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Interview: Was macht eigentlich eine Katzensitterin?

Im 8. Teil unserer Tierische-Berufe-Reihe erzählt uns Jennifer Eßer von Katz‘ allein zu Haus etwas über ihr Business. Jennifer kümmert sich um Samtpfoten, wenn deren Besitzer dies vorübergehend nicht selbst erledigen können. Zum Beispiel im Urlaub. Denn Jennifer ist Katzensitterin.

Hexe: Hallo Jennifer, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Katzensitterin vor?

Jennifer: Hallo ihr Lieben, das mache ich sehr gerne! Vielen herzlichen Dank für diese tolle Gelegenheit! Als mobile Catsitterin fahre ich zu meinen Kunden nach Hause und kümmere mich in deren Abwesenheit um deren Samtpfoten. Hierbei werden alle wichtigen Punkte abgearbeitet:

– Reinigung von diversen Näpfen (Futter & Wasser), Futterplatz & Toiletten (+ Umgebung)
– Fütterung
– Streichel- & Spieleinheiten
– Medikamentengabe
– Fellpflege
– Freigänger rein & raus lassen bzw. gerne auch mal einsammeln

Zusätzlich kümmere ich mich nebenbei noch um alltägliche Dinge den Haushalt betreffend, bspw. lüften, Rollladen betätigen, Blumen gießen etc. Dies macht jedoch einen sehr kleinen Teil meiner Arbeit aus. Zu 99% kann und darf ich mich auf die Fellnasen konzentrieren.

Für Kater Darius ist Leckerchen-Zeit. Meist verbringt Jennifer die Zeit auf „Augenhöhe“ mit den Katzen. (© Jennifer Eßer – Katz’allein zu Haus)

Hexe: Wir müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Katzensitterin“ vorstellen?

Jennifer: Der Wecker klingelt früh, denn natürlich haben fast alle Miezen ihre geregelten Zeiten, welche ich bestmöglich versuche einzuhalten. Dies geht bei mehreren Kunden gleichzeitig nicht immer zu 100%, Tiere die pünktlich ihre Medikamente benötigen werden uhrzeitentechnisch optimal gelegt. Da muss ich manchmal umdisponieren.

Ich fahre, nachdem natürlich meine Bande versorgt ist, nach und nach die unterschiedlichen Haushalte an und ziehe mein Programm durch. Zwischendurch machen sich diverse Bilder und Videos samt persönlichem Text auf den Weg zu Herrchen & Frauchen in den Urlaub. Viele möchten die Gewissheit haben, dass Zuhause alles in Ordnung ist. Gegebenenfalls folgen nach und zwischen den Betreuungen Kennenlerntermine & Schlüsselübergaben.

Kira ist damals als Pflegekatze bei Jennifer eingezogen. Mit geschätzten 6 Wochen und jede Menge Würmern im Bauch hat sie ihr Leben auf den Kopf gestellt. (© Jennifer Eßer – Katz‘ allein zu Haus)

Hexe: Wie wird man denn Katzensitterin? Kann jeder einfach als Katzensitterin arbeiten? Gibt es da eine anerkannte Ausbildung? Muss man als Katzensitterin bestimmte Voraussetzungen erfüllen?

Jennifer: Für mich war es lange Zeit ein großer Traum mich auch beruflich mit Katzen zu beschäftigen. Nach einiger Überlegung und längerer Recherche habe ich mich dazu entschlossen mein Glück zu versuchen – „Katz‘ allein Zuhaus“ wurde geboren.

Ein Gewerbe ist zuallererst nicht schlecht. Den Rest muss man sich tatsächlich zusammenstellen. Für Verträge, Rechnungen, Infobögen, Werbung ist man selbst verantwortlich – Inspiration fand ich im Internet.

Natürlich ist es von Vorteil, wenn man sein Herz diesen wundervollen Wesen verschrieben hat – denn nur so kann es funktionieren. Ansonsten ist man vielleicht nach einiger Zeit genervt von der ganzen Spülerei & Putzerei ;-) Denn Catsitter zu sein, heißt nicht nur spielen & schmusen, nein, man muss auch andere Dinge erledigen.

Es handelt sich um keinen Ausbildungsberuf. Voraussetzungen muss man ebenfalls keine erfüllen, jedoch wäre eine starke Affinität und einiges an Erfahrung nicht schlecht. Nicht jede Kundenkatze ist gleich und lässt einen sofort an sich ran – Da muss man teilweise schon viel mit dem Tier „arbeiten“ und sein Vertrauen gewinnen. Wochenende? Feiertage? Fehlanzeige! Auch an diesen Tagen muss man/ich früh raus. Aber was macht man nicht alles aus Liebe?!

Der kleine Siam-Kater Oscar hat Schuld an der Katzenliebe. (© Jennifer Eßer – Katz‘ allein zu Haus)

Hexe: Arbeitet eine Katzensitterin auch mit Tierärzten oder Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, z. B. Tierpsychologen, zusammen? Wie ist das denn bei dir z. B.?

Jennifer: Ich bin nebenbei im Katzenschutz tätig und stehe in engem Kontakt mit meinem Tierarzt. Mit einem Tierpsychologen hatte ich noch nicht zu tun, jedoch bin ich dem nicht abgeneigt. Ich möchte meinen Kunden einen guten Service bieten, welcher nicht ausschließlich das Sitting abdeckt, sondern auch andere Themenbereiche behandelt (z.B. artgerechter Haushalt & Katzenfutter, Verhaltensstörungen, Zusammenführung). Sehr gerne gebe ich stets Tipps mit auf den Weg, um meinen Kundenmiezen das Leben zu verschönern.

Kuro und Neji sind die ersten eigenen Katzen von Jennifer. Beide kamen im Alter von ca. 13 Wochen über den Tierschutz zu ihr. (@ Jennifer Eßer – Katz‘ allein zu Haus)

Hexe: Sagen wir mal, unser Personal möchte in den Urlaub fahren und uns nicht mitnehmen. Worauf sollte sie deiner Meinung nach bei der Auswahl des Katzensitters/der Katzensitterin achten?

Jennifer: Drei wichtige Punkte: Zuverlässigkeit, Vertrauen & Kompetenz. Man darf nicht vergessen, dass man eine vollkommen fremde Person in sein Heim lässt und ihm mindestens ein Familienmitglied anvertraut. Deshalb sollte man diese Person unbedingt vorher kennenlernen um sich ein Bild zu machen. Ich persönlich würde immer Jemanden bevorzugen, der selbst Katzen hat oder, wenn nicht, den Beruf schon lange Zeit ausübt. Ich möchte meine Tiere in den besten Händen wissen. Da darf es nicht vorkommen, dass die Katzen einen Tag nicht versorgt sind oder mal ein Fenster unbeaufsichtigt gekippt oder ein Toilettendeckel oben gelassen wird.

Hexe: Angenommen wir haben jetzt eine Katzensitterin gefunden, die uns geeignet erscheint, wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B. wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter?

Jennifer: Bei Anfrage bespreche ich telefonisch oder per Mail die wichtigsten Details: Wann? Wo? Wie viele Katzen? Sind diese gesund? Im gleichen Atemzug vereinbare ich einen unverbindlichen und kostenlosen Kennenlerntermin. Die Menschen sollen und müssen wissen, wen man dort engagiert. Diese Art Termin dauert meist ca. 1 Stunde in denen ich für mich alles Wichtige abfrage.

Nach Besuch wird der Betreuungsvertrag erstellt. Der Vertrag für zwei Samtpfoten umfasst bei mir mittlerweile ganze fünf Seiten – davon zwei Seiten mit Informationen inkl. einem DSGVO-Infoblatt.

Nachdem der Vertrag unterzeichnet bei mir angekommen ist, vereinbare ich – sofern der Urlaubstermin bald ansteht – einen weiteren Termin. Diesmal jedoch zur Schlüsselübergabe. Hier erfrage ich zusätzlich, ob sich etwas im Haushalt geändert hat (neues Futter, Klo-Situation, neue Katze, usw.) und gehe mit den Besitzern gerne nochmals alles durch.

Die Rechnung schicke ich manchmal vorab – manchmal bringe ich sie zu den Schlüsselübergaben mit. Dies kommt auf die Zahlungsart drauf an. Danach geht es dann mit der Betreuung los! Nach dieser gibt es einen letzten Termin zur Schlüsselrückgabe.

Dreibeinchen Yuki zog 2017 bei Jennifer ein (© Jennifer Eßer – Katz‘ allein zu Haus)

Hexe: Und die Kosten? Macht da jede Katzensitterin ihre eigenen Preise oder gibt es da auch eine Gebührenordnung wie bei den Tierärzten?

Jennifer: Eine Gebührenordnung gibt es nicht. Jeder macht seine Preise, wie er meint. Diese reichen gerne von € 6,- bis € 15,- und mehr, manchmal je Tier, manchmal pauschal. Es ist wirklich sehr unterschiedlich. Ich habe von Konkurrenten gehört, welche € 8,- je Tier nehmen plus Anfahrt (obwohl der Kunde direkt um die Ecke wohnt) und von Studenten die für € 11,- am Tag 2x bei zwei Miezen vorbeischauen.

Hexe: Damit haben wir es auch schon. Liebe Jennifer, vielen Dank, dass du unsere neugierigen Fragen so ausführlich beantwortet hast. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Erfolg in deinem Beruf und dir und deinen Lieben alles Gute.

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Über Jennifer Eßer

(© Jennifer Eßer | Katz‘ allein zu Haus)

Jennifer Eßer ist 1988 geboren und in NRW – ein paar Kilometer von Köln entfernt – Zuhause. Im Jahr 2011 verliebte sie sich völlig ungewollt in den Siam-Kater ihres Vaters: Oscar. Er eroberte ihr Herz im Sturm und in diesem Moment an war klar: Mindestens zwei Samtpfoten sollen und müssen von ihr adoptiert werden!

Im gleichen Jahr verlor sie ihr Herz an zwei wunderbare Tierschutz-Kater – Neji & Kuro. 2014 und 2017 folgten zwei Katzendamen – Kira & Yuki, welche ihre kleine Familie komplettieren. Es entwickelte sich schnell eine tiefgehende Liebe und der Wunsch, alles für ihr Wohlergehen zu tun.

Auch ihre Empathie anderen Tieren gegenüber wuchs, weshalb sie sich kurze Zeit später dazu entschied, vegetarisch zu leben. Selbstverständlich wird auf eine fleischlose Ernährung der Katzen trotzdem verzichtet.

Nach 7 Jahren als „Dosenöffner“ und mehreren Jahren im Tierschutz u. a. als Pflegestelle sowie zweite Vorsitzende der Brühler Samtpfotenhilfe e.V. hat sie sich nun endlich getraut und ihr Herzensprojekt gestartet: Unter dem Namen Katz‘ allein Zuhaus ist sie als mobile Betreuerin für diverse Samtpfoten im Kölner Umkreis unterwegs. Mehr über die mobile Katzenbetreuung im Rheinland erfahrt ihr auf Jennifers Website oder auch auf Facebook. [/grey_box]


Hast du noch Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann schreib uns doch eine Mail an redaktion@haustiger.info. Wir freuen uns auf deine Nachricht!

 

Interview: Was macht eigentlich eine Katzenspielzeugherstellerin?

Im siebten Teil unserer Tierische-Berufe-Reihe erzählt uns Kerstin Benker von purrmania mehr über ihren tierischen Beruf. Es ist ein Beruf, der zum einen kreativ ist und zum anderen uns Miezen sehr viel Spaß bringt. Denn Kerstin stellt in ihrer eigenen Manufaktur artgerechtes Katzenspielzeug her.

Wie sie dazu gekommen ist und wie wir uns das Leben einer Katzenspielzeugherstellerin so vorstellen können, erfahrt ihr im heutigen Interview.

Aristoteles von Katzenspielzeugherstellerin Kerstin Benker

Spielspaß und Lebensfreude – genau unser Ding! (© Kerstin Benker)

Hexe: Hallo Kerstin, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Katzenspielzeugherstellerin vor?

Kerstin: Hallo Hexe, natürlich sehr gerne. Es ist ja kein klassischer Lehrberuf und eigentlich bin ich da wirklich zufällig reingerutscht. Alles fing damit an, dass ich nicht das Richtige für meine eigenen Katzen finden konnte und durch meinen Blog eine Menge Leute kannte, denen es ähnlich ging. Aus der Not heraus entstand so die Idee und aus der Idee die ersten Produkte. Seit 2012 gibt es daher purrmania – Manufaktur für artgerechtes Katzenspielzeug, einen Online-Shop, der neben handgefertigtem Katzenspielzeug aus unserer Manufaktur auch feine Designprodukte von ebenfalls kleinen feinen Manufakturen führt. Den Namen purr-mania, den man mit „Schnurrwahnsinn“ übersetzen könnte, verdanke ich übrigens meinem Super-Schnurrer Aristoteles, der so viel, lange und irre laut schnurrt wenn er happy ist, dass ich ihn irgendwann purr-maniac nannte.

Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Katzenspielzeugherstellerin“ vorstellen?

Kerstin: So ganz geregelt ist der Tagesverlauf nicht, aber morgens geht es eigentlich immer erstmal ins Lager, Pakete packen. Wir verschicken 95 % aller Bestellungen am Tag nach dem Zahlungseingang. DHL holt bei uns vormittags die Pakete ab, also geben wir da Vollgas, das noch so viele Bestellungen wie möglich auf den Weg in die richtigen Pfoten kommen. Anschließend geht es in die Produktion – einen Raum weiter, denn wir brauchen ja dringend Nachschub für all die hübschen Kundenmiezen.

 

 


Hexe: Wir kennen dich ja noch von deiner Website siam-katze-online.de, die wir auch lange in unserer Linkliste hatten. Wie bist du denn zu deinem Beruf gekommen? Gab es einen bestimmten Anlass, der dich dazu bewogen hat, künftig „in Katzenspielzeug zu machen“? Hast du eine Ausbildung in die Richtung oder einfach losgelegt?

Kerstin: Siam Katze Online war wirklich der Grundstein! Vielleicht erinnerst du dich, dass ich meinen beiden Katern, Aristoteles und Platon, hoffnungslos verfallen war? Bzw. ich bin es natürlich noch immer. Die beiden waren der Hauptgrund für purrmania, denn Aristoteles war ein wilder Spieler, der mir alles was ich gekauft habe, in 5 Minuten zerlegt hat und Platon war ein Chaos-Prinz, der sich für nix, aber auch gar nix, interessierte. 2 Probleme zu viel. Zudem fand ich vieles einfach hässlich, kitschig, teils sogar gefährlich. Ich hatte bereits angefangen, mich mit artgerechter Haltung und Ernährung zu beschäftigen und fand die Ausweitung auf andere Bereiche der Katzenhaltung eine logische Konsequenz.

Filzbällchen purrmania

Schafswolle, Seifenlauge, Kraft und Ausdauer sind die Zutaten für unsere heißgeliebten Filzbällchen.

Ich habe Marketingkommunikation studiert, ein Bereich, der mir heute noch tagtäglich hilft, weil ich nicht nur das Marketing selbst steuere, sondern unsere gesamte Produktentwicklung „bedarfsorientiert“ ist. Also im Grunde lassen wir uns von Katzen zeigen, was sie toll finden und machen daraus Spielzeug, das Frauchen und Herrchen gefällt.

Das Handwerkszeug dazu habe ich meinem Elternhaus zu verdanken. Meine Mutter hat mir schon als Kind so ziemlich alles beigebracht. Nur Filzen war in meiner Familie irgendwie kein Thema, aber da habe ich noch vor dem Start von purrmania einen tollen Kurs besucht.

Hexe: Stellst du deine Spielzeuge alle selbst her oder hast du Hilfe? Kannst du von deinem Beruf als Katzenspielzeugherstellerin leben oder hast du noch einen anderen „Brotjob“?

Beim Start von purrmania war ich bereits selbstständig als Marketingberaterin und habe dies eine Weile parallel laufen lassen. Nach ca. 6 Monaten wurde der Anteil purrmania aber bereits deutlich höher und da es mein Herzblut war, habe ich nur ein paar verzweifelte Bestandskunden weiter betreut und mich langsam aus dem Business zurückgezogen.

Wie oben bereits erwähnt, haben wir einige Partner, mit denen wir gerne kooperieren. Daneben gibt es noch ein Charity-Projekt, die Nepal collection, die wir in einer kleinen Kooperative in der Nähe von Katmandu herstellen lassen.

In der Produktion sind wir größtenteils ein Familienbetrieb, mein Mann hängt mit ebenso viel Herzblut an purrmania wie ich und verantwortet als Mitgeschäftsführer nicht nur die IT und die spießigen Bereiche wie Recht und Steuern, sondern muss auch mal mit anpacken, ob Pakete packen oder Schnüre schneiden. Viele Holzarbeiten werden seit jeher in unserer eigenen Werkstatt von meinem Vater durchgeführt. Aktuell suchen wir nach größeren Räumlichkeiten und würden mich dann gerne mit 1-2 Mitarbeitern in der Produktion entlasten. Ganz ohne Produktion kann ich mir nicht mehr vorstellen, dafür liebe ich den Job zu sehr.

Hexe: Arbeitest du bei der Gestaltung deiner Spielzeuge auch mit Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, wie zum Beispiel Tierärzten, Tierheilpraktikern oder Katzenpsychologen zusammen?

Kerstin: Kurz und bündig: Ja. Allerdings nicht nur mit beruflichen Katzenprofis, für uns war das wichtigste Feedback häufig das der Laien, also unserer Kunden, die ihre Wünsche und die Vorlieben ihrer Katzen an uns herangetragen haben. Wir hatten von Anfang an auch eine ganze Reihe sehr gewissenhafte Katzenzüchter und aufopferungsvolle Katzenschutzmitarbeiter unter unseren Stammkunden, die uns an ihrer langjährigen Erfahrung teilhaben ließen. In einigen Zuchten haben wir dann gleich auch unsere Produktideen auf Herz und Nieren getestet und die eine oder andere Taschenkontrolle war wirklich gerechtfertigt…

Phythagoras und Thean mit La Ola

Unsere Junior-Tester Pythagoras und Theano mit La Ola – voller Körpereinsatz. Da lebten die beiden noch bei ihrer Mama beim Züchter, durften aber schon testen und “modeln”. (© Juliane Meyer – Tierfotografie)

Hexe: Katzenspielzeug kann man ja nie genug haben. Allerdings haben wir hier so Gesellen, die sogar angeblich unkaputtbares Spielzeug in Nullkommanichts in seine Einzelteile zerlegt haben. Worauf sollte unser Personal deiner Meinung nach bei der Auswahl von Katzenspielzeug achten?

Kerstin: Katzen sind kleine Raubtiere und haben mit ihren Zähnen und Krallen das Werkzeug, außer Stahl und Stein so ziemlich alles zu zerlegen, wenn sie es darauf anlegen. Müssen sie ja auch können, sonst könnten sie ihre Beutetiere ja auch nicht auseinandernehmen.

Wir achten schon bei der Auswahl unserer Materialien sehr auf die Stabilität der Rohstoffe und verarbeiten diese so robust es geht. Aber es gibt immer mal wieder „Profis“, die etwas auseinander nehmen wollen und diese Aufgabe auch sehr ernst nehmen. Ich nehme es meinen eigenen Miezen nicht übel, wenn sie mal was kaputt machen, aber ich achte darauf, dass es für sie ungiftig und ungefährlich ist. Handgefertigtes Spielzeug ist meiner Meinung nach der Industrie-Ware oft überlegen.

Hexe: Angenommen unser Personal hat jetzt, zum Beispiel bei dir, das seiner Meinung nach perfekte Spielzeug für uns gefunden. Sie packt es zu Hause aus und wir… schauen es mit dem Plüschpopo nicht an. Schon aus Prinzip. Hast du Tipps für sie, wie sie es uns doch noch schmackhaft machen kann?

Kerstin: Leg es auf den Esstisch und sag „nein!“ ;)

Ne Spaß beiseite. Klar hat jede Katze ihre Vorlieben, aber man kann auch Dinge schmackhaft machen. Der Spruch gerade ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn kaum etwas langweilt eine Katze mehr als das, was sie tun soll. Ein Filzspielzeug oder ein Schmusekissen kann man spannend machen, indem man es in der Hand versteckt, nur eine Ecke zeigt. Eine Angel sollte nie auf die Katze zufliegen (welche blöde Beute macht das schon in der Natur?), sondern vor ihr „flüchten“. Hinterm Tischbein hervorblitzen, hinter der Sofalehne verschwinden.

Platon von Katzenspielzeugherstellerin Kerstin Benker

Von wegen Spielmuffel: Selbst einen Platon kann man begeistern! (© Kerstin Benker)

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wer seine Katze beobachtet, lernt schnell, was ihr gefällt.

Hexe: Das war es auch schon. Liebe Kerstin, danke, dass du uns unsere neugierigen Fragen so nett beantwortet hast. Wir geben unserem Personal dann mal einen Tipp, wo es unsere Weihnachtsgeschenke bestellen kann. ;-)

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Über Kerstin Benker

Kerstin Benker war ihr ganzes Leben lang ein Hundemensch – dachte sie zumindest. Bis sie Alexander kennen lernte, der gerade ein junges Katerchen aufgenommen hatte… Die Kurzversion: Alexander zog ein paar Wochen später bei ihr ein, nicht mit Kind und Kegel aber mit Kater und Kratzbaum.

Der kleine Aristoteles hat es in weniger als 5 Minuten auf ihren Schoß und in ihr Herz geschafft, so sehr, dass nach kurzer Zeit Kater Nr. 2 Platon einzog und irgendwann die Idee zu purrmania entstand.

Kerstin mit Aristoteles und Platon

“purrmania ist für mich pure Selbstverwirklichung. Vor 6 Jahres gab es nichts Vergleichbares und viele aus der Branche oder auch aus unserem Umfeld haben meine Idee milde belächelt. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt – das alte Pippi Langstrumpf-Motto ist zu meinem Leben geworden und war dank des Rückhalts meines Mannes auch finanziell möglich.”

Kerstin lebt heute mit ihrem Mann Alexander und den Katzen Aristoteles, Platon, Pythagoras und Theano in ihrer Wahlheimat Berlin. Gucken (und shoppen ;-) ) könnt ihr unter purrmania oder auch auf Facebook.

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Interview: Was macht eigentlich eine Tierhaarschmuckdesignerin?

Im mittlerweile nun schon sechsten Teil unserer Tierische-Berufe-Reihe erzählt uns Sonja Pilz von DNS Tierhaarschmuck mehr über einen kreativen Beruf. Denn Sonja stellt Schmuck aus Tierhaaren her. Wie man Tierhaarschmuckdesignerin wird und was man da so macht, erfahrt ihr im heutigen Interview.

Tierhaarschmuckdesignerin bei der Arbeit

© Sonja Pilz | DNS Tierhaarschmuck

Hexe: Hallo Sonja, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Tierhaarschmuckdesignerin vor?

Sonja: Hallo, mein Name ist Sonja Pilz. Als Tierhaarschmuckdesignerin stelle ich Schmuckstücke aus Tierhaar her zur Erinnerung an ein geliebtes Tier und entwerfe stets neue Schmuckstücke in Gestaltung und Verarbeitung. Ein Schmuckstück mit den Haaren eines geliebten Tieres gibt zum einen die Möglichkeit, etwas von seinem Tier stets dabei zu haben und zum anderen eine Erinnerung an sein Tier zu bewahren.

Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Tierhaarschmuckdesignerin“ vorstellen?

Sonja: Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit bin ich täglich zwischen 3 und 4 Stunden mit meinem Kleinunternehmen beschäftigt, entweder mit der Fertigung von Schmuckstücken oder mit allen anderen Aufgaben, die im Business anfallen (Buchführung, Materialeinkauf usw.). Einen zeitlich großen Teil macht die Kommunikation per Mail mit dem Kunden aus. Wenn es mal etwas ruhiger ist entwerfe ich neue Modelle. Ich experimentiere gerne und dabei entstehen schon einmal ungewöhnliche Schmuckstücke. Da wir im Familienkreis mit 6 Hunden, 8 Katzen und ein paar Pferdefreunden gesegnet sind, habe ich reichlich Material um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Schmuckstück von Sonja Pilz

© Sonja Pilz | DNS Tierhaarschmuck

Hexe: Tierhaarschmuckdesignerin ist ja ein eher ungewöhnlicher Beruf. Wie bist du denn dazu gekommen? Bist du Quereinsteigerin und hast dein Hobby zum Beruf gemacht oder hast du eine Ausbildung im Bereich Schmuckdesign gemacht?

Sonja: Nach einem folgenreichen Sturz konnte ich nicht mehr als Hundetrainer arbeiten und musste sogar meinen geliebten Labbi weggeben. Das war sehr schwer für mich. Aber genau dieser Umstand war es, der mich auf die Idee brachte seine Haare in einer besonderen Art aufzubewahren. Die Idee kam im Bekannten- und Freundeskreis sehr gut an und schon bald kamen erste Aufträge. Ich besuchte Workshops zur Schmuckherstellung und erlernte den Umgang mit den verschiedenen Materialien. Ich würde mich als Quereinsteiger bezeichnen, der sein Hobby zu seinem Beruf machte.

Schmuck von Sonja Pilz Tierhaarschmuckdesignerin

© Sonja Pilz | DNS Tierhaarschmuck

Hexe: Wer sind denn so deine typischen Kunden? Einfach Tierfreunde oder auch Menschen, die von ihrem verstorbenen Tier eine besondere Erinnerung haben möchten z. B.?

Sonja: Ich würde sagen, dass 60% der Kunden ein Schmuckstück mit den Haaren ihres Tieres als Erinnerung haben möchten nachdem es verstorben ist. Erst dann wird den meisten Menschen bewusst, welche Lücke ein verstorbenes Tier im Leben hinterlässt und wie schmerzvoll dies ist. Ich hatte eine Kundin, deren geliebter Hund plötzlich und unvorhersehbar verstarb. Sie hatte keine Möglichkeit mehr Haare ihres Lieblings zu bekommen und so kratzte sie die verbliebenen Haare von der Schlafdecke des Hundes. Sie schickte mir eine vermeintlich große Menge an Haaren, doch es fanden sich mehr Deckenflusen als Haare in dem Umschlag. Es war sehr mühselig die einzelnen Haare aus dem Flusenknäuel zu sortieren, aber am Ende bekam sie ein schönes Schmuckstück ohne Flusen. Ich empfehle jedem Tierhalter zu Lebzeiten seiner Tiere ein paar Haare zu sammeln, dies bietet sich in der Zeit des Fellwechsels gut an.

Werkzeug der Tierhaarschmuckdesignerin

© Sonja Pilz | DNS Tierhaarschmuck

Hexe: Angenommen, unser Personal möchte jetzt ein Schmuckstück aus unserem Fell fertigen lassen. Wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B.. Wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter? Muss uns unser Personal dann Löcher ins Fell schneiden? Wie lange dauert es, bis das fertige Schmuckstück dann bei uns ist?

Sonja: Oh nein, bitte keine Löcher ins Fell schneiden :-). Meist sehen sich die Kunden Schmuckstücke auf meiner Homepage an und suchen sich dort etwas aus. Ich finde es aber auch ganz toll, wenn die Kunden eigene Vorstellungen haben. Manchmal möchten Kunden etwas Besonderes ohne eigene Vorstellung wie das Schmuckstück aussehen soll, dann wird mir ein Budget vorgegeben und ich entwerfe etwas noch nicht Dagewesenes. Für gefilzte Arbeiten kann ich nur ausgekämmtes Haar verwenden. Möchte man das Haar hinter Glas zur Geltung bringen bietet sich immer das Deckhaar an. Auch hierzu finden sich ausführliche Informationen auf der Homepage. Die Haare müssen mir nun zugeschickt werden und die Fertigung dauert etwa 3-5 Tage, bei zu beschaffendem Material kann es auch deutlich länger dauern.

Tierhaarschmuckdesignerin Sonja Pilz

© Sonja Pilz | DNS Tierhaarschmuck

Hexe: Und die Kosten? Nach was richten sich die denn? Auch nach der Tierart oder nur nach dem Schmuckstück, das gearbeitet werden soll?

Sonja: Die Kosten richten sich zum einen nach dem Arbeitsaufwand und zum anderen nach den verwendeten Materialien. Ich persönlich verwende am liebsten Edelstahl bei den Kleinteilen, weil diese haltbarer sind als Modeschmuckmaterialien. Der Mehrpreis bewegt sich in einem moderaten Rahmen von 8-10 Euro. Bei all meiner Leidenschaft zur Tierhaarschmuckherstellung möchte ich, dass die Schmuckstücke für jedermann bezahlbar sind. Bei Sonderwünschen kann der Preis dann auch höher sein. Ich liebe diese Tätigkeit und mein größter Lohn ist es, wenn die Kunden mir schreiben wie glücklich und dankbar sie für ein solches Erinnerungsstück sind.

Hexe: Das war es auch schon. Liebe Sonja, wir danken dir, dass du unsere Fragen so ausführlich beantwortet hast, wünschen dir und deinen Lieben alles Gute und hoffen, dass du noch vielen Menschen mit deinen Schmuckstücken eine Freude machen kannst.

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Über Sonja Pilz

© Sonja Pilz | DNS Tierhaarschmuck

Tiere begleiten Sonja Pilz bereits ein ganzes Leben und ein Leben ohne Tiere ist für sie undenkbar. Aktuell lebt sie mit 3 zauberhaften Maine Coons und einem kleinen Jack Russel zusammen. Sonja Pilz hat eine Ausbildung als Problemhundetherapeutin und Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen absolviert.

„Ich bin auf alles neugierig und suche immer wieder neue Herausforderungen“, sagt sie über sich.

Hauptberuflich arbeitet sie im Bereich der Altenpflege. Mit der Fertigung von Tierhaarschmuck entdeckte sie ihre Kreativität und damit eine neue Leidenschaft. Sie versteht, wie sehr ein Mensch sein Haustier lieben kann und wie wertvoll ein solches Schmuckstück für die Besitzer sein kann. Über ihre Angebote und Arbeiten könnt ihr euch auf ihrer Homepage oder auf Facebook informieren. [/dark_box]

Interview: Was macht eigentlich eine Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin?

Im fünften Teil unserer Interviewreihe zum Thema „Tierische Berufe“ erzählt uns Nadine Böhm von der Mobilen Tierheilpraxis Sanftes Heilen Nadine Böhm etwas über einen eher unbekannten Beruf. Denn Nadine arbeitet unter anderem als Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin nach Vinja Bauer™. Was das ist und was man da so macht, lest ihr in diesem Interview.

Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin Nadine Böhm

Hexe: Hallo Nadine, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf vor?

Nadine: Vielen Dank für dein Interesse! Als Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin nach Vinja Bauer ™ ist man Ansprechpartner für unterschiedliche Krankheitsbilder und Verhaltensauffälligkeiten der Tiere. Das Behandlungsspektrum ist somit sehr vielschichtig.

Diese Behandlungsformen unterscheiden sich in 2 große Gebiete:
1. körperliche Beschwerden:
Es können alle klassischen Krankheitsbilder im orthopädisch-neurologischen Bereich, in der Traumatologie, in der Inneren Medizin, in der Gynäkologie und vor allem auch in der Geriatrie (Beschwerden/ Krankheiten durch höheres Alter) positiv beeinflusst werden.
2. psychosomatische Beschwerden:
Auch psychosomatische Problematiken können durch die Therapieformen bearbeitet und dadurch ebenfalls positiv beeinflusst werden.

Diese noch recht junge Therapieform verbreitet sich in Europa immer weiter. Aktuell sind in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Irland 150 Therapeuten nach Vinja Bauer™ ausgebildet. Die Tierbesitzer haben häufig schon einen langen Weg hinter sich, bis sie über Medien oder auf Empfehlung von Kollegen oder Tierärzten auf diese Therapieform aufmerksam gemacht werden.

Behandlung ohne Anfassen mit MTP

Katze mit MTP. Behandlung ohne Anfassen für Angstpatienten. Die Katze kann sich in Ruhe und ohne Zwang auf das Pad und die Frequenzen/Behandlung einlassen. (Bild: Nadine Böhm)

Die Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ gehört zu den sogenannten komplementär medizinischen Therapieformen. Das Laserlicht wird in den Zellen der Tiere sofort in Energie umgesetzt. Der Organismus kann diese Energie sofort verstoffwechseln. Dieser Energieschub kann schon reichen, um eine akute oder chronische Erkrankung in die richtige Richtung zu lenken. Die Selbstheilungskräfte des Tieres können auf diese Energie zurückgreifen und den Stoffwechsel ankurbeln. Einfach gesagt kann das Laserlicht als Starthilfe und Booster für die körpereigene Regeneration helfen. Die zusätzlich gezielt ausgewählten Frequenzen sorgen für die nötigen Informationen an die Körperzellen. Dadurch können die Zellen u.a. angeregt werden ihre physiologischen Aufgaben zu erfüllen, was zuvor u.U. durch Verletzung/ Erkrankung nicht mehr möglich war.

In der Faszien-Frequenz-Therapie optimieren wir das fasziale Gewebe und können bei einer Vielzahl von funktionellen Problemen im Bewegungsapparat oder auch bei Stoffwechselproblemen regulativ eingreifen. Auch bei dieser Therapieform steht die natürliche Regeneration im Vordergrund.

Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin“ vorstellen?

Nadine: Meine Termine liegen vorwiegend auf dem Nachmittag, Abend und Wochenende. Die Praxiszeit und die Kurstage sind immer wieder anders, spannend und bringen neue Herausforderungen mit sich. Praxistag oder Kurstag bestimmen den konkreten Tagesablauf. Ich unterrichte Therapeuten/Ärzte in Kleingruppen oder auf Wunsch auch exklusiv im Einzelcoaching.

Die Bearbeitung von E-Mails, Kursanmeldungen, Rechnungen und Therapieplanerstellung erfolgt meist abends oder in den frühen Morgenstunden. In meiner Fahrpraxis werde ich auch zu Tieren gerufen, die weiter entfernt liegen. Diese werden in Touren oder Sammelterminen organisiert.

Ein sehr wichtiger Aspekt meiner Arbeit ist die Kommunikation mit den Tierbesitzern, dies erfolgt direkt vor Ort. Häufig werden auch telefonische Beratungen benötigt.

Tiere haben einen großen Stellenwert in der Familie eingenommen und werden dementsprechend auch immer häufiger therapeutisch versorgt.

Verfahren zur Verbesserung der Körpergefühls

Katze auf SureFoot® Pads zur Verbesserung des Körpergefühls. Hier konnte die Katze frei wählen, welches Pad für sie am geeignetsten war. Die unterschiedlichen Farben stehen für unterschiedliche Pad-Stärken. (Bild: Nadine Böhm)

Hexe: Wie wird man denn Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin? Gibt es da eine anerkannte Ausbildung? Drückt man die Schulbank? Oder lernt man vielleicht wie in einem „normalen“ Ausbildungsberuf auch bei anderen Therapeuten? Macht man Praktika? Gibt es Berufsverbände?

Nadine: Es ist kein anerkannter Ausbildungsberuf und auch nicht geschützt, jeder kann mit dem Kauf dieser Therapiegeräte am Tier arbeiten. Ich arbeite nach Vinja Bauer ™ und diese Kurse sind nur mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Tiertherapeuten (Tierheilpraktiker, Osteopathen, Chiropraktiker etc. oder Tierarzt) als Weiterbildung zum Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeut an Wochenenden zu absolvieren. Vinja Bauer™ ist eine geschützte Medizinproduktmarke und darf nur von lizensierten Therapeuten angeboten werden. Dies soll die hohe Qualität gewährleisten. Die Kunden können sich so im Dschungel der Therapieformen und -angebote leichter orientieren.

Die Faszien-Therapie nach Vinja Bauer ™ umfasst den Basis- und Fortgeschrittenenkurs.

Die Laser-Frequenz-Therapie-Kurse nach Vinja Bauer ™ sind in mehrere Module aufgebaut.

1.) Modul 1 vermittelt die Basis der Lasertherapie mit den dazugehörigen Basis-Frequenzen und das Wissen, achtsam (u.a. Beachten der Kontraindikationen) mit den Frequenzen umzugehen.
2.) Modul 2 Behandlungstechniken und verschiedene Kombinationsmöglichkeiten (z.B. mit Donut, Herbert Kugel, SureFoot® Pads, Faszien-Therapie, Akupunktur, etc.) mit zusätzlichen Frequenzen vereint.
Ab Modul 3 arbeiten wir rein im psychosomatischen Bereich.
3.) Modul 3 Epigenetik und mentale Balance.
4.) Modul 4 Epigenetik und emotionale Balance.
5.) Modul 5 befasst sich mit dem Umgang von traumatisierten Patienten und Wegbegleitung während des Sterbeprozesses.

Die Kurse umfassen einen umfangreichen Praxisteil am Tier und an sich selbst, so dass man zwischen diesen Modulen das Erlernte zu Hause in der Praxis gut umsetzen kann. Die Selbsterfahrung in der Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ ist sehr wichtig. Da unsere Patienten nur nonverbal mit uns kommunizieren können, müssen wir auf viele Kleinigkeiten ihrer Kommunikationsebene achten und diese auch beachten.

Wir Frequenz-Therapeuten nach Vinja Bauer™ sind extrem gut vernetzt und können so auch das Wissen des Kollektives nutzen. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Netzwerkes, wir arbeiten alle zum Wohle der Tiere und unterstützen uns gerne. Das ist das Schöne daran, dass unser Netzwerk innerhalb Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs, der Schweiz und Irlands funktioniert. So können wir auch eine schnelle Vermittlung von Tieren gewährleisten, die nicht in unserem Einzugsgebiet liegen. Jeder Therapeut macht innerhalb der verschiedenen Module seine eigene Entwicklung durch. Jeder besucht die Folgekurse erst dann, wenn er dazu bereit ist (z. B. das Erlernen der Pulstestung).

Zur Dozentin für Laser- und Faszien-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer ™ wurde ich von Vinja Bauer Mitte 2017 ernannt. Das hat mich damals sehr gefreut und ich gebe mein Wissen in Kursen mit Freude und Stolz an Therapeuten weiter. Das Wissen in diesem Beruf wächst nicht nur mit jedem Kunden, sondern auch mit der Erforschung von neuen Frequenzen und ihren Anwendungen. Erfahrungen zeigen, dass trotz gleichem Krankheitsbild Genesungsweg und Wahl der Therapie unterschiedlich sind.

Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer

Behandlung mit der Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer ™ (Bild: Nadine Böhm)

Hexe: Arbeiten Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeuten auch mit Tierärzten oder Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, z. B. Tierheilpraktikern, zusammen? Wie ist das denn bei dir z. B.?

Nadine: Ein sehr wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen, die sich mit der Tiergesundheit befassen. Ich freue mich immer über eine offene Kommunikation, nur diese kann die optimale Versorgung der tierischen Patienten gewährleisten. Häufig ergänzen sich die verschiedenen Therapieformen.

Ein gutes Beispiel sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei der Katze. Nur eine gute Kooperation zwischen Tierarzt, Ernährungsberater, Tierheilpraktiker und Laser-Therapeut kann die Katze im jeweiligen Fachgebiet optimal unterstützen. Der Tierarzt stellt in der Regel die Diagnose und überweist die Patienten z. B. zum THP für eine Magen-Darm-Sanierung. Er empfiehlt einen Ernährungsberater, um die Ursache abzustellen und häufig auch mich, damit ich diesen Prozess der Darmsanierung und das überschießende Immunsystem regulativ positiv mit der Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ beeinflussen kann. Dies ist nur ein Beispiel für Berufsgruppen übergreifende Therapien zum Nutzen des Tieres.

Hexe: Ich kann mir jetzt unter Laser- und Faszien-Frequenz-Therapie nicht so viel vorstellen. Magst du uns kurz erklären, in welchen Situationen man uns damit etwas Gutes tun könnte und worauf wir deiner Meinung nach bei der Wahl des Therapeuten achten sollten?

Nadine: Die Laser- und Faszien-Therapie nach Vinja Bauer ™ ist wie anfangs erwähnt sehr vielschichtig. Die Faszien-Frequenz-Therapie beim Pferd wende ich meist für eine Lymphdrainage an, bei Ödemen durch Einschuss. Weitere Anwendungsgebiete sind: Unterstützung im Training für die Muskeln, damit diese nicht übersäuern, Erhöhung der Beweglichkeit, Verbesserung der Gelenkstabilität, der Bewegungskoordination, Lösen von Vernarbungen, Verklebungen oder Verhärtungen in Muskulatur und Gewebe und auch einfach nur als Wellnessmassage, die neben Pferden auch Hunde und Katzen dankend annehmen.

Laser- und Faszien-Frequenz-Therapeutin behandelt Pferd

Behandlung einer tiefen offenen Verletzung mit der Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer ™ (Bild: Nadine Böhm)

Die Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ kann neben der Schmerzbehandlung durchblutungsfördernd und Stoffwechsel anregend wirken, stärkt das Immunsystem, kann bei psychischen Auffälligkeiten stabilisieren und kann auch der Entspannung und der Prävention dienen. Beispiele für Krankheitsbilder sind Hauterkrankungen, Wunden, Sehnen- u Muskelverletzungen, COB, Arthrose, depressive Verstimmungen, uvm.

Um einen geeigneten Therapeuten in seiner Nähe zu finden, hat man die Möglichkeit sich direkt bei Vinja Bauer zu melden. Vinja gibt die Daten des passenden Therapeuten in der Nähe weiter.

Falls man auf die Internetseite eines Laser- und/oder Faszien-Therapeuten gestoßen ist oder einen Flyer erhalten hat, sollte man sich zuerst die Ausbildung dieses Therapeuten ansehen. Eine abgeschlossene Ausbildung zum Tiertherapeuten, eine Gewerbeanmeldung und Weiterbildungen in der Laser- und Faszien-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ wirken erstmal seriös und sind gute Voraussetzungen. Hat man sich für einen Therapeuten entschieden, sollte auch die Sympathie zwischen Tier-Patient, Besitzer und Therapeut stimmen. Das Bauchgefühl entscheidet hier schlussendlich immer mit.

Der ausgesuchte Laser Therapeut sollte die gestellten Fragen verständlich beantworten, Auskunft über die jeweiligen Frequenzen geben und nicht mit einem Allround-Programm arbeiten, sowie eine transparente Preisgestaltung vorweisen.

Hexe: Angenommen, wir haben jetzt einen Therapeuten gefunden, der uns geeignet erscheint, wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B. wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter?

Nadine: Die meisten Neukunden rufen direkt an, haben mich empfohlen bekommen oder sind auf Grund der Laser- und Faszien-Therapie nach Vinja Bauer ™ auf mich gestoßen. Beim Vereinbaren des Termins frage ich um welches Anliegen es sich handelt und welche Therapieform angedacht ist. Vorort schaue ich mir zuerst das Tier an. Wenn die Laser-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ angewendet wird, stelle ich mein Laser-Warnschild auf, damit dieser Bereich abgegrenzt ist (Stallbereich). Der Besitzer und ich haben Laser-Schutzbrillen auf, die nicht unbedingt bequem und chic sind, aber nötig. Dies sind wichtige Sicherheitsmaßnahmen, da die direkte Lasereinstrahlung im Auge zu Verletzungen führen kann.

Nach den Sicherheitsmaßnahmen starte ich mit dem Laser den Körperscan, zeitgleich benutze ich die VAS-Pulsdiagnostik und spüre somit Störfelder auf. Aufgrund meiner Befundung wähle ich anschließend die entsprechende Frequenz für die Behandlung aus. Während der Therapie beobachte ich die Reaktionen der Patienten. Viele Tiere fangen an zu gähnen, schmatzen oder schlafen sogar ein. Die Tiere merken relativ schnell, was die Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™ bewirken kann und machen dann gezielt durch Schubsen oder eigenen Positionswechsel auf weitere Auffälligkeiten aufmerksam.

Fernbehandlung mit Pad an der Katze

Fernbehandlung mit Pad, wenn die Katze nicht direkt angefasst werden möchte. (Bild: Nadine Böhm)

Obwohl die Therapieform nach außen nicht anstrengend wirkt, ist sie es dennoch. Der Körper bekommt Informationen, die erstmal vom Organismus aufgenommen und verarbeitet werden müssen. Bei Tieren, die mehr wollen, als sie verarbeiten können, muss ich als Therapeut in der Lage sein, dies zu erkennen um die Behandlung rechtzeitig zu beenden.

Hexe: Und die Kosten? Macht da jeder Therapeut seine eigenen Preise oder gibt es da auch eine Gebührenordnung wie bei den Tierärzten?

Nadine: Als Tierheilpraktiker richte ich mich nach dem Gebührenverzeichnis der Tierheilpraktiker. Die Abrechnung für die Laser- und Faszien-Therapie nach Vinja Bauer ™ erfolgt in unserem Therapeutenkreis meist im Minutentakt und beträgt zwischen 1,50 und 3,00 €, je nach Region und Ausbildungsstand.

Hexe: Das war es auch schon. Liebe Nadine, wir danken dir, dass du unsere Fragen so ausführlich beantwortet hast und wünschen dir und deinen Lieben alles Gute und hoffen, dass du noch vielen Miezen und anderen Tieren mit deinen Therapien helfen kannst.

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Über Nadine Böhm

Nadine Böhm ist seit 2005 Tierheilpraktikerin mit dem Schwerpunkt Pferd, Hund und Katze. Sie hat sich in zahlreichen Seminaren und Fortbildungen mehr Wissen angeeignet, um ihren Patienten bestmögliche Behandlungen anbieten zu können. U.a. ist sie TCM – Tierakupunkteurin, Shiatsu – Praktikerin, Pferdethermografin, Sure Foot® Therapeutin und Beraterin für Pferdefütterungsmanagement.
Nadine ist nicht nur ausgebildete Therapeutin in der Laser-Frequenz-Therapie und der Faszien-Frequenz-Therapie nach Vinja Bauer™, sondern auch als Dozentin/ Trainerin dieser Therapieformen tätig.
Seit 2016 ist Nadine Böhm in ihrer eigenen mobilen Praxis „Mobile Tierheilpraxis Sanftes Heilen Nadine Böhm“ tätig. Wie der Name ihrer Praxis schon aussagt, sind Nadine sanfte und gefühlvolle Behandlungstechniken sehr wichtig. Mehr über Nadine erfahrt ihr auf ihrer Website oder auch auf Facebook.

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Interview: Was macht eigentlich eine Tierkommunikatorin?

Im vierten Teil unserer Interviewreihe zum Thema „Tierische Berufe“ erzählt uns Daniela Gröll von Kontakt zur Tierseele etwas über einen tierischen Beruf, der für viele nur schwer greifbar ist, nämlich den Beruf der Tierkommunikatorin.

Daniela beschäftigt sich mit Tierkommunikation und Tierenergetik.

Schatzbuben

© Schatzbuben | Daniela Gröll

Hexe: Hallo Dani, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Tierkommunikatorin vor?

Daniela: Danke, dass ich hier die Gelegenheit habe, etwas über meine „Berufung“ als Tierkommunikatorin zu sagen. Als Tierkommunikatorin nehme ich telepathisch Kontakt mit Tieren auf. Das heißt, ich stelle den Tieren Fragen, die der Tierhalter an sein Tier hat und bekomme dann Mitteilungen von den Tieren. Das müssen nicht immer gesprochene Worte sein. Die meisten Antworten erhalte ich über Gefühle und das sogenannte „Hellwissen“. Gerade bei Problemen mit Tieren oder kranken und sterbenden Tieren ist das sehr hilfreich, da ich mich dann auch in das Tier einfühlen kann. Ich spüre dann oft an meinem Körper wo das Tier gesundheitliche Schwachstellen oder Schmerzen hat. Die Tiere können mir aber auch Bilder senden, was für die Kommunikation mit vermissten Tieren von Vorteil ist, damit der Halter dann anhand der Bilder das Tier leichter finden kann. Hier besteht aber auch die Möglichkeit das Tier wieder nach Hause zu führen. Es gibt da verschiedene Methoden die man anwenden kann. Vermisste Tiere sind aber der schwierigste Bereich in der Kommunikation und nicht jedes Tier wird gefunden.

Die Gründe warum mich Tierhalter kontaktieren sind sehr verschieden. Mancher möchte nur wissen wie es seinem Tier geht, andere haben konkrete Fragen, weil es Probleme zwischen Tier und Halter gibt, Tiere krank sind, im Sterben liegen oder vermisst werden. Auch mit verstorbenen Tieren kann ich Kontakt aufnehmen, um dem Tier Botschaften von seinem Menschen mitzuteilen und umgekehrt. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass das oft sehr heilsam für die Menschen ist, gerade dann, wenn der Halter und das Tier eng miteinander verbunden waren.

Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Tierkommunikatorin“ vorstellen?

Daniela: Da ich für meine Arbeit nicht vor Ort sein muss, habe ich Kunden aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, Luxemburg, Italien oder Taiwan und kann mir so meine Zeit selber einteilen.

Morgens lese und beantworte ich erst meine E-Mails. Anfragen zur Tierkommunikation oder Tier-Energetik und Mails von Tierhalter, mit deren Tieren ich Kontakt hatte. Diese bedanken sich zumeist und viele teilen mir auch mit, was sie zum Gesprächsprotokoll zu sagen haben oder wie ihre Tiere während oder nach dem Gespräch oder der energetischen Anwendung reagiert haben. Manchmal gibt es auch noch Fragen, wenn etwas im Protokoll nicht verstanden wurde.

Dann folgt ein Tiergespräch. Dazu bereite ich mich mental auf die Tierkommunikation vor, bevor ich mit dem Tier Kontakt aufnehme. Die Kontaktaufnahme dauert 2-4 Stunden, dabei schreibe ich alles mit, was ich von dem Tier an Mitteilungen erhalte. Das Protokoll sende ich dann per E-Mail an den Tierhalter.

© Schafgespräche | Daniela Gröll

Um jedem Tier genügend Aufmerksamkeit geben zu können, führe ich nie mehr als ein oder zwei Kommunikationen am Tag durch.

Der Rest des Tages ist dann mit Büroarbeiten ausgefüllt. Beantwortung von weiteren E-Mails. Viele Tierhalter haben Zweifel an der Tierkommunikation, sind aber oft verzweifelt, weil sie bisher für ihre Probleme mit ihrem Tier noch keine Lösung finden konnten und sehen so die Tierkommunikation als letzte Rettung. Das Beantworten solcher Mails kann dann manchmal sehr zeitaufwendig sein. Wobei ich hier niemanden überzeugen muss, denn wenn die Tierhalter dann das Protokoll lesen, erkennen sie ihr Tier in der Regel sofort. Auch verändert sich am Tier meist etwas nach der Kontaktaufnahme oder während der energetischen Anwendungen.

Natürlich mach ich zwischendrin auch Pausen. An manchen Abenden halte ich mir Termine für Anwendungen bei Tieren und Menschen frei.
Auch biete ich kostenfreie Online-Webinare an, in denen ich über die Tierkommunikation und Tier-Energetik berichte und im Anschluss die Tierfreunde noch Fragen zum Thema stellen können. Demnächst möchte ich mal wieder meine Webseite überarbeiten. In Planung ist, selbst Kurse anzubieten, um Tierhaltern die Tierkommunikation näher zu bringen. Das kostet alles viel Zeit.

Hexe: Wie wird man denn Tierkommunikatorin? Kann sich jeder einfach als Tierkommunikatorin ausgeben? Gibt es da eine anerkannte Ausbildung? Drückt man die Schulbank? Oder lernt man vielleicht wie in einem „normalen“ Ausbildungsberuf auch bei anderen Tierkommunikatoren? Macht man Praktika?

Dankela: Die Bezeichnung Tierkommunikatorin, ist wie auch die des Tierheilpraktikers in Deutschland nicht geschützt und kein anerkannter Ausbildungsberuf. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Tierkommunikation zu „erlernen“. Ich selbst habe vor über 10 Jahren meine ersten Seminare besucht, weitere folgten. Dazwischen hatte ich eine längere Pause, bevor ich vor ein paar Jahren die komplette Ausbildung ganz von vorne nochmal gestartet habe. Hier waren es vier Ausbildungsstufen. Es gibt die Möglichkeit vor Ort Seminare zu besuchen, aber auch Online-Webinare mitzumachen. Ich habe beide Möglichkeiten genutzt. Es gibt dabei wie in der Schule Unterricht, aber es wird auch geübt vor allem erst einmal mit Tieren anderer Kursteilnehmer. Die meiste Arbeit ist dann das selbstständige Lernen und Üben. Nein, ein Praktikum gab es nicht.

Hexe: Muss man eine besondere Gabe haben, um mit Tieren auf diesem Weg kommunizieren zu können oder kann den Beruf jeder erlernen?

Daniela: Es gibt Urvölker die heute sich noch telepathisch austauschen. Wir hier, haben es wieder verlernt und müssen das wieder üben, wenn wir Kontakt zu Tieren aufnehmen wollen. Bei der Ausbildung lernt man das dann wieder. Auch wenn es jeder lernen kann, haben viele die Vorstellung, dass man als Tierkommunikatorin nur mit Tieren arbeitet. Dem ist aber nicht so, denn der Mensch, der zum Tier gehört, spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle.

Hexe: Arbeiten Tierkommunikatoren auch mit Tierärzten oder Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, z. B. Katzenpsychologen, zusammen? Wie ist das denn bei dir z. B.?

Daniela: Es macht Sinn, mit anderen Menschen, die mit Tieren arbeiten, zu kooperieren. Bei Tierärzten habe ich leider oft die Erfahrung gemacht, dass diese für das Thema nicht offen sind. Wobei mir neulich eine Kundin berichtete, dass ihrer Tierärztin mein Name bekannt sei, da sie mehrere Kunden hat, die bei mir schon eine Tierkommunikation oder energetische Anwendung für ihr Tier gebucht hatten.

Es kommt natürlich vor, dass ich Kunden bitte einen Tierarzt aufzusuchen. So wie vor kurzem bei einem Hund der Zahnprobleme hatte. Da hilft dann ein Gespräch allein nicht, in dem Fall musste der Zahn raus. Da es ein schon älteres Tier war, folgten dann zwei energetische Anwendungen, während dieser sich dann die Katze dazugesellte.

Joey mit Katze

© Anwendung bei Joey | Daniela Gröll

Wenn ich von Tieren Infos bekomme was ihnen weiterhelfen kann z.B. Akupunktur oder andere Maßnahmen teile ich das dem Tierhalter immer mit. Die Tierkommunikation ist ein Gespräch, damit können Dinge geklärt werden, aber manchmal reicht die Kommunikation alleine nicht aus. Ich mache bei kranken Tieren auch einen Körperscan was dann hilfreich sein kann, wenn der Tierarzt im Vorfeld nicht fündig geworden ist.

Vor kurzem hatte sich ein Pferd gewünscht das die Reiterin Reitunterricht nimmt, da sie das Pferd in seinem Bewegungsablauf blockiert. Ein guter Reitlehrer wird beiden weiterhelfen können.
Bei zwei „Pinkelkatern“ im selben Haushalt hat die Kommunikation ausgereicht, so dass sich das seit Jahren bestehende Problem drastisch und umgehend reduzierte. In dem Fall hatten die Kater klare Vorstellungen, was sich ändern müsse, um die für die Menschen sehr unangenehme Unart, zu unterlassen. Wenn der Mensch dann aber nicht bereit ist, darauf einzugehen, wird sich auch nichts oder nicht dauerhaft etwas verändern.

Die Tierkommunikation ist meist kein Ersatz für eine Hundeschule, aber sie kann beide Parteien unterstützen. In all den Bereichen würde ich mir zum Wohle der Tiere wünschen, dass mehr Zusammenarbeit stattfindet.

Hexe: Tierkommunikation ist ja so ein tierischer Beruf, der für Außenstehende so gar nicht greifbar ist und oft auch einen eher unseriösen Beigeschmack hat. Noch dazu, wenn die Kommunikation aus der Ferne z. B. über ein Bild des Tieres erfolgt. Schließlich kann man als Besitzer ja nicht nachvollziehen, ob die Tierkommunikatorin wirklich mit dem Tier in Kontakt tritt oder die Antworten, die sie übermittelt, nur ihrer Fantasie entspringen. Worauf sollte man denn deiner Meinung nach bei der Wahl einer Tierkommunikatorin achten?

Daniela: Wenn ich mit einem Tier per Foto Kontakt aufnehme, dann sehe ich zwar nicht wie es sich verhält, wie sein Wesen ist. Ich habe dann ja nur das Foto und da ich ein Protokoll schreibe, kann anhand der Wesensbeschreibung und der Antworten, der Tierhalter sein Tier erkennen. Ein paar Beispiele wie Tierhalter ihre Tiere im Gespräch wieder erkennen, habe ich ja schon genannt. Weiter ist mir eine Tierhalterin in Erinnerung die berichtete, dass der Hund während der Kontaktaufnahme völlig abwesend war und dabei nicht mal bemerkte wie sein geliebtes Herrchen nach Hause kam. Das sind Dinge neben dem Protokoll, die erkennen lassen, dass ein Kontakt stattgefunden hat. Ähnlich habe ich es auch bei anderen Tieren erfahren.

Daniela mit Kuh

© Reiki an der Kuh | Daniela Gröll

Bei der Wahl einer Tierkommunikatorin würde ich darauf achten, dass diese alle Bereiche der Ausbildung durchlaufen hat, auch wenn sie vielleicht nicht mit vermissten oder verstorbenen Tieren kommunizieren will. Leider soll es einige geben, die nur einen Kurs besucht haben und sich dann Tierkommunikatorin nennen, was meiner Meinung nach viel zu früh ist.
Auch würde ich schauen, dass ein Gewerbe angemeldet wurde und ob mir die Person vertrauenswürdig erscheint und zu guter Letzt, mich auf mein Gefühl verlassen.

Hexe: Angenommen, wir haben jetzt eine Tierkommunikatorin gefunden, die uns geeignet erscheint, wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B. wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter?

Daniela: Nach der Anfrage bitte ich um ein Foto, auf dem das Tier alleine abgebildet ist. Dazu brauche ich noch den Namen, das Geschlecht und evtl. das Alter des Tieres.
Dann die Fragen, die der Halter an das Tier hat oder welches Problem besteht, also warum die Kontaktaufnahme gewünscht wird.

Auch Botschaften die ich dem Tier übermitteln kann gehören dazu z. B. wenn der Halter ohne Tier in den Urlaub fahren möchte, die Tiere möchten informiert werden.

Bei Katzen ist das meiner Meinung nach immer sinnvoll, wenn die Menschen mit Tier umziehen, da selbst bei Wohnungskatzen bei Umzügen oft Tiere verlorenengehen. Gerade hatte ich wieder eine Kommunikation mit einer vermissten Katze, die unbedingt wieder heim will, aber den Weg in die neue Wohnung nicht findet. Hier habe ich dann anhand von Bildern die ich von der Katze erhielt, Aufenthaltsorte der alten Heimat der Katze an die Tierhalterin geben können, aber den beschriebenen Ort und dann das Tier dort auch zu finden und abzuholen ist dann Aufgabe der Halterin. Bei vermissten Tieren ist eine zeitnahe Kontaktaufnahme sinnvoll, denn je länger das Tier unterwegs ist, je schwieriger wird es.

Kranke, sterbende und vermisste Tiere gehen immer vor, so dass ich hier versuche zeitnah zu kommunizieren. Für andere Gespräche ist mit einer Wartezeit von 2-7 Tagen nach Zahlungseingang zu rechnen.

Hexe: Und die Kosten? Macht da jede Tierkommunikatorin ihre eigenen Preise oder gibt es da auch eine Gebührenordnung wie bei den Tierärzten?

Daniela: Nein, es gibt keine Gebührenordnung. Wobei die Arbeit der Tierkommunikation und der von Tierärzten auch nicht miteinander verglichen werden kann. Als Tierkommunikatorin nehme ich kein Blut ab, röntge nicht und darf auch keine Diagnosen stellen. Ich fühle mich in das Tier ein, frage es und bekomme dann die Antworten, die das Tier mir geben mag. So kann die Tierkommunikation eine Hilfe für den Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Tiertherapeuten sein und natürlich für den Halter und das Tier selbst.

Es kommt aber oft vor, dass die Tierkommunikation im Zusammenhang mit Tierärzten erwähnt wird, wenn es um die Kosten geht. Viele Anfragen beginnen mit „Ich habe schon 1000 € beim Tierarzt gelassen und…“. Aber auch ich muss meine Miete zahlen, meine Versicherungen und meinen Lebensunterhalt und andere Rechnungen zahlen.

Meines derzeitigen Wissens nach liegen die Preise für eine Tierkommunikation zwischen 40 € und 160 €. Manche rechnen nach Minuten ab, ich habe einen Festpreis, der in der Mitte liegt, so dass jeder gleich weiß, was ihn erwartet. So kann sich jeder eine Kontaktaufnahme leisten.

Ich schreibe grundsätzlich Protokolle. Manch andere führen die Kommunikation am Telefon durch, was natürlich weitaus schneller geht, aber der Tierhalter kann im Zweifel nicht mehr alles genau nachverfolgen. Ein Protokoll kann man nochmal zur Hand nehmen. Viele Kolleginnen berechnen das Protokoll, wenn es gewünscht wird nochmal extra ab. Ich biete immer an, mich nochmal zeitnah zu kontaktieren, falls im Gespräch was nicht verstanden wurde. Das ist dann kostenfrei.

Ich danke euch, dass ich hier über meinen Traumjob als Tierkommunikatorin und Tier-Energetikerin berichten durfte und freue mich, wenn hoffentlich viele Leser bis zum Schluss mitgelesen haben.

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Über Daniela Gröll

Tierkommunikatorin Daniela und Danilo

© Daniela und Danilo | Daniela Gröll

Daniela Gröll war schon immer von Tieren begeistert, so war es nicht verwunderlich, dass sie schon sehr früh Vegetarierin wurde. 11 Jahre arbeitete sie als Pferdepflegerin und rechte Hand der Chefin, auf einem Pferdeschutzhof, wo sie die ersten Erfahrungen mit der Tier-Energetik machte. Später arbeitete sie im Außendienst bei einem Tierschutzverein, der sich gegen Schlachttiertransporte einsetzt. Durch das Leid der Kühe und Kälber wurde der Weg zur veganen Ernährung gelegt. Während einer Umschulung zur Bürokauffrau, arbeitete sie bei einem anderen Verein und fing mit der Ausbildung zur Tierkommunikation an. Es folgten weitere Seminare rund um die Tierkommunikation und energetische Heilung. Ihr findet Daniela im Internet unter Kontakt zur Tierseele oder auch auf Facebook. [/dark_box]

Interview: Was macht eigentlich eine Tierernährungsberaterin?

Im dritten Teil unserer Interviewreihe zu den Tierischen Berufen hat uns Mandy Kneeland von THP&BARF 4 Paws ein wenig ihrer Zeit gewidmet. Sie stellt uns den Beruf der Tierernährungsberaterin vor.

Mandy ist gleichzeitig auch Tierheilpraktikerin, bei der Ernährungsberatung liegt ihr Schwerpunkt auf der Rohfütterung (BARF).

BARF

© Mandy Kneeland / THP&BARF 4Paws

Hexe: Hallo Mandy, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Tierernährungsberaterin vor?

Mandy: Hallo, natürlich nehme ich mir gerne Zeit für euch. Als Ernährungsberaterin für Hund und Katze helfe ich Haltern die Ernährung ihrer Tiere zu optimieren. Oft sind es erkrankte Tiere, beispielsweise Katzen mit Niereninsuffizienz, Allergien oder Verdauungsstörungen, die eine angepasste und optimierte Ernährung benötigen. Aber auch für gesunde Tiere und Tiere im Wachstum erstelle ich Ernährungspläne und begleite Züchter durch Trächtigkeit, Säugezeit und Ersternährung ihrer Kitten.

Kitten beim Fressen

© Antonia Saalbach / Silva Donum Maine Coons

Mein Schwerpunkt liegt hier definitiv bei der Rohfütterung, dem BARFen, aber von Zeit zu Zeit habe ich durchaus auch Halter, die nicht roh füttern können oder wollen. Hier versuche ich die passende Lösung im Fertigfutterbereich zu finden, wobei ich hier ganz klar dazu sage, dass ich ein absoluter Gegner von Trockenfutter bin, gerade bei Katzen.

Viele Halter sind aufgrund der Hülle und Fülle (verschiedenster) Informationen zu dem Thema verunsichert, was denn nun wirklich richtig ist. Sie haben Angst, das Ganze in Angriff zu nehmen, etwas falsch zu machen und ihren Tieren dadurch zu schaden. Das kann ich absolut nachvollziehen, denn mir ging es zu Beginn nicht anders. Hier ist es mir vor allem sehr wichtig, die Unsicherheiten zu nehmen und mir für alle Fragen, die sie haben, Zeit zu nehmen und diese zu klären.

Ich erstelle für das Tier und die Erkrankung angepasste Ernährungspläne. Ich arbeite hier ganzheitlich und setze da wo es sinnvoll und oder nötig ist zusätzlich nützliche Nahrungsergänzungen, Kräuter oder Heilpilze zur ernährungsphysiologischen Unterstützung ein. Ich empfinde meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin als sehr hilfreich, denn es hat mir neben meinem Hauptberuf als Gesundheits- und Krankenpflegerin im intensivmedizinischen Bereich nochmal viel Wissen und Hintergrund in den Bereichen Anatomie, Physiologie und Pathologie gebracht.

Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Tierernährungsberaterin“ vorstellen?

Mandy: Mein Tag ist immer angepasst an meinem Hauptberuf, da ich hier im Schichtdienst arbeite. Feste “Praxiszeiten” habe ich also nicht.
Ich arbeite viel von zu Hause aus, wenn ich Ernährungs- und Behandlungspläne schreibe. Manchmal bringt es durchaus noch einige Recherche- und Nachschlagearbeit mit sich, da ich bei meinen Plänen sehr gründlich bin.

Katze Rohfütterung

© Mandy Kneeland / THP&BARF 4Paws

Je nach Fall prüfe ich intensiv die Nährstoffbedarfswerte und passe die Zufuhr an Krankheit und Bedarf an. Wo man bei manchen Erkrankungen einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen hat, muss man bei anderen Erkrankungen durchaus einen reduzierten Bedarf berücksichtigen, das beste und bekannteste Beispiel ist hier wohl noch die Phosphatreduktion in der Diät bei Niereninsuffizienz.

Wenn ich einen Hausbesuch habe, bereite ich mich vorab vor, kontrolliere meine Tasche, welche ich immer mitnehme und gehe nochmal alle Informationen durch, die ich vorab schon erhalten habe.

In der Regel erhalte ich am Tag einige Mails oder Anrufe von Kunden, die zum erhaltenen Plan oder zum Verlauf ihres Tieres noch Fragen haben oder unsicher sind. Mehrmals die Woche habe ich auch „Lernsequenzen“ für mich, egal ob ich gerade einen laufenden Kurs habe oder etwas für mich wiederhole und vertiefe.
Und leider kommt mein unbeliebtester Teil, der Büro- und Verwaltungskram, ja auch immer noch dazu.

Hexe: Wie wird man denn Tierernährungsberaterin? Kann sich jeder einfach als Tierernährungsberaterin ausgeben? Gibt es da eine anerkannte Ausbildung? Drückt man die Schulbank? Oder lernt man vielleicht wie in einem „normalen“ Ausbildungsberuf auch bei anderen Tierernährungsberatern? Macht man Praktika?

Mandy: Die Berufsbezeichnung ist leider nicht geschützt, es gibt keine anerkannte Ausbildung. Somit kann sich jeder, egal wie viel Wissen vorhanden ist, Tierernährungsberater nennen. Lediglich als Tierarzt kann man eine Zusatzausbildung in diesem Bereich belegen, die anerkannt ist. Ich selbst habe eine mehrmonatige Onlineausbildung in Form von Webinaren zur Ernährungsberatung besucht mit einer Abschlussprüfung und eine Hausarbeit abgegeben. Das Ganze fand bei Swanie Simon statt, einer Tierheilpraktikerin mit Schwerpunkt Ernährung (unter anderem). Gleichzeitig lief die Tierheilpraktikerausbildung, auch mit Praktika.

Hinzu kommen diverse Fortbildungen, Seminare und Webinare, wiederholend oder ergänzend zu meinem Kernpunkt der Ernährungsberatung (Kräuterheilkunde und Heilpilztherapie). Der Bereich ist eigentlich zum lebenslangen Lernen geeignet.

Neben meinen tierspezifischen Ausbildungen kann ich auch auf 10 Jahre Erfahrung in der Humanmedizin zurückgreifen, was mir durchaus sehr hilft, denn Hunde und Katzen sind zwar etwas anders als Menschen, in vielerlei Hinsicht läuft aber doch einiges gleich oder sehr ähnlich ab.

Katze futtert BARF

© Mandy Kneeland / THP&BARF 4Paws

Hexe: Arbeiten Tierernährungsberater auch mit Tierärzten oder Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, z. B. Tierheilpraktikern, zusammen? Wie ist das denn bei dir z. B.?

Mandy: Ja, wenn sich die Gelegenheit gibt und es gewünscht ist, arbeite ich durchaus mit anderen Berufsgruppen zusammen. Beispielsweise schicke ich Kunden zum Tierarzt für benötigte Diagnostik und Kontrollen, seien es Blutabnahmen oder bildgebende Diagnostik, oder überweise Kunden zu Tierphysiotherapeuten. Ich selbst bin auch Tierheilpraktikerin, aber so wie ich an Kollegen verweise, wenn es beispielsweise um Homöopathie geht, erstelle ich Ernährungspläne, wenn von anderen Tierheilpraktikern an mich verwiesen wurde.

Ich würde mich freuen, wenn ein noch viel gemeinschaftlicheres Arbeiten mit anderen Berufsgruppen möglich wäre. Leider stößt man da aber noch oft auf taube Ohren. Gerade mit Tierärzten hier ist es leider oft noch sehr schwierig, ich habe bei keiner Praxis, bei der ich mich zu Beginn vorgestellt habe, gute Erfahrungen gemacht.

Hexe: Wir futtern ja schon BARF, aber angenommen wir wären voll die Trockenfutterjunkies und unser Personal würde uns auf eine gesunde Ernährung umstellen wollen. Oder eine von uns wäre krank und müsste eine besondere Diät bekommen. Worauf sollten wir denn bei der Auswahl des Ernährungsberaters deiner Meinung nach achten?

Mandy: Wichtig sind immer der eigene Eindruck und das Bauchgefühl, das finde ich immer ganz entscheidend. Ihr solltet darauf achten, dass man einsehen kann wo derjenige seine Ausbildung gemacht hat, welchen Stundenumfang diese betragen hat und inwieweit er sich nach der Ausbildung noch Fort- und Weiterbildung widmen wird und ob sich auch mit der Tierart ausgekannt wird (manche Tierernährungsberater betreuen zum Beispiel keine Katzen und nur Hunde).

Dann ist, egal ob vor Ort oder eine Online-Beratung, eine ausführliche Anamnese unabdingbar. Ein Ernährungsberater kann keinen Plan erstellen, wenn er das Tier und die Befunde nicht kennt.

Und zu guter Letzt: Fragen ob jemand im Bekannten-/Verwandten-/Freundeskreis schon Erfahrungen mit Ernährungsberatern gemacht hat und hier auf Empfehlungen setzen.

Hexe: Angenommen wir haben jetzt einen Tierernährungsberater gefunden, der uns geeignet erscheint, wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B. wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter?

Mandy: Es kommt bei mir darauf an, ob ihr in meiner Nähe wohnt oder nicht und ob es sich zum Beispiel um ein schwerkrankes Tier handelt. Bei gesunden Tieren reicht es in der Regel durchaus ohne direkte Sicht, bei kranken oder gar schwerkranken Tieren, wo es über die reine Ernährungsberatung hinausgeht, ist ein Hausbesuch oft sinnvoll, allerdings aufgrund fehlender lokaler Ernährungsberater nicht immer möglich.

Hierbei ist die Anamnese natürlich immer etwas schwieriger und gut ist hierbei, wenn andere Tiertherapeuten, zum Beispiel Tierärzte oder Tierheilpraktiker mit im Boot sind und somit unklare Punkte mit abklopfen können.

Katze mit Eintagsküken

© Mandy Kneeland / THP&BARF 4Paws

Bei einem Hausbesuch komme ich euch besuchen und mache die Anamnese und Untersuchung vor Ort und bespreche erste Dinge persönlich. Ich spreche hierbei immer erst eine ganze Weile mit den Haltern, damit sich die Tiere an mich gewöhnen können. Erst nachdem die Anamnese gemacht ist, untersuche ich das Tier. Da sich das aber keiner alles merken kann, was man in dieser Zeit bespricht, gibt es zum Ernährungsplan eine Auflistung aller im Gespräch erwähnten Punkte dazu. Den Plan gibt es in etwa 1 Woche später per E-Mail, wobei ich komplexe Fälle, die dringliche Hilfe benötigen, durchaus vorziehe und weniger dringliche Fälle nach hinten schiebe. Ich informiere dann immer die Halter, die etwas länger warten müssen und habe hier bisher immer das Glück gehabt, dass alle sehr verständlich reagiert haben und einfach nur froh waren, dass es nicht ihr Tier betrifft, das einen dringlichen Plan benötigt.

Je nach Fall gibt es eine Betreuungszeit im Anschluss, in der ich bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen erreichbar bin und auch danach bin ich natürlich nie aus der Welt.

Hexe: Und die Kosten? Macht da jeder Tierernährungsberater seine eigenen Preise oder gibt es da auch eine Gebührenordnung wie bei den Tierärzten?

Mandy: Es gibt keine Gebührenordnung, jeder Berater kann seine Preise selbst festlegen. Der durchschnittliche Preis ist sicherlich im ähnlichen Bereich, es gibt aber auch Ausreißer nach unten und nach oben. Hierbei sei zu sagen, dass teurere Berater weder viel besser noch schlechter sind als günstige. Da kommt es wieder auf das Gesamtpaket an.

Hexe: Das war’s dann auch schon mit unseren neugierigen Fragen. Wir wünschen dir und deinen Lieben auch weiterhin alles Gute und hoffen, dass du noch vielen Miezen dabei helfen kannst, mit artgerechter Ernährung gesund zu bleiben, zu werden oder zumindest ein bestmögliches Leben führen zu können.

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Über Mandy Kneeland

Tierernährungsberaterin Mandy Kneeland

© Mandy Kneeland / THP&BARF 4Paws

Mandy Kneeland arbeitet seit 2017 als Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt BARF für Hunde und Katzen. Lokal mit mobiler Praxis im Raum Darmstadt und dem Rhein-Main-Gebiet und online mit Kunden auch aus Österreich und Italien. Neben der Ernährungsberatung liegen ihre Schwerpunkte auf Heilpilzen (Mykotherapie), Kräuterheilkunde (Phytotherapie), Darmsanierung und Bachblüten.Immer unterstützt bei ihrer Arbeit wird sie daheim von ihren 3 Katzen. Ihr findet Mandy im Internet unter THP4Paws oder auch auf Facebook. [/dark_box]