Studie: Katzen bevorzugen „S“-förmige Kratzgelegenheiten

Aus der Wissenschaft

Studie: Katzen bevorzugen „S“-förmige Kratzgelegenheiten

Das Verhalten von Tieren zu untersuchen, die so unabhängig und unberechenbar sind, wie Katzen, ist gar nicht so einfach. Und schon seit vielen Jahren versuchen Forscher herauszufinden, was Katzen wollen, wann sie es wollen und wie sie es wollen. Dazu gehört auch das Kratzverhalten, dem sich nun vor kurzem John McGlone, Professor am Texas Tech University College of Agricultural Sciences & Natural Ressources, widmete. Er untersuchte, welche Kratzgelegenheiten Katzen bevorzugen und wie man Katzen dazu bringen kann, vermehrt an dem für sie bestimmten Produkt zu kratzen und Teppiche, Gardinen und Möbel in Ruhe zu lassen. Dabei wurde mit Kitten gearbeitet, da sie durch ihre natürliche Verspielheit als besser geeignet erschienen.

© xandra71 / pixabay.com

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Ein „S“ aus Pappe als bevorzugte Kratzgelegenheit

Zunächst galt es herauszufinden, welche Kratzgelegenheiten von den Kitten grundsätzlich bevorzugt wurden. Dazu wurden so viele unterschiedliche Varianten wie möglich getestet, solche, wie sie im Handel erhältlich sind, aber auch selbstgebaute Module aus Pappkarton, Teppich und Luftpolsterfolie. Diese wurden in einer kontrollierten Umgebung platziert und die Kitten beobachtet. Es stellte sich heraus, dass eine Kratzmöglichkeit aus Pappkarton in Form eines „S“ den größten Anklang bei den Katzenkindern fand.

Katzenhaare sorgten für die größte Anziehungskraft

In einem zweiten Schritt stellten sich die Forscher dann der Frage, wodurch Katzen länger an einem bestimmten Produkt kratzen. Um diese zu beantworten wurden die Kitten wiederum jeweils einzeln in eine kontrollierte Umgebung gebracht, die wie ein Wohnzimmer gestaltet war. Es gab dort eine Couch, Vorhänge, Teppich, das im ersten Schritt bestimmten „S“-förmige Kratzprodukt und einen Menschen, der die Aktivität des jeweiligen Katzenkindes aufzeichnete und es wenn nötig zur Kratzgelegenheit zurückführte. Dabei stellte sich heraus, dass die Katzenkinder einem älteren Kratzmodul gegenüber einer neuen den Vorzug gaben. Danach wurden verschiedene Produkte auf die Kratzgelegenheiten aufgebracht, um zu untersuchen, ob diese die Zeit, die die Kitten an dieser verbringen, verlängern können. Es wurden dabei entweder Haare einer erwachsenen Katze, gemahlene Katzenminze oder Katzenminze-Öl aufgebracht.

Und es waren die Katzenhaare, die gefolgt vom Katzenminze-Öl, den größten Effekt hatten. Dabei scheinen Duftstoffe, so genannte Pheromone, eine Rolle zu spielen, wie wir sie z. B. auch am Katzenhaar finden. Pheromone sind chemische Stoffe, die von Tieren ausgeschieden oder abgesondert werden, um bei Angehörigen derselben Spezies eine bestimmte soziale Reaktion auszulösen. Wie lange ein Kitten Krallenpflege betrieb, hing nach Beobachtung der Experten auch davon ab, wie lange sich der Vorgänger am Kratzprodukt damit beschäftigte. So wurde beobachtet, dass der Zeitraum von Katze zu Katze immer länger wurde.
In einem nächsten Schritt soll nun genau bestimmt werden, welche Pheromone hier Einfluss haben. Es sollen die beteiligten Moleküle identifiziert werden und irgendwann können diese Pheromone vielleicht gezielt dazu genutzt werden, Katzen für die richtigen Kratzgelegenheiten zu begeistern. Vorgestellt wurden die Ergebnisse der Untersuchung beim 2015 Joint Annual Meeting (JAM) of the American Dairy Science Association (ADSA) und der American Society of Animal Science (ASAS) in Orlando, Florida.

Weitere Informationen: Cat Pheromones May Cause Increased Scratching, Focus on Scratching Devices

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Studie: Wie Stress die Gesundheit von Katzen beeinträchtigen kann und was man dagegen tun kann.

Aus der Wissenschaft

Studie: Wie Stress die Gesundheit von Katzen beeinträchtigen kann und was man dagegen tun kann.

Stress betrifft Mensch wie Tier und kann unter Umständen schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit haben. Eine Gruppe Wissenschaftler der Autonomen Universität Barcelona hat sich nun der Frage angenommen, wodurch Stress bei der Katze hauptsächlich verursacht wird und wie man diese Stressfaktoren vermindern oder komplett beseitigen kann. Das Ergebnis der Arbeit „Stress in owned cats: behavioural changes and welfare implications“ ist im „Journal of Feline Medicine and Surgery“ erschienen.

Wodurch die Katze gestresst wird, kann ganz unterschiedlich sein. Bekannte Stressfaktoren, die auch Gegenstand der Untersuchung waren, sind zum Beispiel Veränderungen im Umfeld des Haustiers (z. B. die Ankunft eines neuen Familienmitglieds), Veränderungen in der täglichen Routine, eine nicht katzengerecht eingerichtete Umgebung, eine eher dürftige Beziehung zum Halter oder Konflikte mit anderen Katzen. Auch Einzelhaltung kann ein Stressfaktor sein.

Je nach Charakter der Katze ist es unterschiedlich, wie weit sie sich an die genannten Faktoren anpassen kann. Wird es der Katze zu viel, kann sich dies negativ auf Gesundheit und Verhalten auswirken. Das geht teilweise sogar so weit, erklären die Autoren, dass Halter ihre Tiere abgeben oder sogar einschläfern lassen.

So kann sich Stress bei der Katze äußern

Wie Katzen auf Stress reagieren ist unterschiedlich. Häufig ist eine Abweichung vom normalen Verhalten. Viele Samtpfoten sind weniger aktiv, zeigen weniger Lust zu spielen oder die Umgebung zu erkunden und interagieren auch deutlich weniger mit anderen Katzen oder Menschen. Oft verstecken sie sich für längere Zeit. Einige fressen weniger, andere auch deutlich mehr als gewöhnlich.
Es kann sich zwanghaftes Verhalten, wie etwa übermäßiges Putzen („Overgrooming“) entwickeln, das soweit geht, dass kahle Stellen im Fell entstehen. Andere Katzen vernachlässigen die Fellpflege. Zudem können Unsauberkeit (inkl. Markierverhalten), erhöhte Wachsamkeit, Aggressivität oder vermehrtes Miauen Anzeichen für Stress sein.
Die Besitzer erkennen Stress als Ursache für diese Verhaltensänderungen häufig nicht, so die Experten.

Verschiedene Ursachen, verschiedene Charaktere, verschiedene Lösungsansätze

Je nachdem, was die Katze stresst, kommen verschiedene Lösungsansätze in Frage, die die Autoren in ihrer Arbeit detailliert vorstellen. So zum Beispiel ein Drei-Stufen-Verfahren, um bestehende Konflikte zwischen den Samtpfoten zu vermindern. Handelt es sich um Konflikte mit solchen Auswirkungen wie oben beschrieben, würden wir von Haustiger empfehlen, einen Fachmann/eine Fachfrau zu Rate zu ziehen, der/die einen individuellen Lösungsansatz für die jeweiligen Katzen erarbeitet. Wir sehen daher hier davon ab, das Verfahren näher zu erklären.

Was wir jedoch ein wenig detaillierter beschreiben möchten, ist der Ansatz des „Environmental Enrichment“, also der Bereicherung des kätzischen Lebensraums, da es etwas ist, das zum einen von jedem problemlos durchführbar ist und zum anderen immer lohnt, am besten bevor es Stress gibt.

Environmental enrichment kann zum Beispiel die Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten für die einzelnen Katzen sein, das kann der regelmäßige Austausch von Spielzeug sein oder auch die Bereitstellung von Intelligenzspielzeug, mit dem sich die Katze eine Zeitlang beschäftigen muss, bis sie an ihr Futter gelangt. Auch die Schaffung einer dritten Dimension mittels eines Catwalks, Regalen oder Kratzbäumen fällt in diesen Bereich. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Wichtig: Auch Schmerzen oder allgemeines Unwohlsein bedeuten Stress. Wir würden – wenn solche Symptome wie oben beschrieben auftreten – immer empfehlen, zunächst einmal tierärztlich abzuklären, ob gesundheitliche Ursachen für das Verhalten vorliegen! Sind diese ausgeschlossen, kann man sich mit anderen möglichen Stressfaktoren befassen.

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Studie: Weniger Narkosemittel für Katzen durch Musik im OP?

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Studie: Weniger Narkosemittel für Katzen durch Musik im OP?

Laut einer kürzlich im „Journal of Feline Medicine and Surgery“ veröffentlichten Studie, ist dies im Bereich des Möglichen. Die Tierärzte der Universität Lissabon und einer Tierklinik im nahen Barreiro in Portugal fanden heraus, dass sich Musik im OP auf Katzen wohltuend auswirkt. Jedoch kommt es darauf an, um welche Musik es sich handelt. Am besten scheint sich klassische Musik zu eignen.

 

An der Fakultät und in der Tierklinik, in der der führende Autor der Studie, Miguel Carreira, tätig ist, wird im Hintergrund stets Musik gespielt. Sie gilt als wesentliches Element, um beim Team, bei den Tieren und deren Besitzern für eine Wohlfühlatmosphäre zu sorgen. Dabei – so erklärte er – beeinflussen verschiedene Musikgenres die Individuen auf unterschiedliche Weise. So stellte sich heraus, dass die meisten Katzen ruhiger wurden und sich kooperativer zeigten, wenn während der Untersuchung klassische Musik, speziell Händel, zu hören war.

Da bekannt ist, dass Musik beim Menschen Einfluss auf physiologische Parameter (z. B. Puls, Blutdruck) haben kann, wurde nun untersucht, inwiefern dies auch auf Katzen zutrifft, die sich einer Operation unterziehen müssen. Hierzu wurden 12 weibliche Hauskatzen während der Kastration mit Kopfhörern ausgestattet und für jeweils 2 Minuten Stille (als Kontrolle), dem "Adagio für Streicher" von Barber, „Torn“ von Natalia Imbruglia und „Thunderstruck“ von AC/DC ausgesetzt.

Während der OP wurden die Atemfrequenz und der Pupillendurchmesser der Katzen zu verschiedenen Zeitpunkten aufgezeichnet, um die Narkosetiefe zu überprüfen. Es zeigte sich, dass die Katzen (gemessen an den vorgenannten Parametern) unter dem Einfluss klassischer Musik am entspanntesten waren, Natalie Imbruglia lag in etwa in der Mitte und AC/DC sorgte für die höchsten Werte. (Anm. Emma: Keine Überraschung, oder?)

Nach Meinung der an der Studie beteiligten Tierärzte könnte dies darauf hinweisen, dass bei Verwendung ausgewählter Musik im Operationssaal die Dosis des erforderlichen Narkosemittels eventuell niedriger bemessen werden könnte. So könnte das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen vermindert und die Sicherheit des Patienten während der OP erhöht werden.

Bis es soweit ist, sind jedoch noch weitere Untersuchungen nötig. So möchten sich Dr. Carreira und seine Kollegen auch noch andere physiologische Parameter bei Hund und Katze unter dem Einfluss von Musik ansehen. So etwa das Stresshormon Cortisol und die Katecholamine, zu denen zum Beispiel Adrenalin gehört. Dafür sollen nach Möglichkeit auch komplexere Technologien wie EEG und MRT zum Einsatz kommen.

Quelle: Influence of music and its genres on respiratory rate and pupil diameter variations in cats under general anaesthesia: contribution to promoting patient safety. über phys.org

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Studie: Die zweithäufigste Todesursache bei Katzen sind Nierenerkrankungen

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Studie: Die zweithäufigste Todesursache bei Katzen sind Nierenerkrankungen

Du wünscht dir, dass deine Katze am Ende eines langen, erfüllten Lebens friedlich und möglichst ohne Schmerz und Leiden einschlafen darf? Das wünschen sich wohl die meisten von uns, jedoch ist es leider nicht jeder Katze vergönnt. Im Vereinigten Königreich wurde nun untersucht, in welchem Alter und aus welchem Grund Katzen den Weg über die Regenbogenbrücke antreten mussten. Wir finden die Ergebnisse ganz interessant und möchten sie – trotz oder auch wegen des traurigen Themas – gerne mit euch teilen.

hexe blog

Im Vereinigten Königreich leben zwischen 8,5 und 10,3 Millionen Katzen (ohne Streuner), die sich auf 19 bis 25,5 Prozent der Haushalte verteilen. Über 90 % der Katzen im UK sind Freigänger. Grundlage der Untersuchung war die Datenbank von VetCompass, wobei aus 118.016 Katzen, 4009 Katzen mit bestätigtem Tod zufällig ausgewählt und näher studiert wurden. 3660 (91,7 %) der 4009 Katzen waren Mixe/Hauskatzen, 2009 (50,7 %) waren weiblich und 2599 (64,8 %) kastriert.

Als häufigste Todesursache über alle Altersstufen hinweg, wurden mit 12,2 % der Fälle Traumata (z. B. durch Unfälle) ermittelt, dicht gefolgt von Nierenerkrankungen (12,1 %), nicht näher definierten Krankheiten (11,2 %), Gewebsneubildungen (10,8 %), wie etwa bösartigen Tumoren, und raumfordernden Prozessen (10,2 %).

Die Todesfälle bei Katzen unter 5 Jahren wurden am häufigsten durch Traumata verursacht, gefolgt von Virus- und Atemwegserkrankungen. Katzen über 5 Jahren starben am häufigsten an Nierenerkrankungen, gefolgt von nicht näher bestimmten Krankheiten, Gewebsneubildungen (Krebs) und raumfordernden Prozessen. Unter die raumfordernden Prozesse fallen an sich beispielsweise Zysten, Entzündungen und Infektionen, jedoch ist nicht ausgeschlossen, dass es sich bei vielen dieser Läsionen um nicht diagnostizierte Gewebsneubildungen handelte. Wenn dem so ist, könnten Gewebsneubildungen für nahezu 25 % der Todesfälle älterer Katzen verantwortlich sein.

Die durchschnittliche Lebenserwartung der untersuchten Mixe/Hauskatzen lag bei 14 Jahren und bei den Rassekatzen bei 12,5 Jahren. Jedoch unterschied sich die Lebensdauer bei den Rassekatzen teilweise beträchtlich. So wurden die untersuchten Birma-Katzen im Schnitt 16,1 Jahre alt, die Burmesen durchschnittlich 14,3 Jahre, während die untersuchten Bengal im Schnitt ein Alter von 7,3 Jahren und die Abessinier ein Alter von 10 Jahren erreichten.

Übergewicht verbanden die Forscher mit einer verkürzten Lebensdauer, während die Kastration die Lebensspanne grundsätzlich verlängerte. 85 % der verstorbenen Katzen waren eingeschläfert worden.

Quelle: Longevity and mortality of cats attending primary care veterinary practices in England.

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Studie: Katzen verlassen sich eher auf ihre Augen, als auf ihre Nase

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Studie: Katzen verlassen sich eher auf ihre Augen, als auf ihre Nase

Eine aktuelle Studie gibt Hinweise darauf, dass sich Katzen, um Futter zu finden, mehr auf ihre Augen als auf ihre Nase verlassen. Tiere sehen sich stets unterschiedlichen Sinneseindrücken gegenüber, die manchmal auch widersprüchliche Informationen enthalten und müssen dann entscheiden, welcher Information sie den Vorzug geben. Bei der Katze sind sowohl der Seh- als auch der Geruchssinn hervorragend ausgeprägt und werden auch beide in diversen Situationen ausgiebig genutzt. Jedoch war bisher nie untersucht worden, welchen Sinn Katzen unter Testbedingungen bevorzugen, wenn ihnen zwei Kanäle Informationen mit gleichem potenziellen Wert liefern. Es war auch bisher nicht bekannt, ob unterschiedliche Individuen in der gleichen Situation dieselben Hinweise nutzen. Diesen Fragen nahmen sich nun erstmals Forscher an der University of Lincoln, UK, an und veröffentlichten ihre Erkenntnisse im internationalen Journal "Applied Animal Behaviour Science".

Fanny Augen

Dazu wurden zunächst acht Katzen in einem T-Labyrinth trainiert. Ihnen wurden jeweils Wahlmöglichkeiten mit zwei Alternativen angeboten, einmal verbunden mit einem positiven Reiz, einmal mit einem negativen. Sowohl der positive als auch der negative Reiz boten visuelle als auch olfaktorische Informationen. Die Katzen hatten also jeweils einen Hinweis, den sie sehen konnten, und einen den sie riechen konnten, um eine Entscheidung hinsichtlich des richtigen Weges zu treffen und sich ggf. über eine Belohnung in Form von Futter zu freuen.

Von diesen acht Katzen wurden dann sechs Katzen, die alle notwendigen Kriterien erfüllt hatten, einem Test unterzogen, in dem auf Papierquadraten der positive visuelle Reiz mit dem negativen olfaktorischen Reiz kombiniert wurde und umgekehrt. Es gab also nicht mehr zwei positive Hinweise in die eine Richtung und zwei negative in die andere, sondern jeweils sowohl einen positiven als auch einen negativen Hinweis. So wurde untersucht, ob die sichtbaren Hinweise oder die riechbaren für die Katzen einen höheren Stellenwert hatten.

Vier der sechs Katzen zeigten eine deutliche Vorliebe für den visuellen Hinweis, während ein Individuum durchwegs die Geruchshinweise bevorzugte. Die sechste Katze zeigte keine deutliche Vorliebe in die ein oder andere Richtung. Im Anschluss daran wurde noch ein weiterer Test durchgeführt, um herauszufinden, ob die vier Katzen, die sich an den visuellen Hinweisen orientiert hatten, auch in der Lage waren, die olfaktorischen zu nutzen, wenn sie nur diese zur Verfügung hatten. Drei der vier Katzen meisterten auch diese Hürde erfolgreich und zeigten so, dass sie sich unter Abwesenheit visueller Hinweise durchaus auch am Geruch orientieren können.

Evy Mayes, die die Studie durchführte und aktuell im Battersea Dogs & Cats Home tätig ist, zeigte sich überrascht, dass die Mehrzahl der Katzen die visuellen Hinweise bevorzugte und auch von der Geschwindigkeit, in der die Katzen lernten, wie die Aufgabe zu lösen war.

Bisher war man eher davon ausgegangen, dass der Geruchssinn über den Sehsinn dominieren würde. Eine sehr wichtige Erkenntnis aus dieser Arbeit ist auch, wie unterschiedlich die einzelnen Individuen beim Lösen der Aufgabe vorgingen und wie wichtig es ist, solche Vorlieben als individuelles Merkmal des einzelnen Tieres zu sehen und dies im Alltag zu berücksichtigen. So können bei einer Katze, die sich stark am Geruch orientiert, nur kleine geruchliche Veränderungen im Haushalt (neues Parfum, neuer Reiniger etc.) eine große Auswirkung auf das Wohlbefinden haben, während sich eher visuell orientierte Samtpfoten davon unter Umständen völlig unbeeindruckt zeigen.

Aktuell scheint es so, dass sich mehr Katzen an visuellen Reizen orientieren, jedoch sind aufgrund der geringen Katzenmenge weitere Untersuchungen nötig, um herauszufinden, wohin die Tendenz in der Katzenpopulation an sich gehen könnte.

Quelle: The eyes have it! Cats put sight over smell in finding food

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