

Die Katzenklappe klappert und kurz darauf taucht deine Katze im Wohnzimmer auf. Mit erhobenem Schwanz, konzentriertem Blick und einem Tier im Maul. Vielleicht eine Maus. Vielleicht ein Vogel. Manchmal sogar ein junger Feldhase.

Angenehm ist das meist nur für die Katze. Besonders dann, wenn sich herausstellt, dass das gefangene Tier noch lebt. Schnell stellen sich Fragen. Was sollte man jetzt tun? Darf man das Tier anfassen? Und kann man die Beute einfach wieder nach draußen setzen?

So unangenehm der Moment für uns Menschen auch sein kann, für Katzen gehört er zum normalen Verhalten. Auch der liebste Haustiger bleibt ein Raubtier mit ausgeprägtem Jagdinstinkt. Freigänger nutzen ihre Streifzüge regelmäßig, um Beute zu machen, unabhängig davon, ob zu Hause bereits ein voller Futternapf wartet.

Bringt eine Katze ein Tier mit nach Hause, ist es deshalb hilfreich zu wissen, wie man richtig reagiert. In diesem Artikel sehen wir uns an, was zu tun ist, wenn eine Katze ein Wildtier wie eine Maus oder einen Vogel mit nach Hause bringt. Zunächst schauen wir uns aber kurz an, welche Tiere Katzen bei der Jagd erbeuten.

Katze bringt lebende Maus nach Hause

© Bild von Ottó auf Pixabay

Diese Beutetiere jagen Katzen

Katzen jagen allein und konzentrieren sich daher in der Regel auf Beutetiere, die sie ohne Hilfe fangen und erlegen können. Gleichzeitig sind unsere Haustiger erstaunlich vielseitige Jäger und gelten deshalb als sogenannte Generalisten, also Raubtiere mit einem sehr breiten Beutespektrum.

Wie groß diese Vielfalt tatsächlich ist, zeigt eine globale wissenschaftliche Auswertung aus dem Jahr 2023. Darin wurden 2.084 verschiedene Tierarten dokumentiert, die zur Beute freilebender Hauskatzen wurden1Lepczyk, CA, Fantle-Lepczyk, JE, Dunham, KD, Bonnaud, E, Lindner, J, Doherty, TS & Woinarski, JCZ 2023, ‚A global synthesis and assessment of free-ranging domestic cat diet‘, Nature Communications, vol. 14, no. 1, 7809, pp. 1-10. https://doi.org/10.1038/s41467-023-42766-6. Den größten Anteil daran machen kleine Säugetiere wie Mäuse aus. Auch Vögel gehören regelmäßig zur Beute von Katzen.

Daneben fangen Katzen aber auch viele andere Tiere. Zum Beutespektrum zählen unter anderem Reptilien, Amphibien, Fische und Insekten. Die meisten Beutetiere sind vergleichsweise klein. 97 Prozent der erfassten Arten wogen weniger als fünf Kilogramm.2Lepczyk, CA, Fantle-Lepczyk, JE, Dunham, KD, Bonnaud, E, Lindner, J, Doherty, TS & Woinarski, JCZ 2023, ‚A global synthesis and assessment of free-ranging domestic cat diet‘, Nature Communications, vol. 14, no. 1, 7809, pp. 1-10. https://doi.org/10.1038/s41467-023-42766-6

So viele Beutetiere müssen Katzen jagen

Wie wichtig die Jagd für Katzen ist, zeigt sich besonders bei Tieren, die nicht vom Menschen versorgt werden. Um ihren Energiebedarf zu decken, müssen Katzen mehrere kleine Beutetiere pro Tag erlegen. Ohne zusätzliche Fütterung durch den Menschen können bis zu 10 bis 20 Beutetiere täglich notwendig sein.3International Cat Care, 2024. Understanding the hunting behaviour of cats. Available at: https://icatcare.org/articles/understanding-the-hunting-behaviour-of-cats
(Abgerufen am: 10 April 2026).

Entsprechend viel Zeit investieren solche Tiere in die Jagd. Streunerkatzen verbringen einen großen Teil ihres Tages mit der Suche nach Beute. Katzen, die in menschlicher Obhut leben, jagen deutlich weniger intensiv. Trotzdem widmen auch viele Freigänger noch mehrere Stunden am Tag jagdlichen Aktivitäten.

Auch satte Katzen jagen

Aber warum erlegt die Katze Beute und frisst sie dann nicht? Das erscheint zunächst unsinnig, ist aber ganz normales Katzenverhalten. Denn der Jagdtrieb der Katze ist nur teilweise vom Hunger abhängig4Delgado, M. & Dantas, L.M.S., 2020. Feeding cats for optimal mental and behavioral well-being. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 50(5), pp. 939–953. https://doi.org/10.1016/j.cvsm.2020.05.003
.

Als Einzeljäger ist die Katze darauf angewiesen, regelmäßig Beute zu machen. Würde sie erst mit der Jagd beginnen, wenn sie bereits hungrig ist, könnte es passieren, dass sie nicht genug Tiere erlegt, um ihren Energiebedarf zu decken. Denn längst nicht jeder Jagdversuch endet erfolgreich. Untersuchungen zeigen, dass nur etwa ein Drittel der Jagdversuche der Katze tatsächlich zum erfolgreichen Fang eines Beutetiers führt.5Konecny, M.J., 1987. Food habits and energetics of feral house cats in the Galápagos Islands. Oikos, 50(1), pp. 24–32. https://doi.org/10.2307/35653986McGregor, H., Legge, S., Potts, J., Jones, M.E. & Johnson, C.N., 2015. Feral cats are better killers in open habitats. PLOS ONE, 10(8), e0133915. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0133915
.

Deshalb nutzen Katzen jede Gelegenheit zur Jagd. Bewegungen, Geräusche oder ein flüchtendes Tier lösen sofort den Jagdinstinkt aus. Auch eine gut gefütterte Hauskatze wird daher versuchen, ein mögliches Beutetier zu fangen, selbst wenn zu Hause bereits ein voller Futternapf wartet. Darum sind Jagdspiele für Wohnungskatzen wichtig, damit die Tiere ihr natürliches Verhalten ausleben können.

Ein Teil der gefangenen Beute wird anschließend mit nach Hause gebracht. Doch warum eigentlich?

Warum Katzen Beute nach Hause bringen

Katze bringt Wildtier nach Hause

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Viele Katzenhalter fragen sich, warum ihre Katze ein erbeutetes Tier überhaupt mit nach Hause bringt. Besonders irritierend ist es, wenn die Beute noch lebt oder scheinbar nur ins Wohnzimmer getragen wird. Häufig wird vermutet, die Katze wolle ihrem Menschen ein Geschenk machen. Für diese Vorstellung gibt es jedoch keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege.

Eine mögliche Erklärung leitet sich aus dem Verhalten von Katzenmüttern ab. Diese bringen ihren Jungen Beutetiere, damit sie das Jagen lernen können. Zunächst sind die Tiere meist tot, später werden auch lebende Beutetiere gebracht, damit die Jungkatzen das Töten üben können.7Caro, T.M., 1980. Effects of the mother, object play, and adult experience on predation in cats. Behavioral and Neural Biology, 29(1), pp. 29–51. https://doi.org/10.1016/S0163-1047(80)92456-5
.

Eine andere Erklärung hängt mit dem Revierverhalten der Katze zusammen. Freigänger bewegen sich meist innerhalb eines festen Streifgebiets, in dem sie jagen, ruhen und fressen.8Cecchetti, M., Crowley, S.L., Wilson-Aggarwal, J., Nelli, L. & McDonald, R.A., 2022. Spatial behavior of domestic cats and the effects of outdoor access restrictions and interventions to reduce predation of wildlife. Conservation Science and Practice, 4(2), e597. https://doi.org/10.1111/csp2.597
Das Zuhause bildet dabei häufig den zentralen Bereich dieses Reviers und ist quasi der „Safe Space“ der Katze. Es ist daher möglich, dass sie ihre Beute dorthin bringt, um sich in Ruhe mit ihr zu beschäftigen oder sie zu fressen.

Auch individuelle Unterschiede zwischen Katzen spielen eine Rolle. Studien zeigen, dass Jagdverhalten nicht nur vom Hunger abhängt, sondern von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören unter anderem Persönlichkeit, frühe Lernerfahrungen und Umweltbedingungen.9Cecchetti, M., Crowley, S.L. and McDonald, R.A. (2021), Drivers and facilitators of hunting behaviour in domestic cats and options for management. Mam Rev, 51: 307-322. https://doi.org/10.1111/mam.1223010Cordonnier, M., Perrot, A., Ferry, N., Bonnaud, E. & Baudry, E., 2023. Pet cat personality linked to owner-reported predation frequency. Ecology and Evolution, 13, e9651. https://doi.org/10.1002/ece3.9651
Entsprechend bringen manche Katzen deutlich häufiger Beute nach Hause als andere.

Aber auch wenn eine Katze eher selten Beute nach Hause bringt, kommt bei Freigängern meist irgendwann der Moment, in dem der eigene Haustiger ein Beutetier im Gepäck hat. Dann ist es gut zu wissen, wie man richtig vorgeht.

Katze bringt ein Wildtier nach Hause: Was tun?

Bringt deine Katze ein Wildtier mit nach Hause, ist es wichtig, nicht panisch zu werden, sondern die Situation möglichst ruhig einzuschätzen. Hektisches Eingreifen hilft in diesem Moment meist nicht weiter. Vor allem solltest du vermeiden, deine Katze zu erschrecken oder ihr das Tier direkt aus dem Maul zu ziehen.

Viele Katzen verteidigen ihre Beute oder versuchen sie sofort wieder aufzunehmen, wenn sich jemand nähert. Greift man zu schnell ein, kann es passieren, dass die Katze mit ihrer Beute flieht oder noch einmal fest zubeißt, um ihren Fang nicht zu verlieren. Dadurch kann sich das Wildtier zusätzlich verletzen. Gleichzeitig besteht auch für dich ein Verletzungsrisiko, wenn dein Haustiger seine Beute verteidigt.

Der erste Schritt besteht daher darin, deine Katze vom Wildtier zu trennen. Am einfachsten gelingt das meist, indem du deine Samtpfote mit Futter, Leckerli oder einem Spiel ablenkst. Erst wenn die Katze nicht mehr direkt bei der Beute ist, solltest du dich dem Wildtier zuwenden. So vermeidest du zusätzlichen Stress für alle Beteiligten und schaffst bessere Voraussetzungen, um die Situation im nächsten Schritt in Ruhe einzuschätzen.

Wenn das Tier noch lebt

Wildtier sichern und ruhig unterbringen

Lebt das Tier noch, solltest du möglichst ruhig und vorsichtig vorgehen. Die Wildtiere stehen nach einem Angriff unter starkem Stress. Zusätzliche Aufregung kann ihren Zustand weiter verschlechtern. Nähere dich daher langsam und vermeide hastige Bewegungen.

Am besten nimmst du das Tier vorsichtig mit Handschuhen oder einem Handtuch auf. Das schützt dich vor möglichen Bissen oder Kratzern und reduziert gleichzeitig den direkten Kontakt mit Krankheitserregern. Anschließend kannst du das Tier in eine kleine, gut belüftete Box oder einen Karton setzen.

Wichtig ist, dass der Behälter möglichst dunkel und ruhig steht. Besonders bei Vögeln spielt die optische Ruhigstellung eine wichtige Rolle. Werden visuelle Reize reduziert, beruhigen sich viele Tiere deutlich schneller. Ein einfacher Karton mit Luftlöchern ist dafür meist besser geeignet als ein Käfig oder ein durchsichtiger Behälter.

Ist die Maus der Katze entwischt und jetzt in der Wohnung unterwegs, kann eine Lebendfalle wertvolle Dienste leisten. Besonders gerne mögen viele Mäuse Schokolade und Nutella.

Kein Futter anbieten oder Wasser einflößen

Futter oder Wasser solltest du einem gesicherten Wildtier aber zunächst nicht anbieten. Insbesondere Vögeln darf niemals Wasser eingeflößt werden, da Flüssigkeit leicht in die Atemwege gelangen kann. Es ist völlig ausreichend, den Vogel, das Eichhörnchen, die Maus oder die Fledermaus zunächst einfach ruhig und dunkel unterzubringen.

Auch wenn das gesicherte Beutetier unverletzt wirkt, ist Vorsicht geboten. In vielen Fällen sind äußerlich keine Verletzungen zu erkennen, haben aber dennoch stattgefunden. Katzenbisse sind oft kaum sichtbar, da die spitzen Zähne unserer Haustiger meist nur sehr kleine Einstichstellen hinterlassen, die im Fell oder Gefieder leicht übersehen werden. Daher sollte bei einem Tier, das im Maul der Katze war, immer von einer möglichen Verletzung ausgegangen werden.

Warum Katzenbisse für Wildtiere so gefährlich sind

Der Grund dafür liegt im Maul der Katze. In der Maulflora und im Speichel von Katzen kommen zahlreiche Bakterien vor, die für kleine Wildtiere schnell lebensbedrohlich werden können. Die schmalen, scharfen Zähne dringen tief ins Gewebe, in Gelenke oder sogar in Knochen ein und bringen diese Keime tief in die Wunde. Häufig handelt es sich um Infektionen mit Pasteurella multocida, daneben können auch Bakterien wie Staphylococcus aureus, Staphylococcus saprophyticus sowie anaerobe Mischinfektionen eine Rolle spielen.11Jacobs C. Hunde- und Katzenbisse – eine tückische Gefahr für den Tierarzt. Veterinärspiegel 2013; 23(03): 131 – 134. doi:10.1055/s-0033-1350613

Katze bringt Vogel nach Hause

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Ohne Behandlung können sich solche Infektionen sehr schnell entwickeln. Untersuchungen aus Wildtierstationen zeigen, dass Katzenangriffe für viele Vögel schwerwiegende Folgen haben. In einer britischen Studie starben oder mussten rund 78 % der nach Katzenkontakt eingelieferten Vögel eingeschläfert werden12Baker, P.J., Thompson, R. & Grogan, A. (2018) Survival rates of cat-attacked birds admitted to RSPCA wildlife centres in the UK: implications for cat owners and wildlife rehabilitators. Animal Welfare, 27(4), pp. 305–318. https://doi.org/10.7120/09627286.27.4.305. Das bedeutet jedoch nicht, dass Hilfe sinnlos ist.
Im Gegenteil: Gerade weil Katzenbisse so gefährlich sind, ist eine schnelle medizinische Versorgung entscheidend. Je früher ein Tier behandelt wird, desto größer sind seine Überlebenschancen.

Viele Wildtierstationen empfehlen deshalb, Tiere nach Katzenkontakt möglichst schnell antibiotisch zu versorgen. Häufig wird ein Zeitfenster von etwa sechs Stunden genannt, innerhalb dessen eine Behandlung die Überlebenschancen deutlich verbessern kann.

Wildtiere, die lebend von einer Katze gebracht wurden, sollten deshalb möglichst schnell zu einer Wildtierhilfe, einer Auffangstation oder in eine – idealerweise wildtierkundige – Tierarztpraxis gebracht werden. Dort können sie medizinisch versorgt oder, wenn keine Hilfe mehr möglich ist, gegebenenfalls erlöst werden.

Ist immer professionelle Hilfe notwendig?

In der Regel schon. Allerdings sind viele Wildtierstationen stark ausgelastet. Nicht jedes Tier, das von einer Katze gefangen wurde, kann oder muss automatisch in eine Auffangstation gebracht werden. Entscheidend ist daher immer auch eine kurze Einschätzung der Situation. Nicht immer macht es ein Eingreifen besser.

Besonders bei Vögeln und geschützten Arten wie Eichhörnchen, Feldhase oder Fledermaus gilt aber: Ist das Tier verletzt, geschwächt, apathisch oder handelt es sich um ein hilfsbedürftiges Jungtier, sollte möglichst schnell professionelle Hilfe organisiert werden. In solchen Fällen ist eine umgehende Versorgung durch eine Wildtierhilfe oder eine tierärztliche Praxis besonders wichtig.

In Fällen, in denen das gesichtete Wildtier agil und unverletzt zu sein scheint, kann es hilfreich sein, zunächst telefonisch Kontakt mit einer Wildtierhilfe oder (wildtierkundigen) Tierarztpraxis aufzunehmen. Oft hilft eine telefonische Beratung, um abzuschätzen, ob ein Tier tatsächlich gebracht werden sollte.

Wird das Wildtier nach sorgfältiger Abwägung wieder in die Freiheit entlassen, ist es wichtig, dass die Katze in dieser Zeit im Haus bleibt, damit Eichhörnchen, Feldhase, Vogel, Maus und Co. die Chance haben, sich in Sicherheit zu bringen.

Hinweis am Rande: Wildtierhilfe erfolgt oft ehrenamtlich und nicht selten durch Privatpersonen in ihrer Freizeit. Häufig haben diese Einzelkämpfer keinen Verein im Hintergrund und finanzieren alles aus eigener Tasche.

Bleibt daher bitte höflich und respektvoll, akzeptiert, dass hilfsbedürftige Wildtiere häufig nicht bei euch abgeholt werden können und die Kapazitäten manchmal einfach erschöpft sind und lasst gerne eine Spende da. Tierschutz ist teuer.

Praktische Hilfe im Notfall: die Wildtier-SOS-App

Deine Katze hat ein Wildtier mit nach Hause gebracht und du bist dir unsicher, ob das Tier Hilfe braucht, wie du es am besten sichern kannst, um welche Tierart es sich handelt oder wo du eine passende Anlaufstelle findest? In solchen Situationen kann die Wildtier-SOS-App eine hilfreiche Orientierung bieten.

Die App führt Schritt für Schritt durch einen kurzen Fragebogen. Anhand deiner Angaben bekommst du Hinweise zum weiteren Vorgehen und kannst passende Ansprechpartner in deiner Nähe finden.

Weitere Informationen zur App findest du hier:
https://wildtier-sos.de/

Banner Wildtier-SOS-App

Wenn das Beutetier bereits tot ist

Nicht selten bringt eine Katze ihre Beute bereits tot mit nach Hause. In diesem Fall besteht meist kein akuter Handlungsbedarf mehr, trotzdem solltest du vorsichtig vorgehen.

Am besten verwendest du Handschuhe oder ein Hilfsmittel wie eine Schaufel, ein Stück Karton oder Küchenpapier, um das Tier aufzunehmen. So vermeidest du direkten Kontakt mit möglichen Krankheitserregern oder Parasiten. Anschließend kannst du das Tier über den Restmüll entsorgen, am besten in Papier eingewickelt oder in einem verschlossenen Beutel. In vielen Kommunen sind Tierkörper im Biomüll nicht erlaubt.

Alternativ kann ein kleines totes Wildtier auch begraben oder an einem ruhigen, naturnahen Ort im Garten abgelegt werden. Dort wird es meist schnell von Insekten oder anderen Aasfressern genutzt und in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt. Voraussetzung ist allerdings, dass kein Verdacht auf Vergiftung oder eine ansteckende Krankheit besteht. Eingeschläferte oder allgemein bereits mit Medikamenten versorgte Wildtiere sollten grundsätzlich nicht in der Natur abgelegt werden, da sie Rückstände von Medikamenten enthalten können.

Gefahren für Katze und Mensch durch Beutetiere

Bringt eine Katze ein Wildtier nach Hause, denken viele zunächst an Mäuse oder Vögel. Tatsächlich können Freigänger jedoch ganz unterschiedliche Tiere erbeuten. In den meisten Fällen stellt das weder für Katze noch für Mensch ein größeres Problem dar. Einige Beutetiere können jedoch Verletzungen verursachen, Krankheitserreger übertragen oder Vergiftungen auslösen.

Spitzmäuse

Katze tötet Spitzmaus

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Manchmal bringt eine Katze statt einer Maus eine Spitzmaus nach Hause. Diese Tiere passen grundsätzlich ins Beuteschema der Katze, werden aber meist nicht gefressen. Der Grund ist ein stark riechendes Sekret, das für Katzen unangenehm schmeckt. Gefangen werden sie trotzdem häufig.

Einige Arten besitzen zudem Giftdrüsen, etwa die Wasser- oder Waldspitzmaus. Ihr Biss ist für Katzen in der Regel nicht lebensbedrohlich, kann aber Schmerzen oder lokale Reaktionen verursachen. Zeigt eine Katze nach dem Kontakt mit einer Spitzmaus ungewöhnliche Symptome, sollte vorsorglich eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.

Beim Umgang mit Spitzmäusen ist auch für Menschen Vorsicht geboten. Feldspitzmäuse (Crocidura leucodon) gelten als mögliches Reservoir für das Borna-Disease-Virus 1, das in seltenen Fällen auch auf den Menschen übertragen werden kann.13Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (o. J.): Infektionskrankheiten A–Z: Erkrankung durch das Bornavirus, [online] verfügbar unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/borna/index.htm
[abgerufen am 12.04.2026]
Handschuhe sind beim Umgang mit Wildtieren daher grundsätzlich empfehlenswert.

Fledermäuse

Gelegentlich kommt es vor, dass eine Katze eine Fledermaus nach Hause bringt. Fledermäuse nehmen unter den möglichen Beutetieren eine besondere Rolle ein. Alle heimischen Fledermausarten stehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter strengem Artenschutz.

Zudem können Fledermäuse Träger sogenannter Fledermaus-Tollwutviren (European Bat Lyssavirus) sein14Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (o. J.): Tollwut – Fledermaustollwut, [online] verfügbar unter: https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/tollwut/index.htm#fledermaustollwut
[abgerufen am 12.04.2026].
. Diese treten zwar selten auf, eine Übertragung durch Bisse oder Kratzer ist jedoch grundsätzlich möglich. Fledermäuse sollten deshalb niemals mit bloßen Händen angefasst werden.

Feldhasen, Mäuse und andere Nagetiere

Manche Katzen bringen auch größere Beutetiere mit nach Hause, etwa einen jungen Feldhasen oder ein Eichhörnchen. Beim Umgang mit Feldhasen ist Vorsicht geboten, da sie Träger der sogenannten Hasenpest (Tularämie) sein können. Diese bakterielle Infektionskrankheit kann auch auf den Menschen übertragen werden.15Robert Koch-Institut (RKI) (2024): Tularämie (Hasenpest, Francisella tularensis), [online] verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/T/Tularaemie/Tularaemie-node.html
[abgerufen am 12.04.2026].

Sehr häufig bringen Katzen Mäuse nach Hause. Einige Nagetierarten können Krankheitserreger tragen. Die Rötelmaus gilt beispielsweise als wichtiges Reservoir für Hantaviren in Europa16Robert Koch-Institut (RKI) (2020): RKI-Ratgeber: Hantavirus-Erkrankung, [online] verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Hantaviren.html
[abgerufen am 12.04.2026].
. Menschen infizieren sich in der Regel über eingeatmete Viruspartikel aus Urin, Kot oder Speichel der Tiere. Beim Umgang mit Wildmäusen sollten deshalb ebenfalls Handschuhe getragen werden.

Amphibien, Reptilien und weiteres Getier

Katze bringt Frosch mit nach Hause

© Image by Brigitte Werner from Pixabay

Gelegentlich bringt eine Katze auch einen Frosch oder eine Kröte nach Hause. Besonders Kröten können für Katzen problematisch sein. Arten wie die Erdkröte (Bufo bufo), die Kreuzkröte (Epidalea calamita) oder die Wechselkröte (Bufotes viridis) geben über ihre Haut giftige Sekrete ab. Nimmt eine Katze eine solche Kröte ins Maul, kann es zu starkem Speicheln, Erbrechen oder neurologischen Symptomen kommen.

In Deutschland kommen zudem zwei giftige Schlangenarten vor: die Kreuzotter (Vipera berus) und die Aspisviper (Vipera aspis). Bisse sind selten, können für Katzen jedoch schmerzhaft sein und eine tierärztliche Behandlung erforderlich machen.

Nacktschnecken übertragen darüber hinaus Lungenwürmer, verkleben das Mäulchen und können wie Regenwürmer und andere „Krabbeltiere“ für Verdauungsbeschwerden sorgen.

Verletzungen und Parasiten

Viele Beutetiere versuchen sich zudem zu verteidigen. Besonders Ratten können Katzen durch kräftige Bisse schwer verletzen. Wenn deine Katze regelmäßig jagt und häufiger Beute mit nach Hause bringt, lohnt sich deshalb gelegentlich ein kurzer Blick auf mögliche Verletzungen.

Kleine Wunden bleiben im Fell oft unbemerkt, können sich aber entzünden und später zu schmerzhaften Abszessen entwickeln. Hinweise darauf können zum Beispiel Humpeln, eine schmerzhafte Schwellung, Fieber oder eine plötzlich ungewöhnlich ruhige Katze sein. In solchen Fällen sollte vorsorglich eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.

Über Beutetiere können außerdem Parasiten übertragen werden, etwa Würmer. Bei Katzen, die regelmäßig jagen und Beutetiere fressen, ist daher eine regelmäßige Entwurmung besonders wichtig.

Vergiftungsrisiken

Eine weitere Gefahr entsteht, wenn Beutetiere zuvor mit Giftstoffen in Kontakt gekommen sind. Besonders relevant sind hier Rattengifte. Viele dieser Wirkstoffe hemmen die Blutgerinnung, sodass betroffene Tiere innerlich verbluten können.

Ein weiterer Wirkstoff, der bei der Mäusebekämpfung eingesetzt wird, ist Alpha-Chloralose. Dieses Gift wirkt auf das zentrale Nervensystem und führt bei vergifteten Tieren zu neurologischen Störungen, Unterkühlung und Bewusstseinsstörungen. Frisst eine Katze ein vergiftetes Beutetier, kann es zu einer sogenannten Sekundärvergiftung kommen.⁵

Kann man verhindern, dass Katzen Beute nach Hause bringen?

Kann man Freigänger eigentlich vom Jagen abhalten? Nein, leider nicht. Der Jagdtrieb gehört zum natürlichen Verhalten der Katze und wird nicht nur durch Hunger ausgelöst. Mehr Futter in den Napf zu füllen sorgt daher selten dafür, dass der Haustiger plötzlich aufhört zu jagen. Im Zweifelsfall füttert man die Katze damit einfach nur dick.

Statt zu versuchen, das Jagen komplett zu unterbinden, ist es sinnvoller, der Katze andere Möglichkeiten zu geben, ihren Jagdtrieb auszuleben und den Jagddruck auf Wildtiere nach Möglichkeit etwas zu reduzieren.

Dabei können zum Beispiel folgende Maßnahmen helfen:

 

  • Hochwertiges Katzenfutter anbieten: Eine ausgewogene, vollständige Ernährung stellt sicher, dass der Energiebedarf der Katze gedeckt ist.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt anbieten: Katzen sind von Natur aus auf viele kleine Beutetiere eingestellt. Mehrere kleinere Mahlzeiten kommen diesem natürlichen Muster näher. Futterautomaten oder Futterspiele können dabei helfen.
  • Regelmäßig mit der Katze spielen: Kurze, häufige Spielphasen mit Federangel, Spielmaus oder ähnlichem bieten eine gute Möglichkeit, dass Katzen ihren Jagdtrieb ausleben können. Dabei sollte das natürliche Beuteverhalten so gut wie möglich imitiert werden.
  • Freigang möglichst sicher gestalten: Am sichersten für Katzen und Wildtiere ist gesicherter Freigang, zum Beispiel in einem katzensicheren Garten oder in einem Katzengehege. So kann die Katze Zeit draußen verbringen, ohne unkontrolliert zu jagen oder selbst in Gefahr zu geraten. Ungesicherter Freigang birgt für Katzen zahlreiche Risiken, etwa durch Straßenverkehr, Krankheiten oder Verletzungen durch andere Tiere.
  • Katzen kastrieren lassen: Katzen sollten generell kastriert werden, insbesondere bevor sie Freigang bekommen. Das verhindert unkontrollierte Vermehrung und reduziert meist auch das Streifverhalten.

Fazit

Wenn deine Katze ein Wildtier nach Hause bringt, ist das zunächst einmal ganz normales Katzenverhalten. Auch wenn solche Situationen für uns Menschen manchmal unangenehm oder stressig sind, hilft es meist am meisten, ruhig zu bleiben und die Lage Schritt für Schritt einzuschätzen.

Lebt das Tier noch, sollte es möglichst stressarm gesichert und bei Bedarf versorgt werden. Ist das Tier bereits tot, reicht in der Regel eine vorsichtige und hygienische Entsorgung.

Und auch wenn man das Jagdverhalten von Katzen nicht vollständig verhindern kann, lässt sich der Jagddruck durch Beschäftigung, passende Fütterung und bewusst gestalteten Freigang zumindest etwas reduzieren.

Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

  • Was tun, wenn meine Katze ein Wildtier mit nach Hause bringt? Bleibe ruhig und sichere zunächst deine Katze, damit sie das Tier nicht weiter verletzt. Das Wildtier sollte vorsichtig mit Handschuhen aufgenommen und in eine dunkle, gut belüftete Box gesetzt werden. Anschließend kann eine Wildtierhilfe oder eine Tierarztpraxis kontaktiert werden, um das weitere Vorgehen abzuklären.
  • Warum bringt meine Katze Beute nach Hause? Katzen sind Einzeljäger und reagieren instinktiv auf Bewegungen und flüchtende Tiere. Auch gut gefütterte Katzen jagen deshalb weiterhin. Viele Katzen bringen ihre Beute an einen sicheren Ort – und das ist häufig das eigene Zuhause.
  • Überleben Vögel einen Angriff durch eine Katze? Auch wenn äußerlich keine Verletzungen sichtbar sind, können Katzenbisse schwere bakterielle Infektionen verursachen. Deshalb sollten Vögel nach Katzenkontakt möglichst schnell tierärztlich versorgt oder zu einer Wildtierhilfe gebracht werden.
  • Was tun, wenn meine Katze eine Fledermaus nach Hause bringt? Fledermäuse sollten niemals mit bloßen Händen angefasst werden. Sie stehen unter Artenschutz und können außerdem Krankheitserreger übertragen. Das Tier sollte möglichst stressarm gesichert und anschließend an eine Fledermausstation oder Wildtierhilfe übergeben werden.
  • Kann man verhindern, dass Katzen jagen? Das Jagdverhalten lässt sich meist nicht vollständig verhindern, da es zum natürlichen Verhalten der Katze gehört. Regelmäßiges Spielen, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag und gesicherter Freigang können jedoch helfen, den Jagddruck etwas zu reduzieren.

Referenzen (u. a.)

Baker, P.J., Thompson, R. & Grogan, A. (2018) Survival rates of cat-attacked birds admitted to RSPCA wildlife centres in the UK: implications for cat owners and wildlife rehabilitators. Animal Welfare, 27(4), pp. 305–318. https://doi.org/10.7120/09627286.27.4.305

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (o. J.): Infektionskrankheiten A–Z: Erkrankung durch das Bornavirus, [online] verfügbar unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/borna/index.htm [abgerufen am 12.04.2026].

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Caro, T.M., 1980. Effects of the mother, object play, and adult experience on predation in cats. Behavioral and Neural Biology, 29(1), pp. 29–51. https://doi.org/10.1016/S0163-1047(80)92456-5

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Cecchetti, M., Crowley, S.L., Wilson-Aggarwal, J., Nelli, L. & McDonald, R.A., 2022. Spatial behavior of domestic cats and the effects of outdoor access restrictions and interventions to reduce predation of wildlife. Conservation Science and Practice, 4(2), e597. https://doi.org/10.1111/csp2.597

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Referenzen

Katzenpflanzen: Sind Palmkätzchen für Katzen giftig?

Katzenpflanzen

Sind Palmkätzchen für Katzen giftig?

Palmkätzchen gehören zu den ersten Vorboten des Frühlings und werden besonders rund um Ostern gerne als Dekoration in Wohnungen aufgestellt. Die flauschigen, silbrig schimmernden Blütenstände wirken harmlos und finden sich häufig in Vasen oder Frühlingssträußen. Für Katzenhalter*innen stellt sich jedoch schnell die Frage, ob Palmkätzchen für Katzen giftig sein können.

Gerade im Katzenhaushalt ist Vorsicht geboten, denn zahlreiche Pflanzen können bei Katzen zu gesundheitlichen Problemen führen. Einige Zimmer- und Gartenpflanzen und darunter auch viele Frühlingspflanzen sind hochgiftig und können bereits in kleinen Mengen schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Dazu zählt z. B. auch die Osterglocke. Daher ist es sinnvoll, sich vor dem Aufstellen von Pflanzen darüber zu informieren, ob sie für Katzen geeignet sind.

Palmkätzchen gelten im Allgemeinen als relativ ungefährlich für Katzen. Dennoch gibt es einige Punkte, die Katzenhalter*innen beachten sollten.

Palmkätzchen mit Marienkäufer

© Bild von Frauke Riether auf Pixabay

Herkunft der Palmkätzchen

Der Begriff „Palmkätzchen“ bezeichnet die flauschigen Blütenstände verschiedener Weidenarten aus der Gattung Salix, insbesondere der Sal-Weide (Salix caprea). Diese Pflanzen sind in großen Teilen Europas, Westasiens und Nordafrikas verbreitet und wachsen bevorzugt an Waldrändern, auf Lichtungen oder entlang von Gewässern.

Die Blüten erscheinen meist bereits im Spätwinter oder frühen Frühjahr, noch bevor sich die Blätter vollständig entwickeln. Durch ihren frühen Blühzeitpunkt sind Weiden eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insektenarten, vor allem für Bienen. Entsprechend freut sich die Natur, wenn man die Palmkätzchen dort belässt und nicht mit in die Wohnung verbringt.

In vielen Regionen Europas haben Palmkätzchen zudem eine religiöse und kulturelle Bedeutung. Traditionell werden sie am Palmsonntag gesegnet und als Ersatz für Palmzweige verwendet, da echte Palmen in Mitteleuropa nicht heimisch sind.

Aussehen der Palmkätzchen

Palmkätzchen sind leicht an ihren charakteristischen, samtigen Blütenständen zu erkennen. Diese bestehen aus dicht stehenden Blüten, die von silbrig behaarten Knospenschuppen umgeben sind und dadurch besonders weich wirken.

Im Laufe der Blütezeit entwickeln sich aus den zunächst grauen Knospen gelbliche Blütenstände mit zahlreichen Pollen. Die Zweige der Weiden sind meist relativ biegsam und tragen längliche, leicht gezähnte Blätter, die sich erst nach der Blüte vollständig entfalten.

Gerade wegen ihres dekorativen Aussehens werden Palmkätzchen häufig als Frühlingsdekoration in Wohnungen verwendet. Für Katzen können die beweglichen Zweige allerdings auch einen starken Spielreiz darstellen.

Sind Palmkätzchen giftig für Katzen?

Weidenarten der Gattung Salix, zu denen auch Palmkätzchen gehören, gelten nach aktuellem Wissensstand nicht als stark giftig für Katzen. In veterinärmedizinischen Giftpflanzen-Datenbanken werden sie nicht als typische Ursache für Pflanzenvergiftungen bei Katzen geführt.

Dennoch enthalten Weiden verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Salicin. Diese Verbindung wird im Körper zu Salicylsäure umgewandelt und ist chemisch verwandt mit dem Wirkstoff der Acetylsalicylsäure.

Bei gelegentlichem Knabbern kleiner Mengen sind normalerweise keine Vergiftungserscheinungen zu erwarten. Allerdings sollte der Verzehr größerer Mengen vermieden werden. Katzen können Salicylate nur eingeschränkt abbauen, weshalb eine regelmäßige oder chronische Aufnahme theoretisch zu gesundheitlichen Problemen führen könnte, etwa zu einer erhöhten Blutungsneigung.

Giftige Pflanzenteile der Palmkätzchen

Grundsätzlich gelten Palmkätzchen als nur schwach problematisch für Katzen. Bestimmte Pflanzenteile enthalten jedoch höhere Konzentrationen an Inhaltsstoffen.

Potenziell relevante Pflanzenteile sind vor allem:

  • Rinde
  • junge Zweige
  • Knospen und Blütenstände

Diese Pflanzenteile enthalten unter anderem Salicin und andere phenolische Verbindungen, die bei sehr hohen oder wiederholten Aufnahmemengen theoretisch unerwünschte Wirkungen hervorrufen könnten.

Ein gelegentliches Knabbern stellt normalerweise kein gesundheitliches Risiko dar. Eine Aufnahme im Übermaß sowie eine chronische Einnahme sollten jedoch vermieden werden, da Salicylate theoretisch die Blutgerinnung beeinflussen und die Blutungsgefahr erhöhen könnten.

Mögliche Gesundheitsprobleme bei Katzen durch Palmkätzchen

Auch wenn Palmkätzchen grundsätzlich als relativ ungefährlich gelten, können beim Fressen oder Kauen der Zweige dennoch gesundheitliche Probleme auftreten.

Mögliche Symptome sind beispielsweise:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • vermehrter Speichelfluss
  • leichte Magen-Darm-Reizung

Diese Beschwerden entstehen meist durch pflanzliche Fasern oder durch sekundäre Pflanzenstoffe, die den Verdauungstrakt reizen können.

Ein weiteres mögliches Risiko besteht durch die holzigen Zweige der Weide. Beim Kauen können kleine Splitter entstehen, die zu Verletzungen im Maul führen oder verschluckt werden.

Darüber hinaus sollten Katzenhalter bedenken, dass dekorative Zweige manchmal mit Pestiziden oder Konservierungsmitteln behandelt sein können. Diese stellen unter Umständen ein größeres Risiko dar als die Pflanze selbst.

Vorsichtsmaßnahmen im Katzenhaushalt

Auch wenn Palmkätzchen für Katzen als relativ ungefährlich gelten, empfiehlt es sich, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und dafür zu sorgen, dass sich die Katze nach Möglichkeit nicht an den Palmkätzchen vergreifen kann..

    • Palmkätzchen möglichst außer Reichweite der Katze aufstellen
    • keine mit Pestiziden behandelten Zweige verwenden
    • Katzen nicht mit den Zweigen spielen lassen

Zeigt eine Katze nach Kontakt mit Pflanzen Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder ungewöhnliches Verhalten, sollte vorsichtshalber ein Tierarzt oder eine Tierärztin kontaktiert werden.

Merke-Katze

Häufige Fragen (FAQ)

  • Sind Palmkätzchen für Katzen giftig?Palmkätzchen gelten allgemein als nicht stark giftig für Katzen. Gelegentliches Knabbern kleiner Mengen führt normalerweise nicht zu Vergiftungen. Katzen sollten jedoch keine größeren Mengen der Pflanze oder im besten Fall keine Teile der Pflanze fressen.
  • Welche Pflanzenteile der Palmkätzchen sind problematisch? Vor allem die Rinde, junge Zweige sowie Knospen und Blütenstände enthalten Salicin und andere sekundäre Pflanzenstoffe. Diese können prinzipiell gesundheitliche Probleme verursachen.
  • Was passiert, wenn eine Katze Palmkätzchen frisst? In den meisten Fällen passiert nichts. Gelegentlich können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder vermehrter Speichelfluss auftreten.
  • Können Palmkätzchen bei Katzen Blutungsprobleme verursachen? Weiden enthalten Salicin, eine Vorstufe der Salicylsäure. Bei sehr hohen oder chronischen Aufnahmemengen könnten Salicylate grundsätzlich die Blutgerinnung beeinflussen. 

Sind Grünlilien für Katzen giftig?

Katzenpflanzen

Sind Grünlilien für Katzen giftig?

Zimmerpflanzen wie Grünlilien verschönern das Zuhause, sind pflegeleicht und gelten als äußerst robust. Doch gerade im Katzenhaushalt stellt sich die Frage, ob diese beliebten Pflanzen auch wirklich sicher sind. Denn viele Zimmerpflanzen enthalten Stoffe, die für Katzen giftig sein können – in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich. Wer Katzen hat, tut daher gut daran, genau hinzuschauen und nur ungiftige Pflanzen in der Wohnung zu platzieren, die keine Gefahr darstellen.

Eine Möglichkeit stellen hier die Grünlilien (Chlorophytum comosum) dar, die als anspruchslose und nichtsdestotrotz attraktive Zimmerpflanzen gelten. Im Folgenden gehen wir genauer auf Herkunft, Aussehen und mögliche Gefahren durch das Beamtengras, wie die Grünlilien auch genannt werden, ein.

Grünlilien

Herkunft der Grünlilie

Grünlilien stammen ursprünglich aus Afrika und sind dort im Osten, von Äthiopien bis Südafrika und im Westen des Kontinents zu finden. Die Pflanzen wachsen in Südafrika im Unterholz bewaldeter Flusstäler, im Gebüsch und in den Bergen. Auf dem Kilimandscharo findet man Grünlilien in Höhen von nahezu 2500 Metern.

Die Pflanze gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Ihre große Anpassungsfähigkeit und ihr schnelles Wachstum machten sie nicht nur in botanischen Sammlungen populär, sondern auch in privaten Haushalten. Heute zählt die Grünlilie zu den „Klassikern“ unter den Zimmerpflanzen, die nahezu jeder kennt – oft auch als pflegeleichte „Einsteigerpflanze“.

Aussehen der Grünlilie

Das charakteristische Merkmal der Grünlilie sind ihre langen, schmalen Blätter, die in dichten Rosetten wachsen. Typisch ist die grün-weiß gestreifte Musterung vieler Sorten, es gibt aber auch rein grüne Varianten. Die Blätter können bis zu 45 Zentimeter lang werden.

Ein charakteristisches Merkmal der Pflanzen sind die Kindel: Kleine Ableger, die an langen, herabhängenden Trieben entstehen. Diese erinnern an Spinnen, weshalb die Pflanze im Englischen auch „Spider Plant“ genannt wird. Aus den unscheinbaren weißen Blüten, die in den Sommermonaten erscheinen können, entwickeln sich die Pflänzchen, die sich leicht abtrennen und einwurzeln lassen.

Grünlilien werden gerne in klassischen Blumentöpfen oder auch in Blumenampeln gepflegt. Gerade in Haushalten mit Katzen sind die herabhängenden Blätter allerdings eine Einladung zum Spielen und Knabbern.

Sind Grünlilien für Katzen giftig?

Die Grünlilie gilt für Katzen als ungiftig. Allerdings wurden in den unterirdischen Teilen der Pflanzen Toxine (Saponine) nachgewiesen. Allerdings sind dazu bisher in der Literatur keine Vergiftungsfälle beim Tier beschrieben worden 1Chlorophytum comosum – https://www.vetpharm.uzh.ch/. Abgerufen am: 03.09.2025

Jedoch kann die Aufnahme größerer Mengen der Pflanze zu Magen-Darm-Beschwerden führen, daher sollte das „Beamtengras“ von Katzen dennoch nicht im Übermaß verzehrt werden. Zudem besteht bei der Grünlilie wie auch bei anderen Pflanzen, durch die Blätter grundsätzlich das Risiko von Verletzungen im Mund-Rachenraum. Des Weiteren nehmen die Pflanzen Schadstoffe aus der Raumluft auf, was ebenfalls eine Gefahr darstellen kann.

Es ist daher auch bei der Grünlilie sinnvoll, die Katzen zu beobachten und die Pflanze gegebenenfalls aus der Reichweite der Stubentiger zu entfernen, sollten sie zu großes Interesse am Beamtengras zeigen.

Warum knabbern Katzen so gerne an Grünlilien?

Viele Katzenbesitzer kennen das Problem: Kaum steht die Pflanze irgendwo erreichbar, schon macht sich die Katze daran zu schaffen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Instinktives Verhalten: Katzen fressen Gras oder andere Pflanzen, um Haarballen loszuwerden und die Verdauung anzuregen.
  • Spieltrieb: Die langen, hängenden Blätter sind eine spannende „Beute“.
  • Neugier: Gerade junge Katzen probieren alles aus.

Dass Katzen Grünpflanzen anziehend finden, ist also im Endeffekt ganz normal, kann aber unter Umständen für die Haustiger problematisch sein.

Merke-Katze

In a Nutshell / Zusammenfassung

  • Ist die Grünlilie für Katzen giftig?

    Nein, die Grünlilie (Chlorophytum comosum) gilt laut ASPCA und Vetpharm-Datenbank als ungiftig für Katzen. Weder Blätter noch Stängel enthalten toxische Substanzen, die bei normalem Kontakt gefährlich wären.

  • Darf meine Katze an der Grünlilie knabbern?

    In kleinen Mengen ist das Knabbern in der Regel unbedenklich. Frisst die Katze jedoch große Mengen, kann es zu leichten Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall kommen. Daher sollte der Verzehr möglichst eingeschränkt werden.

  • Welche Pflanzenteile der Grünlilie können problematisch sein?

    Einige Quellen berichten, dass unterirdische Pflanzenteile (z. B. Wurzeln) geringe Mengen Saponine enthalten. Diese gelten als reizend, aber nicht akut giftig. Auch Samenstände sollten sicherheitshalber entfernt werden.

  • Ist die Grünlilie katzenfreundlich?

    Ja, sie zählt wie die Bromelie zu den katzenfreundlichen Zimmerpflanzen – vorausgesetzt, die Katze frisst nicht regelmäßig große Mengen.

  • Kann meine Katze durch Grünlilien vergiftet werden?

    Nein, eine Vergiftung durch Grünlilien ist sehr unwahrscheinlich. Es kann aber zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Durchfall kommen, wenn zu viel gefressen wird. In Raucherhaushalten kann die Pflanze zusätzlich Schadstoffe aus der Luft aufnehmen

  • Was passiert, wenn eine Katze zu viel Grünlilie frisst?

    Typische Reaktionen sind: Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Diese Beschwerden verschwinden meist von selbst. Im Zweifelsfall sollte aber die Tierarztpraxis des Vertrauens konsultiert werden.

  • Was ist, wenn meine Katze ständig an Pflanzen knabbert?

    Dann ist es eine gute Idee, Alternativen anzubieten und die Pflanzen unzugänglich für die Katze zu platzieren (z. B. in einer Hängeampel). Zudem ist es – wie bei jedem auffälligen Verhalten – sinnvoll, die Katze gut zu beobachten und vorsorglich in der Tierarztpraxis vorzustellen, um gesundheitliche Probleme (z. B. Magen-Darm-Beschwerden) oder Schmerzen nicht zu übersehen.

Interview: Die Katze und das Tierheim

Interview

Katzen im und aus dem Tierheim

„Wenn sich kein Zuhause findet, dann muss die Katze ins Tierheim.“ – Eine Aussage, die man immer wieder liest und die häufig eingesetzt wird, um den emotionalen Druck auf potentielle Adoptanten zu erhöhen und diese dazu zu bringen, das Tier zu adoptieren, bevor es ins Tierheim „abgeschoben“ wird. Ein Ort, der immer noch häufig mit vielen negativen Vorstellungen in Verbindung gebracht wird, obwohl viele Kritiker ein Tierheim noch nie von innen gesehen haben.

Um hier ein wenig Aufklärung zu betreiben, hat sich Jasmin alias Frau Clickerlöwe bereiterklärt, uns im Rahmen eines Interviews ein wenig über den Alltag im Tierheim Gelsenkirchen zu erzählen und nimmt sich dabei auch vielen häufigen Vorurteilen an, die regelmäßig vorgebracht werden.

Haustiger: Hallo Jasmin, bitte stell dich doch kurz vor, damit unsere Leser auch wissen, mit wem sie es zu tun haben.

© Jasmin Lindner

Jasmin: Hallo, mein Name ist Jasmin alias Frau Clickerlöwe und ich bin hauptamtliche (Assistentin der Geschäftsstellenleiterin) sowie ehrenamtliche Mitarbeiterin (Katzenschmuserin und Katzenverhaltensberaterin im Katzenhaus) im Tierheim Gelsenkirchen / Tierschutzverein für Gelsenkirchen und Umgebung e.V. 1880.

Haustiger: Was die “Zustände” in Tierheimen so angeht, gibt es ja nach wie vor viele Mythen und Vorurteile. Teilweise wird sogar angenommen, den Tieren werde dort Leid angetan. Wie muss man sich denn den Alltag bzw. einen Tag im Tierheim als Außenstehender so vorstellen?

Jasmin: Viele der Mythen und Vorurteile sind mir natürlich auch bekannt und ich möchte mit jeder Menge Aufklärung dafür sorgen, dass diese entkräftet werden.

Der Alltag im Tierheim ist sowohl körperlich als auch emotional anstrengend: Ganz oft sind die Tierheime überfüllt, die Wartelisten werden immer länger und die Schicksale der einzelnen Tiere werden immer trauriger.

Katzenbox im Katzenhaus des Tierheims Gelsenkirchen
© Jasmin Lindner

Die Pfleger kümmern sich um die zugeteilten Abteilungen und Tiere: Die Boxen / Käfige werden gesäubert, Streu, Heu etc. wird aufgefüllt, die Toiletten / Ausscheidungsecken werden geputzt und neu befüllt, die Wäsche wird gewechselt, die Tiere bekommen frisches Futter & Wasser, die Näpfe und Utensilien werden gespült, es muss eine Menge desinfiziert werden, einige Tiere benötigen eine besondere Pflege und / oder benötigen ihre Medikamente, die Termine für Vermittlungsgespräche und Besuche beim Tierarzt müssen koordiniert und abgesprochen werden, die Mails und das Telefon (Nachrichten auf dem AB) werden abgerufen und beantwortet und und und…

Bei all der vielen Arbeit versucht man allerdings auch, den Tieren so viel Aufmerksamkeit, Liebe und auch Training zukommen zu lassen wie nur möglich.

© Jasmin Lindner

Haustiger: Angenommen, ich habe eine Katze gefunden oder muss mich von meinem Tier trennen und möchte / muss den Vierbeiner im Tierheim abgeben. Wie muss ich mir das vorstellen? Kann man die Katze einfach abgeben? Wird eine Gebühr fällig?

Jasmin: Wenn ein Tier gefunden wird, kann es problemlos im Tierheim abgegeben werden.

Da wir uns entschlossen haben, unser Tierheim auch nach der Corona-Pandemie dauerhaft geschlossen zu halten und uns voll auf 1:1-Vermittlungstermine mit Interessenten zu konzentrieren, ist für die private Abgabe einer Katze ein Termin notwendig, der telefonisch abgesprochen werden kann.

Vor einer Abgabe müssen wir schauen, ob wir Kapazitäten für die Aufnahme der Tiere haben. Hier wird dann auch eine Gebühr fällig, die sich zum Beispiel nach dem Impfstatus bzw. einer nicht vorhandenen Kastration etc. richtet.

Haustiger: Wenn es sich um mein eigenes Tier handelt oder eine Katze, die ich gut kenne (z. B. die Katze von der verstorbenen Oma). Wie kann ich den Umzug für beide Seiten so gut wie möglich gestalten?

Jasmin: Wenn es sich bei der Abgabe um ein bekanntes Tier handelt, wäre es für uns als Tierheim (-Mitarbeiter) wichtig, so viele Infos wie nur möglich über das Tier zu erhalten.

• Was isst es gerne? Hat es Lieblingsleckerchen?
• Hat es eine Lieblingsdecke? Ein Lieblingskissen?
• Wo mag es gerne angefasst werden? Was mag das Tier überhaupt nicht?
• Welche Krankheiten oder Allergien sind bekannt?
• Mag das Tier andere Katzen? Mag das Tier andere Tiere? Kommt das Tier mit Kindern klar?
• Und und und…

Wenn viele wichtige Infos vorhanden sind, können wir uns individueller um das abgegebene Tier kümmern und ihm / ihr den Umzug so angenehm wie möglich gestalten. Dies ist dann auch ein wenig einfacher für das Tier in Bezug auf die Umgewöhnung.

Keks © Jasmin Lindner

Für den Menschen ist es auch ein großer Einschnitt, selbst wenn es nicht das eigene Tier ist, sondern möglicherweise das Tier der verstorbenen Oma, an dem man aber dennoch hängt. Hier könnte es hilfreich sein, sich einem Menschen im nahen Umfeld anzuvertrauen und seine Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen zu können. Manchmal ist eine Abgabe leider unumgänglich, aber man kann dennoch versuchen, die Situation bestmöglich zu gestalten. Oft hilft es den Tierheimen (und auch den Menschen), eine Patenschaft für dieses Tier abzuschließen, so dass einige Kosten auf Dauer gedeckt sind und man das Tier noch „sicherer“ versorgt weiß.

Haustiger: Was geschieht mit der Katze direkt nachdem sie im Tierheim angekommen ist (z. B. im Hinblick auf Untersuchungen, Quarantäne, … )?

Jasmin: Im Regelfall kommt die Katze erstmal in eine Quarantänestation und wird schnellstmöglich dem Tierarzt des Tierheimes vorgestellt. Man schaut sich den aktuellen Impfstatus an, organisiert, wenn nötig, einen Termin für die Impfung / Kastration etc. und beobachtet das Verhalten der Katze. Dies ist später wichtig für eine eventuelle Vergesellschaftung mit anderen Katzen in unseren beiden Katzenhäusern und natürlich für die weitere Vermittlung.

© Jasmin Lindner

Haustiger: Was wird getan, damit sich die Katzen im Tierheim so wohl wie möglich fühlen? Inwieweit kann auf die Bedürfnisse der Katzen Rücksicht genommen werden? Gibt es Beschäftigungsangebote?

Jasmin: Wenn das Tierheim „übervoll“ ist, bringt dies die Tiere sowie die Mitarbeiter an ihre körperlichen sowie emotionalen Grenzen. Es versuchen dennoch alle, den Katzen den Aufenthalt im Tierheim so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Innerhalb der Boxen wird geschaut, dass die Tiere genügend Versteckmöglichkeiten haben, falls sie sich zurück ziehen möchten.

In den Quarantäne- / Krankenstationen sind die Beschäftigungsangebote aufgrund des Platzmangels und der gesundheitlichen Situation sehr überschaubar. Hier liegt der Fokus auf dem „wieder gesund werden“, um dann in eine Box in unseren Katzenhäusern oder Übergangsstationen ziehen zu dürfen.

In den Katzenhäusern gibt es dann mehr Beschäftigungsangebote, da dort auch die ehrenamtlichen Katzenschmuser Zugang haben und sich ausgiebiger um die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Katzen kümmern können. Die Pfleger und Schmuser arbeiten hier Hand in Hand und tauschen sich über die Fortschritte der Katzen aus, so dass dies auch in den Vermittlungstexten und bei der Vermittlung erwähnt werden kann.

@ Jasmin Lindner

Von den Schmusern werden im Regelfall die folgenden Dinge angeboten:
Clickertraining (Tricks, Medical Training, Höflichkeitstraining etc.), Wellness in Form von Streicheln, Kraulen und Bürsten (wenn die Katzen dies wünschen); Action in Form von Spielangeboten (Spielangeln, Bändchen, Fummelbretter etc.); Ansprechen des Hörsinns: Vorlesen für sehr schüchterne Katzen bzw. auch für Katzen, die dies gerne mögen.

Medical Training
© Jasmin Lindner

Wenn sich eine Katze als „Star“ fühlen möchte, bieten wir auch Fotoshootings an, damit man auf unseren sozialen Medien „glänzen“ kann. 😉

Haustiger: Angenommen, ich würde gerne eine Katze aus dem Tierheim adoptieren. Wie läuft das ab? Kann man da einfach vorbeikommen?

Prinzipiell handhabt jedes Tierheim die Vermittlung ganz individuell. Unsere Mitarbeiter haben nach der Schließung während der Corona-Pandemie bemerkt, dass 1:1-Termine mit Interessenten sinnvoller gehändelt werden können als der bisherige Publikumsverkehr. Die individuelle Betreuung lässt eine intensivere Zeitspanne für Fragen zu und wird deshalb beibehalten.

Dies bedeutet, dass die Menschen sich bei Interesse an einer unserer Katzen im Tierheim-Büro melden und dann einen Termin ausmachen können. An diesem Termin kümmert sich dann ein Tierpfleger um die Interessenten und man darf die Katze ausgiebig kennen lernen. Wenn es sich um eine Katze in den beiden Katzenhäusern handelt, können die Katzenschmuser ins Gespräch involviert werden und eventuell auch noch einige wichtige Infos mitteilen. Oft wissen sie, welche Leckerchen die ausgewählte Katze mag, welches Spielzeug richtig gefeiert wird und wo die Katze am allerliebsten gekrault werden möchte… und und und.

© Jasmin Lindner

Wenn der Funke dann überspringt (auf beiden Seiten) und alle Eckdaten passen, darf die Katze adoptiert werden und ausziehen. Handelt es sich bei der ausgewählten Katze um eine Katze mit einer „Verhaltensoriginalität“, sind im Regelfall mehrere Besuche sinnvoll, um die Katze besser kennen zu lernen und auch die mögliche Verhaltensoriginalität. So kann man dann für sich entscheiden, ob man das gemeinsame Zusammenleben mit notwendigen Managementmaßnahmen sowie (Clicker-) Training händeln kann / will.

Clickertraining
© Jasmin Lindner

Es macht eindeutig Sinn, die Vermittlung VOR der Adoption zu stoppen, sobald man sich mit der Situation doch überfordert fühlt. (Ganz wichtig: Das ist absolut keine Schande, sondern in meinen Augen sehr erwünscht, denn eine unüberlegte Vermittlung schadet im schlimmsten Fall allen Beteiligten!)

Haustiger: Muss man bei der Adoption einer Katze aus dem Tierheim grundsätzlich davon ausgehen, dass die Tiere durch den Aufenthalt im Tierheim in irgendeiner Form verhaltensauffällig oder traumatisiert sind und ggf. mehr Arbeit machen als “Nicht-Tierschutzkatzen”?

Jasmin: Die Frage ist hier, wie man die Begrifflichkeiten definiert. Was bedeutet „verhaltensauffällig“? Eine Katze aus einem Züchterhaushalt / Vermehrerhaushalt kann ebenso Verhaltensauffälligkeiten aufweisen wie eine Katze aus dem Tierheim. Der bloße Aufenthalt in einem Tierheim löst per se keine Verhaltensprobleme aus. Wir müssen uns aber klar machen, dass ein sensibles Tier natürlich durchaus anders mit einer solchen Situation umgehen könnte, als ein sehr selbstsicheres Tier. Oft ist es ja sogar so, dass die Tiere erst NACH einer traumatisierenden Situation im Tierheim landen und dann hier erst mal einen sicheren Hafen finden, bevor sie in ihr neues Zuhause ziehen können.

© Jasmin Lindner

Mittlerweile landen jede Menge „ebay-Katzen“ in den Tierheimen, weil Privatleute ihre Tiere nicht mehr zum „Verkauf“ anbieten dürfen. Ich bezweifle stark, dass diese Katzen (häufig sind es ja „Upps-passiert“-Würfe) mental gesünder sind als ihre Artgenossen im Tierheim.

Dass Tierschutzkatzen mehr Arbeit machen als „Nicht-Tierschutzkatzen“ halte ich für eine nicht haltbare Verallgemeinerung, die im Grunde genommen niemandem einen Vorteil bringt. Für mich entspricht diese Aussage nicht den Tatsachen, da eine artgerechte Tierhaltung grundsätzlich mit mehr Aufwand verbunden ist, als wenn das Tier nur „so nebenbei“ existiert.

Haustiger: Immer wieder hört man, jemand war im Tierheim, hat aber keine Katze bekommen. Oder auch “Tierheime wollen doch überhaupt keine Tiere vermitteln”. Dafür gibt es ja in der Regel Gründe. Magst du dazu vielleicht noch etwas sagen?

Jasmin: Vielen Menschen fällt es leichter, eine schlechte Rezension zu schreiben als eine gute. In den meisten Fällen gibt es in der Tat nachvollziehbare Gründe, weshalb Tier x oder Tier y eben nicht zu diesem Menschen / zu dieser Familie gepasst hat. Tierheime / Tierschutzvereine entscheiden zugunsten des individuellen Tieres, da wir alle eine Verantwortung für unsere Tiere übernommen haben, derer wir gerecht werden wollen.

© Jasmin Lindner

Wenn ich beispielsweise eine Katze habe, die Freigang benötigt und aufgrund eines traumatischen Ereignisses nicht mit Kindern kompatibel ist, dann wäre es verantwortungslos, diese Katze in eine reine Wohnungshaltung zu einer Familie mit 3 kleinen Kindern zu vermitteln. Dann wäre vielleicht diese Familie zufrieden, aber die Katze wäre unglücklich. Außerdem würde das Glück der Familie wahrscheinlich nicht all zu lange andauern, weil die Katze aufgrund ihrer Frustration möglicherweise Verhaltensauffälligkeiten wie Unsauberkeit oder Übersprungshandlungen (zum Beispiel: beim Spielen in die Hand hacken) zeigen würde.

Ich kann natürlich nicht für alle Vereine sprechen, aber ich würde behaupten, dass es in der Regel gute Gründe gibt, warum jemand ein bestimmtes Tier nicht adoptieren kann. Meistens werden dann aber andere Tiere gezeigt, die eventuell besser zu dem jeweiligen Menschen oder der jeweiligen Situation passen. Wir haben schon häufiger mal die Rückmeldung bekommen, dass die Interessenten zwar nicht ihr Wunschtier adoptieren konnten, allerdings stattdessen ein absolut „passendes“ Tier ins neue Zuhause einziehen durfte und man sehr glücklich und dankbar ist.

Haustiger: Adoptiert man eine Katze aus dem Tierschutz/Tierheim, wird in der Regel eine Schutzgebühr fällig. Kannst du etwas dazu sagen, wie sich diese zusammensetzt (bzw. wie man auf Betrag x kommt) und wofür die Schutzgebühr verwendet wird?

Die Schutzgebühr setzt sich überall ein wenig anders zusammen. Wenn man ehrlich ist, deckt sie nicht mal ansatzweise die Kosten der Versorgung dieser einen Katze. Prinzipiell müsste man innerhalb der Berechnung folgende Punkte beachten: die Kastration, die verschiedenen Schutzimpfungen, notwendige Spot-On-Präparate, das Chippen und den Chip selbst, das Futter (Achtung: Spezialfutter kann sehr teuer sein.), die allgemeine Unterbringung, die mögliche notwendige medizinische Versorgung, wenn das Tier krank ist, Medikamente und und und…

© Jasmin Lindner

Im Grunde ist die Schutzgebühr lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, um ein Tierheim halbwegs kostendeckend betreiben zu können. Und wer nach der GOT-Erhöhung schon mal zum Tierarzt musste, weiß, wie sehr die Preise gestiegen sind. Tierheime haben allerdings nicht NUR EIN Tier zu versorgen, sondern oft hunderte. Die Schutzgebühr mag also auf den ersten Blick ziemlich hoch sein, relativiert sich aber, wenn man ausrechnet, was man ansonsten alles hätte alleine bezahlen müssen.

Haustiger: Möchtest du unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Jasmin: Sehr gerne. Ich halte nichts von Sprüchen wie : „Adoptiert eine Katze aus dem Tierheim. Die sind so „dankbar“!“, weil dieser „Dankbarkeitsgedanke“ in meinen Augen nicht sinnvoll ist. Aber eine Katze aus dem Tierheim zu adoptieren, um ihr ein schönes Zuhause und ein tolles Leben zu schenken, das ist sinnvoll und einfach eine wundervolle Tat.

Und fragt bitte bei Unsicherheiten jemanden, der sich auskennt, Euch beraten und bei der Auswahl der passenden Katze begleiten kann, um das bestmögliche „Match“ zu erzielen.

Einen großen Dank an alle Menschen, die einer Tierschutzkatze eine Chance geben oder schon gegeben haben. Dafür bin ich Euch wirklich von Herzen dankbar!

© Jasmin Lindner

Haustiger: Liebe Jasmin, danke, dass du dir die Zeit genommen hast, uns unsere neugierigen Fragen zu beantworten und zu diesem wichtigen Thema aufzuklären. Was uns noch wichtig ist, zu erwähnen, ist, dass eine Abgabe ins Tierheim nicht automatisch eine Verschlechterung für das jeweilige Tier bedeuten muss, sondern – weit mehr als bei einer spontanen Blitzvermittlung – auch eine Chance sein kann, nach dem Aufenthalt das absolute Traumzuhause zu finden. 

Und wenn ihr noch mehr von Jasmin und den Katzen im Tierheim Gelsenkirchen sehen möchtet, dann folgt ihr doch auf Facebook und / oder Instagram

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Interview: Katzen und Feuer – richtiges Verhalten im Brandfall

Interview

Richtiges Verhalten im Brandfall

Im Gespräch mit anderen Katzenhaltern, ganz gleich, ob online oder offline taucht die Frage immer wieder auf. „Plant ihr für den Notfall?“, „Habt ihr euch schon einmal darüber Gedanken gemacht, was mit euren Tieren passiert, wenn bei euch zu Hause ein Feuer ausbricht?“ usw.. Ich habe und habe gottseidank auch jemanden gefunden, der mir meine neugierigen Fragen beantwortet. ;-)

Haustiger: Hallo Ingo, erzähl doch mal ein wenig von dir, damit unsere Leser auch wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Ingo: Mein Name ist Ingo Behring, 43 Jahre alt. Ich bin seit über fünfundzwanzig Jahren bei der Feuerwehr aktiv, zum einen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Driburg und seit 1997 bei der Berufsfeuerwehr. Daneben bin ich Autor des Buches „112- der tägliche Wahnsinn“. (mehr …)

Sind Bromelien für Katzen giftig?

Katzenpflanzen

Sind Bromelien für Katzen giftig?

Zimmerpflanzen wie Bromelien können das eigene Zuhause nicht nur optisch aufwerten, sondern tragen auch nachweislich zum Wohlbefinden bei und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Allerdings ist es im Katzenhaushalt mit den Pflanzen oft schwierig. Denn viele Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig, mitunter so giftig, dass der Kontakt tödlich enden kann. Man tut daher gut daran, auf giftige Pflanzen im Katzenhaushalt zu verzichten und nur auf ungefährliche Pflanzen zurückzugreifen.

Eine Möglichkeit stellen hier die Bromeliengewächse dar, von denen sicherlich die Ananaspflanze die bekannteste ist. Es gibt aber auch noch zahlreiche weitere Bromelien, die als Zierpflanzen verkauft werden und den Haushalt auch mit Katzen verschönern können.

Herkunft der Bromelie

Bromelien haben ihren Ursprung in den üppigen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, wo sie seit Jahrhunderten in ihrer natürlichen Umgebung gedeihen. Sie sind äußerst anpassungsfähig und in einer Vielzahl von Lebensräumen zu finden. Insgesamt gibt es über 3.000 Arten, von denen die Ananas (Ananas comosus) wohl die bekannteste darstellt.

Ihre exotische Herkunft und ihre einzigartige Schönheit führten dazu, dass die Bromelien im Laufe der Jahre nicht nur in die botanischen Gärten und Gewächshäuser Europas gelangten, sondern dass die Bromelie auch zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen weltweit avancierte.

Aussehen der Bromelien

Bromelien sind für ihr ansprechendes Aussehen und ihre vielfältigen Formen und Farben bekannt. Es gibt hier verschiedene Arten mit unterschiedlichsten Blattstrukturen, Blütenformen und Größen. Die Blattformen der Bromelie reichen von dünn und grasartig bis hin zu festen, fleischigen Blättern. Manche besitzen auch scharfe Stacheln an den Blatträndern. Besonders attraktiv macht die beliebten Zimmerpflanzen aber ihre lebendige Farbgebung, die sich auch an den Blüten zeigt.

Am bekanntesten unter den Bromelien ist mit Sicherheit die beliebte Ananas, aber auch Tillandsien, die bekannten „Luftpflanzen“, sind sehr beliebt. Durch diese Vielfalt kann man bei den Bromelien unter zahlreichen Vertretern wählen und trotz Katzen ein wenig Abwechslung in den heimischen Pflanzendschungel bringen.

Sind Bromelien giftig für Katzen?

Nein. Bromeliengewächse oder Ananasgewächse werden als ungiftig für Katzen und andere Haustiere betrachtet und stellen keine unmittelbare Vergiftungsgefahr dar, wenn sie von Katzen gefressen werden. Was jedoch immer besteht, ist die potentielle Gefahr einer Vergiftung durch Pestizide oder Dünger. Zudem wurden bei einigen Vertretern hautreizende Stoffe (z. B. in Bromelin) in den Blättern nachgewiesen. Heißt, auch wenn die Pflanzen nicht unmittelbar giftig sind, so sollte man trotzdem darauf achten, dass sie von den Katzen nach Möglichkeit nicht gefressen werden.

Mögliche Gesundheitsprobleme bei Katzen durch Bromelien

Auch wenn Bromelien als ungiftig und relativ sicher für Katzen gelten, sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Unter anderem kann das Kauen an den Pflanzen zu Magen-Darm-Problemen (z. B. Erbrechen, Durchfall) führen.

Ein weiteres mögliches Risiko besteht durch die spitzen Blätter und Stacheln mancher Ananasgewächse, die zu Verletzungen an Maul und Pfoten führen können. Es sind allergische Reaktionen möglich und das Verschlucken größerer Pflanzenteile kann unter Umständen zu Schwierigkeiten in der Magen-Darm-Passage führen.

Man tut daher gut daran, zum einen möglichst ungefährliche Bromelien zu wählen und zum anderen das Verhalten der Katzen im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass die Pflanzen und deren Früchte von der Katze nicht gefressen werden.

Liste möglicher Bromelienarten, die für Katzen relativ ungefährlich sind:

1) Guzmania
2) Neoregelia
3) Cryptanthus
4) Tillandsia
5) Vriesea

Exkurs: Superfood Ananas – Bromelain für Katzen?

Die Ananas wird beim Menschen als Superfood gehandelt, was nicht zuletzt am enthaltenen Stoff Bromelain liegt. Der Wirkstoff setzt sich aus zwei eiweißspaltenden Enzymen zusammen und wird beim Menschen unter anderem gegen Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen eingesetzt. Zudem wird eine entzündungshemmende und verdauungsfördernde Wirkung beschrieben.

Zur vorteilhaften Wirkung bei Katzen liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Im Rahmen einer klinischen Studie, bei der 30 Katzen nach der Ovariohysterektomie (Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter im Rahmen der Kastration), je nach Gruppe entweder Bromelain oder ein Placebo erhielten, konnte jedoch kein Unterschied zwischen den Gruppen festgestellt werden. Entsprechend bot Bromelain hier keine signifikanten schmerzlindernden und entzündungshemmenden Vorteile gegenüber dem Placebo ((Ribeiro MR, Conceição MEBAM, Bezerra DKO, Teles JPP, Giuffrida R, Cassu RN. Bromelain does not provide significant analgesic and anti-inflammatory benefits over placebo in cats undergoing ovariohysterectomy. J Am Vet Med Assoc. 2023 Apr 21;261(9):1297-1304. doi: 10.2460/javma.23.02.0117. PMID: 37085147.)).

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