Auch Wohnungskatzen proftieren von frischer Luft und nehmen einen Ausguck in der Regel gerne an, um sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen und die Umgebung zu beobachten. Katzenfernsehen XXL sozusagen. Doch damit die Katzen diese Bereicherung auch sicher genießen können, müssen Fenster, Balkon etc. stabil gesichert werden. So auch bei uns. Unsere Lösung für diese Ansprüche ist eine Rollo-Lösung. Und die stelle ich euch heute vor. :-)
Uns war neben einer wirklich sicheren und stabilen Lösung wichtig, dass wir nicht ständig „Knastoptik“ haben, wenn das Fenster geschlossen ist (also kein dauerhaft vergittertes Fenster) und auch keinen Gitterrahmen, den wir irgendwo lagern müssen, wenn wir ihn gerade nicht brauchen.
Produkt und Anbieter
Unsere Katzennetz-Raff-Rollo-Lösung stammt vom bekannten Katzennetzprofi Katzennetze NRW und ist eigentlich für Dachfenster gedacht. In der Funktion kannten wir Anbieter und Produkt auch schon, da wir damit auch schon unsere Dachfenster gesichert haben. Mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis waren wir damals absolut zufrieden und so lag es nahe, auch hier wieder auf diesen Anbieter zurückzugreifen.
Planung, Bestellung und Montage
Nach den ersten Überlegungen im Hause Haustiger, wie man eine für Menschen und Katzen annehmbare Lösung schaffen kann, nahm ich Kontakt zu Katzennetze NRW auf und ließ mich per E-Mail ein wenig beraten, inwiefern die Rollolösungen für unser Ansinnen überhaupt geeignet sind, ob es vielleicht noch andere Möglichkeiten gibt (ein Insektenschutz wäre zum Beispiel noch schön gewesen) usw. usf. Die Fragen wurden wie auch schon bei unseren Dachfenstern schnell, kompetent und freundlich beantwortet. Geraten wurde uns, die Rollorahmen von außen um den Fensterausschnitt herum einzusetzen. Wir haben uns dann aus optischen Gründen dafür entschieden, den Raffrollo in den Fensterausschnitt einzupassen.
Dann ging es ans Messen. Die Rollos werden für das jeweilige Gebäude als Maßanfertigung hergestellt, daher ist es wichtig, richtig zu messen. War jetzt bei unserer Lösung noch wichtiger, weil der Rahmen ja perfekt in den Fensterausschnitt passen musste. Zusätzlich war zu bedenken, dass der Anbieter Überstände zu den Fenstermaßen hinzuaddiert, was auch sinnvoll ist, da die Raff-Rollos im Normalfall ja um den Fensterausschnitt herum platziert werden. In unserem Fall wäre das schlecht gewesen und so gaben wir nach kurzer Rückfrage einfach „keine Überstände“ in der Bestellung mit an, die unkompliziert online über den Shop des Anbieters erfolgte. Und zwei Tage nach Bestellung war unsere Katzennetzlösung auch schon fertiggestellt. Bis zur Lieferung per Spedition dauerte es dann noch ein paar Tage, aber alles in allem ging das wirklich fix.
Nachdem der Karton angekommen war, sind wir erst einmal erschrocken, weil er so riesig aussah, aber ein paar Meter höher am Fenster, passte der Rahmen dann tatsächlich haargenau und konnte problemlos mit dem mitgelieferten Material montiert werden. Ein bisschen mussten wir pfriemeln (an einem alten Haus ist eben nicht immer alles ganz gerade), aber dafür kann der Anbieter ja nichts. Wir haben den Rollo kopfüber montiert, damit er in geöffnetem Zustand auch offen bleibt. Bei unseren Dachfenstern, behelfen wir uns hier mit Wäscheklammern, wollten wir aber im Außenbereich jetzt nicht. :)
Als Farbe haben wir „blank“ gewählt, weil Fensterbrett usw. auch silber sind. Alternativ gibt es auch noch die Farben „weiß“ und „anthrazit“. Diese sind ein paar Euro teurer.
Optik
Dadurch dass die Schiene für den eigentlichen Fensterrollo und das äußere Fensterbrett silber sind, fällt der direkt davor gesetzte Rahmen kaum auf. Beim Netz handelt es sich um ein normales, grünes Katzenschutznetz, das sieht man natürlich von unten, stört aber durch das Grün außenherum auch nicht wirklich. Im Sommer bzw. allgemein in der warmen Jahreszeit, wenn der wilde Wein Blätter hat, verschwindet der Rollo fast unsichtbar unter diesen.
Robustheit
Raffrollo seitlich
Geschlossen
Geöffnet
Wie auch unsere Dachfensterlösungen ist auch dieser Katzennetz Raff-Rollo absolut stabil, mit festen Verschlüssen, für die man schon Kraft braucht, um sie zu lösen. In unserem Rahmen wurden drei Verschlüsse verbaut. Sie halten auch, wenn eine Katze im Netz klettert, trotz dessen, dass die Verschlüsse bei uns ja jetzt oben sind.
Akzeptanz
Da braucht man eigentlich gar keine großen Worte verlieren.
Der neue Katzenausguck ist – wenn geöffnet – quasi dauerbelegt.
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Im vierten Teil unserer Interviewreihe zum Thema „Tierische Berufe“ erzählt uns Daniela Gröll von Kontakt zur Tierseele etwas über einen tierischen Beruf, der für viele nur schwer greifbar ist, nämlich den Beruf der Tierkommunikatorin.
Daniela beschäftigt sich mit Tierkommunikation und Tierenergetik.
Hexe: Hallo Dani, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Tierkommunikatorin vor?
Daniela: Danke, dass ich hier die Gelegenheit habe, etwas über meine „Berufung“ als Tierkommunikatorin zu sagen. Als Tierkommunikatorin nehme ich telepathisch Kontakt mit Tieren auf. Das heißt, ich stelle den Tieren Fragen, die der Tierhalter an sein Tier hat und bekomme dann Mitteilungen von den Tieren. Das müssen nicht immer gesprochene Worte sein. Die meisten Antworten erhalte ich über Gefühle und das sogenannte „Hellwissen“. Gerade bei Problemen mit Tieren oder kranken und sterbenden Tieren ist das sehr hilfreich, da ich mich dann auch in das Tier einfühlen kann. Ich spüre dann oft an meinem Körper wo das Tier gesundheitliche Schwachstellen oder Schmerzen hat. Die Tiere können mir aber auch Bilder senden, was für die Kommunikation mit vermissten Tieren von Vorteil ist, damit der Halter dann anhand der Bilder das Tier leichter finden kann. Hier besteht aber auch die Möglichkeit das Tier wieder nach Hause zu führen. Es gibt da verschiedene Methoden die man anwenden kann. Vermisste Tiere sind aber der schwierigste Bereich in der Kommunikation und nicht jedes Tier wird gefunden.
Die Gründe warum mich Tierhalter kontaktieren sind sehr verschieden. Mancher möchte nur wissen wie es seinem Tier geht, andere haben konkrete Fragen, weil es Probleme zwischen Tier und Halter gibt, Tiere krank sind, im Sterben liegen oder vermisst werden. Auch mit verstorbenen Tieren kann ich Kontakt aufnehmen, um dem Tier Botschaften von seinem Menschen mitzuteilen und umgekehrt. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass das oft sehr heilsam für die Menschen ist, gerade dann, wenn der Halter und das Tier eng miteinander verbunden waren.
Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Tierkommunikatorin“ vorstellen?
Daniela: Da ich für meine Arbeit nicht vor Ort sein muss, habe ich Kunden aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, Luxemburg, Italien oder Taiwan und kann mir so meine Zeit selber einteilen.
Morgens lese und beantworte ich erst meine E-Mails. Anfragen zur Tierkommunikation oder Tier-Energetik und Mails von Tierhalter, mit deren Tieren ich Kontakt hatte. Diese bedanken sich zumeist und viele teilen mir auch mit, was sie zum Gesprächsprotokoll zu sagen haben oder wie ihre Tiere während oder nach dem Gespräch oder der energetischen Anwendung reagiert haben. Manchmal gibt es auch noch Fragen, wenn etwas im Protokoll nicht verstanden wurde.
Dann folgt ein Tiergespräch. Dazu bereite ich mich mental auf die Tierkommunikation vor, bevor ich mit dem Tier Kontakt aufnehme. Die Kontaktaufnahme dauert 2-4 Stunden, dabei schreibe ich alles mit, was ich von dem Tier an Mitteilungen erhalte. Das Protokoll sende ich dann per E-Mail an den Tierhalter.
Um jedem Tier genügend Aufmerksamkeit geben zu können, führe ich nie mehr als ein oder zwei Kommunikationen am Tag durch.
Der Rest des Tages ist dann mit Büroarbeiten ausgefüllt. Beantwortung von weiteren E-Mails. Viele Tierhalter haben Zweifel an der Tierkommunikation, sind aber oft verzweifelt, weil sie bisher für ihre Probleme mit ihrem Tier noch keine Lösung finden konnten und sehen so die Tierkommunikation als letzte Rettung. Das Beantworten solcher Mails kann dann manchmal sehr zeitaufwendig sein. Wobei ich hier niemanden überzeugen muss, denn wenn die Tierhalter dann das Protokoll lesen, erkennen sie ihr Tier in der Regel sofort. Auch verändert sich am Tier meist etwas nach der Kontaktaufnahme oder während der energetischen Anwendungen.
Natürlich mach ich zwischendrin auch Pausen. An manchen Abenden halte ich mir Termine für Anwendungen bei Tieren und Menschen frei.
Auch biete ich kostenfreie Online-Webinare an, in denen ich über die Tierkommunikation und Tier-Energetik berichte und im Anschluss die Tierfreunde noch Fragen zum Thema stellen können. Demnächst möchte ich mal wieder meine Webseite überarbeiten. In Planung ist, selbst Kurse anzubieten, um Tierhaltern die Tierkommunikation näher zu bringen. Das kostet alles viel Zeit.
Hexe: Wie wird man denn Tierkommunikatorin? Kann sich jeder einfach als Tierkommunikatorin ausgeben? Gibt es da eine anerkannte Ausbildung? Drückt man die Schulbank? Oder lernt man vielleicht wie in einem „normalen“ Ausbildungsberuf auch bei anderen Tierkommunikatoren? Macht man Praktika?
Dankela: Die Bezeichnung Tierkommunikatorin, ist wie auch die des Tierheilpraktikers in Deutschland nicht geschützt und kein anerkannter Ausbildungsberuf. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Tierkommunikation zu „erlernen“. Ich selbst habe vor über 10 Jahren meine ersten Seminare besucht, weitere folgten. Dazwischen hatte ich eine längere Pause, bevor ich vor ein paar Jahren die komplette Ausbildung ganz von vorne nochmal gestartet habe. Hier waren es vier Ausbildungsstufen. Es gibt die Möglichkeit vor Ort Seminare zu besuchen, aber auch Online-Webinare mitzumachen. Ich habe beide Möglichkeiten genutzt. Es gibt dabei wie in der Schule Unterricht, aber es wird auch geübt vor allem erst einmal mit Tieren anderer Kursteilnehmer. Die meiste Arbeit ist dann das selbstständige Lernen und Üben. Nein, ein Praktikum gab es nicht.
Hexe: Muss man eine besondere Gabe haben, um mit Tieren auf diesem Weg kommunizieren zu können oder kann den Beruf jeder erlernen?
Daniela: Es gibt Urvölker die heute sich noch telepathisch austauschen. Wir hier, haben es wieder verlernt und müssen das wieder üben, wenn wir Kontakt zu Tieren aufnehmen wollen. Bei der Ausbildung lernt man das dann wieder. Auch wenn es jeder lernen kann, haben viele die Vorstellung, dass man als Tierkommunikatorin nur mit Tieren arbeitet. Dem ist aber nicht so, denn der Mensch, der zum Tier gehört, spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle.
Hexe: Arbeiten Tierkommunikatoren auch mit Tierärzten oder Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, z. B. Katzenpsychologen, zusammen? Wie ist das denn bei dir z. B.?
Daniela: Es macht Sinn, mit anderen Menschen, die mit Tieren arbeiten, zu kooperieren. Bei Tierärzten habe ich leider oft die Erfahrung gemacht, dass diese für das Thema nicht offen sind. Wobei mir neulich eine Kundin berichtete, dass ihrer Tierärztin mein Name bekannt sei, da sie mehrere Kunden hat, die bei mir schon eine Tierkommunikation oder energetische Anwendung für ihr Tier gebucht hatten.
Es kommt natürlich vor, dass ich Kunden bitte einen Tierarzt aufzusuchen. So wie vor kurzem bei einem Hund der Zahnprobleme hatte. Da hilft dann ein Gespräch allein nicht, in dem Fall musste der Zahn raus. Da es ein schon älteres Tier war, folgten dann zwei energetische Anwendungen, während dieser sich dann die Katze dazugesellte.
Wenn ich von Tieren Infos bekomme was ihnen weiterhelfen kann z.B. Akupunktur oder andere Maßnahmen teile ich das dem Tierhalter immer mit. Die Tierkommunikation ist ein Gespräch, damit können Dinge geklärt werden, aber manchmal reicht die Kommunikation alleine nicht aus. Ich mache bei kranken Tieren auch einen Körperscan was dann hilfreich sein kann, wenn der Tierarzt im Vorfeld nicht fündig geworden ist.
Vor kurzem hatte sich ein Pferd gewünscht das die Reiterin Reitunterricht nimmt, da sie das Pferd in seinem Bewegungsablauf blockiert. Ein guter Reitlehrer wird beiden weiterhelfen können.
Bei zwei „Pinkelkatern“ im selben Haushalt hat die Kommunikation ausgereicht, so dass sich das seit Jahren bestehende Problem drastisch und umgehend reduzierte. In dem Fall hatten die Kater klare Vorstellungen, was sich ändern müsse, um die für die Menschen sehr unangenehme Unart, zu unterlassen. Wenn der Mensch dann aber nicht bereit ist, darauf einzugehen, wird sich auch nichts oder nicht dauerhaft etwas verändern.
Die Tierkommunikation ist meist kein Ersatz für eine Hundeschule, aber sie kann beide Parteien unterstützen. In all den Bereichen würde ich mir zum Wohle der Tiere wünschen, dass mehr Zusammenarbeit stattfindet.
Hexe: Tierkommunikation ist ja so ein tierischer Beruf, der für Außenstehende so gar nicht greifbar ist und oft auch einen eher unseriösen Beigeschmack hat. Noch dazu, wenn die Kommunikation aus der Ferne z. B. über ein Bild des Tieres erfolgt. Schließlich kann man als Besitzer ja nicht nachvollziehen, ob die Tierkommunikatorin wirklich mit dem Tier in Kontakt tritt oder die Antworten, die sie übermittelt, nur ihrer Fantasie entspringen. Worauf sollte man denn deiner Meinung nach bei der Wahl einer Tierkommunikatorin achten?
Daniela: Wenn ich mit einem Tier per Foto Kontakt aufnehme, dann sehe ich zwar nicht wie es sich verhält, wie sein Wesen ist. Ich habe dann ja nur das Foto und da ich ein Protokoll schreibe, kann anhand der Wesensbeschreibung und der Antworten, der Tierhalter sein Tier erkennen. Ein paar Beispiele wie Tierhalter ihre Tiere im Gespräch wieder erkennen, habe ich ja schon genannt. Weiter ist mir eine Tierhalterin in Erinnerung die berichtete, dass der Hund während der Kontaktaufnahme völlig abwesend war und dabei nicht mal bemerkte wie sein geliebtes Herrchen nach Hause kam. Das sind Dinge neben dem Protokoll, die erkennen lassen, dass ein Kontakt stattgefunden hat. Ähnlich habe ich es auch bei anderen Tieren erfahren.
Bei der Wahl einer Tierkommunikatorin würde ich darauf achten, dass diese alle Bereiche der Ausbildung durchlaufen hat, auch wenn sie vielleicht nicht mit vermissten oder verstorbenen Tieren kommunizieren will. Leider soll es einige geben, die nur einen Kurs besucht haben und sich dann Tierkommunikatorin nennen, was meiner Meinung nach viel zu früh ist.
Auch würde ich schauen, dass ein Gewerbe angemeldet wurde und ob mir die Person vertrauenswürdig erscheint und zu guter Letzt, mich auf mein Gefühl verlassen.
Hexe: Angenommen, wir haben jetzt eine Tierkommunikatorin gefunden, die uns geeignet erscheint, wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B. wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter?
Daniela: Nach der Anfrage bitte ich um ein Foto, auf dem das Tier alleine abgebildet ist. Dazu brauche ich noch den Namen, das Geschlecht und evtl. das Alter des Tieres.
Dann die Fragen, die der Halter an das Tier hat oder welches Problem besteht, also warum die Kontaktaufnahme gewünscht wird.
Auch Botschaften die ich dem Tier übermitteln kann gehören dazu z. B. wenn der Halter ohne Tier in den Urlaub fahren möchte, die Tiere möchten informiert werden.
Bei Katzen ist das meiner Meinung nach immer sinnvoll, wenn die Menschen mit Tier umziehen, da selbst bei Wohnungskatzen bei Umzügen oft Tiere verlorenengehen. Gerade hatte ich wieder eine Kommunikation mit einer vermissten Katze, die unbedingt wieder heim will, aber den Weg in die neue Wohnung nicht findet. Hier habe ich dann anhand von Bildern die ich von der Katze erhielt, Aufenthaltsorte der alten Heimat der Katze an die Tierhalterin geben können, aber den beschriebenen Ort und dann das Tier dort auch zu finden und abzuholen ist dann Aufgabe der Halterin. Bei vermissten Tieren ist eine zeitnahe Kontaktaufnahme sinnvoll, denn je länger das Tier unterwegs ist, je schwieriger wird es.
Kranke, sterbende und vermisste Tiere gehen immer vor, so dass ich hier versuche zeitnah zu kommunizieren. Für andere Gespräche ist mit einer Wartezeit von 2-7 Tagen nach Zahlungseingang zu rechnen.
Hexe: Und die Kosten? Macht da jede Tierkommunikatorin ihre eigenen Preise oder gibt es da auch eine Gebührenordnung wie bei den Tierärzten?
Daniela: Nein, es gibt keine Gebührenordnung. Wobei die Arbeit der Tierkommunikation und der von Tierärzten auch nicht miteinander verglichen werden kann. Als Tierkommunikatorin nehme ich kein Blut ab, röntge nicht und darf auch keine Diagnosen stellen. Ich fühle mich in das Tier ein, frage es und bekomme dann die Antworten, die das Tier mir geben mag. So kann die Tierkommunikation eine Hilfe für den Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Tiertherapeuten sein und natürlich für den Halter und das Tier selbst.
Es kommt aber oft vor, dass die Tierkommunikation im Zusammenhang mit Tierärzten erwähnt wird, wenn es um die Kosten geht. Viele Anfragen beginnen mit „Ich habe schon 1000 € beim Tierarzt gelassen und…“. Aber auch ich muss meine Miete zahlen, meine Versicherungen und meinen Lebensunterhalt und andere Rechnungen zahlen.
Meines derzeitigen Wissens nach liegen die Preise für eine Tierkommunikation zwischen 40 € und 160 €. Manche rechnen nach Minuten ab, ich habe einen Festpreis, der in der Mitte liegt, so dass jeder gleich weiß, was ihn erwartet. So kann sich jeder eine Kontaktaufnahme leisten.
Ich schreibe grundsätzlich Protokolle. Manch andere führen die Kommunikation am Telefon durch, was natürlich weitaus schneller geht, aber der Tierhalter kann im Zweifel nicht mehr alles genau nachverfolgen. Ein Protokoll kann man nochmal zur Hand nehmen. Viele Kolleginnen berechnen das Protokoll, wenn es gewünscht wird nochmal extra ab. Ich biete immer an, mich nochmal zeitnah zu kontaktieren, falls im Gespräch was nicht verstanden wurde. Das ist dann kostenfrei.
Ich danke euch, dass ich hier über meinen Traumjob als Tierkommunikatorin und Tier-Energetikerin berichten durfte und freue mich, wenn hoffentlich viele Leser bis zum Schluss mitgelesen haben.
Daniela Gröll war schon immer von Tieren begeistert, so war es nicht verwunderlich, dass sie schon sehr früh Vegetarierin wurde. 11 Jahre arbeitete sie als Pferdepflegerin und rechte Hand der Chefin, auf einem Pferdeschutzhof, wo sie die ersten Erfahrungen mit der Tier-Energetik machte. Später arbeitete sie im Außendienst bei einem Tierschutzverein, der sich gegen Schlachttiertransporte einsetzt. Durch das Leid der Kühe und Kälber wurde der Weg zur veganen Ernährung gelegt. Während einer Umschulung zur Bürokauffrau, arbeitete sie bei einem anderen Verein und fing mit der Ausbildung zur Tierkommunikation an. Es folgten weitere Seminare rund um die Tierkommunikation und energetische Heilung. Ihr findet Daniela im Internet unter Kontakt zur Tierseele oder auch auf Facebook.
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Auch den Katzen wird es bei sommerlichen Temperaturen warm in ihrem dichten Pelz. Und anders als wir können sie sich nicht einfach leichter bekleiden, wenn ihnen danach ist. Umso wichtiger ist, den Miezen die Hitze so erträglich wie möglich zu machen.
Daher möchten wir euch heute eine ganz schnelle und einfache Möglichkeit vorstellen, wie ihr gerade Katzen, die Wasser spannend finden, ohne großen Aufwand beschäftigen, zum Trinken animieren und ein wenig abkühlen lassen könnt.
Ihr braucht dafür nur eine ausreichend bemessene Schüssel (am besten Keramik oder Glas), Wasser, Papierschiffchen und ein paar Leckerli. Wir haben hier jetzt gefriergetrocknetes Hühnchen genommen.
Die Leckerchen kommen in die Schiffchen, die Schiffchen ins Wasser und die Katzen sind dann im Idealfall erst einmal damit beschäftigt, sich die Leckerli zu angeln. Wie das aussehen kann, seht ihr im Video.
Alternativ kann man auch noch ganz viele andere Dinge für Wasserspiele verwenden, wie z. B. Tischtennisbälle oder Robofische*. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Weitere Tipps, wie ihr den Katzen die Hitze erträglicher gestalten könnt, haben wir in diesem Artikel für euch zusammengefasst.
*Partnerlink. Heißt, ich bekomme eine kleine Provision, wenn du etwas über diesen Link kaufst. Du hast dadurch weder Arbeit noch irgendwelche Mehrkosten.
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38 Gründe, wann Katzen nicht die richtigen Haustiere für euch sind
Katzen sind wunderbare Hausgenossen und es gibt nichts Schöneres, als sein Leben mit einer, zwei oder mehreren dieser Samtpfoten zu teilen. Allerdings müssen Katzen auch zu euren Lebensumständen passen. Ich habe deshalb hier mit tatkräftiger Unterstützung unserer fleißigen Facebook-Leser eine kleine Zusammenfassung erstellt, wann Katzen eben nicht die richtigen Haustiere für euch sind.
Lest euch diese Auflistung bitte aufmerksam durch und wenn ihr danach immer noch mit 100%iger Sicherheit sagen könnt: „Ja, ich will mein Leben mit Katzen teilen“ Dann nichts wie los. ;)
Katzen sind nicht die richtigen Haustiere für euch, wenn…
1) Wohnung
…eure Wohnung immer blitzeblank sein muss. Katzen sind sehr reinliche Tiere, zumindest was das eigene Fell angeht. ;) Aber wenn ihr nicht damit leben könnt, dass die Katzen ihr Nassfutter vielleicht nicht im Napf fressen und schicke Flecken auf den Fliesen hinterlassen oder anderweitig Dreck machen, sind Katzen nicht die richtigen Haustiere für euch.
…ihr nicht damit leben könnt, dass vielleicht nicht nur die gewünschten Kratzmöglichkeiten genutzt werden. Auch wenn Katzen genügend Kratzmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann es vorkommen, dass die Krallen am Sofa, an der Tapete, an Möbeln… gewetzt werden und deutliche Spuren hinterlassen.
…ihr nicht darüber hinwegsehen könnt, dass Erbrochenes auf dem Teppich oder vielleicht auch einmal im Bett, auf dem Sofa oder an der Wand landet. Über kurz oder lang wird es vorkommen, dass sich die eigenen Katzen übergeben müssen und Katze sucht sich dafür bevorzugt nicht die Fliesen aus, die man gut putzen kann, sondern weichen Untergrund, wie etwa Teppich oder Kratzbaum. Auch sehr beliebt sind offene Treppen, Heizkörper und andere Stellen, die man nur mit Mühe reinigen kann.
…ihr ein unüberwindbares Problem damit habt, wenn Hinterlassenschaften nicht in der Katzentoilette, sondern an anderer Stelle landen. Unsauberkeit ist einer der häufigsten Abgabegründe für Katzen, wenn nicht sogar der häufigste. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Und auch wenn sich die Unsauberkeit oft gut „therapieren“ lässt, kann es sein, dass ihr vorübergehend mit Pfützen und Häufchen am Boden, oder auch im Bett oder auf dem Sofa leben müsst.
…ihr nicht auf schickes „Katzenfelldesign“ im Bett, an euren Klamotten, auf dem Sofa, im Essen (manchmal), in der Tastatur, naja eigentlich überall, steht. Man kann noch so oft saugen, die Katzen bürsten, sie mit dem Furminator bearbeiten usw. wer sein Leben mit einer Katze (mit Pelz) teilt, hat Katzenhaare in der Wohnung.
…wenn ihr nicht damit zurechtkommt, dass Katzenstreu in der Wohnung verteilt wird. Katzenbesitzer sprechen hier gerne über den „Strandeffekt“, weil man manchmal das Gefühl hat, am Strand zu laufen, weil so viel Katzenstreu auf dem Boden oder auch auf dem Sofa und im Bett liegt, das die Katzen beim Verlassen des Katzenklos durch die Wohnung tragen. Erde, die aus großen Blumentöpfen gebuddelt wird, hat übrigens einen ähnlichen Effekt. ;)
…wenn ihr Kratzbäume und Kratzbretter in angemessener Menge nicht für die perfekte Wohnungseinrichtung haltet oder euch nicht damit arrangieren könnt.
…wenn ihr nicht damit leben könnt, dass Dekogegenstände aus dem Regal oder vom Fensterbrett geräumt werden und dabei zu Bruch gehen. Und wenn ihr nicht bereit seid, zuerst die „schuldige“ Katze sicher wegzusperren, bevor ihr euch an die Scherben macht.
…wenn ihr auf eure Orchideensammlung (oder andere für Katzen giftige Pflanzen) nicht verzichten wollt und diese auch nicht unerreichbar für die Katzen aufbewahren wollt.
2.) Zusammenleben
… ihr nicht für 15 bis 20 Jahre oder sogar mehr die Verantwortung für eure Katzen übernehmen wollt. Katzen ins eigene Leben zu lassen, ist eine Entscheidung fürs (Katzen-) Leben, in guten, wie in schlechten Zeiten, auch bei Krankheit, im Alter oder bei Verhaltensauffälligkeiten. Auch kleine, süße Kitten werden groß.
…ihr nicht warten könnt, bis eure Kitten alt genug sind, um zu euch zu ziehen (12 Wochen aufwärts)
…ihr nur einer Katze ein Zuhause geben wollt, aber nur Wohnungshaltung möglich ist. Grundsätzlich sollten bei reiner Wohnungshaltung (auch mit gesichertem Freigang) immer mindestens zwei Katzen gehalten werden. Eine Ausnahme bilden Tiere, die sich nicht mit Artgenossen verstehen. Aber auch hier sollte genug Zeit für die Einzelkatze vorhanden sein.
…ihr nur eine Übergangslösung zur „Übung“ sucht, bis ihr eigenen Nachwuchs habt.
…ihr einen Kinderersatz sucht. Katzen sind keine Kinder im Katzenpelz.
…ihr es absolut nicht tolerieren könnt, wenn eure Katze den Wecker ersetzt. Katzen kennen ihre Fütterungszeiten (auch am Wochenende) und gerade Freigänger ohne Katzenklappe haben ihre ganz eigene Vorstellung, wann es nachts Zeit ist, aufzustehen und eine Runde zu drehen. Zugegeben, es gibt in der Hinsicht sehr nette Katzen, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Und ja, sie wecken einen mitunter auch, obwohl sie eine Katzenklappe haben. ;)
…ihr nicht möchtet, dass in der Nacht in eurem Bett „Wilde Tiere auf der Flucht durch die Savanne“ gespielt wird. Ein ebenso beliebtes Spiel ist „Fang den Zeh“.
…ihr den Anblick von Hinterlassenschaften im offenen Katzenklo nicht ertragt.
…ihr nicht bereit seid, notfalls 100x die Tür zu öffnen und eure Katze doch nicht weiß, was sie will.
…ihr nicht bereit seid, euren Balkon, eure Fenster (auch Kippfenster) für die Katzen zu sichern.
…ihr ungestört lesen wollt, ohne dass eine Katze auf der Zeitung, dem Buch, den Unterlagen liegt.
…ihr nicht jeden Tag mindestens zwei Stunden Zeit habt, um euch mit euren Katzen wirklich zu beschäftigen.
…ihr ein Haustier sucht, das ihr perfekt erziehen könnt. Und nicht akzeptieren könnt, dass eine Katze eben kein Hund ist, sondern eine Katze.
…ihr bei schlechtem Wetter nicht ständig angemeckert werden wollt, weil die Katze nicht raus kann und ihr die Sonne nicht einschaltet.
…ihr Angst habt, oft zu stolpern. Fliegt man nicht über die Katze, dann ist es ein Spielzeug, ein Schuh oder was auch immer in den Weg geschossen wurde.
…ihr viel Wert auf eure Privatsphäre legt. Katzen sind gerne überall dabei, sei es auf der Toilette, im Bett *hust* oder bei Beziehungsgesprächen.
…ihr ein Problem damit habt, wenn Katzen die besinnliche Zeit und vor allem die Bescherung zu einem Erlebnis machen (es hat seinen Grund, warum viele Katzenhalter keinen Weihnachtsbaum mehr aufstellen).
…ihr oder ein anderes Familienmitglied eine Katzenallergie hat.
3) Futterzeit
…wenn ihr Vegetarier oder Veganer seid und es nicht übers Herz bringt, einem Fleischfresser auch Fleisch zu füttern.
…ihr (bei Freigängern) nicht mit Mäuse- oder Vogelkadavern (wahlweise auch Frösche, Eidechsen, junge Kaninchen usw.) oder gar lebenden Tieren umgehen könnt, die ins Haus geschleppt werden, damit ihr auch endlich mal das Jagen lernt.
…ihr eure Mahlzeiten für euch haben und sie ungestört genießen möchtet. Und wenn ihr ein Problem damit habt, wenn ihr beim Essen ständig sehnsüchtig beobachtet werdet und jemand mit großen Augen jeden Bissen zählt, den ihr verschluckt, ohne dass ihr der bettelnden Samtpfote etwas abgebt.
4) In guten, wie in schlechten Zeiten
… wenn ihr nicht die finanziellen Möglichkeiten oder den Willen habt, im Krankheitsfall oder nach einem Unfall auch mitunter hohe Tierarztrechnungen zu bezahlen.
… wenn ihr weder Zeit noch Geld habt, euch um Impfungen und regelmäßige (Vorsorge-) Untersuchungen zu kümmern.
…ihr eurer Katze nicht beim letzten Gang zur Seite stehen wollt und im Zweifelsfall nicht bereit seid, die Entscheidung für eure Katze zu treffen.
…ihr nicht mit dem Tod umgehen könnt. Katzen haben nun einmal eine kürzere Lebenserwartung als Menschen.
… wenn ihr meint, Kater und Katze wären doch die perfekte Quelle, um leichtes Geld mit süßen kleinen Kätzchen zu verdienen.
5) Urlaub
… ihr euch nicht um eine geeignete Urlaubsbetreuung für eure Tiere kümmern wollt oder nicht damit leben könnt, eure Tiere allein zu lassen, aber dennoch eigentlich in den Urlaub fahren wollt.
…wenn ihr eure Katzen mit in den Urlaub nehmen wollt. Dieser Punkt trifft nur bedingt zu, Katzen sind keine Hunde und fühlen sich in der Regel zu Hause im eigenen Revier (mit regelmäßiger Betreuung) am wohlsten. Allerdings gibt es durchaus Katzen, die aufgrund ihres Charakters oder durch Gewöhnung von Klein auf gerne mit ihren Menschen in den Urlaub fahren. Katzen, die mit Campen gehen oder für die Zeit des Urlaubs mit auf einem Schiff leben zum Beispiel.
6) Lebenslanges Lernen
…wenn ihr nicht bereit seid, euch mit den Tieren, mit denen ihr euer Leben teilt zu beschäftigen (Ernährung, Haltung, Sprache, Verhalten etc.), über euch nachzudenken, immer dazuzulernen, eure bisherige Haltung zu reflektieren und auch Fehler einzugestehen und versuchen es besser zu machen.
Wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt und immer noch von eurem Vorhaben 100%ig überzeugt seid, dann herzlichen Glückwunsch, ihr werdet es nicht bereuen! Versprochen! ;-)
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Was macht eigentlich eine Tierernährungsberaterin?
Im dritten Teil unserer Interviewreihe zu den Tierischen Berufen hat uns Mandy Kneeland von THP&BARF 4 Paws ein wenig ihrer Zeit gewidmet. Sie stellt uns den Beruf der Tierernährungsberaterin vor.
Mandy ist gleichzeitig auch Tierheilpraktikerin, bei der Ernährungsberatung liegt ihr Schwerpunkt auf der Rohfütterung (BARF).
Hexe: Hallo Mandy, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu deinem Beruf zu beantworten. Stellst du uns kurz deinen Beruf Tierernährungsberaterin vor?
Mandy: Hallo, natürlich nehme ich mir gerne Zeit für euch. Als Ernährungsberaterin für Hund und Katze helfe ich Haltern die Ernährung ihrer Tiere zu optimieren. Oft sind es erkrankte Tiere, beispielsweise Katzen mit Niereninsuffizienz, Allergien oder Verdauungsstörungen, die eine angepasste und optimierte Ernährung benötigen. Aber auch für gesunde Tiere und Tiere im Wachstum erstelle ich Ernährungspläne und begleite Züchter durch Trächtigkeit, Säugezeit und Ersternährung ihrer Kitten.
Mein Schwerpunkt liegt hier definitiv bei der Rohfütterung, dem BARFen, aber von Zeit zu Zeit habe ich durchaus auch Halter, die nicht roh füttern können oder wollen. Hier versuche ich die passende Lösung im Fertigfutterbereich zu finden, wobei ich hier ganz klar dazu sage, dass ich ein absoluter Gegner von Trockenfutter bin, gerade bei Katzen.
Viele Halter sind aufgrund der Hülle und Fülle (verschiedenster) Informationen zu dem Thema verunsichert, was denn nun wirklich richtig ist. Sie haben Angst, das Ganze in Angriff zu nehmen, etwas falsch zu machen und ihren Tieren dadurch zu schaden. Das kann ich absolut nachvollziehen, denn mir ging es zu Beginn nicht anders. Hier ist es mir vor allem sehr wichtig, die Unsicherheiten zu nehmen und mir für alle Fragen, die sie haben, Zeit zu nehmen und diese zu klären.
Ich erstelle für das Tier und die Erkrankung angepasste Ernährungspläne. Ich arbeite hier ganzheitlich und setze da wo es sinnvoll und oder nötig ist zusätzlich nützliche Nahrungsergänzungen, Kräuter oder Heilpilze zur ernährungsphysiologischen Unterstützung ein. Ich empfinde meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin als sehr hilfreich, denn es hat mir neben meinem Hauptberuf als Gesundheits- und Krankenpflegerin im intensivmedizinischen Bereich nochmal viel Wissen und Hintergrund in den Bereichen Anatomie, Physiologie und Pathologie gebracht.
Hexe: Wie müssen wir uns denn „einen Tag im Leben einer Tierernährungsberaterin“ vorstellen?
Mandy: Mein Tag ist immer angepasst an meinem Hauptberuf, da ich hier im Schichtdienst arbeite. Feste “Praxiszeiten” habe ich also nicht.
Ich arbeite viel von zu Hause aus, wenn ich Ernährungs- und Behandlungspläne schreibe. Manchmal bringt es durchaus noch einige Recherche- und Nachschlagearbeit mit sich, da ich bei meinen Plänen sehr gründlich bin.
Je nach Fall prüfe ich intensiv die Nährstoffbedarfswerte und passe die Zufuhr an Krankheit und Bedarf an. Wo man bei manchen Erkrankungen einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen hat, muss man bei anderen Erkrankungen durchaus einen reduzierten Bedarf berücksichtigen, das beste und bekannteste Beispiel ist hier wohl noch die Phosphatreduktion in der Diät bei Niereninsuffizienz.
Wenn ich einen Hausbesuch habe, bereite ich mich vorab vor, kontrolliere meine Tasche, welche ich immer mitnehme und gehe nochmal alle Informationen durch, die ich vorab schon erhalten habe.
In der Regel erhalte ich am Tag einige Mails oder Anrufe von Kunden, die zum erhaltenen Plan oder zum Verlauf ihres Tieres noch Fragen haben oder unsicher sind. Mehrmals die Woche habe ich auch „Lernsequenzen“ für mich, egal ob ich gerade einen laufenden Kurs habe oder etwas für mich wiederhole und vertiefe.
Und leider kommt mein unbeliebtester Teil, der Büro- und Verwaltungskram, ja auch immer noch dazu.
Hexe: Wie wird man denn Tierernährungsberaterin? Kann sich jeder einfach als Tierernährungsberaterin ausgeben? Gibt es da eine anerkannte Ausbildung? Drückt man die Schulbank? Oder lernt man vielleicht wie in einem „normalen“ Ausbildungsberuf auch bei anderen Tierernährungsberatern? Macht man Praktika?
Mandy: Die Berufsbezeichnung ist leider nicht geschützt, es gibt keine anerkannte Ausbildung. Somit kann sich jeder, egal wie viel Wissen vorhanden ist, Tierernährungsberater nennen. Lediglich als Tierarzt kann man eine Zusatzausbildung in diesem Bereich belegen, die anerkannt ist. Ich selbst habe eine mehrmonatige Onlineausbildung in Form von Webinaren zur Ernährungsberatung besucht mit einer Abschlussprüfung und eine Hausarbeit abgegeben. Das Ganze fand bei Swanie Simon statt, einer Tierheilpraktikerin mit Schwerpunkt Ernährung (unter anderem). Gleichzeitig lief die Tierheilpraktikerausbildung, auch mit Praktika.
Hinzu kommen diverse Fortbildungen, Seminare und Webinare, wiederholend oder ergänzend zu meinem Kernpunkt der Ernährungsberatung (Kräuterheilkunde und Heilpilztherapie). Der Bereich ist eigentlich zum lebenslangen Lernen geeignet.
Neben meinen tierspezifischen Ausbildungen kann ich auch auf 10 Jahre Erfahrung in der Humanmedizin zurückgreifen, was mir durchaus sehr hilft, denn Hunde und Katzen sind zwar etwas anders als Menschen, in vielerlei Hinsicht läuft aber doch einiges gleich oder sehr ähnlich ab.
Hexe: Arbeiten Tierernährungsberater auch mit Tierärzten oder Angehörigen anderer tierischer Berufsgruppen, z. B. Tierheilpraktikern, zusammen? Wie ist das denn bei dir z. B.?
Mandy: Ja, wenn sich die Gelegenheit gibt und es gewünscht ist, arbeite ich durchaus mit anderen Berufsgruppen zusammen. Beispielsweise schicke ich Kunden zum Tierarzt für benötigte Diagnostik und Kontrollen, seien es Blutabnahmen oder bildgebende Diagnostik, oder überweise Kunden zu Tierphysiotherapeuten. Ich selbst bin auch Tierheilpraktikerin, aber so wie ich an Kollegen verweise, wenn es beispielsweise um Homöopathie geht, erstelle ich Ernährungspläne, wenn von anderen Tierheilpraktikern an mich verwiesen wurde.
Ich würde mich freuen, wenn ein noch viel gemeinschaftlicheres Arbeiten mit anderen Berufsgruppen möglich wäre. Leider stößt man da aber noch oft auf taube Ohren. Gerade mit Tierärzten hier ist es leider oft noch sehr schwierig, ich habe bei keiner Praxis, bei der ich mich zu Beginn vorgestellt habe, gute Erfahrungen gemacht.
Hexe: Wir futtern ja schon BARF, aber angenommen wir wären voll die Trockenfutterjunkies und unser Personal würde uns auf eine gesunde Ernährung umstellen wollen. Oder eine von uns wäre krank und müsste eine besondere Diät bekommen. Worauf sollten wir denn bei der Auswahl des Ernährungsberaters deiner Meinung nach achten?
Mandy: Wichtig sind immer der eigene Eindruck und das Bauchgefühl, das finde ich immer ganz entscheidend. Ihr solltet darauf achten, dass man einsehen kann wo derjenige seine Ausbildung gemacht hat, welchen Stundenumfang diese betragen hat und inwieweit er sich nach der Ausbildung noch Fort- und Weiterbildung widmen wird und ob sich auch mit der Tierart ausgekannt wird (manche Tierernährungsberater betreuen zum Beispiel keine Katzen und nur Hunde).
Dann ist, egal ob vor Ort oder eine Online-Beratung, eine ausführliche Anamnese unabdingbar. Ein Ernährungsberater kann keinen Plan erstellen, wenn er das Tier und die Befunde nicht kennt.
Und zu guter Letzt: Fragen ob jemand im Bekannten-/Verwandten-/Freundeskreis schon Erfahrungen mit Ernährungsberatern gemacht hat und hier auf Empfehlungen setzen.
Hexe: Angenommen wir haben jetzt einen Tierernährungsberater gefunden, der uns geeignet erscheint, wie müssen wir uns dann den weiteren Ablauf vorstellen? Jetzt bei dir z. B. wir schreiben dir eine Mail oder rufen dich an und wie geht es dann weiter?
Mandy: Es kommt bei mir darauf an, ob ihr in meiner Nähe wohnt oder nicht und ob es sich zum Beispiel um ein schwerkrankes Tier handelt. Bei gesunden Tieren reicht es in der Regel durchaus ohne direkte Sicht, bei kranken oder gar schwerkranken Tieren, wo es über die reine Ernährungsberatung hinausgeht, ist ein Hausbesuch oft sinnvoll, allerdings aufgrund fehlender lokaler Ernährungsberater nicht immer möglich.
Hierbei ist die Anamnese natürlich immer etwas schwieriger und gut ist hierbei, wenn andere Tiertherapeuten, zum Beispiel Tierärzte oder Tierheilpraktiker mit im Boot sind und somit unklare Punkte mit abklopfen können.
Bei einem Hausbesuch komme ich euch besuchen und mache die Anamnese und Untersuchung vor Ort und bespreche erste Dinge persönlich. Ich spreche hierbei immer erst eine ganze Weile mit den Haltern, damit sich die Tiere an mich gewöhnen können. Erst nachdem die Anamnese gemacht ist, untersuche ich das Tier. Da sich das aber keiner alles merken kann, was man in dieser Zeit bespricht, gibt es zum Ernährungsplan eine Auflistung aller im Gespräch erwähnten Punkte dazu. Den Plan gibt es in etwa 1 Woche später per E-Mail, wobei ich komplexe Fälle, die dringliche Hilfe benötigen, durchaus vorziehe und weniger dringliche Fälle nach hinten schiebe. Ich informiere dann immer die Halter, die etwas länger warten müssen und habe hier bisher immer das Glück gehabt, dass alle sehr verständlich reagiert haben und einfach nur froh waren, dass es nicht ihr Tier betrifft, das einen dringlichen Plan benötigt.
Je nach Fall gibt es eine Betreuungszeit im Anschluss, in der ich bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen erreichbar bin und auch danach bin ich natürlich nie aus der Welt.
Hexe: Und die Kosten? Macht da jeder Tierernährungsberater seine eigenen Preise oder gibt es da auch eine Gebührenordnung wie bei den Tierärzten?
Mandy: Es gibt keine Gebührenordnung, jeder Berater kann seine Preise selbst festlegen. Der durchschnittliche Preis ist sicherlich im ähnlichen Bereich, es gibt aber auch Ausreißer nach unten und nach oben. Hierbei sei zu sagen, dass teurere Berater weder viel besser noch schlechter sind als günstige. Da kommt es wieder auf das Gesamtpaket an.
Hexe: Das war’s dann auch schon mit unseren neugierigen Fragen. Wir wünschen dir und deinen Lieben auch weiterhin alles Gute und hoffen, dass du noch vielen Miezen dabei helfen kannst, mit artgerechter Ernährung gesund zu bleiben, zu werden oder zumindest ein bestmögliches Leben führen zu können.
Mandy Kneeland arbeitet seit 2017 als Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt BARF für Hunde und Katzen. Lokal mit mobiler Praxis im Raum Darmstadt und dem Rhein-Main-Gebiet und online mit Kunden auch aus Österreich und Italien. Neben der Ernährungsberatung liegen ihre Schwerpunkte auf Heilpilzen (Mykotherapie), Kräuterheilkunde (Phytotherapie), Darmsanierung und Bachblüten.Immer unterstützt bei ihrer Arbeit wird sie daheim von ihren 3 Katzen. Ihr findet Mandy im Internet unter THP4Paws oder auch auf Facebook.
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