Alle Artikel in: Krankheiten

Tollwut bei Katzen – Symptome, Verlauf, Impfungen

Tollwut, auch als Lyssa, Rabies, Wutkrankheit oder Rage bekannt, wird von vielen Katzenhaltern als die schrecklichste aller Katzenkrankheiten empfunden. Jedoch fehlt oft das Wissen, um die genauen Hintergründe der Erkrankung und Unsicherheit, ob im eigentlich tollwutfreien Deutschland eine Impfung gegen die Viruserkrankung notwendig ist und ob jede Katze, die speichelt, gleich tollwütig ist. In diesem Artikel sehen wir uns an, was es mit der Tollwut auf sich hat, wie hoch die Gefahr im deutschsprachigen Raum wirklich ist und wie die Katze vor der tödlichen Erkrankung am besten geschützt werden kann. Allgemeines zur Tollwut Bei der Tollwut, die bereits seit 2300 v. Chr. bekannt ist, handelt es sich um eine Erkrankung mit einem RNA-Virus aus der Familie der Rhabdoviridae, das die meisten Warmblütern infizieren kann. Pflanzenfresser und Vögel sind eher selten betroffen. Bei Vögeln ist hierfür die höhere Körpertemperatur verantwortlich. Die meldepflichtige Erkrankung war bis ins 19. Jahrhundert hinein übrigens unter dem Begriff “Hundswut” bekannt. Der Begriff “Tollwut” kam nach dem Stand der heute verfügbaren Quellen erstmals um das Jahr 1810 herum zum Einsatz. Folge der …

Diabetes mellitus bei Katzen: Spielen Chemikalien eine Rolle?

Das Vorkommen von Diabetes mellitus bei Hauskatzen ist in den letzten 20 Jahren um das Fünffache gestiegen. Eine Ursache dafür könnten chemische Substanzen, wie Brandschutzmittel sein, die von der Katze aufgenommen werden. Die Gründe, warum eine Katze einen Diabetes mellitus entwickelt, sind vielfältig. Eine Ursache ist der feline Hypersomatotropismus bzw. dessen klinisches Symptom, die Akromegalie, die bei bis zu 25 % aller diabetischen Katzen vorliegt.1 Der feline Hypersomatotropismus wird meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangdrüse, ein so genanntes Hypophysenadenom, verursacht. Der Niederländer Dr. Stijn Niessen vom Royal Veterinary College in London und Präsident der European Society of Veterinary Endocrinology sowie Direktor der RVCs Diabetic Remission Clinic forscht seit 2003 in diesem Bereich und ist überzeugt davon, dass diese Neubildungen durch chemische Stoffe verursacht werden, die von der Katze beim Lecken, Schnüffeln oder Putzen über Hausstaub aufgenommen werden. Hierzu zählen beispielsweise Brandschutzmittel, mit denen Wohnungseinrichtung und Elektrogeräte standardmäßig versehen werden. Eine Zusammenarbeit mit einer renommierten Expertin für die Akromegalie beim Menschen soll nun zeigen, ob im Blut von Menschen dieselben synthetischen Chemikalien nachweisbar sind, wie …

Chinaseuche: Kann sich meine Katze mit RHD/RHD-2 anstecken?

RHD ist etwas, das man als Kaninchenhalter nie erleben möchte. Derzeit wird in der Presse insbesondere über die mutierte Form RHD-2 vermehrt berichtet. So macht sich auch der ein oder andere Katzenhalter Gedanken darüber, ob sich die eigene Katze – sei es nun als Freigänger oder durch rohes Kaninchen beim Katzen barfen – mit RHD oder RHD-2 anstecken kann. Hier könnt ihr als Katzenhalter entspannt bleiben.

„Was frisst du denn da schon wieder?“ Das Pica-Syndrom der Katze

Pica pica ist der wissenschaftliche Name der Elster und beschreibt ein Verhalten, im Rahmen dessen eigentlich ungenießbare Dinge willentlich verzehrt werden. Ein Beispiel dafür sind Katzen, die gezielt Plastik fressen. Unter den Begriff Pica fällt darüber hinaus je nach zu Rate gezogener Literatur auch das Kauen auf ungeeigneten Gegenständen, wie z. B. Kabeln oder das Nuckeln an Stoff oder auch an Körperteilen. Abgrenzen muss man das versehentliche Verschlucken von Fremdkörpern beim Spielen, wie es bei der Katze unter anderem durch die besondere Beschaffenheit ihrer Zunge leider häufiger vorkommt. Verschiedene Thesen zur Entstehung des Pica-Syndroms. Das Pica-Syndrom ist bei der Katze bereits seit über 40 Jahren bekannt, jedoch weiß man bis heute nicht genau, warum Katzen gezielt Artikel wie Plastik, Haargummis, Wolle, Schuhbändel oder ähnliches verzehren. Es wurden aber im Laufe der Zeit so einige Untersuchungen und auf Basis der Ergebnisse Vermutungen angestellt. Beides wollen wir uns zunächst ein wenig näher ansehen. Unterschiede zwischen verschiedenen Rassen: Bradshaw et al.1 beschrieben 1997, dass orientalische Katzen proportional häufiger von Pica betroffen waren, als andere Katzenrassen, wobei Wolle bevorzugt …

Kann Kaninchen(-fleisch) Katzen krank machen? Enzephalitozoonose bei Katzen

Enzephalitozoonose, oft auch kurz als E. c. bezeichnet, ist sicherlich vor allem Kaninchenhaltern ein Begriff, kann aber neben dem Menschen und einigen Tierarten auch die Katze betreffen. Da es sich um eine Zoonose handelt, ist die Übertragung zwischen unterschiedlichen Tierarten oder auch vom Tier auf den Menschen möglich. Bei der Katze wurde die Enzephalitozoonose in den letzten Jahren vermehrt Thema, auch weil die aktuelle Forschung darauf hinweist, dass E. cuniculi-Infektionen bei Katzen möglicherweise häufiger vorkommen, als sie diagnostiziert werden, speziell bei Tieren mit Augenproblemen (Katarakt, Uveitis). Es stellt sich daher die Frage, inwiefern Kaninchen bzw. Kaninchenfleisch für die Katze eine Gefahr darstellen können.

FORL bei Katzen – wenn die Zähne schmerzen

FORL gilt als eine der schmerzhaftesten Katzenkrankheiten und wird dennoch nach wie vor häufig unterschätzt. Nicht selten leiden Katzen schon lange unter Schmerzen, bis schließlich die Diagnose FORL gestellt und betroffene (oder je nach Fall und Tierarzt) alle Zähne gezogen wurden. Doch was ist FORL eigentlich, wie entsteht es und kann man vorbeugen? Damit werden wir uns in diesem Artikel ein wenig beschäftigen. FORL bei Katzen – das versteht man darunter FORL steht als Abkürzung für Feline odontoklastische resorptive Läsionen und bezeichnet, vereinfacht gesagt, die Auflösung der Zahnhartsubstanz. Der Vorgang beginnt im Wurzelbereich und ist von außen erst spät zu sehen. Die Krankheit kommt auch bei anderen Spezies, wie etwa dem Menschen, Hund, Schwein, Ratte und Maus vor, wenn auch weitaus seltener als bei der Katze. FORL als Bezeichnung ist noch relativ neu, ziemlich häufig hört man noch den Begriff „Neck lesions“, teilweise auch noch die anderen früheren Bezeichnungen, die da wären: • Zahnhalskaries • Osteoklastische dentale resorptive Läsionen • Feline dentale resorptive Läsionen • Cervical Line Lesions • Cervical Neck Lesions • Cervical Line …