Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wissenschaft

Studie: Kater und Katzen reagieren auf Kittenlaute unterschiedlich

Rufen Kitten, dann reagieren Kater und Kätzinnen unterschiedlich. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Medizinischen Hochschule (MHH) und der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover, die am 12.08.2016 im Open-Access-Journal „BMC Evolutionary Biology“ veröffentlicht wurde. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob Katzen die emotionale Erregung von Katzenjungen anhand ihres Miauen erkennen können und ob die übliche Aufzucht durch die Mutter zu unterschiedlichem Verhalten bei Katern und Katzen führt. Man verglich männliche und weibliche Tiere und Kätzinnen mit und ohne Erfahrung in der Jungenaufzucht. Nachdem das Forscherteam in einer vorangegangenen Untersuchung bereits herausgefunden hatte, dass sich Dauer und Tonhöhe der Kittenrufe mit der Dringlichkeit der Hilfsbedürftigkeit verändern, zeichneten sie die Rufe von 14 Kätzchen im Alter von 9 bis 11 Tagen in zwei unterschiedlichen Situationen auf. Einmal wurden die Katzenkinder lediglich für 3 Minuten räumlich von Mutter und Geschwistern getrennt (geringe Dringlichkeit), ein anderes Mal wurden sie für 3 Minuten auf den Boden gesetzt und auf den Rücken gedreht (hohe Dringlichkeit). Die Kitten standen in keiner Beziehung zu den Testkatzen. Die Rufe der Kitten in diesen …

Neolithische Revolution führte auch in China zur Domestikation der Katze

Unsere Hauskatze hat ihre Wurzeln in Ägypten und im Nahen Osten, wo sich laut einer Studie aus dem Jahr 2004 etwa zwischen 9000 und 7000 vor Christus erste Beziehungen zwischen der Falbkatze (Felis silvestris lybica) und dem Menschen entwickelten. Es handelt sich um eine Zeit, die in der Fachsprache als neolithische Revolution bezeichnet wird, eine Zeit, in der die Menschen begannen sesshaft zu werden und Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Angelockt von den Nagern, die die Kornspeicher der damaligen Menschen als wertvolle Nahrungsquelle betrachteten, begannen die Katzen sich in der Nähe der Menschen heimisch zu fühlen. Und so wurde die Falbkatze zur Urahnin aller unserer heutigen Hauskatzen.

Genetikerin will das Erbgut von 99 Katzen analysieren

Gesundheitliche Probleme, denen Gendefekte zugrundeliegen, gelten häufig als „idiopathisch“, das heißt, es kann keine fassbare Ursache festgemacht werden. Die Forscherin Leslie Lyons möchte nun im Rahmen ihres Projekts „99 Lives“ an der University of Missouri – College of Veterinary Medicine erreichen, dass dies künftig der Vergangenheit angehört.

Studie: Trockenfutter als Risikofaktor für Übergewicht bei einjährigen Katzen

Übergewicht und Adipositas bei Hauskatzen sind in vielen Ländern ein wesentliches Problem und stellen ein Risiko für verschiedene Erkrankungen dar. Am bekanntesten ist hier Diabetes mellitus (Typ 2), aber auch Erkrankungen des Harntrakts, der Atemwege und degenerative Gelenkerkrankungen können neben anderen gesundheitlichen Problemen mit Übergewicht oder Adipositas in Verbindung stehen. Im Rahmen einer groß angelegten Studie wurden im Vereinigten Königreich wurden nun Risikofaktoren für felines Übergewicht oder Adipositas bei Katzen im Alter von etwa einem Jahr ermittelt. Man schätzt, dass in Großbritannien aktuell 39 bis 52 % aller Katzen übergewichtig oder adipös sind. Als übergewichtig gelten hierbei Katzen, deren Gewicht 10 bis 19 % über ihrem individuellen Idealgewicht liegt und als adipös all jene Tiere, die ein Gewicht von 20 % oder mehr über dem Idealgewicht auf die Waage bringen.

Katzen und der bittere Geschmack

Der Geschmack einer Speise ist ein wesentliches Element bei der Beurteilung, ob eine Nahrung genießbar ist oder nicht. Er spielt daher eine wesentliche Rolle beim Schutz der Katze vor schädlichen Einflüssen. Während „umami“ zum Beispiel dazu dient, Futter auszuwählen, das reich an Aminosäuren ist, ist das Erkennen von Bitterem in der Regel dazu gedacht, Giftstoffe zu vermeiden, wie man sie primär in diversen Pflanzen oder unreifen Früchten findet.

Studie: Die Verbindung zwischen Fellfarbe und aggressivem Verhalten der Hauskatze

Die Fellfarbe soll Aufschluss darüber geben, wie aggressiv eine Katze sei. Und ausgerechnet die Dreifarbigen sollen am angriffslustigsten sein. So die Meldung in diversen englischsprachigen Medien. Wir haben uns die Originalstudie The Relationship Between Coat Color and Aggressive Behaviors in the Domestic Cat angesehen, da wir wissen wollten, was denn da wirklich untersucht wurde und wie aussagekräftig das alles ist. Die gewonnenen Erkenntnisse möchten wir gerne mit euch teilen.